Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#489585
Hallo Thomas,
arbeite an meinem 421 auch gerade am Getriebetausch.
Beim lesen Deines Beitrags denke ich manchmal ich schaue in den Spiegel :-).

Helmut meint, es mache Sinn die GG Schubkugelschalen gegen Kunststoffschalen zu tauschen.
Einen entsprechenden Hinweis findest Du hier:
http://www.unimog-community.de/phpBB3/s ... 89891.html

Stärke der nötigen Distanz habe ich nach dem "System Kinzigsegler" ermittelt.
Hier geklaut:
http://www.unimog-community.de/phpBB3/g ... Schubkugel

Distanzscheiben habe ich gerade bei MB abgeholt. 4 mal 0,15mm, 1x 1mm.
Teilenummern kann ich Dir zukommen lassen.
Sind mE günstig mit 3,..€ bzw. 4,..€ a Distanzscheibe und über Nacht hier am Ort beim Händler.
Was allerdings mit fast 20€ teuer war ist das Band zum abbinden der Schubkugelgummis.
Gibt es für uns nur 5meter-weise. Ich werde diese nicht ganz brauchen. Wenn Du möchtest schicke ich Dir den Rest (-->PN).
Allerdings wenn ich in dem Tempo weiterarbeite kann es August werden :-).


Gutes Gelingen!
Henning
#489588
Das Spannband ist von Norma und es gibt es in Dosen mit 25 Verschlüssen und Band oder einzeln, in variablen Längen von der Rolle und lose Verschlüsse. Z.B in Iserlohn bei Eisenwarenhandel. Ich habe in der Bucht zwei Dosen für 30 Euro gekauft, alte BW Bestände.

Gruß,
Markus

P.S.: ich finde diese alten Klemmen echt gut. Dank Eytelwein klemmen die gut und sind dicht. Lassen sich leichter montiren als gedacht. Zum drehen habe ich eine alte 90° Sprengringzange genommen, wo die kleinen Zapfen abgebrochen waren. So wurde aus einer nutzlosen Zange ein wiederverwendbares Werkzeug.

Gruß,
Markus
Dateianhänge:
Montage Fahrgestell 005 (Small).JPG
Montage Fahrgestell 005 (Small).JPG (93.35 KiB) 1108 mal betrachtet
#489631
Hallo miteinander,

so lebt das Forum: hier ein Ratschlag, da ein Tipp ... einfach super!

@ Henning:
Für die Schubkugeln werde ich wohl die Kunststoffschalen nehmen, Helmut's Experten-Ratschlag ist plausibel und genauso sieht es bei mir auch aus: die Kratzer sind nämlich in den Schalen, während die Schubkugeln selber auf einem ca. 10 mm breiten "Ring" ringsum etwas eingelaufen, aber ansonsten glatt und in Ordnung sind.

Zu meiner eigenen Überraschung besitze ich sogar das passende Werkzeug zum Ausdistanzieren. Ich hatte mir mal für kleines Geld den Nachbau des MB-Spezialwerkzeugs für meinen 406er als Drehteil von einem Forumskollegen gekauft, aber nie benutzt (da inzwischen vom Profi ausdistanziert). Heute stellte ich zu meiner Überraschung fest, dass die Hälften des Schubkugelflansches 406er- bzw. 416er-Teilenummern tragen, und siehe da: sie sind offenbar baugleich mit der größeren Baureihe und mein Werkzeug passt somit auch am 411er :D

Für die Teilenummern der Distanzringe wäre ich Dir dankbar, schick mir bitte eine PN (oder stelle sie hier ins Forum ein).

@ Henning + Markus
Beim Demontieren habe ich mich schon gefragt, wo ich diese schönen, vermeintlich altmodischen Befestigungsschellen für die Gummimanschetten herbekomme. Schlauchschellen erschienen mir zu stillos für einen alten Unimog :wink:

Der Tipp zur Firma Norma brachte die Lösung, auch sonst findet sich einiges in deren Angebot, was der Unimog-Schrauber gut gebrauchen kann: > Link zum Norma-Katalog <. Das gesuchte "Normafix-Normetta" (R) Endlos-Spannbandsystem findet sich auf Seite 38.

@ Alle
Sonst gibt's nichts wesentlich Neues zu berichten. Gestern habe ich unter dem Motto "Groß hilft klein" mit meinem 406er das Getriebe zum Instandsetzer gebracht. Eine erste in meinem Beisein nach dem Öffnen vorgenommene Befundung erfreute mich sehr: keine Zahnräder mit Karies, und die Überholung wird sich im Wesentlichen auf den Austausch von Lagern und Dichtringen beschränken. Der Mensch darf auch mal Glück haben :D :D

Heute habe ich am laufenden Band ausgebaute Teile gereinigt und entfettet, auch damit kann man einen Tag füllen. Mein Tipp: Divinol-Gerätereiniger, unverdünnt aufsprühen, und nach ca. 15 min Einwirkzeit lässt sich der alte Schmonz mit hartem Pinsel leicht entfernen (ggf. 2 - 3 mal sprühen und pinseln). Anschließend alles mit reichlich klarem Wasser Abspülen und anschließend schnell trocknen (damit sich kein Rostansatz bildet).

Nach dem gleichen System werde ich als nächstes den im vorderen Teil des Unimogs freiliegenden Rahmen und die Achse säubern, der hintere teil kommt nach Abnehmen der Pritsche (auf der ja noch immer das Fahrerhaus lagert) dran.

Und Pritsche + Fahrerhaus - so habe ich nun definitiv beschlossen - gehen auch "außer Haus" zum Blechfachmann :wink:
#489633
Hallo Thomas,

ein Teilewaschtisch hilt beim Reinigen.

Kauf die Schellen einzeln, das Set ist zu teuer (wenn nicht aus der Bucht aus BW Beständen)

Markus

Warum hast du das Getriebe nicht selber gemacht? Die WHB beschreibung ist gut und es dauert kürzer als die Überholung der Vorderachse. :sorry
#489637
Moin,
Ich habe bei meinen Manschetten die ganz klassischen Schlauchbinder benutzt, man muss die nur richtig wickeln bzw wissen wie es geht. Allerdings sind die im Internet meist relativ teuer. Ich hatte da noch Altbestände in unserer Werkstatt. Verwendet man ja sonst garnicht mehr. Mit etwas Glück gibt es da manchmal günstiges Band bei Ebay, da musste ich nachkaufen, mit den Schlössern kann ich mit totwerfen, allerdings stammen die aus DDR-Produktion.
http://www.ebay.de/itm/1-Set-2m-Schelle ... 1652037710
Unser 800er Trac Bj.80 hat die auch noch original verbaut, bei Arbeiten an der Schubkugel wurden die Dinger von den Werkstätten meistens gegen neues Schellenband á la Norma ausgetauscht.
Für die Teilenummern der Distanzringe wäre ich Dir dankbar, schick mir bitte eine PN (oder stelle sie hier ins Forum ein).
Die Distanzringe bekommt man z.B. bei Mogparts, da stehen in der Preisliste auch die jeweiligen Ersatzteilnummern :wink:
Die Blechscheiben die hinter dem Schubkugelgehäuse sitzen, wie sie bei den neueren kleinen Unimogs verbaut wurden, 421 etc. kann man auch beim 411er verwenden. Das passt.

Zum Teilewaschen habe ich einfach eine große alte Aluschüssel und einen Pinsel, als Reiniger falsch getanktes Benzin/Dieselgemisch (kostet nix :mrgreen: ) Damit geht das eigentlich ganz gut- ist aber eine relative Sauerei.

Gruß
Alex
#489772
Liebe Schrauberfreunde,

heute gibt es mal wieder eine Aktualisierung meines Reparaturberichts. Nicht, dass ich in den letzten Tagen nichts am Unimog getan hätte, ganz im Gegenteil. Aber mit Bildern und Erzählungen vom Reinigen und Entfetten der Einzelteile wollte ich Euch nicht langweilen. Zusätzlich habe ich begonnen, alle ausgebauten Teile mit Bezeichnung und (wenn bekannt) Teilenummer zu erfassen, dazu sollen noch Informationen zum Zustand, Stand der Aufarbeitung und - ganz wichtig - Lagerort kommen. So hoffe ich jederzeit den Überblick zu behalten.
mhame hat geschrieben:Warum hast du das Getriebe nicht selber gemacht? Die WHB beschreibung ist gut und es dauert kürzer als die Überholung der Vorderachse.
Zur Antwort dazu, Markus, muss ich etwas weiter ausholen. Ich bin immer in erster Linie ein Unimog-"Anwender", aber weniger ein Schrauber gewesen. Klar, die üblichen Wartungsarbeiten und auch kleinere Reparaturen habe ich mit Freude und Interesse immer selbst erledigt. Das ging hin bis zum Wechsel des Zylinderkopfs an genau diesem 411er vor sechs Jahren (hat bis heute/ca. 9.000 km gehalten), das war es dann aber auch.

Das, was sich jetzt bei mir abspielt, ist eher eine "Großaktion wider Willen", zu der ich durch den Defekt (siehe Eingangsposting) buchstäblich wie die Jungfrau zum Kinde gekommen bin. Klar wollte ich den Unimog immer aufarbeiten, aber ich schob das inzwischen jahrelang vor mich hin. Jetzt ist es soweit, geplant war das nicht! Die Reparatur entwickelt sich so langsam zum Großprojekt (kann man schon von Restauration sprechen?), aber alles soll auch irgendwann fertig werden. Mein selbst gesetztes Zeitfenster endet mit dem UVC-Treffen 2017, denn da soll der Unimog hin.

Deswegen und weil das meine Möglichkeiten (Werkzeug, Kenntnisse, Erfahrung, Zeit und auch Platz (!)) endgültig übersteigt, habe ich das Getriebe "outgesourct", genau wie ich das beim Häuschen und der Pritsche tun werde. Ich würde auch niemals einen Motor auseinander nehmen. Nee-nee, das überlasse ich einem Profi, das geht schneller und auf das Ergebnis kann ich mich auch verlassen. Es kostet zwar ein paar Euros, ist aber letztlich werterhaltend gut im Fahrzeug angelegt.

So, genug philosophiert, jetzt zum Arbeitsfortschritt. Heute habe ich das Fahrerhaus entkernt, sprich seiner Ausstattung beraubt.

Bild 1 - Da liegt im Wesentlichen der ganze Inhalt an Instrumenten, Elektrik, Hydraulik und Luftansaugung (Sitze etc. sind ja schon vor geraumer Zeit abgebaut worden):
Bild

Beim Herausnehmen des Kabelbaums war mir ganz und gar nicht wohl ums Herz. Da ich ein absoluter Elektrikmuffel bin, fragte ich mich ernsthaft, ob ich das alles jemals wieder zusammen und zum Funktionieren bringen werde? Es drin zu lassen, hätte aber dem Blechner keine Begeisterung entlockt und wäre auch wenig sinnvoll gewesen. Das Fahrerhaus soll komplett gemacht werden, und da muss der Kabelsalat eben raus. Warum: weil ich nirgendwo mehr einen Fleck dieser grässlichen Bauernblind-Übertünchung mit diesem unpassenden Grün sehen möchte. Nein, ich freue mich schon jetzt darauf, meinen U 411 irgendwann endlich im korrekten und originalen DB 6286 zu sehen. Und dazu muss ich dann eben auch irgendwann durch dieses Elektrik-Thema durch, basta! Vsl. gibt es angesichts des Zustands des o. a. Kabelsalats sowieso einen neuen Kabelbaum...

Bild 2 - Blick ins leere Fahrerhaus. Rund um den Luftfilterausschnitt sieht man übrigens noch das originale Grün. Hinten, unterhalb des Einstiegs, ist der Grund für meinen Entschluss zur Aufarbeitung auch des Häuschens zu sehen: Spachtel, Spachtel, Spachtel, der inzwischen auch großflächig abzuplatzen beginnt:Bild

Bild 3 - Dazu hier nochmal ein Detailbild (die rechte Fahrerhausseite sieht ähnlich aus), unschön auch die - warum auch immer - abgeschnittenen Kotflügel mit den komischen Gummilappen:Bild

Vorne und "oben herum" ist jedoch wenig Rost zu entdecken, das lässt mich vorsichtig hoffen, was den Umfang der Blecharbeiten angeht...

Und noch etwas off Topic:

Bild 4 - Die Dame des Hauses macht einen Rundgang zur Inspektion des Arbeitsergebnisses und mahnt zum Feierabend. Wenigstens beschwert DIE sich niemals über Ölgeruch, Trauerränder unter den Nägeln und stundenlanges Ausbleiben ihres Dosenöffners in der Garage:
Bild

So, das war es mal wieder. Drei Wochen Urlaub mit viel Zeit zu arbeiten am Unimog neigen sich auch dem Ende zu, und ab nächster Woche wird sich das Tempo der Arbeiten dann wohl leider auch deutlich reduzieren.
#489830
hallo Thomas

ich hab mir jetzt nicht die ganzen Texte zu diesem Thema durchgelesen,aber das Foto von deiner Katze fand ich zu schön und den Text dazu, da muste ich einfach antworten!!!

ich hab nämlich einen Kater der muss überall dabei sein, wenn der mit mir nicht zum schrauben oder sonstigen darf ist hier echt alarm!!!! :shock:
der kontrolliert alles was ich mache!!!
bin ich vorne am Motor schaut er von innen zu :D
ist er mal nicht dabei gewesen, wird alles untersucht und beschnüffelt was ich gemacht habe oder irgendwo hingelegt habe!!
der sieht sogar was ich an oder abgebaut habe!!!
das witziegste kann ich hier mit text leider nicht beschreiben.
aber auch dem ist egal ob er mal ölpfoten hat!!
einfach genial wie sich manche lieben Tiere verhalten!!
hätte er Hände der würde mitschrauben!!! :!:
das sagt sogar schatzi :mrgreen:

gruss arne und gutes nächtle
ps:der Kater hasst es auch wenn ich zum pc gehe, da darf er nicht mit.
ich hab fotos von dem, zum totlachen!!
tschuldiegung das ich hier sowas schreibe, aber muste sein.
#490017
Hallo Thomas,

ich hatte gestern auch einen 411er mit Doppelkupplung auf dem Hof. Baujahr 1970. Mir ist dabei aufgefallen, dass auf dem Getriebegehäuse 406 stand. Bei dir steht 411 drauf, hab ich an den Bilder gesehen. Möglicherweise passt hier etwas, dann sind Ersatzteile nicht ganz so rar. Aufgefallen ist mir das ganze, weil die Tachowelle neben dem Öleinfüllstutzen angeschlossen ist und nicht stirnseitig am Getriebe.

Ist bei deinem auch der Abgang für die Tachowelle neben dem Öleinfüllstutzen?

Gruß,
Markus
Zuletzt geändert von mhame am 29.06.2016, 22:49, insgesamt 1-mal geändert.
#490034
hallo Markus

das hast du richtieg gesehehen.
es gab Doppelkuplungsgetriebe Gehäuse mit Gussnumer 411 und 406.
der Tachoantrieb ist trotzdem immer am Ölmessstab!!
es gab ja auch mindestens zwei varianten des Getriebes,je nach Fahrgestellnummer und Baujahr.
je nach dem ist auch der Getriebe inhalt ,Gangräder usw anders.

z.b.hat das 406 Gehäuse schon die Aluminium Führung überm Hinterachsabgang.
Gehäuse 411 hat das noch nicht und war bis mindestens Bj65 drin.
hab sie ja schon auseinander gehabt.
trotzdem,past von einem zum anderen nicht sehr viel an speziellen Teilen gegenüber dem Getriebe ohne Doppelkupplung .
auch bei den Doppelkupplungs getrieben kann man nicht nur nach Gussnummer des Gehäuses gehen,
da ist ACHTUNG geboten.
bei Ersatzteilen nur nach Getriebenummer die über dem Nebenantrieb eingeschlagen ist!!!!

gruss vom lieben Kater,(der weiss das wohl mittlerweile auch schon)und mir arne
#490040
Hallo zusammen,

an meinem 411er ist ein Doppelkupplungsgetriebe verbaut mit der Bezeichnung 406….. Der stand auch beim Markus auf dem Hof.

Der Tachowelleneingang befindet sich so wie hier erarbeitet auch im Bereich des Ölmessstabes. Jetzt ist meine Tachowelle, vermutlich Originallänge für das einfach gekuppelte Getriebe, recht knapp verlegt. Weiß jemand, ob es bei der Montage eines Doppelkupplungsgetriebes eine verlängerte Ausführung der Tachowelle gibt? Teilenummer?

Vielleicht ist bei mir auch die Tachowelle falsch verlegt.
Zwischen der Lichtmaschine/Fahrerhausblech, durch den Anbaubock der hydraulischen Lenkung, geht es in Richtung Ölwanne. Dort ist die Welle befestigt. Es geht weiter unter dem Anlasser vorbei. Dahinter wird die Welle nach Oben geführt um dann über dem Getriebe die Seite zu wechseln um zum Tachowelleneingang im Bereich des Ölmessstabes zu gelangen.


Gruss

Micha
#490041
Hallo Micha,

in den Standard E-Teilelisten bis 1996 ist leider nur eine biegsamme Welle mit 1680mm gelistet. Vermutlich braucht man hierzu die SA Liste vom 411er, denn auch die Doppelkupplung ist im Standard nicht enthalten.

Gruß,
Markus

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