mikewessel

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  • Oldtimer-Meeting in Baden-Baden mit Unimog-S und Orient-Express

    Der Orient-Express beim historischen Autokorso am 1. Mai in Gaggenau – am Steuer Ron Mellowship, Beifahrer Bürgermeister Michael Pfeiffer – Foto: Hans-Peter Hegmann

    Beim Baden-Badener Oldtimer-Meeting dabei – ein „Orient-Express“ und ein Unimog-S aus Gaggenau

    Das älteste bekannte Fahrzeug aus Gaggenauer Automobilproduktion wird am 14. und 15. Juli am Oldtimer-Meeting in Baden-Baden zu teilnehmen. Die Veranstalter des traditionsreichen Meetings, das ansonsten in diesem Jahr „Ford“ als Ehrengastmarke auf dem Programm hat, freuen sich über die Anmeldung des 121 Jahre alten Fahrzeugs, das vom Baden-Badener Ingenieur Joseph Vollmer konstruiert und in den Industriewerken von Theodor Bergmann in Gaggenau gebaut wurde.

    Die Stiftung Unimog-Museum als Besitzer des „Orient-Express“ hat damit nach „Auftritten“ in Gaggenau und im Kurhaus von Baden-Baden erneut die Gelegenheit, ihre Neuerwerbung einem großen interessierten Publikum präsentieren zu können. Begleitet wird der „Orient-Express“ von einem schmucken schneeweißen Unimog-S aus dem Jahr 1968.

    Mit seiner Vorstellung setzt das Unimog-Museum die seit der Eröffnung bestehende Tradition fort, bei jedem Oldtimer-Meeting mit mindestens einem Unimog-Oldtimer vertreten zu sein.

    Der schneeweiße Unimog-S des Unimog-Museums – Foto: NN

    Alle Fotorechte: Unimog-Museum

  • Unimog-Prospekt des Monats Juni 2018

    Unimog-Prospekt des Monats Juni 2018

    Der dritte Prospekt der Abteilung Unimog im Daimler-Benz Werk Gaggenau von 1951/52 weist gleich mehrere Besonderheiten auf. So ist er auf sehr dünnem und somit transparentem Papier nur einseitig bedruckt.

    Die werblichen Aussagen sind auf ein Minimum reduziert:

    UNIMOG

    UNIVERSAL MOTORGERÄT

    Vielseitig auf Acker und Hof,

    robust bei der Arbeit im Wald,

    auf der Straße lebendig und stark

    Eine derart knappe Botschaft findet man sonst eher auf Plakaten.

    Das dominierende Unimog-Motiv ist dem ersten Boehringer-Prospekt von 1948 nachempfunden. Allerdings ist es jetzt eine Zeichnung des Unimog 2010.

    In seiner Dokumentation der ersten Unimog-Prospekte im Mitgliedermagazin Unimog-Journal des Unimog Veteranen Club 2/3 1995 vermutet der damalige erste Vorsitzende des Clubs, Wilfried Scheidemann, dass der Prospekt zum breiten Streuen auf Messen eingesetzt wurde.

    Michael Wessel

  • Unser Kalendermotiv Juni und der Binger Seilzug

    Diese Zeichnung von Hans Liska im Unimog-Kalender von 1956 zeigt einen Unimog 411 mit einem Binger Seilzug.

    Als Vorlage diente sicherlich dieses Werksfoto von Daimler-Benz:

    Mehr zum Binger Seilzug

    Im Unimog-Museum ist in der Sonderausstellung zum Thema „Landwirtschaft“ auf einer Informationtafel zum Binger Seilzug zu lesen:

    „Die Binger Seilzug GmbH & Co. KG ist einer der ältesten Hersteller von Weinbaugeräten.

    Dem 1947 auf den Markt gebrachten ersten Produkt des Unternehmens, dem Binger Seilzug, folgten im Laufe der Jahre zahlreiche weitere nützliche Geräte für die Winzer in aller Welt.

     

    Binger Seilzug im Unimog-Museum – Foto Wessel

    Heute liefert Binger Seilzug Laubschneider, Entlauber, Vorschneider und weitere Anbaugeräte.

    Die ersten Binger Seilzüge wurden 1953 noch frontseitig am Unimog montiert (siehe Zeichnung von Liska und Foto). Bei Anordnung zwischen den Achsen ist bei schwerem Zug die Standsicherheit höher. Der Antrieb der Winde erfolgt entsprechend von der Heck- oder der Frontzapfwelle.

    Der Seilzug erleichterte den Steillagenwinzern die Arbeit erheblich. Die heute üblichen Schmalspurtraktoren gab es noch nicht. Mithilfe des Seilzugs konnte ein Pflug oder auch ein Grubber betrieben werden. Mehr als 20.000 Binger Seilzüge wurden gebaut und verkauft.

    Zusätzlich wurden die passenden Pflüge wie der Binger-Seilzug-Allzweckpflug und weiteres Zubehör hergestellt.

    Man geht heute davon aus, dass zirka 10 % aller produzierten Binger-Seilzüge an Unimog angebaut wurden.

    Seillänge:                    150 m

    Zugkraft:                    800 kg

    Seilgeschwindigkeit:   0,6 bis 1,2 m/s

    Flächenleistung:         0,75 bis 1 ha/Tag

    Besitzer: Unimog-Museum, Gaggenau“

    Die Besucher des Jubiläumsfestes „25 Jahre Unimog-Club Gaggenau“ hatten zeitweise Gelegenheit, die beiden wesentlichen Varianten des Binger Seilzugs nebeneinander zu sehen.

    Zwei Varianten des Binger Seilzugs

    Das rechts abgebildete Fahrzeug mit dem Seilzug und Umlenkrolle ist aus erster Hand, denn der Großvater von Stefan Jung, der auch das Foto gemacht hat, setzte diese Winde noch ein.

    Abschließend noch ein früher Prospekt von Binger Seilzug:

     

  • Etwas zum Schmunzeln

    Gerhard Hinrichs, langjähriger Werkstattleiter der früheren Unimog-Generalvertretung Hans-Henning Endres in Berlin, sowie Christoph Lehmann und Hans-Rüdiger Endres verdanken wir interessante Geschichten aus den ersten Unimog-Jahren. Der Cartoonist Dirk Meissner hat sie illustriert. 

    Wir freuen uns, dass Hans-Rüdiger Endres uns diese Reihe für eine monatliche Veröffentlichung im Newsletter zur Verfügung gestellt hat.

     

    1954 im Frühjahr

    Im Schneckentempo auf dem Kaiserdamm

    Eine der zahlreichen Unimog-Vorführungen wurde durch zu niedrige Geschwindigkeit zur Anekdote, wie Gerhard Hinrichs berichtet. Diesmal sollte einem Abrissunternehmer der Unimog schmackhaft gemacht werden. Der Schutt einer Ruine in Berlin-Kreuzberg sollte zur Deponie gefahren werden. Der Unternehmer wollte dem Bewerber natürlich richtig auf den Zahn fühlen und schickte den Vorführzug über die Straße des 17. Juni, die in die Bismarckstraße und später in den ansteigenden Kaiserdamm übergeht. Selbstverständlich waren die zwei Anhänger randvoll beladen und hätten somit einen dienstbeflissenen Polizisten zu ehrgeizigen Taten aufrufen können. Am steilsten Stück des Kaiserdamms kroch der Unimog mit „mittlerer Handwagengeschwindigkeit“ die Straße hinauf. Jeder, der einmal selbst einen U 25 gefahren hat, weiß, wie schwierig ein Wechsel vom zweiten in den dritten Gang ist. Meistens begnügt man sich also mit dem zweiten Gang, um das Gespann nicht zum völligen Stillstand zu bringen.
    Im Rückspiegel des Unimog tauchte auch bald ein VW-Käfer im typischen Dunkelblau der Berliner Polizei auf. Der Beifahrer winkte schon wichtig mit der rotweißen Kelle und ließ den Lastzug anhalten.

    Hinrichs, im grauen Kittel mit Mercedes-Stern, stieg aus und erkundigte sich betont freundlich, was er denn wohl falsch gemacht hätte. Den Ball flach zu halten war für ihn oberstes Gebot, denn zu dieser Zeit konnte er noch nicht den längst fälligen Führerschein der Klasse II vorweisen. Arbeiten war ihm einfach wichtiger als der Besuch der Fahrschule. Die Polizei bemängelte die zu geringe Geschwindigkeit und die viel zu schwere Ladung. Hinrichs ging eifrig auf das Gespräch ein und erklärte dieses und jenes. Damit konnte das Vorzeigen der Papiere dezent umgangen werden.

    Er hätte ja die Ladung wiegen wollen, erklärte Hinrichs, aber es gab nun mal keine Waage in der Nähe, und extra durch die halbe Stadt zum Wiegen zu fahren, so viel Sprit war nicht im Tank des Unimog. Dann wurden ersatzweise diverse zu bemängelnde Dinge am Lastzug amtlich festgestellt. Im Laufe der immer noch in freundlichem Ton geführten Diskussion fragte der Polizist sichtlich überfordert: „Ja watt machen wa denn nun mit Ihnen?“ Hinrichs antwortete nicht ganz uneigennützig: „Na am besten lassen Sie mich weiterfahren!“ Völlig verdutzt kapitulierte der Ordnungshüter mit den Worten: „Mensch, haun’se bloß ab!“ – Damit stand einer erfolgreichen Fortsetzung der Vorführung nichts mehr im Wege.

    Copyright Hans-Rüdiger Endres

  • Unimog-Museum soll Darlehen über eine Million erhalten

    Investitionsbeitrag zur Erweiterung des Museums soll im Haushaltsplan für das Jahr 2020 veranschlagt werden

    Die Stadt Gaggenau will dem Verein Unimog-Museum ein Investitionsdarlehen für die Erweiterung des Museums an der B 462 gewähren. Das gab Oberbürgermeister Christof Florus gestern Abend in der Sitzung des Gemeinderats bekannt. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss habe in seiner nicht-öffentlichen Sitzung vom 16. Mai ausführlich über die Gewährung dieses Investitionsdarlehens für die Erweiterung des Unimog-Museums an der B462 beraten und nach Angaben des Oberbürgermeisters einstimmig folgenden Beschluss gefasst:

    Zum Beschluss

    Bei der Aufstellung des Doppelhaushalts 2019/2020 der Großen Kreisstadt Gaggenau soll im Haushaltsjahr 2020 die Gewährung eines Investitionsdarlehens an den Verein Unimog-Museum in Höhe von einer Million Euro veranschlagt werden.

    Als Entscheidungsgrundlage für eine weitergehende Förderung wird dem Verein Unimog-Museum aufgetragen, eine detaillierte Kosten-/Finanzierungsübersicht für das in der Ausschusssitzung vom 16. Mai vorgestellte Bauvolumen vorzulegen, wobei auch weitere Zuwendungen von Dritten und Kostenreduktionen dargestellt werden sollen. Die Verwaltung habe den Verein Unimog-Museum mittlerweile über das Ergebnis der Ausschussberatung unterrichtet.

    Badisches Tagblatt vom 19. Juni 2018

  • Bilderbogen „25 Jahre Unimog-Club Gaggenau“ von Hans-Peter Hegmann

    Spektakulär und ein Publikumsmagnet über das gesamte Festwochenende waren die Fahrten auf dem Action-Parcours.

    Staubige Angelegenheit: Testfahrer holen alles aus den Gefährten heraus.

    Wir freuen uns über zahlreiche Videos auf YouTube.

    Andreas Burren vom Unimog-Club Schweiz/liechtenstein bei der Arbeit

    Schrauben ist nicht nur Männersache!

    Erwin Pfistner und sein Dieseli sind unzertrennlich.

    Ganz schön groß ist der Unimog in den letzten Jahrzehnten geworden.

    Der Bus des Unimog-Museums wurde gerne für Fahrten ins Unimog-Camp oder zur Firma MEREX genutzt.

    Buch&Bild zeigte sein umfangreiches Angebot an Unimog- und MB-trac-Literatur.

    Für jede angemeldete Teinehmerin und für jeden Teilnehmer ein Shirt – sehr freundlich überreicht.

    Wer möchte da nicht gerne mitspielen?

    Endlich mal Objekte zum intensiven Studieren!

    Es gab nicht nur Bratwurst. Gratulation an den Fußballverein Bad Rotenfels!

    Besuchermagnet waren die Vorführungen zum Unimog und MB-trac im Forst.

    Spricht für sich – und viele der tausenden Gäste sahen dies beim Abschied genauso.

    Alle Fotos: Hans-Peter Hegmann – Copyright

     

  • Jubiläumsfest: Rundgang über das Festgelände

    Großes Interesse herrschte an den zahlreichen Vorführungen im Außenbereich, wo unter anderem die Verwendung in der Holzwirtschaft demonstriert wird.

    Eine Leidenschaft, die weite Distanzen überwinden lässt

    Festwochenende zum 25-jährigen Bestehen des Unimog-Clubs Gaggenau: Fans feiern alle Facetten ihres Alleskönners

    Christiane Vugrin im Badischen Tagblatt vom 18. Juni 2018

    Es gibt sie doch. Die Liebe, die keine Grenzen kennt. Die Leidenschaft, die weite Distanzen überwinden lässt und Menschen jeglicher Couleur zusammenführt. Bei der Feier zum 25-jährigen Bestehen des Unimog-Clubs Gaggenau treffen sich unzählige Unimog-Fans, um Attraktionen, Aktionen und Vorführungen zu erleben, ausgestellte Fahrzeuge zu bewundern und ihren Alleskönner Unimog zu feiern.

    Schweizer Mitglieder legen in der Museums-Werkstatt einen Boehringer-Unimog, Baujahr 1950, bis auf die letzte Schraube auseinander und bauen ihn wieder zusammen.

    Samstagmittag: schönes Sommerwetter. Rund um das Unimog-Museum ist der Teufel los. Freundliche Anweiser bewahren kühlen Kopf und zeigen Anreisenden den Weg zu Parkplätzen. Alle „Draußenplätze“ des Restaurant-Museums sind belegt. Überall herrscht fröhliches Treiben. Immer wieder kommt ein voll besetzter elektrobetriebener Golfwagen vorbei, um Besucher zu Veranstaltungsplätzen zu fahren.

    Gut gefüllt ist auch die neue Museums-Werkstatt. „Wir haben gestern einen Boehringer Unimog, Baujahr 1950, bis auf die letzte Schraube auseinandergelegt und bauen diesen jetzt wieder zusammen“, erklärt Claudio Lazzarini, Vorstandsmitglied des Unimog-Clubs, aus Chur. Der Schweizer kann punktgenau sagen, wann er das erste Mal auf einen Unimog traf. „1976 in der Armee“, lacht der Unimog-Liebhaber und fügt hinzu, „seither bin ich unheilbar.“

    Als das Fest konzipiert wurde, standen Überlegungen im Raum, wie die neue Werkstatt publikumswirksam genutzt werden könnte. Der Vorschlag von Lazzarini, mit genügend Schweizer Mitgliedern das Auseinander- und Zusammenbauen eines Unimog zu demonstrieren, traf ins Schwarze. Ein Fahrzeug ist zwar am Samstagmittag noch nicht zu erkennen, aber das Vorstandsmitglied ist sich sicher: „Am Sonntag werden wir mit dem Unimog aus der Werkstatt fahren.“

    Die kleine chinesische Reisegruppe nimmt viele neue Eindrücke und jede Menge Fotos mit.

    Beim Schrauben sind vornehmlich Männer anzutreffen. Männer, die sich konzentriert und lächelnd der gemeinsamen Aufgabe widmen. Männer, die strahlend benötigte Ersatzteile anliefern, wie drei Herren aus Belgien. Mit einem „Lüfterrad“ in der Hand wird Toon Versnick freudig begrüßt. Ein benötigtes Originalersatzteil für den Boehringer, das laut Claudio Lazzarini im Grunde unbezahlbar ist. Aber: Aufgrund von Kontakten und einer gemeinsamen Leidenschaft wie selbstverständlich umsonst aus dem Ausland angeliefert wird.

    Immer wieder ein Höhepunkt: Die Testfahrten auf dem Außenparcours.

    Unimog-Fans gibt es nämlich in der ganzen Welt. Da scheint die Anreise aus dem Elsass von Ibrahima Gueye nicht sonderlich weit. „Ich arbeite im Daimler-Werk in Wörth und interessiere mich für alles, auf dem ein Stern drauf ist“, lächelt der Senegalese. Einen Zwölf-Stunden-Flug hat dagegen eine Familie aus Hongkong hinter sich. Der Grund für den Trip nach Gaggenau: das Jubiläumsfest des Unimog-Clubs.

    Die kleine chinesische Reisegruppe wird nach dem Besuch viele neue Eindrücke und jede Menge Fotos von verschiedenen Unimog-Fahrzeugen mit nach Hause bringen – dank einer individuellen Führung von Wei Huang und seiner Frau Huiyi. „Ich war vor über zehn Jahren der erste Chinese, der Mitglied im Unimog-Club wurde“, sagt der ehemalige Betreiber der Gaggenauer Gaststätte „Kaiser of China“ stolz.

    Ein tolles Event, findet auch Ibrahima Gueye (rechts)

    Blutwurz mit eigenem Fest-Etikett

    Als früheres Vorstandsmitglied war Peter Rebsdat für die Betreuung englischsprachiger Mitglieder zuständig. Auch zum Jubiläum ist er im Museum, um sich zu kümmern und seinen Freund Scott Dannils zu sehen. Seit genau 20 Jahren ist der Amerikaner Clubmitglied. In seiner Heimat New Jersey hat er zwei eigene Unimog stehen. Jedes Jahr macht Dannils eine Stippvisite zu Veranstaltungen des Unimog-Clubs. „Ein tolles Event, alles gut organisiert“, zeigt sich der Amerikaner begeistert über das Jubiläumsfest.

    Auf dem Weg Richtung Kurpark sind an Ständen Ersatzteile oder Unimog-Zubehör zu erstehen. Immer wieder können verschiedene Unimog-Modelle begutachtet werden. Ein echter Hingucker: der feuerrote U 406, Baujahr 70, von Sonja May aus Kuppenheim. „Wir sind bei jedem Unimog-Treffen dabei“, sagen Sonja und Kurt May, die eine eigene Schnapsbrennerei besitzen. Nicht fehlen darf deshalb der Blutwurz, der extra zum Jubiläum ein eigenes Etikett verpasst bekam.

    Zahlreiche Besucher müssen auch verpflegt werden. Den Löwenanteil trägt hierbei der Fußballverein Bad Rotenfels mit einem großen Festzelt auf dem Vereinsgelände. Die drei Festtage werden mit 220 Helfern für die Bewirtung (Frühstück, verschiedene Mittagessen, Bierwagen und Weinbrunnen) sowie 40 Helfern für Auf- und Abbau gestemmt.

    Die Thekenmannschaft des Fußballclubs FV Bad Rotenfels machte einen guten Job.

    „Das ist eine Mammutveranstaltung für uns, hier kommen wir an unsere Grenzen“, bestätigt Jakob Amschlinger. „Heute Morgen kamen 400 Personen zum Frühstück“, berichtet der Vorsitzende des Festausschusses von einer entsprechend großen Schlange am Frühstücksbuffet. Die Anmeldungen für den letzten Festtag sind nicht weniger. Aber gemeinsam mit seinem Vorgänger Markus Koschenz und einem gut eingespielten Team werden die Kicker auch diese Herausforderung meistern.

    Alle Fotos: Hans-Peter Hegmann Copyright

  • UCG: Gelungener Festauftakt mit vielen Vorführungen

    Einblicke bis zur letzten Schraube

    „Än Unimog muss schaffe, der isch ned zum Rumstehe gmacht worre.“ So lautet die Devise eines Teilnehmers am großen Jubiläumsfest zum 25-jährigen Bestehen des Unimog-Club Gaggenau. Drei Tage lang – von Freitag bis Sonntag – steht das Universal-Motor-Gerät, dessen Prototyp 1946 zum ersten Mal auf eigenen Rädern das Gelände erkundete und das ab 1951 in Gaggenau gebaut wurde, im Mittelpunkt.

    Mehr als 500 Teilnehmer mit Fahrzeugen aus fast allen Baureihen und unterschiedlichen Baumustern bis zu den neuesten Produkten aus Wörth sind auf dem Festgelände vertreten. Darunter Alfred Menke vom Unimog Veteranen Club, der nach 1995 zum zweiten Mal mit zwei weiteren „Unimoglern“ seinen ebenfalls über 50 Jahre alten U411 auf eigenen Achsen von Münster nach Gaggenau fuhr. Mit Heimfahrt legt er rund 1000 Kilometer zurück.

    Im Außengelände des Unimog-Museums finden täglich Vorführungen aus unterschiedlichen Einsatzzwecken statt. Dazu zählt das Holzrücken mit dem Forstunimog. Dabei fiel am Freitag auch der prägnante Satz eines Teilnehmers zu Beginn dieses Texts. Noch heute ist er im Pfälzer Wald regelmäßig mit seinem Langholzanhänger im Einsatz. Ein anderes Clubmitglied aus dem Nordschwarzwald ist mit seinem kleinen U411 auch noch fleißig unterwegs und zieht die langen Tannen aus dem Wald.

    Weitere Höhepunkte sind die Vorführungen im Testgelände in Ötigheim (mit Busshuttle ab dem Unimog-Museum) und das komplette Zerlegen und wieder Zusammenbauen eines Boehringer-Unimog in der Werkstatt. Rund um Truck und Trial/Rallyesport sind Rennfahrzeuge in Aktion auf dem Gelände des ehemaligen Freibads zu bestaunen. Rennfahrerin Ellen Lohr wird erwartet, die ihr Fahrzeug vorstellt und Fragen beantwortet. Auf dem Platz des FV Bad Rotenfels steht ein Festzelt, in dem die Spiele der Fußball-WM übertragen werden und jeden Abend eine Band für Unterhaltung sorgt.

    Hans-Peter Hegmann im Badischen Tagblatt vom 16. Juni 2018

    Foto: Wessel

  • „Klein Holland“ beim Unimog-Fest in Gaggenau

    Mit 60 Unimog kommt beim Jubiläumsfest „25 Jahre Unimog-Club Gaggenau“ die mit Abstand größte Gruppe aus Holland. Sie haben für ihren Transport nach Gaggenau sogar zwei Lastwagen so umgebaut, dass sie jeweils drei Unimog transportieren konnten. Darunter drei Rallye-Unimog, die am Wochenende im Einsatz zu sehen sind.

     

    „Hurra, wir sind wieder in Gaggenau!“ Einige holländische Fans vor drei Rallye-Unimog

    Besonders attraktiv für Insider ist auch ein großer Unimog 6×6, also mit sechs angetriebenen Rädern. Bereits beim Jubiläumstreffen „50 Jahre Mercedes-Benz Unimog“ waren die Holländer mit einem besonders großen Kontingent vertreten. Dabei haben sie meist zwischen 650 und 700 Kilometer zu fahren. „Das ist es uns wieder wert, denn wir sind gerne hier!“, stellte Donald Verdonk, in der Szene als Unimog-Donald bekannt, fest.

    Die weiteste Anreise hatten vermutlich die Italiener, die bereits letzte Woche im Konvoi starteten und heute eintreffen werden.

    Ohne Unimog haben sich Besucher aus den USA, Japan und China angesagt. 555 Unimog und MB-trac waren am Donnerstagmittag angemeldet. Die Leiterin der Geschäftsstelle des Clubs, Beatrice Ehrlich, geht davon aus, dass es am Ende mit den Tagesgästen weit über 600 sein werden. Damit wird es das größte Unimog-Treffen aller Zeiten.

    Voller Optimismus blickt der Vorsitzende des Unimog-Clubs Gaggenau, Rainer Hildebrandt, auf das Wochenende: „Wir sind mit vereinten Kräften auf der Zielgerade. Jetzt muss nur noch das Wetter mitmachen, dann wird es ein tolles Fest für die ganze Familie!“

    Das Festprogramm im Internet: www.unimog-club-gaggenau.de

    Michael Wessel im Badischen Tagblatt vom 15. Juni

  • Der Unimog-Club Gaggenau e.V. feiert sein 25-jähriges Jubiläum

    Pressemeldung der Daimler AG vom 14. Juni 2018:

    Von einer kleinen Interessengruppe zu einem der größten anerkannten Markenclubs von
    Mercedes-Benz Classic

    Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen mit großem Unimog-Treffen

    Die Ruhe vor dem Sturm

    Viele Geschichten ranken sich um das Universal-Motor-Gerät – weltweit bekannt als Unimog – aus dem Hause Mercedes-Benz. Sei es als Helfer im Waldbrandeinsatz in Südfrankreich, Expeditionsmobil in den Weiten der Wüste Gobi oder zuverläs­siger Dienstleister im Kommunaleinsatz. Wohl kaum ein anderes Nutzfahrzeug vereint so viele unterschiedliche Geschichten und weckt Sympathien. Wie groß die Begeisterung für das inzwischen über 70 Jahre alte Fahrzeug-Konzept ist, beweist dabei der Unimog-Club Gaggenau e.V. (UCG), der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert.

    Ein Nachbau des Unimog-Prototypen Nr. 1 wird gezeigt

    Martin Daum, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Daimler Trucks & Buses und Schirmherr der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Unimog-Club Gaggenau e.V. betont:
    „Wir fühlen uns sehr geehrt, dass sich seit nunmehr einem Vierteljahrhundert so viele Menschen im Unimog-Club Gaggenau e.V. engagieren. Dass so viele Menschen über Grenzen hinweg durch die Faszination Unimog verbunden sind – und dass sie diese Faszination immer weitertragen.“

     

    Aber auch wieder „ein Blick in die Zukunft“ wird möglich

    Gegründet wurde der Unimog Club im Jahr 1993, um die Faszination für dieses außergeöhnliche Automobil in einer Gemeinschaft zu teilen. Michael Wessel, Gründungsvorsitzender und Initiator des Vereins und ehemaliger Leiter der Kommunikation des Mercedes-Benz Werkes Gaggenau, hatte zunächst an einen Regionalclub mit einem Einzugsgebiet von 25 Kilometern rund um Gaggenau gedacht, doch man öffnete das Vereinsleben schon sehr bald für jedermann. Schließlich gab es bereits früh über Ländergrenzen ein großes Interesse vieler Unimog-Enthusiasten, dem Verein aus Gaggenau beizutreten.

    Viele Helfer sind im Einsatz

    Von der kleinen, am Eingang zum Murgtal gelegenen Industriestadt Gaggenau, die im kommenden Jahr „125 Jahre Automobilbau“ feiern wird, bildete sich über die Jahre ein ganz Deutschland umfassendes Netzwerk an Regional­gruppen mit lebendigem Clubleben. Der Unimog-Club Gaggenau e.V. hat sich zu einer internationalen Vereinigung von über 6600 Unimog- und MB-trac Freunden in 34 Ländern der Welt entwickelt.

    Die Unimog-Rampe des Museums ist natürlich mit dabei

    Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu dieser Größe war die Anerkennung als Markenclub von Mercedes-Benz Classic im Jahr 1999. Welchen Stellenwert das Engagement rund um den allradgetriebenen Alleskönner dort hat, betont Georg Wohlfarth, Leiter der Dachorganisation der 80 Markenclubs von Mercedes-Benz Classic: „Aus einer kleinen regionalen Interessengruppe ist in 25 Jahren ein lebendiger und professioneller Club in Deutschland geworden. Wir wünschen dem Unimog-Club Gaggenau e.V. auch für die nächsten 25 Jahre ein blühendes, spannendes und harmonisches Vereinsleben.“

    Dieser Rallye-Unimog wartet auf seinen Einsatz

    25 Jahre Unimog-Club Gaggenau e.V. sind Synonym für ein bewegtes Viertel­jahrhundert im Zeichen der Förderung von Leidenschaft und Begeisterung für den Unimog und den MB-trac.

    Bei so viel Engagement für den Unimog, der von 1951 bis 2002 in Gaggenau produziert wurde, entstand im Unimog-Club Gaggenau e.V. der Wunsch nach einem eigenen Museum. Das Unimog-Museum wurde daraufhin in einem gemeinsamen Projekt realisiert und begrüßte als eigenständige Organisation im inzwischen elften Betriebsjahr bis heute etwa 450 000 Besucher aus aller Welt. Bis zum heutigen Tag ist der Unimog-Club Gaggenau e.V. als Teil der Betreibergesellschaft sowie als Mitgestalter und Organisator von Veranstal­tungen aktiv am Museumsbetrieb beteiligt.

    Hab mei Wage voll gelade – mit lauter Holländer!

    Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen mit großem Unimog Treffen

    So ist es kein Zufall, dass ein großes Unimog-Treffen rund um das Unimog-Museum den Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Unimog-Club Gaggenau e.V. bildet. Unter dem Motto „Unimog trifft Gaggenau“ erwarten die Besucher vom 15. – 17. Juni mehr als 500 teilnehmende Unimog unterschiedlichster Baureihen sowie ein buntes Rahmenprogramm.

    Der Lachs mit Kartoffeln und Gemüse braucht noch eineinhalb Stunden. Richt schon gut!

    Die Faszination Unimog wird am Besten erlebbar, wenn man die besonderen Fähigkeiten des Alleskönners live in Augenschein nehmen kann. Richtig Staub aufwirbeln werden dabei während des Festwochenendes diverse Rallye-Teams mit ihren kraftvollen Rennmaschinen auf Unimog Basis. Mercedes-Benz Special Trucks wird während des Festwochenendes die Tore des Vorführ­geländes in Ötigheim öffnen, wo die Zuschauer die neuesten Ausführungen des Universal-Motor-Geräts aus Wörther Produktion im härtesten Geländeeinsatz vorgeführt bekommen. Der Zugang erfolgt exklusiv über Shuttleverbindungen vom Unimog-Museum. Und auch sonst präsentieren die Experten für Spezialfahrzeuge ein breites Portfolio an außergewöhnlichen Unimog.

    Dieser hervorragend restaurierte Unimog 401, Bj. 1955, von Nico Hooymans aus Velddriel, Holland, hat sogar ein Dach über dem Kopf

    Auf der Standfläche vor dem Unimog-Museum wartet auf dem großen Stand von Mercedes-Benz Special Trucks eine Zeitreise durch die verschiedenen Generationen Unimog. So gibt es jeweils historische wie aktuelle Fahrzeuge zu den Themenfeldern Winterdiensteinsatz, Kommunaldienstleistungen, 2-Wege-Einsatz sowie als Freizeitfahrzeug mit Wohnmobilaufbau im Vergleich zu sehen.

    Als besondere Highlights werden zudem Einzelstücke wie der Unimog U 5023 „Hound“ aus dem Hollywood Blockbuster „Transformers 5: The Last Knight“, ein hochgeländiger Unimog U 5000 in Cabrioausführung, sowie die spekta­kuläre Unimog Designstudie aus dem Jahr 2011 präsentiert.

    Weitere Informationen rund um das Jubiläumsfest finden Sie unter:www.unimog-club-gaggenau.de

    Vom 15. bis 17. Juni ist Gaggenau der Nabel der Unimog-Welt

    Aktuelle Fotos vom Donnerstag: Michael Wessel