Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

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Moderator: -Martin.Glaeser-

Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 29.09.2014, 22:38

Hallo Kollegen,
ich möchte euch an der Wiederbelebung von meinen Puzzle 3D teilhaben lassen.
Vor einigen Jahren habe ich in einer Oldtimerzeitschrift einen Beitrag über den Uniknick gelesen. Seit dem ließ mich dieses Fahrzug nicht mehr in Ruhe. Wenn ich schon keinen auftreiben kann versuche ich wenigstens alle Veröffentlichungen über dies Fahrzeug zusammen zu tragen. Im Artikel von Jürgen Hummel [„Vom ramponierten Vehikel zum Oldi-Star“ Ein Uniknick wird Restauriert in 3 Teilen] veröffentlicht im Schlepperfreund, der Clubzeitschrift der Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg war der Hinweis, dass dort ggf. noch ein Uniknick n Teilen zu bekommen sie. Jahre nach der Veröffentlichung machte ich über den Autor die Adresse aus. Am Telefon wurde das unglaubliche war. Ein Uniknick in Teilen solle noch da sein. Gleich am nächsten Wochenende sind wir zu dem netten Kollegen gefahren und bekamen die Uniknick-Baustelle gezeigt. Wir mussten gleich 5 Stellen anlaufen um alle Teile besichtigen zu können.
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 29.09.2014, 22:40

2012_02_25_Uniknick_046.jpg

2012_02_25_Uniknick_040.jpg


Aber ich war mir sicher!
Getreu meinem Motto: "nur was nicht ist ist möglich"
Ich versuche dieses Puzzle 3 D wieder zusammenzubauen.

Als Hilfestellung habe ich die komplette Fotodokumentation von der Restauration von seinem Uniknick auf CD bekommen. Mit dieser konnte ich wenigstens erahnen was auf mich zukommt und welche Puzzlesteine mir noch fehlen.
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 29.09.2014, 22:44

Zu Hause angekommen -meinte meine Frau zu wissen was auf sie zukommt...-

2012_02_25_Uniknick_071.jpg


Doch was sie zu sehen bekam übertraf dann doch ihre Vorstellungen und meinte zu meinem Vater... „er ist nicht mehr zu retten“ mit „er“ hatte sie wohl mich gemeint. Aber auch meine Frau steht hinter und meinte dann zum Glück noch „es wird schwierig aber es ist zu schaffen“. Meine Frau halt.


Erste Bestandsaufnahme: Der Motor und das Getriebe fehlte. Die Hütte hatten wir gleich dort gelassen. Diese sah aus als hätte sich der Unimog mal mit wem angelegt und war aus unserer Sicht auch mit enormen Aufwand nicht mehr instand zu setzen. Der Rahmen war an den unmöglichsten Stellen gebrochen. Aber ich hatte einen Uniknick.
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 29.09.2014, 22:47

Auf der CD konnte ich dann die gesamten Fotos von der Instandsetzung des UK52 XX18 sehen und auch einige Bilder von meinem Puzzle 3 D.

Nachdem ich dann in der Unimog-Community über die Veröffentlichung
„Kann man den noch retten“

kann-mann-den-noch-retten-t21863.html?hilit=noch%20zu%20retten

gestoßen bin, wurde mir anhand der Bilder klar, das ist mein Puzzle 3 D.

Zwischen der in der Community veröffentlichten Rettung und meinem Kauf liegen 6 Jahre. Leider habe ich keinerlei Infos, was in dieser Zeit geschehen ist und warum mein Puzzle 3D dann in dem Zustand bei meinem Verkäufer gelandet ist.
Ich bin für jede Info dankbar!
Zuletzt geändert von krahola am 23.04.2015, 23:19, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 29.09.2014, 23:02

Unerschüttert von der ernüchternden Bestandsaufnahme bzgl. der offensichtlich fehlenden Puzzlesteine hatte ich den Rahmen in die Werkstatt geholt um diesen zu zerlegen und instand zu setzen. Ein zertifizierter Schweißtechniker hat mit einer Reichtlatte und einem Griesheim – Brenner den Rahmen „heiss“ gerichtet und geschweisst.
Schade dass ich davon keine Fotos gemacht oder besser noch ein Video gedreht habe.
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 29.09.2014, 23:37

Im Hintergrund lief die Suche nach den fehlenden Teilen. Beim Suchen konnte ich einige tolle Kontakte knüpfen und wurde Puzzlesteinchen für Puzzlesteinchen über die Landesgrenzen hinweg fündig.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die mit geholfen haben mein Projekt voran zu treiben.
Einige Teile wurden aus der Schweiz, Belgien und den Niederlanden abgeholt. Was beim Import von Waren aus dem Ausland zu beachten ist hatte ich in Erfahrung gebracht -Dachte ich- (...wenn der Erworbene Gegenstand einen Wert im geringen Masse nicht übersteigt als Faustformel ca 500€ pro Person müsse man nichts verzollen)!

Die Ladung ordnungsgemäß auf dem PKW Anhänger verzurrt, den Kaufvertrag in der Tasche fuhr ich am 13.10.2012 gegen 13:00 über den Grenzübergang nach Deutschland. Einige Sekunden später bemerke ich einen VW Bus mit Blaulicht auf die Autobahn aufjagen und dachte noch das die es doch eilig hätten. Um dann leider zu erfahren, dass die es auf mich abgesehen hatten. Bitte Folgen konnte ich auf Ihrer Anzeige lesen. Ein netter und zwei ungehobelte Grenzpolizisten haben mich zurück zur Zollstelle glotzt um mich dort zu kontrollieren. Nach langem hin und her, dem betrachten der Hobbyfotos auf meinem Handy, konnte ich den Polizisten klar machen, dass ich kein professioneller Teilehändler war! Der nette Zollkollege meinte nur „ein bischen spinnert ist das schon“ darauf hin meine Antwort „die einen sagen so.. die anderen so“. Danach wurde ich belehrt, dass meine Information bedingt richtig sei! Zum Verzollen vorstellen muss man immer! Jedoch muss man bei geringen Weren nichts zahlen. Zum Glück war ein netter Amtskollege dabei der neune mal gerade sein hat lassen. Bei den beiden anderen wäre ich um eine Strafe mit Anzeige nicht herum gekommen.
Nach einem gemeinsamen Kaffee und einer Stunde Verzögerung konnte ich meine Heimfahrt fortsetzen.
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 01.10.2014, 20:42

2012_20.jpg


Nachdem der Rahmen wieder in einem technisch einwandfreien Zustand versetzt wurde, konnte die optische Aufbereitung beginnen. Ich entschloss mich dem alten Lack und Rost mit Flex und und Topfbürste zu Leibe zu rücken. Nach drei Stunden war der Rahmen blank. Bevor der Rahmen Grundiert werden konnte mussten noch einige Kanten mit er Schruppscheibe abgerundet werden.

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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon mogsammler87 » 06.10.2014, 18:37

Hallo,

nichts ist Unmoglich :technik
Dass Ihr das schafft ihn wiederzubeleben steht außer Frage. Habe aus einem meiner Grundsätze heraus vor einem Jahr auch einen kleinen Schatz vor dem schlachten gerettet, zwar kein Mog aber meine 2. Leidenschaft - alte Volvos.
Er stand wohl schonmal auf einem Schrottplatz und wurde dort etwas demontiert aber das sind alles Kleinigkeiten die man mit etwas Zeit und noch mehr Geduld wieder richten kann.
Freue mich schon auf deine Fortsetzung :respekt

gruß
Robert
Eine Lösung hatte ich, nur leider passte sie nicht zum Problem...
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 07.10.2014, 21:31

Ein hochglänzendes Fahrgestell an einer Arbeitsmaschine hat uns nicht gefallen. Aus diesem Grund Haben wir RAL 9005 tiefschwarz seidenmatt gewählt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 07.10.2014, 21:49

Es war vollbracht. Der Rahmen bei jeder Totalrestauration die Basis für den Wiederaufbau war vorbereitet. Bei Restaurationen welche üblich mit dem zerlegen der Maschinen beginnen eine Kehrtwende im Projekt. Aber auch in unserem Team war eine leichte Vorfreude zu erkennen. Es geht an das Zusammenbauen. Unser Puzzle 3 D konnte wieder zusammengebaut werden. Die Gewissheit, dass jedes Puzzle Teil zuvor aufbereitet werden musste konnte die Stimmung nicht mindern. Als nächsten Schritt holten wir den Antriebsstrang, beginnend mit den beiden Achsen, zur Aufbereitung aus dem Lager. Das Untersetzer - Getriebe wurde zerlegt, neu gelagert und abgedichtet. Gleiches galt auch den beiden Achsen.
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon MatzeR » 13.10.2014, 08:13

Hallo Thorsten,

Respekt vor deinem Projekt und ein Danke meinerseits, dass du das ganze online stellst. Ein Knick ist sehr faszinierend und würde auch in meine -nichtvorhandene- Garage passen. :roll:

Ich freue mich schon auf viele weitere interessente Beiträge und hoffe, dass er doch noch zu retten ist. Denn bei dir ist vermutlich schon Hopfen und Malz verloren.

Viele Grüße aus Shanghai,
Matthias
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 21.11.2014, 22:25

Diese hatten jedoch einiges zu bieten. Der Lagersitz der Steckachse ein gelaufen, und ein Achsrohr verzogen.
Steckachse.jpg


Die Ersatzachse hatte leider nicht die gleiche Übersetzung, so dass erst mal nachgefragt werden musste, welche Räderpaare mit getauscht werden mussten um die nötige Übersetzung einzustellen. Dabei wurden gleich alle Lager und Wellendichtringe mit gewechselt. Dabei stellte sich heraus, dass die in den Vorgelegen verbauten Wellendichtringe nicht mehr lieferbar sind. Also musste der Schleifring auf das Maß der lieferbaren Wellendichtringe abgedreht werden.
Zuletzt geändert von krahola am 23.11.2014, 16:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 23.11.2014, 16:27

Um die U 406 Hinterachse für den Uniknick anzupassen mussten die angeschweißten Halter für Stoßdämpfer und Stabi abgetrennt werden.
Aus 406 Mach uniknick.jpg
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 23.11.2014, 16:30

Nach einigen Wochen konnte dann endlich instandgesetzte Vorderachse samt dem Untersetzergetriebe grundiert und lackiert werden.
Vorderachse.jpg
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Re: Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Beitragvon krahola » 23.11.2014, 17:26

Eine weitere Baustelle musste gemeistert werden. Es gab zwei gleiche Untersetzergetriebe für die Vorderachse. Bei einem fehlte der Getriebedeckel und anstelle eines Schubrohres ist an dem hinteren Getriebe ein Flansch verbaut. Das Flansch und der Getriebedeckel wurden nach einem Muster nachgefertigt.
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