mikewessel

Author Archives

  • Weit über eine Million Aufrufe eines Unimog-Videos

    Nach der Testfahrt strahlen sie um die Wette: Matthias Malmedie, Karl-Josef Leib und Jean Pierre Kraemer (von links) –                Foto: Michael Wessel

     

    Die Youtuber JP Kraemer und Matthias Malmedie bringen auch dem Museum zusätzliche Reichweite

    Ein Bericht des Badischen Tagblatts vom 10. Dezember 2018
    Wenn es um Geschwindigkeit, Leistung und Fahrspaß bei Autos auf Youtube geht, fallen schnell die Namen Jean Pierre „JP“ Kraemer und Matthias Malmedie. Sie haben eine Fangemeinde mit über 350000 Abonnenten. Ein Fahrzeug fehlte noch in ihrer Videosammlung: der Unimog. Und so besuchten sie kürzlich nicht nur das Unimog-Museum, sondern testeten im Versuchsgelände Ötigheim auch selbst den Alleskönner für ein weiteres Video. Die Zugriffszahlen überstiegen die kühnsten Erwartungen: Seit der Veröffentlichung am 15. November haben mehr als 1,1 Millionen Besucher dieses Video aufgerufen und über 17000 es geliked.
    Zudem machten sich über eintausend Besucher die Mühe, einen Kommentar zu schreiben. In dem halbstündiges Video erzählt der Technische Leiter des Museums, Karl-Josef Leib, den PS-begeisterten Profis nicht nur im Unimog-Museum „ein paar schöne Geschichten“, sondern verlangt ihnen im Testgelände viel Mut ab. Und dies, obwohl das Testen eigentlich ein gewohntes Terrain für die Profis ist.
    „Bis ans Ende der Welt – und weiter“
    Kraemer und Malmedie durften ein Modell des neuesten und größten hochgeländegängigen Special Trucks genauer unter die Lupe und selbst hinter dem Steuer Platz nehmen: Der Unimog U 5023 mit Doppelkabine bewies sofort, dass die Anforderungen im Gelände keine ernsthaften Herausforderungen darstellen. Schließlich sind steinige Wege, die man nicht einmal zu Fuß bestreiten würde, für den Gelände-Profi eine Spazierfahrt. Rutschige Treppen mit einer Steigung von 60 Prozent bezwang der 230 PS starke Unimog mit Leichtigkeit – auf- und abwärts. Da kamen selbst die beiden abgebrühte PS-Profis am Steuer ins Schwärmen. Einen Graben mit einer Wassertiefe von 1,20 Metern durchfuhren sie dank des höher gelegten Ansaugkamins und der wassergeschützten Aggregate widerstandslos.
    Der Unimog hat die PS-Profis JP Kraemer und Matthias Malmedie am Ende des Tages nicht nur überzeugt, sondern begeistert. Von Karl-Josef Leib hörten sie dabei: „Geht nicht? Gibt’s nicht. Der Unimog fährt bis ans Ende der Welt – und weiter.“ Besonders reizvoll an diesem Film ist auch, mit welcher Begeisterung Karl-Josef Leib, der sein ganzes Berufsleben im In- und Ausland mit dem Unimog verbracht hat, die Vorzüge dieses Fahrzeugs schildert.
    Im Museum freut man sich natürlich darüber, dass das Video diesen gigantischen Zuspruch erfahren hat. Waren doch in der Vergangenheit die Besucherzahlen in die Höhe geklettert, wenn im SWR der Unimog-Film „Geschichte eines Multitalents“ lief oder Harald Lichter das Museum vorstellte.
    Und hier geht es zum Video Faszination Unimog:  youtu.be/aGTiF8o1UJA
    wess

    JP Kraemer und Matthias Malmedie nach dem Test – Foto: Michael Wessel

  • Unser Kalenderblatt Dezember

    Zur Abwechslung hier mal wieder ein Kalenderblatt aus einem Unimog-Kalender, der Mitte der 1950er Jahre erschien. Der Unimog Veteranen Club hat den Kalender für seine Mitglieder im Jahr 1991 wieder aufgelegt.

    Ab 1953 erhielt der Unimog nicht nur den Stern am Kühlergrill sondern auch wahlweise ein festes Fahrerhaus. Wegen der besonderen Form der Scheinwerfer wurde dieses Fahrerhaus auch „Froschauge“ genannt.

    Besonders im Winterdienst war es sehr vorteilhaft, ein festes Dach über dem Kopf zu haben.

    Anschließend noch ein paar weitere Bilder mit „Froschaugen“:

    Unimog U25, Baureihe 401 als Zugfahrzeug einer Linnhoff Bodenvermörtelungsmaschine mit 24,3 Tonnen Gewicht

     

    Unimog U25, Baureihe 401 Auslieferung einer Serie zugmaschinen mit hinterere Doppelbereifung an die Deutsche Bundesbahn

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Vorbaukompressor zum Betrieb von Druckluftwerkzeugen

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Anhänger und Aufsetztanks für Schlempe, eingesetzt bei der Spirituosenherstellung

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit zwei Anhängern beim Gütertransport

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Wassertank und Schmidt Vorbaukehrmaschine

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Schmidt Anbaustapelmast

     

    Unimog U25, Baureihe 401 Zugmaschine und Umsetzfahrzeug einer Stuttgarter Brauerei

     

    Ein guter Schluss ziert alles: Unimog U25, Baureihe 401 während einer Geländevorführung auf dem Erprobungsgelände Sauberg in der Nähe von Gaggenau

     

    Copyright: Daimler AG

  • Unimog-Museum: Preview der SWR-Produktion „Stars auf Rädern“

    Der Truck aus Steven Spielbergs Erstling „Duell“ und „Christine“, das unheimliche Auto aus dem gleichnamigen Horror-Klassiker von John Carpenter. Foto: SWR

    Preview der SWR-Produktion „Stars auf Rädern – die berühmtesten Filmautos der Welt“ am 13. Dezember im Unimog-Museum

    Sie sind echte Leinwandstars, oft berühmter und beliebter als die Kerle, die sie fuhren. Von Film-Enthusiasten vergöttert, oft heißer gehandelt als die Schauspieler selbst: Filmautos, die Geschichte schrieben. Der SWR-Redakteur Thorsten Link, Unimog- und Automobilfans bekannt als Moderator der SWR-Sendung „Rasthaus“ und als Autor etlicher Filme über Kult-Automobile (u.a. den Unimog) hat sich für ein einzigartiges Feature auf die Suche gemacht nach den Stars auf Rädern, und er hat sie gefunden, nicht in Museen, sondern bei Privatbesitzern in Deutschland und Amerika.

    Es ist eine Zeitreise durch mehr als 50 Jahre Kinogeschichte mit faszinierenden Geschichten von echten Originalen und den Leuten, die sie wie Schätze bewahren. Mit dabei: die Dienstwagen von Kultinspektor Columbo und Geheimagent James Bond, der Truck aus Steven Spielbergs Erstlingswerk „Duell“ oder „Christine“ das unheimliche Gefährt aus dem gleichnamigen Horror-Klassiker von Mystery-Movie-Legende John Carpenter.

    Das 45-Minuten-Feature wird am 5. Januar 2019 im SWR-Fernsehen ausgestrahlt. Als Preview ist es aber bereits am Donnerstag, den 13. Dezember 2018 um 19.30 Uhr im Unimog-Museum zu sehen.   Karten dafür gibt es ab sofort kostenlos im Museum.

  • Fünf Millionen Schaltgetriebe aus Gaggenau

     

     

    Produktionsjubiläum der schweren Nutzfahrzeuggetriebe im Mercedes-Benz Werk Gaggenau (Werkteil Rastatt): Die stolze Mannschaft vor dem Fünf-Millionsten Getriebe, das anlässlich des Jubiläums bunt lackiert wurde. // Production milestone of heavy-duty transmissions in the Mercedes-Benz production site Gaggenau (Rastatt plant): The proud team in front of the five-millionth transmission, which has been colored in honor of the celebration.

    Mit dem Unimog-Getriebe begann die Erfolgsstory

    Als im Jahr 2002 die Produktion des Unimog von Gaggenau nach Wörth verlagert wurde, kam nicht selten die Frage auf: „Macht ihr das Werk in Gaggenau dann dicht?“ Dem war nicht so, denn die Unimog-Produktion machte nur etwas zehn Prozent der Beschäftigung des Werkes aus. Die frei werdenen Flächen wurden dringend benötigt. So für die Erweiterung der Fertigung von Schaltgetrieben und ganz speziell für die Stückzahlsteigerungen bei der Herstellung von Wandlern für die automatischen Pkw-Getrieben.

    Die Wiederaufnahme der Getriebefertigung nach dem Zweiten Weltkrieg im damaligen Nutzfahrzeug-Werk von Daimler-Benz ist dem Unimog zu verdanken, denn nach Übernahme dessen Produktion von Boehringer in Göppingen im Jahr 1951 musste dafür auch eine Getriebefertigung aufgebaut werden. Bereits 1955 wurden dann auch die ersten Getriebe für die in Gaggenau montierten schweren Lastwagen montiert. Dies war der Beginn einer Erfolgsgeschichte, wie der Bericht von Thomas Senger im Badischen Tagblatt vom 13. November 2018 belegt:

    Fünf Millionen und noch kein Ende

    Das Benzwerk Gaggenau feiert im Werkteil Rastatt Produktionsjubiläum bei den schweren Getrieben

    Fünf Millionen Nutzfahrzeug-Getriebe aus dem Standort Gaggenau: Dies war Anlass für eine Feierstunde im Werkteil Rastatt. Dort werden diese Einheiten gefertigt. Ein großes Lob für die Mitarbeiter gab es dabei vonseiten des Managements. Betriebsratsvorsitzender Michael Brecht mahnte gleichzeitig weitere Investitionen in den Standort an.
    Die Ahnengeschichte der Nutzfahrzeuggetriebe aus Gaggenau reicht bis ins Jahr 1951: Der Produktionsanlauf des Unimog machte hier einen Neustart der Getriebefertigung nach dem Zweiten Weltkrieg notwendig. 1955 begann dann der Getriebebau für Busse und Lkw. Die Produktionszahlen wuchsen rasant; im Jahre 2012 wurden die vier Millionen erreicht.
    Während ein Urahn, das fünfgängige Getriebe G3, in modifizierter Form immer noch in Indien gebaut wird, ist das G330 von heute ein automatisiertes Hochtechnik-Getriebe mit zwölf Gängen. „Großes Lob für die super Mannschaft“ hatte Dr. Frank Reintjes parat. Sein Titel „Leiter Global Powertrain, E-Mobility Manufacturing Engineering“ bei Daimler Trucks verweist auf die Internationalisierung des Konzerns und die globalen Herausforderungen für das Unternehmen. Hier sieht er den Standort sehr gut aufgestellt, schloss er in sein Lob „das sehr gute Management“ ebenso ein wie den Betriebsrat: Dieser helfe „im besten Sinne des Wortes Co-Management im brutalen globalen Wettbewerb“.
    Standortleiter Dr. Matthias Jurytko zeigte sich „wahnsinnig stolz“ auf die Mitarbeiter: „Die Produktion von Getrieben in dieser Größenordnung und in dieser Qualität kann man nur erfolgreich meistern, wenn eine hochqualifizierte und motivierte Mannschaft Hand in Hand und mit größtem Engagement zusammenarbeitet.“
    Diese Vorlagen des Managements griff Michael Brecht gerne auf. Er ist Vorsitzender des Standort-Betriebsrats und des Daimler-Gesamtbetriebsrats. „Ein paar Erweiterungsinvestitionen wären ein tolles Dankeschön“ an die Mitarbeiter, das sich überdies auch für das Unternehmen lohnen werde. „Ich habe da schon ein paar Ideen“, sagte er launig im Rahmen der Podiumsrunde vor der Belegschaft.
    Im BT-Gespräch konkretisierte Brecht seinen Vorschlag: Er habe auf die Investitionen zur Kapazitätserweiterung im Bereich Räder und Wellen bei den schweren Getrieben angespielt. Hier müsse das Management nun „in nächster Zukunft“ eine entsprechende Entscheidung treffen. Branchenkenner gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus. Rund 1500 Mitarbeiter sind unmittelbar mit dem schweren Getriebe beschäftigt, so Brecht. Am gesamten Standort – inklusive Stammwerk Gaggenau – sorge Getriebebau für 3500 bis 4000 Arbeitsplätze. Da müsse man für die nächsten zwanzig Jahre planen, betonte er mit Blick auf die Elektromobilität. „Man muss nicht für die nächsten fünf Jahre Angst haben“, versicherte Brecht, die Transformation im Nutzfahrzeigbereich werde nicht über Nacht passieren können. Aber was man jetzt nicht frühzeitig entwickle, könne man später nur sehr schwer produzieren.
    Rund 180 000 schwere Getriebe können pro Jahr am Standort gefertigt werden, bilanzierte Matthias Jurytko; rund zehn Stunden dauere die Produktion jedes einzelnen.

    Produktion schwerer Nutzfahrzeuggetriebe im Mercedes-Benz Werk Gaggenau (Werkteil Rastatt). // Production of heavy-duty transmissions in the Mercedes-Benz production site Gaggenau (plant Rastatt).

    Fotos: Daimler AG
  • Mitgliederversammlung 2018 des Unimog-Club Gaggenau

    Vorsitzender Rainer Hildebrandt(links) mit Michael Wessel aus Gaggenau, dem Gründer und langjährigen Vorsitzenden des Unimog-Club Gaggenau

    Wieder in der Erfolgsspur

    Unimog-Club Gaggenau zieht Bilanz

    Das Unimog-Museum ist nicht nur Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt, sondern wird daneben immer mehr zum zentralen Mittelpunkt des vor 25 Jahren gegründeten Unimog-Club Gaggenau (UCG). Am Wochenende wurde dort die jährliche ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins ausgerichtet. Zum ersten Mal rückte mit Angelika Grieb-Erhardt eine Frau in den Vorstand auf. Noch in diesem Jahr will der Club die Grenze von 7000 Mitgliedern überschreiten.
    In seinem Bericht konnte der Vorsitzende Rainer Hildebrandt auf sein erstes komplettes Vereinsjahr in dieser Position zurückblicken. Die in der vorangegangenen Versammlung komplett neu gewählte Führungsmannschaft habe mit dem 25-jährigen Vereinsjubiläum ihre erste große Bewährungsprobe mit Bravour gemeistert. Vom 15. bis 17. Juni waren rund 20.000 Besucher aus ganz Europa und sogar Übersee auf dem Festgelände rund um das Museum und im Bad Rotenfelser Kurpark unterwegs. Sie hatten Gelegenheit, 800 Fahrzeuge mit dem weltbekannten Namen zu bestaunen und im Einsatz zu sehen. Über 100 Helfer hatten dazu beigetragen, dass das Wochenende nicht nur ein Fest, sondern ein markantes Ereignis in der bisherigen Geschichte des Vereins wurde.
    Das Vereinsjubiläum war auch Anlass, dass erstmals in der Vereinsgeschichte langjährige Mitglieder geehrt wurden, die dem Verein von Anfang an treu geblieben sind. Da man als pragmatische Schrauber „solche Dinge eher schlicht feiert“, wurden stellvertretend für alle der Gründer und langjährige Vorsitzende Michael Wessel mit einer Urkunde geehrt. Daneben wurde Karlhugo Schmidt von der Regionalgruppe Rhein-Main für seinen unermüdlichen Einsatz zum Ehrenmitglied ernannt. Kassierer Claudio Lazzarini von der Schweizer Regionalgruppe zeigte in seinem bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Kassenbericht, woher das Geld kommt und für was es ausgegeben wird. Das Jubiläumsfest wurde dabei getrennt dargestellt. Es hat trotz der Kosten von gut 140000 Euro dank Sponsoren und großzügiger Spender nur ein Defizit von knapp 15.000 Euro für den Verein verursacht.
    Die Mitgliederzahl beträgt aktuell 6967; Lazzarini erwartet bis Weihnachten das 7.000. Mitglied. Bei den Wahlen wurden die

    Angelika Grieb-Erhardt.

    bisherigen Vorstandsmitglieder Rainer Hildebrandt (Vorsitzender), René Dusseldorp (erster Stellvertreter), Claudio Lazzarini (Kassierer) und Johannes Behringer (Schriftführer) einstimmig wiedergewählt. Eine weitere Premiere war die erstmalige Wahl einer Frau in den Vorstand des „Männerspielzeug-Vereins“. Die bisherige Vertreterin der Regionalbeauftragten, Angelika Grieb-Erhardt (Regionalgruppe Mittlerer Neckar), wurde für den aus Altersgründen nicht mehr kandidierenden Hans-Joachim Meyer als zweite Stellvertreterin gewählt.

    Das Jahrestreffen 2019 des UCG wird von der italienischen Regionalgruppe organisiert und in der Nähe von Chiavenna in der Lombardei stattfinden. Eine Präsentation zu der geplanten Veranstaltung durch die italienischen Unimog-Freunde erhielt großen Beifall und lässt auf eine große Beteiligung hoffen. Stiftungspräsident Johannes Behringer erläuterte den Mitgliedern die seit 2011 bestehende UCG-Stiftung „Unimog-Geschichte und Technik“. Sie hat eine Einlage von 50.000 Euro. Entstanden ist sie nach einem Beschluss der Mitgliederversammlung 2010, in dem festgelegt wurde, ein eventuell noch vorhandenes Vermögen des UCG bei dessen Auflösung der Stiftung zuzuführen.
    Text und Bilder: Hans-Peter Hegmann im Badischen Tagblatt vom 27. November 2018
  • Unser Kalendermotiv November 2018

    Gleich in den ersten Jahren nach dem Umzug des Unimog von Göppingen nach Gaggenau schwärmten die Mitarbeiter des Vertriebs aus in alle Welt. Dies symblisiert die Zeichnung von Hans Liska für den Unimog-Kalender 1957 mit der Kautschukernte. Hier noch einige weitere Beispiele:

    Unimog Baureihe 411 bei der Zuckerrohrernte in Haiti, aus MB in aller Welt Nummer 55/Seite 26 von 1962

    Verschiedene Mercedes-Benz Fahrzeuge, darunter einige Unimog der Baureihen 401 und 411 bei einer Ausstellung in Finnland im Jahr 1958

    Unimog Baureihe 411 Voführzug aufgenommen auf den Philippinen

    Unimog Baureihe 411 mit Aufbaubohrgerät, eingesetzt in der Sahara

    Unimog Baureihe 411 mit Vorbauseilwinde im landwirtschaftlichen Einsatz

    Unimog Baureihe 411 mit Anhänger beim Baumaterialtransport für eine Missionskapelle

    Unimog U30, Baureihe 411, Zugmaschine für einen Clinomobil Behandlungsanhänger

  • Bilderbogen zum Aktionstag MB-trac im Unimog-Museum

    Hans-Peter Hegmann hat im Badischen Tagblatt vom 31. Oktober über der vorausgeganenen Aktionstag MB-trac im Unimog-Museum berichtet. Hier noch einige Fotos aus seiner Ausbeute des Tages von den Trac rund um das Museum und drinnen. Hartmut Diekmann hatte einen Mini-MB-trac mitgebracht. Der Traum eines jeden Jungen.

    In der Werkstatt erläuterte der Technische Leiter des Museums, Karl Leib, die wesentlichen Schritte beim Ausbau eines Getriebes beim MB-trac und was dabei zu beachten ist.

     

     

    Copyright: Hans-Peter Hegmann

  • Unser Kalendermotiv Oktober 2018

    Am letzten Oktober-Tag hier aus dem Unimog-Kalender von 1957* das Motiv des genialen Zeichners Hans-Liska. Vor mehr als 60 Jahren gab es offensichtlich weniger Bedenken, Ackerbau in Sichtweise der Schwerindustrie zu betreiben.

    *versehentlich haben wir bei der Veröffentlichung früherer Kalenderblätter das Jahr 1956 genannt.

    Und hier noch ein paar Bilder, auf denen der Unimog ebenfalls pflügt:

     

    Unimog Baureihe 411 mit 3-Schaar Pflug bei der Bodenbearbeitung

     

    Unimog Baureihe 411 mit Pflug bei der Bodenbearbeitung. Im Hintergrund Schloss Rotenfels beim Unimog-Museum

     

    Unimog Baureihe 411 mit Pflug bei der Bodenbearbeitung

     

    Unimog Baureihe 411 mit Pflug bei der Bodenbearbeitung

    Fotos: Daimler AG

  • MB-trac-Treffen beim Unimog-Museum

    Der „geistige Vater“ des MB-trac, Gustav Krettenauer, mit seiner Patentschrift. Links der damalige Praktikant in der Konstruktionsabteilung und spätere Entwicklungsingenieur Karl-Heinz Gießner aus Bischweier – Foto Hans-Peter Hegmann

    Hans-Peter Hegmann schreibt am 31. Oktober 2018 im Badischen Tagblatt:

    Erfolgreich, aber gescheitert

    Rückblick auf die Geschichte des MB-trac

    Beim letzten Aktionstag im Rahmen der Sonderausstellung zum Thema „Der Unimog in der Landwirtschaft“ stand im Unimog-Museum der MB-trac im Mittelpunkt. Bereits bei der Matinee am Vormittag, als diverse Vorträge zur Geschichte des Kult-Traktors mit dem Stern im Mittelpunkt standen, war ein großes Besucherinteresse zu verzeichnen.

    Anschließend konnte in der Museumswerkstatt zugeschaut werden, wie das Getriebe des museumseigenen MB-trac ausgebaut und für die Revision teilzerlegt wurde. Im und rund um das Museum waren im Rahmen der Sonderausstellung die verschiedenen Baureihen und Ausstattungsvarianten des Mercedes unter den Traktoren zu bewundern oder konnten im Einsatz beobachtet werden.

    Mit Vorträgen von Zeitzeugen und Beteiligten aus der Entwicklungszeit des MB-trac über ehemalige Pläne zur Weiterentwicklung begann ein interessanter Abschnitt des Aktionstages im Museum. Roland Kaufmann und Werner Schmeing, beide langjährige Mitarbeiter in Gaggenau und inzwischen aktive Ehrenamtliche im Museum, referierten zunächst über die Entwicklungsgeschichte: In den 60er Jahren reduzierte sich das Transportvolumen landwirtschaftlicher Betriebe durch Spezialisierungen und der rückläufigen Viehhaltung. Dies machte sich beim Absatz des Unimog bemerkbar. Der damalige Verkaufsförderer Gustav Krettenauer entwickelte in einem Arbeitskreis die Idee einer langsamfahrenden Arbeitsmaschine für die Landwirtschaft mit den bekannten Vorteilen des Unimog.

    Wie bei Veranstaltungen im Museum üblich, befand er sich natürlich unter den Gästen und erhielt die Gelegenheit, ein paar Erinnerungen und Details aus diesen Tagen zu erzählen. Ein erster Prototyp mit der Bezeichnung A60 fuhr 1969. Ebenfalls anwesend war Karl-Heinz Gießner, der als Praktikant während seines Studiums in Gaggenau die Idee der Hangscheibe entwickelte. Sie verhinderte das Abrutschen an Neigungen.

    Neben Entwicklungsgeschichte und anschließender Entwicklung einer ganzen Baureihe mit immer höherer Motorleistung wurde die bisher oft gestellte Frage beantwortet, warum die Produktion des technisch ausgereiften MB-trac wieder eingestellt wurde: Mitte der 1980er Jahre wurde immer deutlicher, dass sich mit dem MB-trac nicht das angepeilte Ziel erreichen ließ. Geplant war, einen neuen Standardtraktor mit 10000 verkauften Einheiten pro Jahr zu entwickeln.

    Die Produktion mit den bisherigen Stückzahlen brachte keine Wertschöpfung für das Unternehmen. Mehrere Versuche, mit weiteren renommierten Traktorenherstellern durch die Gründung einer Deutschen Landmaschinenunion eine existenzfähige Basis für alle zu schaffen, waren nicht erfolgreich. Ende 1986 übernahm die Klöckner-Humboldt-Deutz AG die Traktorensparte der Daimler-Benz AG. Es gelang jedoch auch dort nicht, aus der Kombination mit dem Intrac ein erfolgreiches Tracmodell zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Am 17. Dezember 1991 lief der letzte MB-trac vom Band. Der ehemalige Werksleiter und Gesamtverantwortliche für die Produktion des Unimog und MB-trac, Hans-Jürgen Wischhof, stellte anschließend noch seine persönlichen Thesen zur Entwicklung des Traktors bis 2025 vor. Abhängig von den zu erzielenden Erlösen in der Landwirtschaft, den Anforderungen der EU und der Landtechnik-Industrie mit der fortschreitenden Digitalisierung werden nach seiner Meinung immer mehr modulare, autonom selbstfahrende Maschinen die Bewirtschaftung übernehmen.

    Soweit der Bericht von Hans-Peter Hegmann. Hier noch weitere Fotos von Michael Wessel:

     

     

    Der kleine MB-trac 65/70 hat im Laufe der Jahre viele große Brüder bekommen.

    … und auch diesen kleinen Bruder!

    Unimog- und MB-trac-Experte Charly Detlefsen bei der Führung durch die Ausstellung

    Der technische Leiter des Unimog-Museums, Karl Leib, in der Werkstatt mit einem zerlegten  Getriebe

     

  • Zuschuss für Unimog-Museum

     

    Das Badische Tagblatt schreibt am 24. Oktober 2018:

    Kreistag unterstützt Erweiterung mit 200 000 Euro

    Freude bei den Verantwortlichen des Unimog-Museums. Der Kreistag bewilligte in seiner gestrigen Sitzung einen Investitionszuschuss in Höhe von 200000 Euro für die Erweiterung des Museums – wenn auch nicht einstimmig. Es gab eine Gegenstimme (Reinhold Künstle, Freie Wähler) und acht Enthaltungen. Der Zuschuss soll auf zwei Jahre aufgeteilt werden.

    Die aktuell geplante Erweiterung umfasst eine etwa 1200 Quadratmeter große Fläche. Sie soll für weitere Dauer- und Wechselausstellungen zu den Themen Unimog und Industriegeschichte genutzt werden. Mit der erweiterten Fläche können größere Ausstellungen ausgerichtet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf brutto 4,65 Millionen Euro.

    Seit der Eröffnung im Jahr 2006 wurden im Museum bis Ende 2017 fast 438000 Besucher gezählt. Somit ist die Einrichtung für den Tourismus im Landkreis Rastatt von großer Bedeutung. Laut Landratsamt gibt es weltweit kein weiteres Museum, das sich auf den Unimog fokussiert hat. Landrat Jürgen Bäuerle sprach im Zusammenhang mit dem Museum von einem Leuchtturm und einer Visitenkarte für den Landkreis. Toni Huber (CDU) verglich es mit den Volksschauspielen Ötigheim und der Rennbahn Iffezheim.

    Der nächste Aktionstag im Unimog-Museum zum Thema MB-trac ist am Sonntag, 28. Oktober. Im Rahmen der Sonderausstellung über den Unimog in der Landwirtschaft dreht sich alles um den „Mercedes“ unter den Traktoren – den MB-trac. Das Programm startet um 11 Uhr mit einer Matinee zum Thema. Darin geht es um die Entwicklung und die Geschichte dieses auf Basis des Unimog entstandenen Traktors, um Pläne für Weiterentwicklungen sowie um Traktoren von heute und morgen.

    Bei der Präsentation von etwa 20 MB-trac für unterschiedliche Anwendungen wird es nachmittags auch Vorführungen geben. Und in der Unimog-Werkstatt kann man das „Innenleben“ eines MB-trac 700 in Augenschein oder sogar unter die Lupe nehmen. Auf junge Besucher warten ein Mal- und Basteltisch und ein Riesenpuzzle.

    Fotos: Wessel