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  • Die neue Führung des Unimog-Club Gaggenau meistert ihre erste Jahreshauptversammlung nach dem Neuanfang

    Der Blick richtet sich zunächst auf das Jubiläum

    Pressespiegel Badisches Tagblatt, 27.11.2017 – von Hans-Peter Hegmann

    Der Unimog-Club Gaggenau bestimmte das Bild vor der Reithalle Rastatt


    Seine erste Jahreshauptversammlung hatte das bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im September komplett neu gewählte Vorstandsteam des Unimog-Club Gaggenau (UCG) am Samstag zu bewältigen. Unter der souveränen Leitung des 1. Vorsitzenden Rainer Hildebrandt wurden im Bürgersaal der Reithalle Rastatt die Weichen für die Zukunft gestellt.

    Nachdem zu der Mitgliederversammlung ein 72-seitiges DIN A-4-Heft mit Anträgen vorlag, war zu erwarten, dass die Versammlung eine längere Zeit in Anspruch nehmen würde.

    Als wichtigsten Punkt im Bereich der Ausblicke erwähnte Hildebrandt das 25-jährige Gründungsjubiläum des UCG im nächsten Jahr. Um alle anwesenden 245 Mitglieder, die aus ganz Deutschland, Italien und der Schweiz angereist waren, zu informieren, wurde dieses Thema vorgezogen.

    Der stellvertretende Vorsitzende René Dusseldorp gab dazu bekannt, dass die Planungen bereits größtenteils stehen: Nach Zustimmung der Stadtverwaltung Gaggenau wird das Fest vom 15. bis 17. Juni innerhalb einer „Unimog-Meile“, die vom Unimog-Museum über Schloss Rotenfels und den Kurpark bis zum Rotherma-Kreisel reichen wird, ausgerichtet werden. Es werden Parkplätze für bis zu 700 Teilnehmerfahrzeuge zur Verfügung stehen. Geplant sind Ausstellungen und Vorführungen, darunter eine Demonstration erfolgreicher Allrad-Rallye-Fahrzeuge auf dem Gelände des ehemaligen Bad Rotenfelser Freibads. Für Besucher wird ein Busshuttledienst zur Verfügung stehen.

    Das neue Vorstandsteam hatte sich zur Unterstützung in juristischen Fragen einen Anwalt (2. von rechts) an Bord geholt

    Vorstand sieht viel Arbeit vor sich

    Im Rückblick ging der neue Clubchef kurz auf die Übergabe der Amtsgeschäfte ein, die bereits am Wahlabend und in den folgenden Tagen erfolgt war und reibungslos ablief. Danach folgten bis einschließlich der Vorbereitungen der Mitgliederversammlung viele Stunden ehrenamtliche Tätigkeiten aller Vorstandsmitglieder für die Geschäftsübernahme, die er „allerdings keine Minute“ bereue.

    Der Teilemarkt in Kuppenheim war die erste Veranstaltung, die mit großer Unterstützung aus den Regionalbereichen erfolgreich durchgeführt wurde.

    Der neue Kassierer Claudio Lazzarini, ehemaliger Direktor einer großen Schweizer Bankfiliale in Chur, stellte ausführlich dar, dass sich seine Tätigkeit auf die Belegbearbeitung beschränke. Sämtliche Buchungs- und Abschlussarbeiten werden von einem Steuerberaterbüro ausgeführt. Lazzarini gab einen sehr detaillierten Überblick bis in den Bereich von einem Euro über die Finanzsituation des Vereins mit aktuell 6690 Mitgliedern in Bezug auf die Mittelherkunft- und Verwendung. Dabei bedauerte er die „sehr großen“ Aufwendungen für den Wechsel in der Vereinsführung.

    Viele Mitglieder nahmen am Samstag an der 1. Mitgliederversammlung unter der Leitung der neuen Vorstandschaft teil

    Eine getrennte Bestätigung für die ordnungsgemäße Abwicklung ihrer Amtsgeschäfte erhielten danach sämtliche ehemaligen und neuen Vorstandsmitglieder. Bei den insgesamt 28 Anträgen wurden die meisten der von ehemaligen Verwaltungsmitgliedern gestellten Anträge abgelehnt. Der Großteil der restlichen bezog sich auf Punkte einer Satzungsänderung, die Mitglied Rango Dietrich eingereicht hatte.

    Nach ausführlichen Diskussionen wurden diese größtenteils abgelehnt oder sie entfielen aufgrund der Ablehnung der vorhergegangenen Anträge.

    Zum Schluss der Versammlung erklärte Dietrich, dass der Souverän Mitgliederversammlung dadurch eventuell eine große Chance zur Gestaltung des UCG vergeben habe. Gleichzeitig gab er dem gesamten Vorstand die umfangreiche Aufgabe auf den Weg, diese vorgestellten Änderungen in eigener Regie in Angriff zu nehmen und entsprechende Satzungsänderungen zu planen. Spätestens in zwei Jahren werden die Mitglieder dann die Möglichkeit haben, bei den Wahlen ihnen erneut das Vertrauen zu schenken.

    Der Vorsitzende nahm diesen Auftrag an und bestärkte erneut seine Absicht, die Aufbruchstimmung innerhalb des UCG zu nutzen.

    Fotos: Hans-Peter Hegmann

     

  • UCG-Gründer Michael Wessel wird heute 70.


    Pressespiegel Badisches Tagblatt, 29.9.2017 –
    BT-Leser schätzen seine profunden Kenntnisse der lokalen Historie ebenso wie die augenzwinkernden Beiträge, die er trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Akribie und scharfen Beobachtungsgabe zu verfassen weiß. „wess“ – Michael Wessel – wird am heutigen 29. September 70 Jahre alt.

    „Die überaus positive Entwicklung meines Lebens war mir nicht in die Wiege gelegt:“ Der Sohn eines englischen Soldaten und einer aus Westpreußen geflüchteten Krankenschwester wurde am 1947 in Aurich geboren und wuchs die ersten fünf Lebensjahre bei seinen aus Danzig vertriebenen Großeltern in Schleswig-Holstein auf – zuerst in einem großen Hühnerstall, dann im Armenhaus von Hohenaspe.

    1952 übersiedelte Michael Wessel mit den Großeltern, von denen er adoptiert wurde, und Schwester Helga nach Gaggenau. Er erinnert sich, dass die ersten Jahre als armes Flüchtlingskind nicht einfach waren: „Ich hatte aber glücklicherweise immer wieder Unterstützer, die mir beratend zur Seite standen und mich maßgeblich förderten“, erinnert er sich dankbar, denn so konnte er die Höhere Handelsschule in Gernsbach besuchen (finanziert auch durch Hilfstätigkeiten im Malergeschäft Hauck) sowie eine Lehre als Industriekaufmann bei Daimler-Benz absolvieren: „Als Exportkaufmann versorgte ich in erster Linie die belgische und französische Armee mit Unimog-Ersatzteilen und sammelte meine ersten Unimog-Prospekte.“

    Nach der Hochschule Pforzheim stieg Wessel 1973 wieder bei Daimler im Personalbereich ein und ging nach Führungsaufgaben als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit 2005 in den Ruhestand. Zu seinen Aufgaben gehörte es auch, Großveranstaltungen wie „Fun in der Fabrik“ oder „50 Jahre Unimog“ zu organisieren. Als 1999 der Leiter der SG Stern wegen allgemeinem Desinteresse das Handtuch werfen wollte, erhielt unser Altersjubilar den Auftrag, mit einer Arbeitsgruppe diese Sportgemeinschaft nicht nur zu revitalisieren, sondern beispielhaft für den Konzern auszurichten.

    Für 25 Jahre Zusammenarbeit mit dem Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, zuletzt viele Jahre als Lehrbeauftragter, verlieh ihm die Hochschule Karlsruhe 2002 die Goldene Ehrennadel.

    Neuen Mitarbeitern wollte Michael Wessel erklären können, wie das große Benzwerk ins Murgtal kam – so wurden Werks-, Unimog- und Heimatgeschichte sein Hobby. Zu diesen Themen gab er sieben Bücher heraus. 1993 initiierte Wessel die Gründung des Unimog-Club Gaggenau, den er 15 Jahre lang leitete. Überlegungen im Club, ein Museum zu schaffen, führten im November 2002 zur Gründung des eigenständigen Vereins Unimog-Museum – auch dort wirkt er mit.

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  • Ein Nachschlagewerk aus erster Hand: Neuer Unimog Typen-Atlas

    Pressespiegel: Badisches Tagblatt – 31. Oktober

    epaper_detail_20151031_e38ac14c-4b60-476b-a0a0-13435c3100fb_onlineBildÜber den Unimog gibt es inzwischen jede Menge Bücher. Auch Carl-Heinz Vogler aus Gaggenau hat wieder nachgelegt. Nach seinen erfolgreichen Unimog-Büchern „Unimog Typenbuch“ und „Unimog 411-Typengeschichte und Technik“ brachte der ehemalige Unimog-Heft’l-Chefredakteur jetzt ein weiteres Buch mit dem Titel „Unimog-Typen-Atlas 1946 bis 1993“ auf den Markt. Außergewöhnlich daran ist, dass im neuen Buch auf 160 Seiten über 400 Fotos zu sehen sind, von denen viele als historisch eingestuft werden können. Sie wurden zuvor noch nirgends veröffentlicht. Besonders informationsreich sind daneben die vielen Daten, Tabellen und Grafiken zu den verschiedenen Unimog-Baureihen dieser Zeit. Sie beruhen alle auf den sehr umfangreichen Detailkenntnissen des Autors.

    Nach seinem Studium der Fahrzeugtechnik war er ab 1974 Mitarbeiter bei der Daimler-Benz AG in Gaggenau. Zu seinen Aufgaben als Konstrukteur gehörten unter anderem auch Detailänderungen an den Baureihen 411, 421 und 406.

    Die Zeitschiene von 1946 bis 1993 war für das Universal- Motoren-Gerät besonders erfolgreich, aber auch aufregend. 1946 wurde das erste Fahrgestell in Schwäbisch Gmünd getestet und 1993 wurde mit dem Unimog 408 418, als „Mittlere Baureihe MBU“, beziehungsweise den Strategievorgaben des „Unimog-Programms von 1988“ eine neue Ära eingeleitet. In der Zeitschiene wurden 21 Baureihen und 150 Baumuster gebaut. Dies entspricht etwa 65 Prozent aller jemals gebauter Unimog. Unimog-Programme, Verkaufsstrategien, Zielgruppen und die Fahrzeugtechnik wurden laufend dem Kundenwunsch und den Ansprüchen der fast 400 Anbau-Gerätehersteller angepasst. Dabei blieben die Konstrukteure aber immer dem Ursprungskonzept von Albert Friedrich treu. Die Informationen im neuen Typen-Atlas sind noch vielseitiger, umfangreicher bebildert und qualitativ hochwertiger als in allen bisherigen Typenbüchern. Alle Baureihen und Baumuster bis 1993 wurden anhand der vorliegenden detaillierten Unterlagen von Mercedes-Benz unter die Lupe genommen. Ebenso die von Vogler sogenannte „Blaue Mauritius“ unter den Unimog: der Boehringer-Unimog. Mit vielen Detailfotos und einer Tabelle zeigt der Autor die unterschiedlichen kleinen Merkmale, über die ein Boehringer eindeutig identifiziert werden kann. Ein besonderer Genuss sind auch die vielen Unimog-Fotos des Fahrzeugs in Arbeitsposition. Des Weiteren ist es Vogler gelungen, viele Original-Firmenprospekte zum jeweiligen Typ abzubilden.

    Der Autor hat damit alle Zielgruppen erreicht: vom Einsteiger bis zum Unimog-Experten. Preis: 14,99 Euro.

    Text und Bild Hans-Peter Hegmann

    Der Bezug ist über alle bekannten Unimog-Buchhandlungen, das Unimog-Museum und über das Internet möglich.

  • Veteranen-Treffen in Ascheberg – Unimogs genießen einen Kultstatus

     

    Von Theo Heitbaum, Allgemeine Zeitung
    Andreas Trautmann hat das Unimog-Treffen auf dem Hof Stummann mit einer Ausfahrt zur Brügge-Mühle nach Herbern organisiert.

    Andreas Trautmann hat das Unimog-Treffen auf dem Hof Stummann mit einer Ausfahrt zur Brügge-Mühle nach Herbern organisiert.
    Foto: hbm, Allgemeine Zeitung

    „Wer vom Unimog-Virus infiziert ist, der kommt davon nicht mehr los.“ Andreas Trautmann ist dem Virus erlegen. Der Ascheberger lebt sein Hobby mit seinem Unimog, aber auch im Unimog-Veteranen-Club aus.

    „Wer vom Unimog-Virus infiziert ist, der kommt davon nicht mehr los.“ Andreas Trautmann ist dem Virus erlegen. Der Ascheberger lebt sein Hobby mit seinem Unimog, aber auch im Unimog-Veteranen-Club aus. Bundesweit sind 1000 Mitglieder organisiert, eine Gruppe umfasst die Region Münsterland. Sie organisiert jedes Jahr das Baumberge-Treffen. Am Wochenende fand es auf dem Hof Stummann in der Osterbauerschaft statt.

    19 Unimogs versammelten sich auf der Wiese des Hofes. Wer einen Blick auf die Fahrzeuge warf, sah ganz unterschiedlichen Verwendungen. Unimogs werden von Feuerwehr und Militär genauso verwendet wie von Landwirten, Waldbauern oder Handwerkern. „Die Schneeschwalbe eines Flughafens in Belgien ist schon etwas besonderes“, verwies Trautmann auf ein besonders Fahrzeug.

    Wer dem Virus erlegen ist, der schätzt einen Vorzug besonders. „Unimogs sind geländegängig“, berichtet Trautmann und erzählt gleich von einem Geländetreffen vor vier Wochen: „Da waren wir in sehr schwerem Gelände unterwegs. Ich hatte an einer Stelle das Gefühl, gleich umzukippen. Aber das Auto kann mehr als der Fahrer.“

    Lesen Sie den ganzen Artikel in der Allgemeine Zeitung.