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  • Die Innereien des Unimog offengelegt

     

    Diese Portalachse eines Unimog wurde vor Publikum zerlegt und wieder zusammgebaut –  Foto: Hegmann

    Hans-Peter Hegmann schreibt am 19. September im Badischen Tagblatt:

    Aktionstag im Unimog-Museum widmete sich Achsen, Getrieben und Motoren

    Dass auch Technik unterhaltsam sein kann, wurde am Sonntag, 17. September,  im Unimog-Museum in Gaggenau deutlich. Im Rahmen der Sonderausstellung „Motoren – Getriebe – Achsen“ wurde ein Aktionstag im und um das Museum herum ausgerichtet. Unter dem Motto „Das Innenleben des Unimog – unter die Lupe genommen von Unimog-Experten“ hatten die Besucher die Möglichkeit, selbst einmal Hand anzulegen und an den entsprechenden Teilen zu schrauben oder zumindest hautnah den schraubenden Fachleuten über die Schulter zu schauen.

    Die aktuelle Sonderausstellung im Unimog-Museum beschäftigt sich intensiv mit dem Innenleben und damit den wichtigsten Teilen im Konzept „Universalmotorgerät“, dem Antriebsstrang. Das bedeutet: eine möglichst perfekt abgestimmte Kombination von Motor, Getriebe und Achsen. Daher sind auch die ausgestellten Unimog auf diesen Antriebsstrang und den Rahmen reduziert und gewähren Einblicke, die sonst vom Fahrerhaus oder der Ladepritsche verdeckt sind. Dazu gibt es Schnittmodelle und Komponenten des Antriebsstrangs in Funktion.

    Viele Fragen aus dem Publikum

    Für die meisten Unimog-Besitzer aus dem Oldtimerbereich der ersten Typenreihen ist das aber immer noch nicht detailliert genug. Sie wollen auch noch das weitere Innenleben der Module des Antriebsstrangs kennenlernen und bei ihren Fahrzeugen selbst warten oder reparieren. Diese Gelegenheit bot nun der Aktionstag mit drei Workshops. Auf den Aktionsflächen wurden jeweils eine unimogtypische Portalachse, ein Getriebe und ein Motor vor Publikum zerlegt und wieder zusammengesetzt. Die ehrenamtlichen Schrauber waren dabei überwiegend ehemalige oder noch aktive Mitarbeiter der Herstellerfirma. Sie sind alle ebenfalls Besitzer von zum Teil sehr alten Unimog und verfügen daher auch im Oldtimerbereich über die entsprechenden Kenntnisse. Um die einzelnen Komponenten standen jeweils überwiegend Männer unterschiedlichen Alters, aber auch die eine oder andere Frau, die inzwischen auch an ihren Unimog schrauben.

    Die Fragen aus den Zuschauerreihen kamen ununterbrochen parallel zum jeweiligen Fortschritt der Arbeiten. Dabei ging es um richtiges Werkzeug bis zu den verschiedenen Möglichkeiten der Ersatzteilbeschaffung. Die ehrenamtlichen Kfz-Mechaniker boten dazu immer wieder Tipps an, die man nur in der Praxis kennenlernt.

    Im Außenbereich wurden verschiedene Antriebe des Unimog im Einsatz gezeigt, zum Beispiel beim Aufschienen und Waggonziehen eines Zweiwege-Unimog oder beim Fräsen von Hackschnitzeln durch eine alte Schneefräse. Wer mochte, konnte sich darin versuchen, mit einem Aufbaukran auf einem Unimog der sogenannten „Schweren Baureihe“ einen Metallstift in einen Flaschenhals zu versenken. Viel bewundert wurde auch die Verwindungsfähigkeit der Unimog-Fahrgestelle bei Vorführungen auf mobilen Rampen-Elementen.

    Wer nicht nur an den Exponaten des Museums oder einer Mitfahrt im Geländeparcours interessiert war, sondern sich auch für die Entwicklung des Museums interessiert, konnte zusätzlich an einer Führung auf der Baustelle des neuen Werkstattgebäudes teilnehmen.

    Ergänzung: Die Sonderausstellung „Achsen, Getriebe und Motoren“ ist noch bis 19. November zu sehen.

  • Unimog-Club Gaggenau: neuer Vorstand gewählt

    Der neue Vorstand: Rainer Hildebrand, René Dusseldorp, Hans-Joachim Meyer, Claudio Lazzarini und Johannes Behringer (von links) Foto: Hegmann

    Hans-Peter Hegmann schreibt im Badischen Tagblatt vom 18. September:
    Rainer Hildebrand leitet den Unimog-Club Gaggenau
    Neue Führungsmannschaft gewählt/Reges Interesse an Versammlung
     
    Gaggenau/Rastatt (hap) – Nachdem der Vorsitzende des Unimog-Clubs mit über 6600 Mitgliedern, Michael Schnepf, bereits vor einigen Wochen seinen Rücktritt erklärt hatte, sind ihm die restlichen Vorstandsmitglieder bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag in Rastatt gefolgt. Bedingt durch die Unruhe, die in der jüngsten Zeit bei den Mitgliedern aufgekommen war, bestand ein reges Interesse, an der Versammlung persönlich teilzunehmen.
     
    320 Mitglieder aus ganz Deutschland, der Schweiz und Italien waren nach Rastatt gekommen, um über die Zukunft des Vereins zu entscheiden. Nach der Genehmigung von drei Dringlichkeitsanträgen durch die Versammlung war der Weg frei für Neuwahlen. Da sich in den vergangenen Wochen bereits eine Reihe Kandidaten für die fünf Posten des Geschäftsführenden Vorstands vorgestellt hatten und sich während der Versammlung keine weiteren Kandidaten zur Wahl stellten, wurde zunächst der Vorsitzende in geheimer schriftlicher Wahl ermittelt. Mit 226 Ja- und 73 Neinstimmen sowie 14 Enthaltungen und elf ungültigen Stimmen wurde Rainer Hildebrandt für dieses Amt gewählt. Er ist seit 2004 im UCG und Leiter der Regionalgruppe Pfalz.
     
    Die restlichen Wahlen wurden per Akklamation durchgeführt und führten zu folgenden Ergebnissen: Erster Stellvertreter des Vorsitzenden wurde René Dusseldorp mit 207 Ja-Stimmen. Den Posten des zweiten Stellvertreters übernimmt Hans-Joachim Meyer. Er erhielt 202 Ja-Stimmen. Mit 214 Ja-Stimmen wurde der Schweizer Claudio Lazzarini zum Kassierer bestimmt. Der 21-jährige Johannes Behringer ist mit 246 Ja-Stimmen neuer Schriftführer des UCG.
     
    Die Anträge zur Handlungsermächtigung für den neuen Vorstand, inklusive Haftungsfreistellung für den zurückgetretenen und die Wiederaufnahme der Regionalgruppe Schweiz, erhielten von den Mitgliedern die erforderlichen Mehrheiten. Nachdem der zurückgetretene Vorsitzende seinem Nachfolger mit einem Handschlag gratuliert hatte, stellte dieser seine Vorstellungen über die Zukunft des Vereins vor. Er will die Position der Regionalbeauftragten stärken und den Verein damit wieder mit mehr Leben füllen. Die Stimmrechte der Regionalbeauftragten sollen erweitert und für mehr Interesse für das Hobby Unimog bei Jugendlichen geworben werden.
     
    Als dringendste Arbeit, mit der sofort begonnen werde, bezeichnete er das Jubiläumstreffen zum 25-jährigen Bestehen des UCG, „das unser aller Fest ist“ im Jahr 2018. Die weitere Vorgehensweise und Aufgabenverteilung wird durch die Abstimmung über mehrere Satzungsänderungen in der Mitgliederversammlung am 25. November in Rastatt festgeschrieben.
  • Einsatzfilm: Unimog 411 an einem Claas Mähdrescher

     

    Andreas Burren hat wieder zugeschlagen und präsentiert uns einen hervorragenden Einsatzfilm mit einem Claas Junior Automatic Mähdrescher an seinem Unimog 411. Die Filme werden immer attraktiver und diesmal ist Andreas gleich am Anfang als weiterer Hauptdartseller zu sehen.

    Andreas schreibt dazu auf Youtube:

    Nach zwei Monaten Instandstellungsarbeiten lief der Claas Junior Automatic Mähdrescher wieder. Das Hauptlager am Hauptantrieb war total hinüber, Abweisbleche zerdeppert, die Anhängung verbogen, ein Hausmarder hatte sich den Drescher als Domizil ausgewählt usw. Genau auf die Getreideernte war die Maschine für den Einsatz wieder hergerichtet. Die ersten Dreschversuche am Unimog 411 waren ein erfolgreiches Erlebnis. In den 1960er-Jahren waren Getreideerträge von bis 60q/ha Standard und heute? Der 411 musste sich arg ins Zeug legen. Aber jetzt haben wir nicht nur Prospektbilder von früher, sondern wissen, dass es wirklich funktioniert.

    Wenn der Film gefällt, dann bitte liken und teilen! DANKE!

  • Weiterer Baustein für das Unimog-Museum

     

    Hans-Peter Hegmann schreibt am 28. Oktober im Badischen Tagblatt:

    Jazz & Dine: Benefizkonzert im Unimog-Museum  –  Werkstatthalle geht Ende November in Betrieb

    Es klingt ein bisschen wie ein Märchen, ist aber eine tatsächliche Begebenheit: Eines Tages kommt ein junger Mann in das Unimog-Museum und stellt sich als Markus Frietsch aus Ottenau vor. Er hat gehört, dass das Museum Erweiterungspläne habe und noch auf der Suche nach Spendern und Unterstützern dafür sei. Er kann zwar kein Geld bieten, aber er würde hier gerne mal mit seiner Big Band All About Jazz spielen und die Gage spenden.

    Das Angebot wird nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden des Vereins Unimog-Museum, Stefan Schwaab, und dem Betreiber des Unimog-Restaurants, Thomas Kaldma gerne angenommen und in ein Event mit dem Titel „Jazz & Dine“ umgesetzt. Die Idee: An einem lauen Sommerabend bei Big-Band-Sound und einem American Barbecue das Leben genießen – und damit gleichzeitig die Erweiterungspläne des Museums unterstützen.

    Rund 100 Gäste fanden diese Idee gut und bezahlten 29,90 Euro, von denen 15 als Spende von Frietsch an den Verein Unimog-Museum überreicht wurden. Stefan Schwaab freute sich natürlich über den Scheck, der die geplante Summe von 250.000 Euro aus der Bausteinaktion wieder ein Stück näher rücken lässt. Das Museum werde seit der Eröffnung vor zehn Jahren bisher ohne öffentliche Zuschüsse oder sonstige Subventionen betrieben und habe jährlich steigende Besucherzahlen, so Schwaab. Daher sei eine Erweiterung aus organisatorischen Gründen dringend erforderlich.

    Die kalkulierten Gesamtkosten bewegten sich in einem Rahmen von 6,3 Millionen Euro. Dabei sei der größte Teil für die Erweiterung der Ausstellungsfläche und einen neuen Eingangsbereich inklusive Tourist-Info geplant. Als Großspender hätten bisher Daimler drei Millionen Euro, die Stadt Gaggenau 500.000 und der inzwischen verstorbene Unimog-Generalvertreter in der Türkei, Mustafa Koluman, 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Werkstatthalle für Schrauberkurse und die Wartung der eigenen Fahrzeuge werde zusammen mit dem Waschplatz Ende November wie geplant in Betrieb gehen. Über die weiteren Baumaßnahmen wird „nach dem Kassensturz am Jahresende in einer Klausursitzung beraten“, wie Schwaab ergänzte.

    All About Jazz vereint in der typischen Big-Band-Besetzung Musiker von Karlsruhe bis in das Murgtal. Die Wurzeln liegen in der ehemaligen Big Band der Musikschule Gaggenau. Der Bandleader und Arrangeur ist Jürgen Kramlofsky aus Staufenberg. Sängerin Sammi Carr, eine Amerikanerin aus St. Diego/Kalifornien, verstand es ausgezeichnet, die überwiegend englischen Titel mit großem Gespür und Können im Originalsound zu interpretieren. Die Texte klangen bei ihr als Muttersprachlerin sehr identisch, und sie moderierte unterhaltsam mit einem ausgezeichneten Deutsch, obwohl sie erst seit vier Jahren in Karlsruhe lebt. Die Musiker boten einen anspruchsvollen Mix von traditionellem Bigband-Sound im Stile von Glenn Miller bis zu Afro-Cuban-Jazz. Titel wie Summertime, Manteca, Mas Que Nada oder Pick Up The Pieces gaben auch den Solisten die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Das Publikum war begeistert und man hörte Stimmen, die eine Wiederholung dieses Events wünschten.

  • Im Unimog-Ratgeber geblättert: Geschichte zum Schmunzeln aus 1961

    Im Unimog-Ratgeber Nummer 4 aus dem Jahr 1961 steht die folgende Geschichte, die hoffentlich auch weitere Leser zum Schmunzeln bringt:

    Platz da, der Mayer kommt!
    Es war noch zu Boehringers Zeiten und die Geschichte hat den
    Vorzug, wahr zu sein. Nur hieß der Mann nicht Mayer. Seinen
    rechten Namen wollen wir taktvoll verschweigen, denn er ist
    noch heute treuer Kunde.
    Er hatte den Unimog gekauft und holte ihn am vereinbarten Tag
    ab. Das Geschäftliche war schnell erledigt. Aber dann stellte
    sich heraus, dass unser Freund zwar den Führerschein, aber keine
    Ahnung vom Fahren hatte. Was blieb also, als eine Fahrschule
    auf dem Fabrikhof zu improvisieren. Kupplung, Bremse – ja.
    Gaspedal – nein, das sei wohl nicht drin, das spüre er nicht.
    Schließlich hat er es geglaubt.
    Nur das Schalten! Das wollte und wollte nicht klappen . Aber
    die Zeit und der Mayer drängten. Auf eigene Verantwortung
    wolle er starten, er müsse heim und melken. So wurde ihm
    schließlich der 4. Gang eingelegt. Kaum war der Amateur-Fahrlehrer
    abgesprungen, als unser Mann schon zum Tor hinaussauste.
    Er muß gut heimgekommen sein , denn noch heute ist er
    – wie gesagt – Unimog-Kunde.
    So weit, so gut, das alles wäre nicht der Erwähnung wert. Aber:
    „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen «, weiß
    der Volksmund zu sagen. Hören Sie, was der Mayer noch von
    seiner Reise zu erzählen hatte.
    Um mit dem einmal laufenden Unimog keinem Hüter der Ordnung
    in die Hände zu geraten, auch wohl, um Kreuzungen und
    anderen Verkehrsteilnehmern aus dem Wege zu gehen, hat er
    schleunigst die große Straße verlassen und sich seitlich in die
    Büsche geschlagen. Auf abseitigen Feldwegen strebte er mit
    dem brav brummenden neuen Unimog heimatlichen Gefilden
    zu. Unentwegt rollte er durch Felder, Wiesen und Wälder. So
    kam er auch auf einen Dammweg durch das Ried. Rechts und
    links Sumpf und Wasserlachen, bot die Deichkrone gerade einer
    Fahrzeugspur Platz. Sicher steuerte Mayer den Unimog, der
    gehorsam seine Bahn zog.
    Da – hinter einer Wegkrümmung kam ein anderes Fahrzeug vorgeprescht.
    Im Nu war man aufeinander zugefahren.

    Die vier Amis im Jeep, die wohl unter Fasanen und Wildenten ein wenig
    nach dem rechten hatten sehen wollen, stoppten. Nicht aber
    der Unimog. Der fuhr im 4. Gang schnurstracks auf den Jeep
    zu. In letzter Sekunde erkannte dessen Fahrer die Gefahr und
    wich aus. Unser Freund sah nur noch, wie die vier Burschen mit
    ihren Flinten kopfüber ins Schilf purzelten, dann mußte er sich
    wieder seinem Unimog widmen und kam tatsächlich wohlbehalten
    und unbehelligt heim.
    Aber noch immer hatte unser beherzter Mann nicht alle Nöte
    überwunden. Wer nämlich nicht schalten kann, kann auch nicht
    halten. Gott sei Dank aber haben die Bauernhöfe im Württembergischen
    kein Hoftor, so daß er am Ziel seiner Fahrt ohne
    Aufenthalt auf den Hof gelangen konnte. Dort hoffte nun Mayer
    irgendwie auf Hilfe. Zunächst einmal kurvte er um „die
    Mischte“, die berühmte württembergische Dunglege, herum.
    Aber der Unimog lief. Er hätte wohl Stunden den Mist umkreist,
    ein früher Sputnik, wäre nicht sein braves Eheweib gewesen.
    Vom Fenster aus das Karussell bänglich verfolgend, kam ihr die
    rettende Idee: der Mist! Auch Mayer war es längst zu dumm geworden.
    Spornstreichs folgte er drum dem Zuruf und steuerte
    geradewegs in den Miststapel – bums! Da stand er.
    Heute fährt und hält er übrigens nicht mehr auf diese Weise.

     

  • Vor 60 Jahren: Vorführung Unimog-S in Saudi Arabien

    Erwin Moll kam als Vorführer 1951 von der Maschinenbaufabrik Gebr. Boehringer in Göppingen, wo die ersten 602 Serien-Unimog gebaut wurden, bei dessen Verlagerung in das Mercedes-Benz Werk in Gaggenau. Er war der „Star-Vorführer“, der immer dann eingesetzt wurde, wenn besondere Einsätze zu erledigen waren. So fuhr er unter anderem bei den spektakulären Filmaufnahmen von Martin Schließler für den Unimog-S-Werbefilm.

    Er war weltweit im Einsatz. So auch im August 1957 in Jeddah, als er dem Prinzen Mussad, Chef der Leibgarde des Königs vom Saudi-Arabien im Geländeden Unimog-S mit vorderer Seilwinde vorstellte.

     

    Abgeschlossen wurde die Vorführung in Jeddah vor Innenminister Feisal.

    Als Meister leitete Erwin Moll die Vorführmannschaft des Vertriebs. In seiner Regie, so Roland Feix heute, wurde der Unimog 416 so verändert, dass er auch für militärische Zwecke Verwendung fand. In Regie von Erwin Moll wurde auch das Unimog-Vorführgelände bei Ötigheim gestaltet. Hier konnte er seine jahrelangen Erfahrungen hervorragend einbringen.

  • Im Unimog-Ratgeber geblättert: Unimog-Sternfahrt nach Straubing 1961

    1961 war im UNIMOG-Ratgeber zu lesen:

    „Zweihundertsechsundsiebzig UNIMOG-Achsen auf fünfhundertzweiundfünfzig UNIMOG-Rädern von einhundertachtunddreißig UNIMOG sind am 17. August dieses Jahres über die Straßen von Straubing gerollt. Etwa dreizehneinhalbtausend Kilometer haben die UNIMOG-Fahrer an diesem Tag zurückgelegt, um dabeizusein, wenn sich die UNIMOG-Familie Niederbayerns ein Stelldichein gibt. Und dabei war das nur ein Teil der UNIMOG, die hätten kommen können, wenn eben alle an diesem Tage Zeit gehabt hätten.

    Zwei Stunden dauerte die Begrüßung und Abfertigung – 14 Kasten Bier – der Ankommenden in den Morgenstunden. Viele Luftballons, Fähnchen und Plakate mit der Aufschrift „UNIMOG bedeutet Fortschritt“, wie wir sie jetzt an allen neuen UNIMOG finden, wollten an den UNIMOG angebunden, angesteckt und angeklebt werden, bis alles zur Abfahrt bereit stand. Derweil wurde lebhaft gefachsimpelt, unter sich und mit den „Zuständigen“ von der UNIMOG-Generalvertretung Albrecht Graf von Deym und vom Werk Gaggenau.

    Im dritten Gang mit halbem Gas setzte sich dann die Kolonne in Bewegung, voran und hintennach Kundendienstwagen, mitten durch den starken Samstagverkehr der Hauptstadt der bayerischen Kornkammer. Mitten in der Stadt hatten sie den Stadtplatz vor dem Wahrzeichen Straubings, dem Stadtturm, freigehalten, so dass alle UNIMOG zusammen parken konnten.

    Eine kleine Feierstunde gab den Rahmen ab für die Verleihung der Goldenen Ehrennadeln an bewährte UNIMOG-Fahrer. Filme wurden gezeigt und es wurde über die neuesten UNIMOG-Entwicklungen gesprochen. Danach ging es dann zur

    Festwiese, denn in Straubing feierte man zu dieser Zeit gerade das Gäubodenvolksfest. Vor den Toren der Ausstellung fuhren die UNIMOG nebeneinander auf. Es war eine stattliche Heerschau. Was Wunder also, wenn an diesem Tag der UNIMOG in aller Munde war.“

    K. H.

  • 5. Weltenbummlertreffen im und am Unimog-Museum ein voller Erfolg

    200 begesiterte Zuhörer beim Vortrag von Gunther Holtorf

    Rekord-Weltreisender Gunther Holtorf übergibt einen Scheck von 2.000 Euro an den Museumsverein
    Es war das emotionale Highlight des diesjährigen Weltenbummlertreffens: Am Samstagabend, 29. Juli, berichtete Gunther Holtdorf 200 begeisterten Zuhörern von seiner 26 Jahre währenden Reise kreuz und quer durch die ganze Welt. Die er im Übrigen in einem kleinen blauen Mercedes-Benz-G-Klasse-Geländewagen namens „Otto“ absolviert hatte. Den fast baugleichen „Otto 2“ hatte Holtdorf zum Treffen mitgebracht. Der gerade 80 Jahre alt gewordene Holtdorf nahm sein Auditorium mit an exotische Schauplätze, auf abenteuerliche Wege, Straßen und Schiffspassagen und zu ungewöhnlichen Menschen. Über zwei Stunden erzählte er und alle hingen gebannt an seinen Lippen.

    Gunther Holtorf übergibt Stefan Schwaab den Spendenscheck

    Zuvor hatte der Vorsitzende des Museumsvereins Stefan Schwaab einen symbolischen Scheck von Gunther Holtdorf in Höhe von 2.000 Euro für das Bausteinkonto entgegennehmen können, denn Holtdorf verzichtete zugunsten der Erweiterungspläne des Museums auf eine Gage. Diese Geste und viele andere Sympathiebekundungen der über 200 Teilnehmer in etwa 100 Fahrzeugen zeigen, wie sehr die Weltenbummlerszene das alljährliche Treffen am und im Museum wertschätzt. Sie alle haben sich den Termin fürs nächste Mal schon vorgemerkt: den 27. – 29. Juli 2018.

    Fotos: Johannes Behringer

  • Michael Schnepf tritt als Unimog-Club-Vorsitzender zurück

    Markus Mack schreibt am 25. Juli 2017 im Badischen Tagblatt:

    Klage gegen Unimog-Club Gaggenau endet mit Vergleich

    Gaggenau/Baden-Baden (mm) -Michael Schnepf tritt zum 1. Oktober von seinem Amt als Vorsitzender des Unimog-Clubs Gaggenau zurück. Das ist das Ergebnis eines Vergleichs, der gestern vor dem Landgericht Baden-Baden geschlossen wurde. Dort hatte Unimog-Club-Mitglied Rango Dietrich Klage erhoben: gegen die Rechtmäßigkeit der Wahl des Vorsitzenden, gegen Beschlüsse zur Kapitalerhöhung der Unimog-Museum Betriebs- GmbH sowie gegen die Rechtmäßigkeit der Beschlüsse der Vorstands wegen der nicht besetzten Position des Schriftführers.

    Mit seiner Klage wolle er nicht dem Verein schaden, sondern Dinge zurechtrücken, hatte Dietrich vor der Zivilkammer des Landgerichts Baden-Baden sein Vorgehen begründet. Bei der Mitgliederversammlung im November 2016 hatte Amtsinhaber Michael Schnepf die Wiederwahl mit drei ?timmen Vorsprung vor seinem damaligen Herausforderer René Dusseldorp gewonnen.

    Vom Vorschlag eines Vergleichs, den Richterin Frietsch ins Gespräch gebracht und den Heinz-Uwe Korell, der Rechtsanwalt des Unimog-Clubs, konkretisiert hatte, zeigte sich die Klageseite überrascht. Es gehe um den Unimog-Club und nicht um Personen, betonte Korell. Nach kurzer Beratung der beiden Parteien kam es zu der Vereinbarung. Michael Schnepf wollte diese auf Nachfrage nicht kommentieren. Er bleibt bis zur Mitgliederversammlung am 25. November in der Reithalle Rastatt kommissarisch im Amt.

    Die Verhandlung hatte zuvor tief in die Regelungen des Vereinsrechts geführt. Was soll mit dem Verfahren erreicht werden, hatte Richterin Frietsch in der Einführung gefragt. Wenn eine Wahl nichtig sei, wäre das nicht durch Richterspruch zu klären. Dies sei Angelegenheit der Mitgliederversammlung.

    Beim zweiten Punkt der Klage, der Kapitalerhöhung für die Betreibergesellschaft des Unimog-Museums um 25000 Euro, gebe es einen Mitgliederentscheid, machte die Richterin deutlich. Auch die Situation wegen des nicht besetzen Schriftführererpostens sei in der Satzung geregelt. Der Klagevertreter verwies darauf, dass das Protokoll der Mitgliederversammlung in dieser Angelegenheit nicht stimmig sei. Ebenso werde darin eine Gegenstimme gegen die Kapitalerhöhung nicht erwähnt.

    Kläger Rango Dietrich berichtete, er habe die Mitgliederversammlung am 26. November 2016 besucht und sei über deren Vorbereitung und Ablauf „konsterniert“ gewesen. Deshalb habe er den Vorstand des Clubs am 8. Dezember über sein Vorhaben, Klage einzureichen, informiert. Er erhoffe sich, von einer „neutralen Instanz“ eine Bewertung der Richtigkeit seiner Einschätzung und wolle auf Mängel und Lücken in der Satzung des Clubs aufmerksam machen.

    Richterin Frietsch machte deutlich, dass Lücken einer Satzung keinen Mangel des Regelwerks bedeuten. Wenn es Lücken gebe, dann würden die gesetzlichen Regelungen des Bürgerlichen Rechts greifen. Eine Feststellungsklage könne nur bei konkreter Betroffenheit des Klagenden zugelassen werden, so ihre juristische Einschätzung. Frietsch appellierte an die Treuepflicht der Mitglieder. Diese Art von Themen gehörten in die Mitgliederversammlung. Laut Zivilprozessordnung bestehe der „Beibringungsgrundsatz“ im Verfahren, deshalb habe sie Bedenken hinsichtlich der Zulässigkeit der Klage. Die Kosten werden anteilig (4000 Euro Streitwert für den Unimog-Club, 29000 Euro für die Klageseite), beglichen. Die Klageanträge wegen der Kapitalerhöhung und der Rechtmäßigkeit der Beschlüsse wegen der Vakanz des Schriftführerpostens werden zurückgenommen.

     

  • 5. Weltenbummlertreffen vom 28. – 30. Juli 2017 im Unimog-Museum


    Traditionelles Treffen von Unimog- und anderen Allradler-Fahrzeugen und ihren Besitzern.

    Highlight am Samstagabend: Der Weltreisende Gunther Holtorf und seine Geschichten aus 26 Jahren Unterwegssein
    Eine Campingatmosphäre der besonderen Art, spannende Geschichten, außergewöhnliche Fahrzeuge und Menschen mit einem Hang zum Abenteuer – das ist das Weltenbummlertreffen im und am Unimog-Museum.
    Ein kleines Jubiläum feiert das Treffen in diesem Jahr – bereits zum fünften Mal treffen sich Weltreisende und ihre „Allradler“ am letzten Juliwochenende in Gaggenau. Das „Weltenbummlertreffen“ ist ein familiäres Treffen, bei dem in diesem Jahr um die 120 Fahrzeuge erwartet werden. Sie reisen aus ganz Deutschland und anderen Teilen Europas an und nehmen dabei hunderte Kilometer Anfahrtsweg auf sich um dabei zu sein. Bekannte Gesichter und Fahrzeuge sind dabei, aber wie in jedem Jahr gibt es für die Teilnehmer und das Publikum auch wieder viel Neues zu entdecken.


    Spannende Reise-Vorträge und Filme, Lagerfeueratmosphäre und natürlich außergewöhnliche Fahrzeuge – diese Mischung macht das Weltenbummlertreffen zu etwas ganz Besonderem. Außerdem dabei sind auch in diesem Jahr Aufbau- und Zubehörhersteller wie die Firmen Füss Mobile, Atlas 4×4, Merex/Mertec und andere. Sie präsentieren das neueste Equipment für Mensch und Fahrzeug. Dazu gibt es – passend zum Thema der diesjährigen Unimog-Sonderausstellung über den Antriebsstrang des Unimog – tiefe Einblicke in die Fahrzeugtechnik und Kurse zum Selberschrauben von den Technikexperten des Unimog-Museums.

    Copyright: Gunther Holtorf

    Das absolute Highlight in diesem Jahr ist ein Vortrag des Weltreisenden Gunther Holtorf, der mit seinem „Otto“, einem Mercedes-Benz-G-Klasse-Geländewagen 26 Jahre lang fast alle Länder der Erde bereiste. 1989 ging es los, 2014 endete die Weltrekordreise zunächst mit einer Fahrt durchs Brandenburger Tor. Doch Holtorf hat mittlerweile wieder das Reisefieber gepackt. Zum Weltenbummlertreffen wird er „Otto 2“ mitbringen, nachdem „Otto 1“ mittlerweile dem Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart vermacht ist.
    Natürlich darf auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen: Neben seinen Angeboten aus der Küche und vom Grill bietet das Unimog-Restaurant an allen drei Tagen passend zum Treffen Exotisches aus aller Welt aus dem Smoker.
    Die Fahrzeugschau auf dem Außengelände inklusive Museumseintritt, Führungen und Vorträgen (Ausnahme: der Vortrag von Gunther Holtorf) ist für 5,90 €/Person (ermäßigt 4,90 €, Familienticket 12,90 €) zu besichtigen.
    Zudem bietet das Museum ein Kombiticket für 9,80 € für drei Tage (Freitag/Samstag/Sonntag) an.
    Eintrittskarten für den Vortrag von Gunther Holtorf am Samstag, dem 29. Juli um 19 Uhr gibt es zum Preis von 17,90 Euro im Unimog-Museum. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt dem Unimog-Museum e.V. für seine Erweiterungspläne zugute.
    Bitte beachten Sie, dass an diesem Wochenende alle Stellplätze rund um das Museum für die Weltenbummler-Fahrzeuge reserviert sind. Daher werden die Tagesgäste gebeten, auf die Parkplätze der Firma Swarco auszuweichen.
    Alle Infos zur Veranstaltung wie das genaue Programm gibt es unter www.unimog-museum.de

    Und hier zur weiteren Einstimmung einige Fotos von 2015 und 2016 von Michael Wessel: