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  • Unimog-Pionier Roland Feix mit Bürgerpreis der Stadt Gaggenau ausgezeichnet

    Oberbürgermeister Christof Florus (links) überreicht Roland Feix den Bürgerpreis 2018 – Foto: Mandic

     

    Ulli Jahn schreibt am 12. Januar 2018 im Badischen Tagblatt:


    Mehr als ein „Mann der ersten Stunde“

    Roland Feix erhält von Oberbürgermeister Christof Florus den Bürgerpreis der Stadt Gaggenau

     „Die Auszeichnung wäre nicht notwendig gewesen“, sagte Roland Feix in seiner bescheidenen Art, fügte aber hinzu: „Ich freue mich trotzdem.“ Als einen „Mann der ersten Stunde“ bezeichnete ihn Oberbürgermeister Christof Florus. Über ein halbes Jahrhundert lang – von 1951 bis 2002 – war Gaggenau Produktionsstandort des Unimog. „Die Geschichte unserer Stadt ist und bleibt unauflöslich mit dem Unimog verbunden“, betonte Florus, als er gestern Abend im Rahmen des Neujahrsempfangs Feix den Bürgerpreis übergab. Der OB bezeichnete ihn „in Sachen Unimog mit Fug und Recht als lebende Legende“. Und Roland Feix versicherte, er werde, wie es die Gesundheit zulasse, sich weiter für seine Vereine einsetzen.

    „Der Unimog als Jungbrunnen: Unter dieses Motto könnte man das Leben des Bürgerpreisträgers 2018 sicherlich stellen“, sagte Florus. Feix trat 1949 in die Erfolgsgeschichte des Unimog ein, als er noch bei Boehringer in Göppingen zusammengebaut wurde. Nach der Übernahme durch Daimler-Benz und Umzug der Produktion 1951 nach Gaggenau sollten bis 2002 mehr als 320.000 Einheiten folgen.
    Feix war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1993 aktiv dabei, wobei ihn der Unimog in verantwortlicher Position weit in die große Welt hinaustrug, davon allein 15 Jahre lang nach Südamerika.
    Nach 44 Jahren im Dienste des Unimog ging Feix 1993 in Rente – „seine Berufsgeschichte und die des Unimog in Gaggenau überlappen sich bis auf wenige Jahre nahezu vollständig“, sagte Florus.
    Wer den Gaggenauer Bürgerpreis erhält, müsse sich hervorragende Verdienste um die Stadt und ihre Bevölkerung erworben haben. Das habe Feix allein schon in seiner aktiven Berufslaufbahn getan. Als es 1993 darum ging, den Unimog-Club aus der Taufe zu heben, und Jahre später dann, das Unimog-Museum zu etablieren, war Feix zur Stelle.
    Als Vorstandsmitglied des Unimog-Clubs betreute er die ausländischen Mitglieder, bevor er 2008 zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Das Unimog-Museum profitierte besonders in seiner Entstehungsphase von seinen Ideen – und bis auf den heutigen Tag von seinen fachkundigen Führungen.
    Besondere Verdienste hat sich Feix aber unter anderem auch um die Große Karnevalsgesellschaft (GroKaGe) und den Tennis-Club Blau-Weiß sowie die Kreisverkehrswacht erworben. Florus überreichte dem 90-Jährigen Urkunde, Medaille, Ehrennadel und ein Weinpräsent. Als Zeichen des Dankes für die Unterstützung ihres Mannes überreichte er Elisabeth Feix einen Blumenstrauß.

  • Unimog-Museum: Blockbuster Science-Fiction-Film “Transformers 5” – HOUND ist live dabei – es gibt noch Karten!

    Unimog goes Hollywood

    Es gibt noch Karten für „The Last Knight“!!!

    Den Sommer über rockte er die Kinos in Deutschland – über 1,2 Mio. Zuschauer hatte der fünfte Teil der „Transformers“-Filmreihe mit dem Titel „The Last Knight“ hierzulande. Einer der Protagonisten auf Seiten der Maschinen ist der bärbeißige aber gutmütige Autobot HOUND, dessen Verwandlungsform im fünften Teil ein Unimog auf Basis eines U 5023 ist.

    Am 19. Januar 2018 um 19.30 Uhr zeigt das Unimog-Museum gemeinsam mit dem ForumCinemas Rastatt „The Last Knight“ in der Halle des Museums. Und der Stargast des Abends ist der Original-Unimog Hound aus dem Hollywood-Blockbuster, den der Produktbereich Sonderfahrzeuge der Daimler AG Wörth dem Unimog-Museum für eine Weile ausgeliehen hat. Er wird am 19. Januar seinen ersten „Auftritt“ im Museum haben. Vor und nach dem Film haben die Besucher die Möglichkeit, HOUND „hautnah“ unter die Lupe zu nehmen.

    Karten für dieses einmalige Event gibt es zum Preis von 7,50 Euro (FSK 12, keine Ermäßigung) ab dem 5. Januar 2018 im Unimog-Museum und im ForumCinemas Rastatt. Es gilt schnell zu sein, denn die Zahl der Plätze (freie Platzwahl) ist begrenzt.

  • Unimog-Pionier Roland Feix wurde 90

    Der erste Unimog-Prospekt von 1948 war schicksalhaft für den Lebensweg von Roland Feix – Foto: Wessel

    Michael Wessel schreibt am 3. Januar 2018 im Badischen Tagblatt:

    Der Unimog prägt sein Leben

    Roland Feix feiert heute bei bester Gesundheit seinen 90. Geburtstag

    „Der Unimog hält jung“ gibt Roland Feix immer gerne zur Antwort, wenn er gefragt wird, wie er mit 90 Jahren so fit sein kann – geistig und körperlich. Sein privates Fitness-Programm besteht insbesondere im häufigen Laufen von der Gaggenauer Dornierstraße zu Besorgungen in die Stadt oder auch mal ins Unimog-Museum. Zudem spielt er im Sommer Tennis.

    Geistig und manchmal körperlich gefordert hat ihn 44 Jahre lang der Unimog. Auch heute noch ist er ihm sehr verbunden. Angefangen hat alles mit einem Unimog-Prospekt der Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer in Göppingen, den der Altersjubilar 1949 in Marktredwitz in die Finger bekam. Dorthin war er 1946 aus seiner Heimatstadt Eger geflohen und inzwischen als Maschinenschlosser tätig.

    Roland Feix war von dem Prospekt sehr beeindruckt. Daher fuhr er mit dem Fahrrad die 400 Kilometer nach Göppingen, wurde per Handschlag vom Leiter des Versuchs und Kundendienstes Christian Dietrich eingestellt und begann am 4. Juli 1949 als Monteur in der Montage – Fahrzeug Nummer 23 wurde gerade zusammengebaut.

    Nach einer kurzen Mitarbeit in der Montage wurde es die Hauptaufgabe von Roland Feix, den Unimog in Deutschland bekanntzumachen. Anfang 1951 folgte der Wechsel der Unimog-Mannschaft von Boehringer in Göppingen zu Daimler-Benz in Gaggenau.

    Ein strapaziöses Erlebnis war es, ebenfalls 1951 auf einer Tour durch Europa den Unimog in verschiedenen Ländern bekanntzumachen. In Spanien saß sogar General Franco auf dem Beifahrersitz.

    Zurück in Gaggenau kam 1952 das Angebot von Christian Dietrich, für zwei Monate zusammen mit seinem Kollegen Walter Ahr in Argentinien den Unimog in der Landwirtschaft vorzuführen. Dort wurden unzählige Vorführungen gemacht. Aber auch die dortige Eisenbahngesellschaft und Explorationsfirmen für Erdöl und Erdgas interessierten sich für den Unimog. So wurden aus den geplanten zwei Monaten schließlich zwei Jahre. Bereits 1954 kam Feix für weitere sechs Jahre nach Argentinien – mit Einsätzen auch in Uruguay, Paraguay und Chile. 1960 übersiedelte er für sieben Jahre nach Kolumbien, um von dort Lateinamerika zu betreuen.

    Zurück in Gaggenau wurde er 1967 als Referent für den Export nach Lateinamerika, Spanien und Portugal verantwortlich. Die Gründung des Unimog-Clubs Gaggenau im Mai 1993 war fast zeitgleich mit dem Ausscheiden von Roland Feix aus seinem aktiven Berufsleben im Juli.

    Viele Jahre war er im Vorstand des Clubs als Betreuer der ausländischen Mitglieder tätig. 2008 wurde er beim Ausscheiden aus dem Vorstand zum Ehrenmitglied ernannt. Insbesondere in der Konzeptionsphase des Unimog-Museums brachte er sich mit vielen Ideen, aber auch durch aktive Mitarbeit ein. Dazu gehören bis heute viele Führungen.

    Neben dem Unimog gehört seine Leidenschaft der Fastnacht. Das begann in den 1970er Jahren als Akkordeon-Spieler bei einem Umzug. Ab 1986 organisierte er die Teilnahme seiner Grokage an den Umzügen mit Unimog. Bald war er als Senator verantwortlich für die Ausgestaltung der Halle für die Sitzungen einschließlich Bühnenaufbau.

    Dank des Unimog-Einsatzes in Argentinien lernte Roland Feix in Buenos Aires am Nationalfeiertag 1952 seine aus Wien stammende Musikpädagogin Elisabeth kennen. Schon zwei Jahre später wurde geheiratet. Und so können am heutigen Geburtstag drei Kinder, sechs Enkel und zwei Urenkel mitfeiern.

    Bürgerpreis wird am 11. Januar verliehen

    Dass die Integration des Egerländers ins Badische hervorragend gelungen ist, wird auch daran deutlich, dass Roland Feix beim Neujahrsempfang der Stadt Gaggenau am 11. Januar der Bürgerpreis verliehen wird.

  • Familientag am 21. Januar im Unimog-Museum

    Familientag zur Winterausstellung im Unimog-Museum mit Bastelaktionen und Kasperletheater

    Mit dabei: der Unimog „Hound“ aus dem Hollywood-Blockbuster „Transformers 5 – The Last Knight“

    Zum traditionellen Familientag am dritten Januarsonntag lädt das Unimog-Museum am 21. Januar 2018 kleine und große Besucher ein. Rund um die diesjährige Winterausstellung „Von Mühlen, Talsperren und Kraftwerken“ über die Energieerzeugung im Murgtal erwartet sie ein attraktives Programm – und ein „prominenter Gast“.

    Es wird ordentlich „rauschen“ und „brizzeln“, denn passend zum Thema geht es um Elektrizität, aber auch andere Antriebe und Energiequellen. So können Kinder und Erwachsene kleine Elektroautos bauen. Sie können ein Laufwasser-Kraftwerk in Betrieb nehmen und sich die Menge der erzeugten Energie an einer Schalttafel anzeigen lassen. Oder sie werden selbst zur Kraftquelle, in dem sie mit Muskelkraft einen Generator zur Stromerzeugung antreiben.

    Für die kleineren Kinder gibt es am Nachmittag wieder Besuch von Kasper und Seppl. Dieses Mal wollen die beiden dem Räuber Hotzenplotz helfen, ein ehrlicher Mann zu werden. Aber das geht gründlich schief, auch weil die Hexe Tunichgut etwas dagegen hat und ihre ganze Zauberenergie aufbringt, um Hotzenplotz‘ Pläne zu durchkreuzen.

    Die Erwachsenen erfahren in Sonderführungen durch die Ausstellung, wie, wann und wo im Murgtal die ersten Glühbirnen brannten und Elektro-Motoren liefen, was es mit dem „Gaggenauer Gaskrieg“ auf sich hat und wie das Rudolf-Fettweis-Werk der EnBW AG oberhalb von Forbach entstand. Sie bekommen aber auch eine bunte Schau von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben präsentiert – darunter zwei Unimog mit Hybrid-Antrieb.

    Außerdem an diesem Tag hautnah zu bewundern: der Unimog „Hound“ aus dem Film „Transformers 5 – The Last Knight“, der zwei Tage vorher anlässlich der Vorführung des Films seinen Einzug in die Museumshalle hält.

    Der Familientag ist Teil eines attraktiven Winterprogramms im Unimog-Museum. Dazu gehören neben den sonntäglichen Sonderführungen jeweils um 11 Uhr und auf Nachfrage auch um 14 Uhr, Besichtigungen des Rudolf-Fettweis-Werks und der Schwarzenbachtalsperre sowie der Wasserkraftanlage Hörden und der Netzleitstelle der Stadtwerke Gaggenau.

    Die Termine und weitere Infos zu allen Veranstaltungen findet man auf der Museums-Homepage unter: www.unimog-museum.de. Teilnahme an den Besichtigungen nur nach telefonischer Anmeldung unter 07225 / 98131-0.

     

  • Unimog-Museum: Sonderausstellung 2018 zum Thema Landwirtschaft

    Meist stehen besondere Einsatzgebiete im Mittelpunkt der jährlich wechselnden Sonderausstellungen im Unimog-Museum. Eines sei schon mal verraten: Im Sommer 2018 wird es wegen des besonderen Besucherinteresses wohl noch einmal das Thema Landwirtschaft sein.

    Hier zur Einstimmung einige Bilder mit einem 411:

    … beim Betreiben einer Dreschmaschine mit dem Riemenabtrieb

     

    … mit HOLDER-Feldspritze von der Seite

     

    … und von hinten

     

    … bei der Bodenbearbeitung mit Spurweiser und Gitterrädern

     

    … mit Busatis-Mähwerk und Speiser-Feldhäcksler beim Futterholen

     

    … beim Pflügen

    Fotos/Copyright:  Daimler AG

  • Unimog-Club Ostalb stellt sein Jahresprogramm 2018 vor

    Der Unimog-Club Ostalb e. V. (UCO) war schon sehr fleißig und konnte seinen Mitgliedern mit den Weihnachtsgrüßen und guten Wünschen für 2018 auch gleich sein Jahresprogramm 2018 übermitteln. Hier ein Auszug mit den wichtigsten Terminen:

    Freitag, 12. Januar: Stammtisch
    Freitag, 9. Februar: Jahreshauptversammlung
    Die Einladung zur Jahreshauptversammlung wird allen Clubmitgliedern und
    Clubanwärtern fristgerecht zugeschickt.
    Der Februar-Stammtisch entfällt wegen der Jahreshauptversammlung.
    Freitag, 9. März: Vortragsabend im Gasthaus Sonne in 74417 Gschwend-Frickenhofen mit Gisbert Hindennach.
    Er ist bekannt durch seine Bücher über Unimog und das Fahren im Gelände sowie durch die Fahrerschulungen, die er für den UCO bereits abgehalten hat.
    Der März-Stammtisch entfällt auf Grund des Vortragsabends.
    Freitag, 13. April: Stammtisch
    Freitag, 11. Mai: Stammtisch
    Freitag, 8. Juni: Stammtisch
    Sonntag, 10. Juni: Unimog-Treffen in 73497 Tannhausen
    Das Unimog-Treffen des UCO findet zusammen mit dem markenoffenen Old- und Youngtimertreffen des Opel-Club Tannhausen e.V. statt. Der UCO wird mit dem Clubshop vor Ort sein und das Treffen hoffentlich auch mit einer ansehnlichen Anzahl von Unimog bereichern.
    Freitag, 13. Juli: Stammtisch
    Samstag und Sonntag, 4.und 5. August: Oldtimertreffen in 74417 Gschwend-Honkling.
    Bereits zum vierten Jahr organisiert der UCO das Oldtimertreffen in Honkling beim Sommerfest der Dorfgemeinschaft.
    Freitag, 10. August: Stammtisch

    Samstag und Sonntag, 1. und 2. September: Herbsttreffen in 73569 Eschach-Seifertshofen
    Seit vielen Jahren bereits ist der UCO mit seinem Herbsttreffen in Eschach-Seifertshofen bei Familie Hans Kiemele zu Gast. Hier jährt sich das Lanz-Bulldog- und Dampffestival beim Schwäbischen Bauern- und Technikmuseum und dies lockt tausende von Besuchern mit einem grandiosen Rahmenprogramm aus allen Teilen des Landes an. Dem UCO steht ein separater Platz hinter den Hallen zur Verfügung.
    Freitag, 14. September: Stammtisch
    Freitag, 12. Oktober: Schraubertreffen
    Im Rahmen dieses Schraubertreffens werden wieder Themenwünsche der Mitglieder berücksichtigt.
    Der Oktober-Stammtisch entfällt wegen des Schraubertreffen.
    Freitag, 9. November: Stammtisch
    Freitag, 14. Dezember: Weihnachtsfeier

     

  • Geschenkidee: Bausteine für MEHR UNIMOG

    Vor den Feiertagen ist es oft schwer, passende Geschenke für die Lieben zu finden. „Er hat doch alles!“ hört man dann oft. Wie wäre es bei einem Unimog-Fan mit einem ideellen Geschenk? Da bieten sich Bausteine für die Erweiterung des Unimog-Museums an.

    Das Unimog-Museum ist eine Erfolgsgeschichte in Gaggenau. Über eine halbe Million Gäste haben das Museum seit 2006 besichtigt. Aber es gibt noch viel mehr zu sehen und bestaunen. Deshalb ist ein Anbau geplant. Wie beim Museumsbau braucht der gemeinnützige Verein Unimog-Museum viel Unterstützung.

    Das Museum entstand 2006 ohne öffentliche Zuschüsse. Durch Mitgliedsbeiträge, Eintrittspreise, Spenden, Sponsoring und vor allem die ehrenamtliche Arbeit hunderter Freiwilliger. Werden Sie Teil dieser Erfolgsgeschichte, unterstützen Sie das Museum beim neuen Anbau durch den Kauf von Bausteinen. Es sollen noch mehr Geschichte(n) rund um den Unimog präsentiert und mehr Fahrzeuge gezeigt werden. Und so geht es: Direkt auf der Webseite des Unimog-Museums spenden. Ab 25 Euro sind Sie dabei – nach oben gibt es keine Grenze. Die Spender werden veröffentlicht – sofern Sie uns Ihr Einverständnis geben.

    Ein großes Dankeschön an alle kleinen und großen Unterstützer – so werden Sie zum Miterbauer des neuen Unimog-Museums. Mit Spendenbescheinigung bei Beiträgen über 200 Euro, darunter zählt als Vorlage für das Finanzamt der Beleg des Kontoauszuges mit dem Vermerk „Spende“.

    Und hier geht es zum Spenden:

    www.unimog-museum.com/museum/foerdern-sie-ein-unimog-projekt/neuer-anbau/

  • Unimog-Museum: Sonderausstellung zur Energieerzeugung im Murgtal

    Herzstück der neuen Ausstellung im Unimog-Museum ist das Modell eines Laufwasserkraftwerks

     

    Elke Rohwer am 28. November im Badischen Tagblatt:

    „Von Mühlen, Talsperren und Kraftwerken – Energieerzeugung im Murgtal“ – so lautet der Titel der siebten Winterausstellung, die am Sonntag im Unimog-Museum eröffnet wurde.

    Man sollte sich etwas Zeit nehmen, um sich auf das Thema einzulassen. Umfassende Erläuterungen liefern die Infotafeln, die die Ausstellung wie einen Rahmen umgeben. Diese bieten zunächst einen Überblick über die Meilensteine der Stromgeschichte. Es werden auch Fachbegriffe wie Stromstärke, Spannung und Widerstand verständlich erläutert. Wie elektrischer Strom entsteht, wird am Beispiel eines Dynamos veranschaulicht. An einem Fahrradmodell erfährt man, wie viel körperliche Kraft aufgewendet werden muss, um zehn Volt zu erreichen.

    Vor diesem Hintergrund taucht der Besucher dann ein in die Geschichte der frühen Energieerzeugung im Murgtal. Schnell wird klar, welche große Rolle um 1800 die Sägemühlen an der Murg spielten. Durch die historischen Aufzeichnungen des Forstmanns und Geografen Karl Friedrich Viktor Jägerschmid kann man nachempfinden, welche Bedeutung die 14 Mühlen des gesamten Murgtals als wichtige Energielieferanten einnahmen.

    Detailliert geht die Ausstellung auf Wieland und Weber, später Gruber+Weber, heute Mayr-Melnhof, die erste Firma im Murgtal, ein, die 1873 eine Turbine in ihrer Sägemühle in Obertsrot installierte. Ebenso findet der Besucher Informationen über Johannes Trück, Pionier der privaten Stromerzeugung im oberen Murgtal. Auch die Bedeutung von Theodor Bergmann wird gewürdigt, der 1911 die ersten Stromleitungen in Ottenau verlegen ließ und so das Dorf mit Strom versorgte. In diesem Zusammenhang wird auch die Entwicklung der heutigen Gaggenauer Stadtwerke erläutert.

    Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist die Entstehung des Murgkraftwerks in Forbach, das heutige Rudolf-Fettweis-Werk. Auf die Planung und den Bau der vier Bestandteile des Kraftwerkkomplexes, zu dem die vier, über Stollen und Rohrleitungen verbundenen Werke Schwarzenbachwerk/Schwarzenbachtalsperre, Niederdruckwerk, Raumünzachwerk und Murgwerk gehören, wird ebenfalls detailliert eingegangen.

    Herzstück der Ausstellung ist das Modell eines Laufwasserkraftwerks, bei dem der Besucher Wasser stauen kann. Werden die Schieber geöffnet, strömt das Wasser vorbei an drei verschiedenen Wasserrädern. Der Strom, der dabei durch die Generatoren erzeugt wird, kann am Display abgelesen werden.

    „Mich fasziniert, dass das Murgtal bei der Energieerzeugung eine Vorreiterrolle hat. So reifte die Idee, diese Geschichte, die Natur und Industrie miteinander verbindet und das Leben der Menschen im Murgtal prägte, in der Winterausstellung zu thematisieren“, sagte Hildegard Knoop, Geschäftsführerin des Unimog-Museums. Für die kommenden zwei Jahre sind Ausstellungen über Steine und den Tourismus im Murgtal geplant.