Hans-Jürgen Wischhof wird 80

Hans-Jürgen Wischhof in seinem U 411 c von 1966 beim Korso “125 Jahre Automobilbau in Gaggenau. Foto: Hans-Peter Hegmann
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Hans-Jürgen Wischhof in seinem U 411 c von 1966 beim Korso “125 Jahre Automobilbau in Gaggenau. Foto: Hans-Peter Hegmann

Willkommen in der Unimog-Welt
Ein außergewöhnliches Unimog-Treffen
Es war schon ein ganz besonderes Jahrestreffen des Unimog-Club Gaggenau, das der Unimog-Club Italien vom 13. bis 15. September ausgerichtet hat. Dafür hatte er bei Somaggia einen reizvollen Platz oberhalb des Comer Sees ausgesucht. Eine traumhafte Kulisse, wie die Fotos erahnen lassen.
Viele Unimog-Fans hatten es sich nicht nehmen lassen, mit ihrem Gefährt über den Splügenpass zu fahren. Ein Abenteuer für sich. Aber auch aus ganz Italien kamen sehr viele meist PS-starke Unimog, die stolz den Schriftzug „Unimog Club Italia“ auf der Windschutzscheibe trugen. So waren es knapp 300 registrierte Teilnehmer.
Begeistert war ich von einem Unimog 2010, Baujahr 1951, den sein Besitzer, Fabio Ponzi, Vize-Präsident des Unimog-Club Italien, technisch komplett restauriert aber dann nur zur Hälfte auch optisch rausgeputzt hatte. Wenn man davor stand und dabei auch in den Motorraum schaute, sah der Unimog links etwas bedauernswert aus und strahlte rechts in neuem Glanz. Selbst die Reifen waren links abgefahren und rechts in Schuss. Claudio Lazzarini, Kassierer des UCG, dazu: „Ein tolles Projekt! Wenn der Unimog auch rechts neue Reifen montiert bekommt, kann er losfahren, denn er ist technisch in einem Top-Zustand.“ Gratulation an Fabio! Das wäre sicher auch ein Hingucker im Unimog-Museum Gaggenau.

Der “teilrestaurierte” Unimog 2010 von Fabio Ponzi
Ganz herzlichen Dank den vielen Helfern für die Vorbereitung und Durchführung dieses besonderen Treffens, das sicher lange in Erinnerung bleibt.
Michael Wessel
Hier Impressionen vom Treffen mit Fotos von Tina und Michael Wessel:

Auch der Club-Mog signalisiert: Hier sind wir richtig!

Nix wie rein!

Mit dabei auch die Präsidentin des Unimog-Club Schweiz, Ursi Jenni

Die freundlichen Helferinnen bei der Registrierung erhalten eine Stärkung

Kontaktpflege beim Clubshop

Unimog-Literatur wurde von Buch&Bild angeboten …

… und auch einige Teilehändler wie Ombre …

… oder Dieter Duwe mit seinen selbstgefertigten Holz-Unimog hatten den Weg über die Alpen nicht gescheut.

Wunderschöne Unimog vor eindrucksvoller Bergkulisse …

… soweit das Auge reicht …

… und noch viele mehr …

… luden zum Betrachten ein, …

… um danach Dieselgespräche zu führen …

… oder eine kleine Verschnaufpause einzulegen – wie Hermann Bürkle, der es sich auch nicht nehmen ließ, auf eigener Achse aus Straubenhardt anzureisen.

Auch diese Grabenfräse an einem Unimog 406 mit zusätzlicher Verfüllschnecke kommt zum Einsatz. Foto: UM
Letzter Aktionstag zum Thema „Der Unimog als Baumeister“ am 29. September im Unimog-Museum
Zum letzten Aktionstag im Rahmen der Sonderausstellung über den Unimog in der
Bauwirtschaft lädt das Unimog-Museum am Sonntag, dem 29. September
interessierte Besucher ein. Sowohl in der Museumshalle als auch im Außenbereich
werden Fahrzeuge und zahlreiche Anbaugeräte präsentiert und auf einer
historischen Baustelle im Einsatz vorgeführt – darunter ein Plattenverdichter, ein
Heckbagger und eine Grabenfräse. Der Zweiwege-Unimog des Museums ist auf der
Schiene unterwegs und nimmt Passagiere auf seinem angehängten Waggon mit.
Im Einsatz ist auch wieder ein Steinbrecher von 1934 als Anbaugerät an einem
Unimog. Groß und Klein können das altertümlich anzuschauende Ungetüm mit zuvor
gesammelten Steinen „füttern“ und den „Steinbruch“ in einem Tütchen als Andenken
mit nach Hause nehmen. Für junge Besucher gibt es zudem einen Basteltisch und
ein Riesenpuzzle.
Herzlich willkommen zu diesem Aktionstag sind Unimog und MB-trac mit
entsprechenden Anbauten und Ausrüstungen. Wer mit dem eigenen Unimog
vorfährt, bekommt freien Eintritt und einen Essens- und Getränkegutschein.
Das genaue Programm des Aktionstags findet man unter
www.unimog-museum.de/Veranstaltungen
Übrigens: Am Vortag, Samstag dem 28. September, findet der Teilemarkt des Unimog-Club Gaggenau auf dem Gelände des Motorclubs PUMA in Kuppenheim statt. Siehe gesonderter Bericht.

Bei der nächsten Mitgliederversammlung im November 2019 muss im Unimog-Club Gaggenau e. V. das Amt des Schriftführers neu besetzt werden. Johannes Behringer ist beruflich nach London gezogen, weshalb er diese Vereinsaufgabe leider nicht mehr weiterführen kann.
Somit ist der Verein auf der Suche nach einem Nachfolger / einer Nachfolgerin. Um einen besseren Einblick in die Tätigkeit zu bekommen, haben wir unten stehend die Aufgaben aufgelistet:
Was wir von unserem neuen Vorstandskollegen / Vorstandskollegin erwarten:
Wenn Sie sich angesprochen fühlen und bereit sind, einen ehrenamtlichen persönlichen Beitrag zu leisten, melden Sie sich bei einem Mitglied der Vorstandschaft oder in der Geschäftsstelle. Wir sind gerne bereit, anfällige Fragen diesbezüglich zu beantworten.
Tel. +49 (0) 7222 8089938 – +49 (0)173 5672328 – info@unimog-club-gaggenau.de

Wer das Unimog-Museum in Gaggenau besucht, dem empfehle ich auch einen Besuch des Fahrzeugmuseums im etwa 20 Kilometer entfernten Marxzell. Eine abwechslungsreiche Straße führt über das Fachwerkdorf Michelbach – ein Halt lohnt sich – über den kleinen Wallfahrtsort Moosbronn nach Marxzell.
Dort erwartet den Besucher ein besonderes Museumserlebnis, wie der Prospekt verspricht. Auf über 3.600 Quadratmeter, die man beim Eintritt nicht vermutet, kommt man in das Land „Kunterbunt“. Es gibt dort über 140 Autos, 170 Motor- oder Zweiräder, 23 Traktoren, 16 Feuerwehrautos und viele weitere historische Raritäten zu entdecken.

Daneben gibt es fast nichts Nostalgisches, das es hier nicht zu sehen gibt. Irgendwie fühlt man sich in einen riesengroßen Flohmarkt versetzt. Doch bei näherem Hinschauen entdeckt man insbesondere allerlei Fahrzeugraritäten. Manche haben einen Wert im sechsstelligen Eurobereich. So beispielsweise ein Bianchi von 1926.
Auch Filme aus der Zeit, als das Auto laufen lernte, können angesehen werden. Lacher sind garantiert.


Mich persönlich haben ein altes Feuerwehrfahrzeug von BENZ-Gaggenau aus dem Jahr 1919 und ein wunderschönes Underberg-Emailleschild von den Eisenwerken Gaggenau besonders angesprochen. So hat sicher jeder Besucher seine indivieuellen Erlebnisse. Es lohnt sich, etwas Zeit mitzubringen. Die zwei Stunden, die ich dort verbracht habe, waren zu wenig. Ich werde wieder hinfahren.
Michael Wessel
Weitere Informationen: www.fahrzeugmuseum-marxzell.de













BENZ-GAGGENAU Straßenzugmaschine 1920 vor der Verwaltung der Benzwerke
Der Benz-Gaggenau Landtraktor – Vorgänger des Unimog und MB-trac
Vor 100 Jahren wurden in Gaggenau Traktoren gebaut
Gaggenau – Ein universell einsetzbares Motorgerät für die Land- und Forstwirtschaft entwickelte eine kleine Gruppe von Ingenieuren und ein Diplom-Landwirt gleich nach dem Zweiten Weltkrieg. Es sollte den bekannten Schleppern sowohl technisch als auch im Komfort für den Fahrer und Beifahrer überlegen sein. Und vor allen Dingen: Es sollte helfen, den Hunger der Bevölkerung zu lindern. Das Ergebnis war bekanntermaßen der Unimog.

Prospekttitel für den BENZ-GAGGENAU Traktor von 1921
In einem Prospekt ist zu lesen: „Die Nutzung der Bodenfläche zur Erzeugung von Feldfrüchten, vornehmlich für die Zwecke der Ernährung, steht heute mehr als je im Vordergrund des Interesses. Die Hungersnöte, die in allen Ecken herrschten und herrschen, der Mangel an gewissen lebenswichtigen Rohstoffen sind ein warnendes Zeichen.“ Aber diese Sätze stehen nicht in einem frühen Unimog-Prospekt sondern in einem Prospekt von 1921 für den Benz-Gaggenau-Traktor.
Mit der Entwicklung zweier Friedensprodukte, einem Landtraktor und einer Straßenzugmaschine wurde Oberingenieur Berger beauftragt. Dabei galt es, Komponenten der nach dem Kriege neu entwickelten Lastwagen zu verwenden.

Titel eines weiteren Prospektes aus dem Jahr 1921 für den BENZ-GAGGENAU Traktor
Der Landtraktor konnte nach kurzer Entwicklungszeit bereits 1920 angeboten werden. Er hatte den aus dem 5-Tonnen-Lastwagen stammenden Vierzylindermotor S 120 mit 40 PS. Eine weitere Parallele zum späteren Unimog und MB-trac war das verkleidete Fahrerhaus mit einer gepolsterten Sitzbank – bei den damaligen Traktoren unüblich.
In dem Prospekt von 1921 ist zu lesen: „Die Benzwerke Gaggenau, welche diese Maschine herstellen, konnten die Erfahrung eines Vierteljahrhunderts im Auto-Lastwagen-Bau bei der Konstruktion des Traktors nutzbar machen. Durch verständnisvolle Abänderung wurde der schwere Arbeitswagen zu einem Universal-Werkzeug für die Landwirtschaft, dem Traktor, entwickelt, der seine Besitzer zum souveränen Herrn der Wirtschaft macht.“ Und später heißt es weiter: „Pflug und Kultivator, Walze und Egge, Sämaschine und Heuwender, Mähmaschine, Garbenbinder und Rübenheber, alle die unentbehrlichen Werkzeuge des Landmannes zieht das starke Tier aus Stahl unermüdlich.“ Angepriesen wird weiter, dass durch eine Riemenscheibe eine Dreschmaschine, eine Mühle oder ein Steinbrecher angetrieben und sogar Strom erzeugt werden kann. Auch die frühen Unimog-Modelle konnten mit solch einer Riemenscheibe ausgestattet werden.
In einem weiteren Prospekt wird zudem damit geworben, dass durch den Einbau einer Seilwinde die Verwendbarkeit des Traktors erhöht wird. “Unimog, ich höre dich grüßen!”
Schmunzeln muss man auch bei der Aussage: „Für den Verkehr abseits der Kunststraße, das heißt für das Befahren nicht befestigter Wege, ist der Benz-Gaggenau-Traktor das lange gesuchte Fahrzeug. Als Zubringer für das Baumaterial und zur Abfuhr der ausgehobenen Erde, bei Kanalbauten, beim Bau von Staubecken und Straßen leistet er alles das, was sonst der Feldbahn überlassen werden muß. Dieser gegenüber ist er durch den Wegfall des Schienenweges mit allen seinen manchmal unerwünschten Folgen und großem Kapitalaufwand überlegen.“

BENZ-GAGGENAU Straßenzugmaschine in Werksnähe bei der Einmündung der Sulzbacher Straße in die Hauptstraße Ottenau
Die Benz Gaggenau Straßenzugmaschine
Für den schnellen Massentransport ohne Schienen wurde ab 1921 eine Straßenzugmaschine mit vier gleich großen Rädern angeboten, die ebenfalls mit dem Vierzylindermotor S 120 – allerdings mit 50/55 PS – ausgestattet war. In einem Prospekt werden ihre Vorzüge wie folgt beschrieben: „Die Bewältigung der Massentransporte ist ein Problem, an dessen Lösung die ganze Volkswirtschaft in hervorragendem Maße interessiert ist. Diejenige Einrichtung, welche heute beinahe das Monopol auf diesem Gebiet hatte, nämlich die auf eigenen Wegen verkehrende Eisenbahn, erfüllt ihre Aufgabe aus verschiedenen Gründen unzureichend.“ Auch diese Aussage kommt uns heute bekannt vor.
Der Gaggenauer Landtraktor wurde zwar 1925 noch mit einem 50-PS Diesel-Motor ausgestattet. Aber im Zusammenhang mit der Fusion zwischen Daimler und Benz gab man hier sowohl die Produktion des Landtraktors als auch der Straßenzugmaschine noch im gleichen Jahr auf.

Gaggenauer Artillerie-Schlepper 1917 – Auch Erfahrungen aus dessen Bau konnten in die Neuentwicklungen einfließen
Eine leicht gekürzte Fassung dieses Berichts erschien im Badischen Tagblatt vom 12. August 2019
Text und Repros: Michael Wessel
Ausführliche Informationen zum Benz-Gaggenau Traktor und zur Straßenzugmaschine in: Traktoren der Daimler AG, Vom Motorpflug bis zum Unimog und wie der Stern auf den Acker kam; Werner Schmeing, Hans-Jürgen Wischhof, Frankfurt 2009

Geschäftsführerin Hildegard Knoop freut sich mit den Brüdern Georg (links) und Dr. Peter Kohlhas über den 500.000. und 500.001. Museumsbesuch.
Dr. Peter Kohlhas und sein Bruder Georg werden mit einer Flasche Unimog-Whiskey und zwei Museumspässen überrascht
„Nur schnell mal ins Museum, Unimog anschauen“ wollte der Baden-Badener Kieferorthopäde Dr. Peter Kohlhas mit seinem Bruder Georg, der aus Groß-Umstadt zu Besuch war. „Muss ich mir da was Passendes anziehen?“ fragte der. Für ihn war es der erste Besuch im Museum, für Bruder Peter der achte oder neunte. Schon lange überlegt das UCG-Mitglied, sich einen Unimog oder einen „G“ zuzulegen – „in meinem Freundeskreis haben schon alle einen“ – aber zur Zeit fehlt es an Platz und auch an Zeit, sich um das Fahrzeug zu kümmern.
Wenn die beiden gewusst hätten, dass sie Besucher Nr. 500.000 und 500.001 sind und damit nicht nur etwas geschenkt bekommen, sondern auch „mit aufs Foto“ müssen, hätte sich Georg Kohlhas das mit der Garderobe vielleicht noch einmal überlegt. Für Geschäftsführerin Hildegard Knoop waren beide aber allemal „passend“ genug. Sie überreichte dem einen eine Flasche edelsten Unimog-Whiskeys vom Bodensee und dem anderen zwei Museumspässe, mit denen die beiden ein Jahr lang sämtliche 320 Mitgliedsmuseen des deutsch-französisch-schweizerischen MuseumsPASSMusées kostenlos besuchen können. Denn 500.000 Besucher in 13 Jahren und zwei Monaten – das ist schon etwas ganz Besonderes.
Noch etwas, was aufmerksamen ZeitungsleserInnen aufgefallen sein mag: Dass so bald nach der 450.000 Besucherin im Februar 2019 schon der 500.000. Besucher im Unimog-Museum begrüßt werden kann, liegt nicht daran, dass im halben Jahr dazwischen ganz außerordentliche Besucherrekorde aufgestellt worden wären, sondern dass aufgrund einer Panne in der elektronischen Erfassung die 30.143 Museumsbesucher des Jahres 2006 lange Zeit „vergessen“ waren. Aber die wurden zwischenzeitlich wieder hinzu addiert – sehr zur Freude aller!

Schwere Unimog sind in der Überzahl. Auf dem Gelände des Museums sind insgesamt 136 Fahrzeuge versammelt. – Foto: Hegmann
Hans-Peter Hegmann schreibt am 30. Juli 2019 im Badischen Tagblatt:
Beim siebten Weltebummlertreffen gastieren einfache Fahrzeuge ebenso wie Luxusmobile
Gaggenau – Vom Regenwald bis in die Wüste, über ewiges Eis und durch weite Moore in der Taiga, oder einfach nur ein paar Meter abseits der Autobahn in Spanien, das ist es, was sie alle verbindet: die Weltenbummler, die sich jährlich am Unimog-Museum treffen. Bereits zum siebten Mal haben sie sich nun auf dem Gelände beim Schlosspark versammelt.
“Ich komme mir hier vor wie auf einem großen Familientreffen. Die Großeltern und die Eltern haben nicht nur die Kinder und Enkel eingeladen. Nein, auch Neffen, Nichten, Cousinen, Cousins sowie Vetter waren aufgefordert, vorbeizuschauen.” So beschreibt eine junge Frau aus Holland, in ihrem Citroën Type H sitzend, ihre aktuelle Situation auf dem Weltenbummlertreffen des Unimog-Museums. Und sie sind alle gekommen: “Manche haben sogar noch ein paar Schwippschwager oder einfach nette Freunde mitgebracht, und zu denen gehören wir.”
Damit hat sie sehr treffend den Charakter der nun bereits zum siebten Mal ausgerichteten Veranstaltung rund um das Museum beschrieben. Auch wenn ihr hellgrüner “Wellblech-Kastenwagen” von 1980 keinen Allradantrieb hat, fühlt sie sich unter den vielen Unimog und sonstigen, überwiegend geländegängigen Fahrzeugen sehr wohl.
Der grundlegende Gedanke des dreitägigen Fests mit diesmal 135 teilnehmenden Fahrzeugen ist nämlich die Ausstattung derselben für längere Reisen. Von der minimalistischen Einrichtung der “Ente” mit zwei Matratzen und einem kleinen Küchenanhänger über den von einer Spezialfirma ausgestatteten, modernsten Unimog 5030 mit 300 PS und klimatisierter Wohnkabine – alle sind sie hier vertreten.
Sie hätten sich zunächst zwar ziemlich weit hinten in die beiden langen Reihen der Fahrzeuge eingeordnet, aber schnell festgestellt, dass sie genauso dazugehören. “Nicht wie bei manchen anderen Treffen, wo die Fundamentalisten einer Marke unter sich bleiben wollen”, ergänzt die junge Weltenbummlerin in bester Laune.

Auch mit einem Citroen-Kastenwage von 1980 kann man die Welt erkunden. – Foto: Hegmann
Aus Bekannten werden Freunde
Nein, Schilder mit der Aufschrift “Hier dürfen wir nicht rein” gibt es in Gaggenau nicht. Aber solche mit Hinweisen auf Vorträge oder fachmännisch betreute Workshops in der Werkstatt des Museums.
Acht Filme oder Fotovorträge von Reisen durch Mauretanien, an das Nordkap, nach Island, in den Kaukasus, durch die Prärie in Nordamerika oder über Finnland durch Russland bis in die Mongolei waren zu sehen. Diese sind oft auch für viele der über 1000 Besucher ohne entsprechende Fahrzeuge ein Anreiz, ins Murgtal zu kommen.
Bei Herstellern und Ausrüstern von Expeditionsfahrzeugen konnte man sich umschauen und eventuell entscheiden, ob aus dem Traum Realität werden könnte.
Ansonsten bestand die Möglichkeit, mit einem der Museums-Unimog auf dem Außenparcours eine Runde mitzufahren. Erfahrungen austauschen, bewährte technische Tipps bekommen, neue, zum Teil selbst entwickelte Ausrüstungsvarianten oder einfach nur neue Menschen mit den gleichen Interessen kennenlernen – das sind weitere Gründe für viele, drei Tage an die Murg zu kommen.
Dass daraus langjährige Freundschaften entstehen können, ist dann darüber hinaus eine sehr schöne Nebensache.
Hier noch weitere Fotos von Hans-Peter Hegmann:




Und als “Zugabe” noch ein paar Fotos von Michael Wessel:





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Hans-Peter Hegmann schreibt im Badischen Tagblatt vom 9. Juli:
Sonderausstellung im Museum: Universalmotorgerät im Einsatz beim Baugewerbe
Der Prototyp 5 ist der älteste Unimog der Welt. Er steht im Deutschen Landwirtschaftsmuseum Stuttgart-Hohenheim.
Zu einer Sonntagsführung zum Thema Unimog lädt das Museum für den 1. September, 11 Uhr, nach Stuttgart-Hohenheim in den Standort Filderhauptstraße 179 ein.
Von A wie Ackerbau bis Z wie Zweiwegefahrzeug geht Martin Flammer – ehemaliger Leiter des Unimog-Vertriebstrainings – mit den Besuchern auf Zeitreise durch die weitverzweigte Unimog-Technikgeschichte. Auf seinem Streifzug vorbei an seltenen Originalen darf ein weiterer Stern auf dem Acker natürlich nicht fehlen: der legendäre MB-trac. Diese Sonntagsführung verspricht Geschichte und Geschichten aus erster Hand von einem Unimog-Experten.
Weitere Informationen zum U 5 oder zur Anfahrt unter www.landwirtschaftsmuseum.uni-hohenheim.de
Foto: DLM Hohenheim
Prototyp Nummer 6 steht im Unimog-Museum Gaggenau
Insgesamt wurden nur sechs der von der amerikanischen Besatzungsmacht genehmigten zehn Prototypen fertiggestellt. Die ersten vier existieren nicht mehr.