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  • Das Abenteuer seines Lebens: Als Teil einer extremen Expedition fährt Daniel Müller mit Unimog zum Höhenweltrekord

    Erstveröffentlichung im Badischen Tagblatt vom 22. Februar 2020

    Dem Werkstattleiter des Unimog-Museums, Daniel Müller, Jg. 1985, kommt es manchmal noch wie ein Traum vor: In einem achtköpfigen Expeditionsteam von EXTREM-EVENTS gelang es ihm, mit zwei hochmodernen, 231 PS starken Unimog den Höhenweltrekord für Radfahrzeuge zu brechen. Unter Extrembedingungen erreichten sie am 13. Dezember 2019 mit einem der beiden Unimog am Vulkanberg Ojos del Salado in Chile eine Höhe von 6.694 Metern. Der alte Weltrekord mit 6.675 Metern aus dem Jahr 2014 stammte von einem Mercedes-Benz Zetros. Überglücklich war Daniel Müller, als er bei der Rückkehr in Copiapo endlich mal wieder ausgiebig duschen konnte. Danach musste er feststellen, dass aufgrund der andauernden Kälte an zwei Zehen die Nervenenden abgefroren waren.

    Daniel Müller

    Als Daniel Müller im Frühjahr 2019 gefragt wurde, ob er als Technikexperte das Expeditionsteam begleiten würde, war ihm sofort klar, dass dies eine besondere Herausforderung werde. Intensiv studierte er Fachliteratur zu den Bedingungen in der vorgelagerten Atacama-Wünste und zum noch aktiven Vulkanberg.

    Und er fragte sich, ob es die Serien-Fahrzeuge mit der heutigen Technik unter Extrembedingungen mit wenig Luft-Sauerstoff und bei Minustemperaturen um die 25 Grad bewältigen können.

    Aber nur kleine Modifikationen waren nötig. Auffällig die besondere Halterung des Reserverads, die vor dem Unimog herausragt. Die 300 Kilogramm des Rads bringen so bei der steilen Bergauffahrt mehr Gewicht auf die Vorderachse.

     

    Wo einem der Schwefel den Atem raubt

    Und obwohl Daniel Müller als aktiver Sportler insbesondere Triathlon betreibt, nutzte er seinen Sommerurlaub für Fahrten mit dem Rennrad über Pässe am Gardasee, und er unternahm dort lange Wanderungen im Gebirge. Nicht nur die Fahrzeuge, auch er sollte optimal vorbereitet sein.

    Vor Ort in Chile wurde Daniel Müller schnell klar, dass die Teamzusammensetzung passte – ein weiterer wesentlicher Faktor für den späteren Erfolg.

    Rückblickend schwärmt Müller: Die Unimog liefen problemlos, wenn auch mit reduzierter Leistung wegen fehlenden Sauerstoffs. Dabei bewährte sich das in Gaggenau gebaute Getriebe UG 100 mit seiner Möglichkeit, 16 Vorwärtsgänge stark untersetzt zu fahren. Gerade diese feine Gangabstufung war laut Müller ein weiterer Erfolgsfaktor.

    Bei über 6.500 Metern wurde aber für die Teammitglieder jeder Schritt zur Belastung, musste doch immer wieder ausgestiegen werden, um die optimale Route zu bestimmen, Felsbrocken aus dem Weg zu wuchten oder Stangen zur Befestigung der Seilwinden in den vereisten Boden zu treiben.

    Oben angekommen, zischte und fauchte der Vulkan – es herrschte ohrenbetäubender Lärm. Hinzu kam das Gefühl, dass der Schwefel in der Luft den letzten Rest Sauerstoff beim Atmen nahm.

    Dankbar ist Daniel Müller, dass er bei seiner Familie und im Unimog-Museum einen großen Rückhalt hatte. Und er ist auch etwas stolz, dass er durch diese Expedition wieder einmal Werbung für die besondere Leistungsfähigkeit des Unimog machen konnte. Augenzwinkernd sagt er: „Es war das Abenteuer meines Lebens – doch wer weiß, was noch kommt?“

     

    Auf Youtube und im Museum

    Auch Dank des Einsatzes von Drohnen, die im Gegensatz zu Hubschraubern in solch extremer Höhe fliegen können, entstand zum Unimog-Höhenweltrekord ein Video, das mit dem Titel „Mercedes-Benz Unimog High Altitude World Record …“ auf www.youtube.de/unimogcommunity ausgewählt werden kann.

    Einer der Unimog ist bei der Sonderausstellung „Der Unimog im Gebirge“ ab 26. April im Unimog-Museum zu sehen.

  • Die besonderen Unimog-Prospekte von 1953 und 1955

    Der Faltprospekt von 1953 mit Mercedes-Stern und Ochsenkopf

    1953 warb der Unimog-Vertrieb mit einem besonders reizvollen Faltprospekt für sein „Allzweckgerät der Land- und Forstwirtschaft“. Auf dem Titel ist sowohl dominant der Mercedes-Stern als auch noch etwas kleiner der Ochsenkopf zu sehen. In den Leerflächen des Sterns werden drei landwirtschaftliche Unimog-Anwendungen vorgestellt. Und obwohl keine Drucknummer vorhanden ist, kann eine Herausgabe im Jahr 1953 angenommen werden, denn da erhielt der Unimog für seine neuen 401 und 402 erstmals den Stern zusätzlich zum bisherigen Markenzeichen Ochsenkopf. Der Ochsenkopf prangt zudem noch oberhalb einer Beschreibung der Vorteile des Unimog.

    Reizvolle Silhouetten werben für den Ganzjahreseinsatz in der Land- und Forstwirtschaft

    Im Innenteil wird der Ganzjahreseinsatz in der Land- und Forstwirtschaft mit einer großen Zahl an Silhouetten eindrucksvoll vorgestellt. Hinzu kommen Strichzeichnungen, die die alternative mühevolle Handarbeit skizzieren.

    Die Auflage von 1955 ohne Ochsenkopf und mit einer anderen Darstellung des Fahrers und der Anbaugeräte im unteren Teil.

    Wohl 1955 erschien eine weitere Ausgabe. Da fehlt allerdings auf der Vorderseite der Ochsenkopf und bei genauem Hinsehen fällt auf, dass der Fahrer eine andere Sitzhaltung einnimmt. Auch die Anbaugeräte sind nicht identisch mit dem Prospekt von 1953. Im Innenteil wurde die Reihenfolge der Silhouetten und Strichzeichnungen verändert. Und jetzt prangt ein Mercedes-Stern oberhalb der Beschreibung der Vorteile des Unimog.

    Die Reihenfolge der Silhouetten wurde – auswelchem Grund auch immer – teilweise verändert.

     

    Der frühere langjährige Vorsitzende des Unimog Veteranen Club, Wilfried Scheidemann, hat in seinem Katalog diesem Prospekt die Nummer B 20 gegeben und auch erwähnt, dass es dazu eine Version mit dem Aufdruck „Jetzt auch Unimog 30 PS“ gibt.

    Michael Wessel

     

    Der Aufdruck auf dem Prospekt von 1955.

  • Vor 50 Jahren vorgestellt: Unimog mit Lkw-Fahrerhaus

    Einen Tag vor Heiligabend 1969 wird dieser Unimog 416 mit Lastwagen-Fahrerhaus vorgestellt

    Der Versuch mit einem ganz anderen Unimog-Aussehen

    Vor 50 Jahren: Traditionsfahrzeug mit klassischem Lkw-Fahrerhaus ausgestattet

    Am 23. Dezember 1969 wurde ein ganz besonderer Unimog vorgestellt. Auf den ersten Blick sah er aus wie ein Lastwagen von Mercedes-Benz. Die Typenbezeichnung 416 war nur vom Unimog her bekannt. Über die Versuchsphase kam dieser Zwitter aber nie hinaus.

    In der Vorbereitung einer neuen Unimog-Generation waren bereits 1968 Überlegungen angestellt worden, den für Laien unvorstellbar hohen Aufwand für die Entwicklung und Legalisierung sowie die hohen Werkzeugkosten von neuen Fahrerhäusern zu vermeiden. Daher wollten die Verantwortlichen in der Entwicklung auf bereits vorhandene Fahrerhäuser aus dem Lastwagenbereich von Daimler-Benz zurückgreifen. Und somit wurden im Gaggenauer Unimog-Versuch Fahrgestelle des Unimog 416 mit dem Wörther Lkw-Fahrerhaus 314 ausgestattet. Entscheidend für die Auswahl des Lkw-Fahrerhauses 314 war dabei ursprünglich die Einschätzung, dass dieses Fahrerhaus auch eine dreisitzige Ausführung möglich machen würde. Erste Überlegungen gingen dahin, dieses Fahrerhaus als „Komfortfahrerhaus“ in die bereits vorhandene Unimog-Serie zu übernehmen, da seinerzeit die Erwartungen an den Fahrkomfort ständig gestiegen waren. Eine dreisitzige Version ließ sich jedoch bereits in der Entwicklungsphase nicht umsetzen. Aber immerhin konnten zwei komfortable Einzelsitze – auch als Schwingsitze – untergebracht werden. Ebenfalls für den Laien kaum nachvollziehbar waren die vielen Änderungen am Fahrerhaus und am Fahrgestell, die notwendig wurden, damit das Fahrzeug einen Tag vor Heiligabend 1969 der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte, um anschließend die Reaktion des Markts besser einschätzen zu können. Im April 1970 wurde dann ermittelt, dass für eine Serienfertigung Investitionen in Höhe von mehr als zwei Millionen D-Mark erforderlich werden und somit die Mehrkosten je Unimog 416 mit Lkw-Fahrerhaus rund 1000 DM betragen würden.

    Nur der Schriftzug UNIMOG verrät, dass es sich um ein besonderes Fahrzeug handelt

    Hans Westemeyer aus Bad Rotenfels, seinerzeit für das Thema Fahrerhäuser im Unimog-Bereich verantwortlich, erinnert sich: „Man kam nicht über das Versuchsstadium hinaus. Es zeigte sich, dass mit diesem Frontlenker-Unimog nur auf der Straße gefahren werden konnte. Ein paar Jahre lang wurde noch rumexperimentiert – eine Serienreife erreichte das Fahrzeug nicht!“ Bei der Produktionsaufnahme des Unimog im Jahr 2002 in Wörth wurden nach einer Bereinigung der Angebotspalette nur noch zwei Baureihen montiert: der Geräteträger 405 und der hochgeländegängige 437. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach einem kleineren Unimog wurde dann doch ab 2007 der Leichte Geräteträger U 20 angeboten. Wegen des weiter gestiegenen Aufwands für die Entwicklung, Legalisierung und Produktion eines eigenen Fahrerhauses entschied man sich für das des in Brasilien gebauten Lkw Accelo. Nur bis 2014 war der Unimog 20 im Produktionsprogramm.

    Michael Wessel

    Badisches Tagblatt vom 23. 12. 2019

    Fotos: Daimler AG

    Ansicht der Beifahrerseite

  • Weitere Geschenktipps für den Unimog-Fan

    Zwei weitere Geschenktipps für den Unimog-Fan

    Am 27. November haben wir hier in der unimog-community bereits einige Vorschläge für Weihnachtsgeschenke für den Unimog-Fan gemacht. Hier zwei druckfrische Ergänzungen:

    101 Dinge, die man über UNIMOG wissen muss

    Das Handbuch zum UNIMOG

    Carl-Heinz Vogler

     

    Rückentext: Warum setzten die Pioniere der US-Army den deutschen Unimog ein? Wie war es möglich, den Unimog in Argentinien zu bauen? Wem ist bekannt, dass es schon vor 20 Jahren einen Unimog mit Elektro-Antrieb gab? Die technische Errungenschaft in der Entwicklung des Unimog, Rekorde, Unbekanntes, Extremes und Kuriositäten werden vorgestellt. Wagen Sie eine Reise durch die Besonderheiten und Geheimnisse aus der Geschichte der Alleskönner. Informativ und unterhaltsam erlebt man 101 Aha-Erlebnisse zum UNIMOG.

    Carl-Heinz Vogler war nach seinem Studium der Fahrzeugtechnik in Ulm ab 1974 bei der Daimler-Benz AG in Gaggenau beschäftigt. Als Konstrukteur beauftragte man ihn mit der Entwicklung des MB-trac-Fahrerhauses sowie mit Detailänderungen an den Baureihen 411, 421 und 406. Von 1993 bis 2011 war Vogler als Chefredakteur des »Unimog-Heft’l« des Unimog-Clubs Gaggenau. Er ist zudem erfolgreicher Buchautor.

    192 Seiten, ca. 120 Abbildungen, Format 12,0 x 18,5 cm, Klappenbroschur mit Fadenheftung

    14,99 €

     

    UNIMOG-Spezial des Unimog-Club Gaggenau zum

    Unimog 404.1 als Feuerlöschfahrzeug LF 8-TS

    Hans-Jürgen Schöpfer

    Werner Vögele

     

    In Zusammenarbeit zweier Unimog-Experten ist eine informative Broschüre zum Unimog 404.1 als Feuerlöschfahrzeug LF 8-TS entstanden. Und diese ist ganz sicher nicht nur für die Besitzer dieses Fahrzeugs von Interesse.

    Schöpfer befasst sich schon seit 55 Jahrzehnten mit der Feuerwehrtechnik und hat dazu mehrere Veröffentlichungen herausgebracht. Vögele interessierte sich ursprünglich auch in erster Linie für die Feuerwehrtechnik, verlagerte seinen Interessenschwerpunkt nach dem Kauf eines Unimog 404-S mit Bundeswehrkoffer aber auf das Trägerfahrzeug. Heute ist er anerkannter Fachmann für den Unimog-S.

    Im ersten Teil des Sonderheftes wird die Frage „Wie entstand der Unimog-S?“ beantworte. Dann folgt eine sehr umfangreiche Dokumentation zum Trägerfahrzeug Unimog-S. Dem sich die Beschreibung des Löschfahrzeugs LF 8-TS anschließt. Dank akribischer Kleinarbeit beider Autoren konnten die heutigen Standorte der Besitzer ausfindig gemacht und dokumentiert werden. Selbst zwei Konkurrenten und „nahe Verwandte“ mit dem Stern werden mit dem LF 8-TS verglichen. Und weil beide Autoren begeisterte Sammler von Modellen sind, ist dem Thema „Miniaturnachbildungen des LF 8-TS“ eine Seite gewidmet.

    68 Seiten, DIN A 4

    15 €

     

     

    Außerdem, wie im Newsletter Dezember bereits bekanntgemacht:

    In überarbeiteter dritter Auflage ist auch das UNIMOG-Spezial zum 411 wieder erhältlich.

    Die Links zum Bestellen sind unterstrichen.

  • Sensation zum Jahresabschluss 2019: Zwei Unimog auf dem Vulkanberg Ojos in Chile!

    Spektakuläre Expedition in extremen Höhen des Vulkanbergs Ojos in Chile – Daniel Müller vom Unimog-Museum ist mit dabei

    Anderthalb Jahre hat die Vorbereitung gedauert – dann startete Mitte November ein zehnköpfiges Expeditions-Team von EXTREM EVENTS – acht Männer und zwei Frauen unter Leitung von Matthias Jeschke –  nach Chile und in die Atacama-Wüste, um dort in der Umgebung des Vulkanbergs Ojos del Salado ein System von vier Notfunkeinheiten in den Höhenlagern des Berges zu installieren. Sie bestehen jeweils aus Funkgerät, leistungsstarkem Akku, Solarpowersystem, Funkrichtantenne sowie einem Außenmast mit Signallampe. Im Notfall kann später über jede der vier Einheiten eine Funkverbindung zu den drei weiteren Basislagern des Ojos del Salado hergestellt werden. Mit diesem System soll die Sicherheit sowohl für Bergsteiger als auch Wissenschaftler der Universität de Atacama, die den Vulkan und das Gletschersystem des Berges erforschen, entscheidend verbessert werden.

    Auf dem Weg zum Einsatzort

    Die Herzstücke der „High Altitude Truck Expedition“ sind zwei speziell für die Expedition konfigurierte und top ausgestattete Unimog 5023, die sämtliches Expeditionsequipment: Spezialausrüstung, die vier Notfunkeinheiten, Satellitentechnik, Essensvorräte für fünf Wochen, 1.800 Liter Frischwasser, 1.500 Liter Dieselkraftstoff und 600 Liter Benzin transportieren.

    Werkstattleiter Daniel Müller

    Und hier kommt das Unimog-Museum ins Spiel. Die beiden Unimog wurden im Sommer in der Werkstatt des Museums vom Werkstattleiter Daniel Müller für die Expedition um- und ausgebaut. Und mehr noch: Daniel Müller ist als Team-Techniker bei der Expedition mit dabei.

    Nach allmählicher Akklimatisation von 3.500 bis auf 6.100 Metern und Installation der ersten drei Einheiten ist es dem achtköpfigen Kernteam am 7. Dezember gelungen, das Höhenlager Amistad auf 6.100 Metern mit beiden Unimog 5023 zu erreichen und am Folgetag dort die vierte und letzte Notfunkeinheit einzurichten.

    Beide Fahrzeuge haben laut Expeditionsleiter Jeschke „die extrem steile sowie felsige Passage dank bester Technik, austariertem Schwerpunkt und genialer Reifentechnik bewältigt und das Material und  die Ausrüstung auf die enorme Höhe transportiert. Zu keinem Zeitpunkt weltweit motorisierter Höhenexpeditionen haben zwei Trucks gleichzeitig eine solche Höhe erreicht.“

    Zurzeit ist das Expeditionsteam dabei, ein Höhenlager auf 6.400 Meter direkt am Gletscherrand des Ojos del Salado zu errichten, denn ein vierköpfiges Team von Wissenschaftlern der Universität de Atacama  wird erwartet. Gemeinsam mit ihm wird man zur Entnahme von Gesteinsproben in den Hauptkrater vorstoßen.

    Das Team ist laut Matthias Jeschke „wohlauf, hochmotiviert und trotz Kälte, Sand, Eis und extrem dünner Luft voll fokussiert, denn sämtliche Technik funktioniert bisher einwandfrei, die Fahrzeuge in Kombination mit den Reifen und Aufbauten sind eine wahre Freude im extremsten möglichen off-road Einsatz.“

    Das gesamte Team des Unimog-Museums ist stolz, aber vor allem unendlich erleichtert zu lesen und zu sehen, dass alle Teilnehmer wohlauf sind. Die Akteure werden vor Weihnachten zurückerwartet.

    Pressemeldung des Unimog-Museums vom 13. Dezember 2019

  • Die Unimog-Gerätehandbücher ab 1955

    Geballte Ladung an Informationen

    Die Gerätehandbücher von 1955 geben einen hervorragenden Überblick zum Einsatz des Unimog in der Landwirtschaft sowie in der Forstwirtschaft und im Gewerbe

    Deckblatt des UNIMOG-Gerätehandbuchs Landwirtschaft von 1955

    Auf den ersten Blick sieht er unscheinbar aus, der dunkelgrüne Kunststoff-Ordner. Aber er hat immerhin eine Prägung mit dem Mercedes-Stern und den Schriftzügen UNIMOG und GERÄTEHANDBUCH. Innen wird dann schnell klar, dass es sich um ein geballtes Paket wichtiger Informationen zu den in der Mitte der 1950er Jahre für den Einsatz mit dem Unimog freigegebenen Geräte für die Landwirtschaft handelt. Jedes geprüfte und freigegebene Gerät wir auf einer Doppelseite einheitlich dokumentiert. In vielen Fällen ist noch der passende Prospekt oder die Preisliste beigegeben. Mehr als drei Kilogramm wiegt das Werk.

    Die Dokumentation der einzelnen Geräte beginnt auf der Vorderseite bei der Lieferfirma und der Gerätebezeichnung. Dann folgen die Art des Anbaus, der Lieferumfang der Normalausführung und eventueller Sonderausrüstungen, die technischen Daten und die Leistungsdaten sowie der Leistungsbedarf des Geräts bis hin zur eventuellen Betriebsdrehzahl der Zapfwelle. Auf der Rückseite ist zunächst vermerkt, für welche Unimog-Typen die Freigabe erfolgte und welche Sonderausrüstungen er haben muss. Es folgt der Anwendungsbereich und gegebenenfalls die Kombinationsmöglichkeit mir anderen Geräten. Es folgen besondere Hinweise, die insbesondere die Beleuchtung, die Transportgeschwindigkeit und andere Sicherheitsaspekte betreffen. Die Dokumentation schließt mit Hinweisen auf vorhandene Betriebsanleitungen, die Ersatzteilbeschaffung, den Kundendienst sowie eventuelle technische Rundschreiben ab. Was nach heutigen Gesichtspunkten fehlt, sind das Freigabedatum und zumindest ein Kurzzeichen des Verantwortlichen.

    Aus dem Inhaltsverzeichnis der Nachlieferungen wird deutlich, dass es parallel dazu ein Gerätehandbuch für die Forstwirtschaft und das Gewerbe gab. Es soll in einem blauen Kunststoffordner enthalten sein – ist aber dem Autor bisher nicht bekannt.

    Beispiel Mörtl-Mähwerk (zum Vergrößern anklicken):

    Freigabe Vorderseite

    Freigabe Rückseite

    Beigefügter Prospekt mit Vorder- und Rückseite:

     

    Dringende Notwendigkeit der Gerätehandbücher

    Aber was war der Auslöser für dieses außergewöhnliche Werk? Dazu befragte ich im November 2017 Unimog-Pionier Manfred Florus (1924 – 2018), der Mitte der 1950er Jahre Leiter der Unimog-Verkaufsförderung war – also hautnah mit dem Thema befasst. Florus war als Student in Hohenheim bereits bei der allerersten Vorführung mit dabei und erinnerte sich bereits im Band 1 des Buches Geschichten rund um den Unimog: „Im Wintersemester 1946 begann ich als frischgebackener Student in Hohenheim an der Landwirtschaftlichen Hochschule. Und da sah ich auch zum ersten Mal in meinem Leben einen Unimog. Das war im Jahr 1948, und von einer Liebe auf den ersten Blick konnte damals wirklich keine Rede sein. Hätte mir damals jemand prophezeit, ich würde den Rest meines beruflichen Lebens diesem Fahrzeug widmen, so hätte ich sicher laut gelacht. Denn der Unimog, der von Herrn Grass, dem landwirtschaftlichen Berater des Entwicklungsteams rund um Herrn Friedrich, in Hohenheim vorgeführt wurde, machte auf die Professoren und die anwesenden interessierten Studentenschar zunächst überhaupt keinen günstigen Eindruck. Es hätte eine Pflugvorführung werden sollen, die aber verunglückte, da der anmontierte Pflug damals der Zugleistung des Unimog nicht gewachsen war und sich verformte.

    Manfred Florus studiert das Unimog-Gerätehandbuch von 1955 Foto: Wessel

    Womit wir beim Thema wären. Florus erinnerte sich, dass es sich bei dieser Vorführung um einen Rohrgrindel-Pflug der Firma Rabe aus dem Bestand der Hochschule handelte. Besonders gute Erfahrungen hatte er dann nach seinem Eintritt bei Boehringer als Vorführer mit Pflügen der Firmen Gebrüder Eberhardt in Ulm – damals der größte Pflughersteller Europas – und der Bayerischen Pflugfabrik in Landsberg gemacht. Selbstverständlich auch mit den dann passenderen Pflügen der Rabewerke in Bad Essen.

    1949 las Manfred Florus am Werkstor von Gebrüder Boehringer in Göppingen: „Arbeitskräfte für den Unimog gesucht!“ Und dann ging alles sehr schnell. Er wurde als Hilfsarbeiter für die Montage eingestellt und begann noch am gleichen Tag mit der Arbeit. Bald wurde er Vorführer und es wurde seine Aufgabe, ein Händlernetzt mit aufzubauen.

    Das Kraftfahrzeug-Bundesamt, so Florus, verlangte Anfang der 1950er Jahre, dass alle beim Unimog zum Einsatz kommenden Geräte zuvor im Kraftfahrzeugbrief eingetragen wurden. Das widersprach dem Grundgedanken des Unimog, denn möglichst viele Wechselgeräte sollten auch spontan zum Einsatz kommen können.

    Den Kontakt von der Unimog-Konstruktion zum Kraftfahrt-Bundesamt pflegte seinerzeit Fritz Lademacher.

    Selbstverständlich mussten die Wechselgeräte der Straßenverkehrsordnung entsprechen. Es galt also, sämtliche Geräte so abzustimmen, dass sie dieser entsprachen. Das betraf insbesondere die Arbeitsbreite. Außerdem mussten sämtliche Gewichte der zulässigen Achslast des jeweiligen Unimog entsprechen.

    Viele Gerätehersteller kamen auf Daimler-Benz zu, um die erforderliche Freigabe zu erhalten. Die Prüfungen erfolgten dann beim Hersteller oder im Werk Gaggenau.

    Zuständigkeiten bei den ersten Gerätehandbüchern

    Innerhalb des Unimog-Vertriebs war Anfang der 1950er Jahre in Verantwortung von Hans Zabel für den Kontakt zu den Herstellern landwirtschaftlicher Geräte ein Herr Schäfer der Ansprechpartner. Er setzte die Ergebnisse der Prüfungen dann auch in die formellen Freigaben um. Da er aus Alzey in der Pfalz stammte, hatte er laut Manfred Florus noch das Gebiet Unimog im Weinbau unter seinen Fittichen.

    Im Entwicklungsbereich war die Verantwortung nach Gerätegruppen aufgeteilt.

    Lademacher: Pflege- und Fronthackgeräte, Bodenbearbeitung

    Planers: Pflanzenschutz

    Hobach: Düngestreuer, Säh- und Pflanzgeräte

    Schleith: Mähwerke

    War die Freigabe erfolgt, war dies ein wichtiges Werbeargument für den Gerätehersteller. Stolz wurden Anwendungen mit dem Unimog in die Prospekte aufgenommen und der Ochsenkopf oder ab 1953 der Mercedes-Stern tauchte dann in den Prospekten auf. War die Gerätefreigabe im Handbuch aufgenommen, so erleichterte sie natürlich dem Verkäufer die Übersicht und sie war somit auch eine wichtige Information im Gespräch mit den Kunden.

    Manche Beschreibungen waren relativ leicht abzufassen. Besonders interessant waren dabei immer wieder die technischen Daten und die Leistungsdaten.

    Die Freigabe bewährte sich auch im Rechtsstreit bei Garantiefällen. Dabei wurde geklärt, ob das Gerät der Beschreibung entsprochen hat und ob es richtig angebaut und genutzt wurde.

    Denn wie heißt es so schön: Erst durch die Anbaugeräte wird der Unimog zum Universal-Motorgerät.

     

    Weitere Dokumentationen der Geräte zum Unimog

    Für die schnelle Orientierung der Mitarbeiter im Unimog-Vertrieb erschien 1959 eine Zusammenstellung aller für den Unimog erprobten Geräte mit dem Titel „Fortschritt“. Darin sind auf 10 Seiten die Geräte aufgeführt, die im Werk Gaggenau erprobt und als brauchbar befunden wurden.

    Ende der 1960er Jahre erschien seitens der Unimog-Konstruktion eine Auflistung „Unimog – Landwirtschaftlicher Geräte“ mit einer beigegebenen Anhänger-Geräteliste.

     

    Die Herstellerliste in „UNIMOG Landwirtschaftliche Geräte“

    Wieder etwa zehn Jahre später erschien ebenfalls seitens der Unimog-Konstruktion ein großer Ringbinder im Querformat mit der Loseblatt-Geräteliste „MB trac Unimog Geräte“. Auch hierin sind allerdings nur die wesentlichen Daten der Geräte enthalten.

     

    Beispielseiten HIAB Ladekran 965:

     

    Sehr informativ und reich bebildert sind die gebundenen Geräte-Handbücher, die von der Unimog-Verkaufsförderung herausgegeben wurden – wie dieses für die Schwere Baureihe im Mai 1992. Es wiegt ein knappes Kilo.

    Zu den meisten Geräten sind Fotos enthalten.

    Dann folgen die wichtigsten Daten und Kontaktinformationen:

     

    Michael Wessel

    Anlage:

    Gliederung des Gerätehandbuchs Landwirtschaft von 1955

    Einteilung der landwirtschaftlichen Geräte

    Gruppe I         Bodenbearbeitung

    • Pflüge
    • Kultivatoren
    • Eggen
    • Fräsen
    • Spurlockerer

    Gruppe II        Düngerstreuer

    Gruppe III       Sämaschinen

    Gruppe IV      Pflanz- und Hackmaschinen

    Gruppe V        Pflanzenschutzgeräte

    Gruppe VI      Mähwerke

    Grünfuttersammler

    Getreide-Handablagen

    Gruppe VII     Heuwerbungsgeräte

    Gruppe VIII    Getreide-Erntemaschinen

    • Binder
    • Mähdrescher
    • Mähhäcksler

    Gruppe IX      Hackfrucht-Erntemaschinen

    Gruppe X        Ladegeräte

    Gruppe XI      Pumpen

    Beregnungsanlagen

    Gruppe XII     Weidemelkanlagen

    Gruppe XIII    Weinbaugeräte

    Gruppe XIV    Erdbohrgeräte

    Gruppe XV     Sonstige Geräte

    Gruppe XVI    Sonderausrüstungen

  • Weihnachtsgeschenke für den Unimog- und MB-trac-Fan

    Gleich eine ganze Palette attraktiver Präsente für den Unimog- und MB-trac-Fan hat die Buch&Bild Unimog Museums GmbH in ihrem Angebot. Einfach im Internet www.buchundbild.de aufrufen und die Suchbegriffe Jahrbuch, Kalender, 411 oder DVD eingeben.

    Das Sonderheft 411 des Unimog-Club Gaggenau wurde überarbeitet und liegt jetzt als dritte Auflage vor.

    Vielleicht darf es auch eine Unimog-Uhr sein. Man kann sich auch selbst beschenken!

  • Mitgliederversammlung 2019 des Unimog-Club Gaggenau

    Die Mitglieder und Gäste bei der Mitgliederversammlung des UCG 2019 im Unimog-Museum

    163 Mitglieder und zehn Gäste konnte der Vorsitzende Rainer Hildebrandt bei der Mitgliederversammlung des Unimog-Club Gaggenau e. V. am 23. November im Unimog-Museum Gaggenau begrüßen. Umrahmt wurden die Gäste von Unimog und MB-trac – eine schöne Kulisse.

    Abschied musst man im zurückliegenden Vereinsjahr von 37 Mitgliedern nehmen.

    Für ihre 25jährige Mitgliedschaft können 205 Mitglieder geehrt werden. Stellvertretend überreichte Hildebrandt an Ueli Biker, Edgar Rost und Stefan Schwaab die Urkunde und den Jubiläumspin.

    Stefan Schwaab, Edgar Rost und Ueli Bicker erhielten stellvertretend die Urkunde und den Jubiläumspin für 25 Jahre Mitgliedschaft (von links)

    Rechnenschaftsbericht 2019

    In seinem Rechenschaftsbericht informierte der Vorsitzende von einem Brand im Gebäude der Geschäftsstelle, der auch erhebliche Auswirkungen auf das Büro und die Lagerhalle des Clubs hatte und einen hohen Arbeitseinsatz vieler Helfer unter erschwerten Bedingungen notwendig machte.

    Eine unerwartet hohe Nachfrage hatte ein Technik-Seminar zum Unimog 435 in der Werkstatt des Unimog-Museums. Daher wurden drei weitere Termine angesetzt. Weiterentwickelt soll zudem das bereits bestehende Angebot der Typenkunde in den Regionen. Hildebrandt warb bei dieser Gelegenheit um auch um technische Beiträge für das Unimog-Heft’l.

    Neben der schon traditionellen Präsenz auf den Messen Retro Classics in Stuttgart und der Techno-Classica in Essen wird es im Folgejahr auch einen gemeinsamen Stand des Clubs und des Museums auf der Messe MOTORWORLD Classics in Friedrichshafen geben.

    Vorsitzender Rainer Hildebrandt bei seinem Rechenschaftsbericht 2019

    Nicht ohne etwas Stolz berichtete Hildebrandt, dass es gelungen sei, weitere Regionalgruppen zu besetzen beziehungsweise wieder zu besetzen. Vordringlich sei jetzt die Wiederbesetzung der mitgliederstarken Regionen Rheingau-Taunus und Franken.

    Eingelöst habe der Vorstand auch sein Versprechen, intensiver Veranstaltungen der einzelnen Regionalgruppen zu besuchen.

    In einer Strategietagung wurden zwölf Arbeitsgruppen wie beispielsweise Werbung, IT, Archiv, Regionalgruppen-Betreuung definiert, über deren aktuellen Stand der Vorsitzende informierte.

    Noch druckfrisch war das Sonderheft „Unimog 404.1 als Feuerlöschfahrzeug LF 8-TS“ aus den Federn von Hans-Jürgen Schöpfer und Werner Vögele. Das lange vergriffene Sonderheft 411 liegt zudem jetzt als überarbeitete Neuauflage vor.

    Höhepunkt des zurückliegenden Jahres war, so Hildebrandt, das Jahrestreffen in Somaggia, Italien, bei dem die Erwartungen der 280 Teilnehmer und vieler Tagesgäste weit übertroffen wurden. Dies wurde auch durch einen langanhaltenden Beifall der Mitglieder für die Verantwortlichen deutlich.

    Viel Beifall für die Verantwortlichen des Unimog Club Italia für deren Ausrichtung des Jahrestreffens 2019

    Letztmals fand der Unimog- und MB-trac-Teilemarkt im Herbst statt. Künftig wird er am Vormittag der Mitgliederversammlung – somit im Folgejahr am 16. Mai – stattfinden. Dies werde sicher von Mitgliedern mit weiter Anfahrt begrüßt.

    Johannes Behringer verabschiedet sich in der Rolle des Schriftführers

    Wegen seines Studiums in London gab Johannes Behringer sein Amt als Schriftführer ab. Er versprach aber, dass dies „kein Abschied für immer“ sein werde. Als bisher jüngstes Vorstandsmitglied warb er dafür, die geplante Wissensdatenbank mit Nachdruck aufzubauen, um die im Club vorhandenen wertvollen Informationen für zukünftige Generationen zu sichern. Nach seinem Schluss „Der Unimog soll uns alle verbinden – allen soll es Spaß machen!“ erhielt er als Dank für seine bisherige engagierte Arbeit viel Beifall.

     

    Höchst erfreuliche Mitgliederentwicklung

    Kassier Claudio Lazarrini konnte von einer erfreulichen Mitgliederentwicklung berichten:

    Von den 6887 Mitgliedern zum Vorjahresendstand verstarben 37 und 144 sind ausgetreten oder konnten nach Zahlungsaufforderung nicht ermittelt werden. 600 traten neu ein und sechs Wiedereintritte konnten verbucht werden. Damit zählte der Club zum 31. Oktober 2019 insgesamt 7312 Mitglieder – also 425 mehr als im Vorjahr! Diese verteilen sich auf 39 Länder – zwischenzeitlich sind es 40.

    Die Kasse wies zwar ein ausgeglichenes Ergebnis aus. Dazu hätten jedoch eine Reihe von positiven Sondereinflüssen beigetragen, weshalb Claudio Lazzarini bereits bei dieser Gelegenheit eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge empfahl. Von den Kassenprüfern Edgar Rost und Paul Westermann wurde eine einwandfreie Kassenführung bestätigt.

    Wahlen

    Bei der Wahl des Stellvertreters wurde René Dusseldorp erwartungsgemäß einstimmig wieder gewählt.

    Willkommen im Team: Rainer Hildbrandt gratuliert Jürgen Rüger zur Wahl als Schriftführer

    Auch Jürgen Rüger aus Weil der Stadt, der für das Amt des Schriftführers erstmals kandidierte, erhielt alle Stimmen der anwesenden Mitglieder. Da die Wahl als „sehr wahrscheinlich“ galt, überreichte der Vorsitzende ihm bereits ein Polohemd mit seinem Nahmen – sozusagen die „Dienstkleidung“.

    Erhöhung des Mitgliedsbeitrags

    Die Begründung für eine vom Vorstand vorgeschlagene Erhöhung der Mitgliedsbeiträge von 35 auf 45 Euro trug der Vorsitzende Rainer Hildebandt ausführlich vor. Hierzu gab er auch einen Rückblick zur Entwicklung des Beitrags. So war der Club im Jahr 1993 mit umgerechnet 15 Euro und geringen Kosten gestartet. Bereits 1996 und 1999 erfolgten jeweils Erhöhungen um 10 Euro auf die bisherigen 35 Euro. Somit blieb der Mitgliedsbeitrag volle 20 Jahre konstant. Einige der Strategieprojekte seien zukünftig auch mit weiteren Kosten verbunden. Bei neun Gegenstimmen und sieben Enthaltungen wurde die Erhöhung beschlossen. Hildebrandt versprach, dass der Vorstand weiterhin verantwortlich und sparsam mit den Beiträgen umzugehen und die Transparenz bezüglich Einnahmen und Ausgaben – wie an diesem Tage auch wieder praktiziert – immer voll herzustellen.

    Nebenbei: Der Beitrag von 10 Euro für Familienmitglieder bleibt unverändert.

    Ausblick auf 2020

    Am 16. Mai wird am Vormittag auf dem Gelände des Motoballclubs Puma in Kuppenheim der Teilemarkt und ab 14 Uhr im Unimog-Museum die Mitgliederversammlung stattfinden.

    Gemeinsame Stände des Unimog-Club Gaggenau und des Vereins Unimog-Museum wird es vom 27. 2. bis 1. 3. auf der Retro Classics Stuttgart und vom 25. bis 29. 3. auf der Techno-Classica in Essen geben. Erstmals wird in dieser Besetzung auch vom 8. bis 10. 5. die MOTORWORLD Classics in Friedrichshafen „bespielt“.

    Das Jahrestreffen des Unimog-Club Gaggenau findet vom 21. bis 24. 8. in Bahrenfleth/Schleswig-Holstein statt (siehe Youtube-Video https://www.youtube.com/watch?v=6cweFeVQEQ4 )

     

    Die beiden neuen Publikationen des Unimog-Club Gaggenau:

    Text und Fotos: Michael Wessel

     

  • “ Mister Unimog Berlin“ wird 90

    Am 5. Oktober feierte „Mister Unimog Berlin“, Gerhard Hinrichs, bei guter Gesundheit seinen 90. Geburtstag. Er sagte dazu: „Ich bin dankbar, dass mich mein Körper so gut durch die Jahrzehnte getragen hat. Seit 1952 durfte ich für den Unimog arbeiten – davon viele Jahre als Werkstattleiter der Unimog-Generalvertretung Endres. Der Unimog war mein Leben!“

    Auf dem Foto von Carl-Heinz Vogler begrüßen sich um 2006 Gerhard Hinrichs und der damalige Vorsitzende des Unimog-Club Gaggenau, Michael Wessel, vor dem Berliner „Putzteufel“, einem geschlossenen U 401, in der früheren Werkstatt des Unimog-Museums Gaggenau.

    Eine Biographie liefert dieses Dokument:

    Hier weitere Fotos, die uns ebenfalls Hans-Rüdiger Endres, sein früherer Chef, zur Verfügung gestellt hat:

    1952: Gerhard Hinrichs (re.) im Jahr der ersten Begegnung mit dem Unimog

     

    1975: Gerhard Hinrichs (Mitte) beim Geburtstag des Firmengründers Hans-Henning Endres

     

    1989: 60. Geburtstag von Gerhard Hinrichs

     

    2011: Bei „60 Jahre Mercedes Unimog“ im Testgelände Ötigheim