Category Archives: Allgemein

  • 50 Jahre Unimog 416 – Bilder Teil 3 – Gewerbe

    Unimog Baureihe 416, Triebkopfversion mit Schwing Betonpumpe

    Unimog Baureihe 416, Triebkopfversion mit Schwing Betonpumpe

     

    Als dritten Teil unserer Bilderserie zum 50. Produktionsjubiläum des Unimog 416 hier einige Beispiele zum Einsatz im Gewerbe.

    Copyright aller Bilder: Daimler AG

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Zwei Anhängern im landwirtschaftlichen Transporteinsatz

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Zwei Anhängern im landwirtschaftlichen Transporteinsatz

    Unimog Baureihe 416, Triebkopfversion mit Schwing Betonpumpe

    Unimog Baureihe 416, Triebkopfversion mit Schwing Betonpumpe

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine einer Umzugsspedition während Rangierarbeiten in einem Neubaugebiet

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine einer Umzugsspedition während Rangierarbeiten in einem Neubaugebiet

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Anhänger für Gussasphalt

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Anhänger für Gussasphalt

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Anhänger einer Umzugsspedition

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Anhänger einer Umzugsspedition

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Zwei Anhängern einer Hamburger Umzugsspedition

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Zwei Anhängern einer Hamburger Umzugsspedition

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Zwei Anhängern als Auslieferungszug einer Berliner Brennstoffhandlung

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Zwei Anhängern als Auslieferungszug einer Berliner Brennstoffhandlung

    Merex Unimog
  • 07er-Kennzeichen bei Oldtimerbesitzern nach wie vor sehr beliebt

    Eine Erhebung des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zum 01.05.2015 hat einen Bestand von 54.508 07er-Kennzeichen ergeben. Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilt, waren es vor fünf Jahren noch 56.104 der roten Oldtimer-Nummern, was einen Rückgang von 2,9 Prozent bedeutet.

    Nach 2010 hat der VDA zum zweiten Mal das KBA gebeten, eine Ermittlung der Anzahl dieser Kennzeichen durchzuführen. Neben den 310.694 PKW mit H-Kennzeichen sind die Fahrzeuge mit 07er-Kennzeichen ein weiterer wesentlicher Teil im Gesamtbestand der Oldtimer. In 2010 wurde zusätzlich ermittelt, dass die Halter mit einem roten 07er-Nummernschild im Durchschnitt ca. 3,2 historische Fahrzeuge betreiben. Daraus lässt sich heute ein Gesamtbestand von ca. 171.000 Fahrzeugen ableiten.

    Rote 07er-Kennzeichen sind besonders für Fahrzeughalter geeignet, die mehrere Oldtimer besitzen. Sie sind deshalb gerade bei Sammlern sehr beliebt. Die Besitzer können allerdings jeweils nur eines der angemeldeten Fahrzeuge mit dem 07er-Kennzeichen etwa bei Oldtimerveranstaltungen oder Probefahrten fahren. Die Voraussetzungen, um einen Oldtimer mit einem 07er-Kennzeichen anzumelden, sind die gleichen wie bei H-Kennzeichen: Die Fahrzeuge müssen mindestens 30 Jahre alt, im Originalzustand und verkehrssicher sein.

    Quelle: VDA

    Merex Unimog
  • Bild der Woche: Ketten auflegen

    UCOM Albus Ketten auflegen 401 1955

    Ketten auflegen, wie hier im Jahr 1955 an einem Unimog 401 Versuchsfahrzeug im Wald, war früher sehr mühselig und kraftraubend. Beim Boehringer-Unimog, so erinnert sich Unimog-Pionier Roland Feix, mussten oft sogar auf dem Feld Ketten aufgezogen werden, da die Reifen nicht das erforderliche Profil hatten. Damals musste man noch das Rad anheben, um die Ketten befestigen zu können. “Doch mit der Zeit hatten wir Übung!” erinnert er sich lächelnd. “Später brauchten wir Ketten meist nur noch im Winterdienst. Bei den heutigen Ketten ist es ja kein Problem mehr.”

    Foto: Sammlung Dr. Albus

    Buch und Bild Unimog Literatur
  • 50 Jahre Unimog 416 – Bilder – Teil 2 – Sauberg

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine während einer Vorführung auf dem Erprobungsgelände Sauberg in der Nähe von Gaggenau

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine während einer Vorführung auf dem Erprobungsgelände Sauberg

    In unserer kleinen Bilderserie zum 50. Produktionsjubiläum des Unimog 416 zeigen wir hier einige Bilder vom Testgelände “Sauberg” in der Nähe des Mercedes-Benz Werkes Gaggenau. Es ist ein einzigartiges weitgehend naturbelassenes Gelände mit extremen Steilstufen. Da wurde allerdings etwas nachgebessert, um die einzigarigen Möglichkeiten des Unimog vorstellen zu können.

    Die Resonanz auf Teil 1 war überwältigend. Danke fürs Liken und Teilen – siehe auch facebook  Alles rund um den Unimog .

    Copyright aller Fotos: Daimler AG

     

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine während einer Vorführung auf dem Erprobungsgelände Sauberg in der Nähe von Gaggenau

    Kippt er oder kippt er nicht? Natürlich nicht.

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine während einer Vorführung auf dem Erprobungsgelände Sauberg in der Nähe von Gaggenau

    Auch eine kleine Wasserdurchfahrt gehört dazu.

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine während einer Vorführung auf dem Erprobungsgelände Sauberg in der Nähe von Gaggenau

    Hier wird die extreme Achsverschränkung dank Spiralfeder demonstriert.

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine während einer Vorführung auf dem Erprobungsgelände Sauberg in der Nähe von Gaggenau

    Munter am Berg.

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine während einer Vorführung auf dem Erprobungsgelände Sauberg in der Nähe von Gaggenau

    Und nochmals durch den Graben!

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine während einer Vorführung auf dem Erprobungsgelände Sauberg in der Nähe von Gaggenau

    Wir haben gelernt: Er kippt nicht!

    Merex Unimog
  • Im Handel: Typenatlas Unimog 1946 bis 1993 von Carl-Heinz Vogler

    Unimog-Buch-2015-UNIMOG-1946--1993

    Der ehemalige UCG-Chefredakteur und Unimog-Experte Carl-Heinz Vogler bringt einen neuen Unimog-Typenatlas heraus – auf 160 Seiten mit 200 Abbildungen

    Das fundierte Nachschlagewerk

    Dieser Typenatlas bietet Ihnen den kompletten Überblick über die Entwicklung und Produktion aller Unimog-Fahrzeuge von 1946 bis 1993 (mit Ausnahme der Schweren Baureihen). Diese erste Ära, deren Bandbreite von 25 PS bei den Ur-Unimog bis 125 PS beim Unimog 416 reicht, endete mit der »neuen leichten Baureihe«. 200 teils historische Fotos sowie umfangreiche Grafiken und technische Daten machen diesen Band zu einer wahren Fundgrube für jeden Unimog-Freund!
    Buch und Bild Unimog Literatur
  • 50 Jahre Unimog 416 – Bilder – Teil 1

    Mercedes-Benz Messestand bei der VFK Bundestagung in Berlin, ausgestellt sind verschiedene Unimog der  Baureihen 406, 416 und 421 mit Anbaugeräten

    Mercedes-Benz Messestand bei der VFK Bundestagung in Berlin, ausgestellt sind verschiedene Unimog der Baureihen 406, 416 und 421 mit Anbaugeräten

    Im September 1965 wurden die ersten Serien-Unimog 416 in Gaggenau montiert. Hierzu veröffentlichten wir vom Unimog-Experten Carl-Heinz Vogler in der Unimog-Community bereits Beiträge zur Geschichte und zur Technik . Hier in vier Teilen noch einige Bilder aus dem Archiv der Daimler AG.

     

    Unimog S, Baureihe 404.1 mit Plane und Unimog Baureihe 416 mit Bohrgerät als Bohrtrupp im Öffentlichen Dienst im Einsatz

    Unimog S, Baureihe 404.1 mit Plane und Unimog Baureihe 416 mit Bohrgerät als Bohrtrupp im Öffentlichen Dienst im Einsatz

    Unimog Baureihe 416 mit Bohrgerät

    Unimog Baureihe 416 mit Bohrgerät

    Unimog Baureihe 416 Sattelschlepperversion mit Auflieger im landwirtschaftlichen Transporteinsatz

    Unimog Baureihe 416 Sattelschlepperversion mit Auflieger im landwirtschaftlichen Transporteinsatz

     

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Ries Kanalspülgerät bei Reinigungsarbeiten am Kanalnetz

    Unimog Baureihe 416 mit Doppelkabine und Ries Kanalspülgerät bei Reinigungsarbeiten am Kanalnetz

     

    Unimog Baureihe 416 Triebkopfversion mit Ruthmann Hubwagenaufbau mit Kippeinrichtung

    Unimog Baureihe 416 Triebkopfversion mit Ruthmann Hubwagenaufbau mit Kippeinrichtung

    Unimog Baureihe 416, Triebkopfversion mit Ruthmann Hubwagenaufbau

    Unimog Baureihe 416, Triebkopfversion mit Ruthmann Hubwagenaufbau

    Unimog Baureihe 416 Triebkopfversion mit Ruthmann Schräghubwagen eingesetzt als Bergungsfahrzeug bei der Stuttgarter Polizei

    Unimog Baureihe 416 Triebkopfversion mit Ruthmann Schräghubwagen eingesetzt als Bergungsfahrzeug bei der Stuttgarter Polizei

    Unimog Baureihe 416 Triebkopf mit Ruthmann Schräghubwagenaufbau beim Transport eines Gabelstaplers

    Unimog Baureihe 416 Triebkopf mit Ruthmann Schräghubwagenaufbau beim Transport eines Gabelstaplers

    Unimog Baureihe 416 Triebkopf mit Ruthmann Hubwagenaufbau, bei maximaler Erhöhung

    Unimog Baureihe 416 Triebkopf mit Ruthmann Hubwagenaufbau, bei maximaler Erhöhung

    Copyright: Daimler AG

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    Buch und Bild Unimog Literatur
  • Mercedes-Benz Unimog und Mercedes-Benz Zetros: Toperfolg: drei erste Plätze bei Rallye Breslau Polen 2015

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    Wenn es darum geht, Nutzfahrzeuge für Extremsituationen anzubieten, gilt Mercedes-Benz seit Jahrzehnten als Spezialist. Wo Robustheit, Leistungsstärke und Zuverlässigkeit zählen, überzeugen der Unimog und auch der Zetros auf und ebenso abseits der Straße. Dies stellten einmal mehr die beiden Off-Road-Profis unter Beweis.

    Bei der diesjährigen Extrem-Offroad-Rallye Breslau Polen haben gleich drei Amateurteams mit Fahrzeugen von Mercedes-Benz die anwesende Zuschauer­menge zu Begeisterungsstürmen hingerissen: Nach acht nervenaufreibenden Tagen am absoluten Limit siegte Rallyepilot Alfred Wemhoff aus dem Westmünsterland mit seinem Navigator Simon Meintema aus den Niederlanden auf Wemhoffs neu aufgebautem Rallye-Unimog aus der Unimog Baureihe 437 in der Kategorie „Small Truck Extreme“, zugelassen für Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht (zGG) unter 7,5 Tonnen.
    Einen großen Erfolg konnten auch die polnischen Rallye-Spezialisten Krzysztof Ostaszewski, Lukasz Piasecki und Slawomir Papaj verbuchen, die am Steuer eines Mercedes-Benz Zetros erfolgreich waren. Auch sie konnten nach einem strapa­ziösen Rennen die oberste Stufe des Siegerpodests im Segment „Big Truck Extreme“ für Lkw über 7,5 Tonnen zGG erklimmen.

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    Ebenfalls als erster ins Ziel kam der Unimog U 100 L von Hanspeter Karches und Co-Pilot Bernd Regensburger in der schnellen „Small Truck Cross Country“-Klasse. In dieser typischen Rallye-Raid-Kategorie wird auf die Durchfahrt tiefer Wasser­löcher und das Mitführen der in den anderen Kategorien vorgeschriebenen Seil­winden verzichtet. Stattdessen sind präzise Navigation und hohe Geschwindigkeit inklusive harter Sandpisten und mehrerer Rennkilometer entscheidend – und in diesem Jahr vom Team Karches/Regensburger perfekt in Szene gesetzt worden.

    Glitschige Schlammlöcher, dichte Staubwolken und metertiefes Wasser
    In diesem Jahr führte die beinharte Offroad-Marathonrennstrecke von Hohenmölsen nahe Leipzig in Deutschland nach Drawsko Pomorskie in Polen. In acht Tagen haben die insgesamt 127 teilnehmenden Rallyeteams aus 15 Ländern über eine Distanz von mehr als 1500 Kilometern erfolgreich mit atemraubenden Wasser­durchfahrten, tiefen Schlammlöchern, spektakulären Steilstrecken und Sandpisten mit meterhohen dichten Staubwolken gekämpft. Auch die hindernisreichen Prüfungen auf dem Gelände des Braunkohle-Tagebaus in Profen, die schwere Nachtetappe auf dem sumpfigen Truppenübungsplatz in Biedrusko und die Fahrt über die sandigen Pisten auf dem Gelände des polnischen Militärs in den Wäldern von Borne Sulinowo sind von den Rallye-Siegern und den Champions der übrigen Kategorien präzise navigiert und gemeistert worden.

    Besonders begeistert über seinen Sieg zeigte sich Alfred Wemhoff. Der Inhaber des Familienunternehmens Wemhoff GmbH & Co. KG, der im münsterländischen Legden mit Silo- und Kipperfahrzeugen handelt, hat schon zum siebten Mal die Strapazen der Rallye Breslau Polen auf sich genommen. In diesem Jahr hat er nach 29 Stunden reiner Fahrzeit die Ziellinie zum ersten Mal als Sieger überquert – mit einem speziell für Rallyeeinsätze aus einem U 1700 und einem U 2450 umgebauten Unimog aus dem Baujahr 1987, und mit gut drei Stunden Vorsprung vor dem Zweit­platzierten. Überrollkäfig, Spezialstoßdämpfer, Schalensitze, veränderte Böschungs­winkel, Seilwinde, rund 330 PS, ein schnelles Getriebe bis ca. 125 km/h und nicht zuletzt Geländekunde, große Erfahrung sowie eine kontinuierliche Fahrt mit guter Navigation bezeichnet er stolz als sein persönliches Erfolgsgeheimnis.


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    Abenteuer pur bei der „Rallye Dakar des Nordens“
    Die Rallye Breslau Polen, auch bekannt als „Rallye Dakar des Nordens”, ist eine internationale, lizenzfreie und grenzüberschreitende Marathonrallye. Die acht Tage Rennsport pur verkörpern für die Teilnehmer in unterschiedlichen Nutzfahrzeug-, Pkw-, Side-by-Side (SSV)-, Motorrad- und Quad-Kategorien zumeist das letzte ganz große Abenteuer und führen sie nicht selten bis an die Grenze ihrer Leistungs­fähigkeit. Begonnen hat die Offroad-Rallye 1995 mit nur 60 Fahrzeugen am Start – 35 Pkw, 20 Motorräder und fünf Lkw. Inzwischen ist die Rallye Breslau Polen international etabliert und zählt zu den größten, härtesten und anspruchvollsten Veranstaltungen unter den lizenzfreien Offroad-Rallyes in Europa.
    Buch und Bild Unimog Literatur
  • Video der Woche: Unimog-Treffen in Val Masino

    Neun unterhaltsame und eindrucksvolle Minuten vom Treffen des Unimog-Club Italien in Val Masino vom 21. bis 23. August mit den Freunden des Unimog-Club Schweiz/FL und des Unimog-Club Gaggenau.
    Dies war gleichzeitig Ziel der zehnten Jahresausfahrt des Unimog-Club Schweiz/FL – wieder perfekt organisiert von Claudio Lazzarrini. Bei dieser Gelegenheit wurde der Unimog-Club Italien in den Unimog-Club Gaggenau aufgenommen.
    Das Video entstand unter der Leitung des Club-Präsidenten Pietro Anghileri. Herzlichen Dank an alle Akteure!
    Un bellissimo ed indimenticabile fine settimana con gli amici del Unimog Club Schweiz, Unimog Club Italia ed Unimog Club Gaggenau.

     

    Buch und Bild Unimog Literatur
  • 70 Jahre Unimog-Idee – September 1945

    Erste Reinzeichnung vom 4. September für den

    Erste Reinzeichnung des “Motorgetriebenen Universalgerätes für die Landwirtschaft vom 7. September 1945 – Archiv Daimler AG

    Im Mai starteten wir die Serie „70 Jahre UNIMOG-Idee“ – nachzulesen hier in der Unimog-Community. Die Recherchen gestalteten sich gelegentlich wie Kriminalistik und der “Kommissar Zufall” half auch diesmal mit. So bei der Vorbereitung für den September-Beitrag, denn da fiel mir einen Aufzeichnung von Albert Friedrich in die Hände, die endlich Klarheit darüber schafft, wann er seine Ideen zur Entwicklung eines universellen Motorfahrzeuges für die Landwirtschaft entwickelte.

    1960 schreibt Friedrich in seinem „Auszug aus der Entwicklungsgeschichte des UNIMOG-Fahrzeugs“:

    „Oktober 1944 – Der 2. Weltkrieg war zu diesem Zeitpunkt bereits in eine kritische Phase eingetreten, sodass Allen Klarheit über das Schicksal Deutschlands gegeben war. Der Morgenthauplan war in Amerika verkündet worden, der besagte, dass die Zukunft Deutschlands nicht mehr in einer industriellen Entwicklung liegen werde, sondern dass die Landwirtschaft das einzige Ziel einer Weiterentwicklung sein könne.

    In dieser Zeit fasste der damalige Leiter der Flugmotoren-Entwicklung der Daimler-Benz A. G., Albert Friedrich, den Grundgedanken zu einem landwirtschaftlichen motorisch aufgebauten Gerät, das gegenüber dem damals bekannten Ackerschlepper und seinen Zusatzgeräten eine neue Linie aufweisen sollte. Er unterhielt sich mit Bauern über die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit eines zukünftigen Fahrzeuges dieser Art, um nach Kriegsende auch bei Daimler-Benz eine Entwicklung einleiten zu können, die für den damals überschaubaren Friedensbedarf eine besondere Note darstellen würde.

    April/Mai 1945 – In dieser Zeit ging der Krieg seinem Ende entgegen und Herr Friedrich war in Schwäbisch Gmünd von den Amerikanern überrollt worden (19. 4. 1945). In dieser Zeit der schlechten Möglichkeit, technische Arbeit und technische Gedanken neu anzubringen, begann er am 12. Mai 1945, also kurze Zeit nach der Überrollung, mit den ersten Skizzen zu dem gedachten Motorgerät für die Landwirtschaft. Ein Fortkommen aus Schwäbisch Gmünd und ein Zurückgehen nach Stuttgart-Untertürkheim war damals durch die militärischen Vorschriften nicht möglich und so bildete diese erste Arbeit eine wesentliche Entlastung für ihn selbst.“

    Soweit der hoch interessante Auszug aus der Entstehungsgeschichte des späteren Unimog.

    Jetzt zum September 1945:

    Für eine Sitzung des Vorstands der Daimler-Benz AG bereitete Albert Friedrich eine Denkschrift zur Fertigung eines universellen Landgeräts vor. Dazu fertigte Walter Benseler am 7. September  im Maßstab 1 : 10 eine bemaßte Reinzeichnung. Diese basiert im Wesentlichen auf seiner Skizze vom 4. August 1945. Der vorn vorgesehene Mähbalken ist darauf inzwischen nicht nur angedeutet sondern ausgeführt, beim Laderaum sind Türen statt Klappen zu erkennen. Es wird zudem deutlich, dass es nur einen Fahrersitz geben soll. Auf dieser Zeichnung ziert ein Mercedes-Stern das Fahrzeug.

    Für die Sitzung, so erzählte Erwin Sturm 1991, wurde auch ein Holzmodell angefertigt. In der Denkschrift beschreibt Friedrich bereits eine mögliche Zusammenarbeit mit Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd.

    Aber der Vorstandsvorsitzende Dr. Wilhelm Haspel reagierte nicht positiv. Alle Energie solle in den Wiederaufbau der Fertigung von Personenwagen fließen, und er soll sogar gesagt haben: „Wir sind eine anständige Automobilfabrik und kein Traktorenwerk!“ – so Albert Köhler in seinen Erinnerungen „Vom Landgerät zum Unimog“ im Band 3 der „Geschichten rund um den Unimog“.

    70 Jahre Unimog_Idee

    Gespräche in Hohenheim

    In seinen Auszügen aus der Entwicklungsgeschichte des Unimog-Fahrzeugs“ schreibt Albert Friedrich: „Es fanden Besuche an der landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim statt und der damalige Professor Dr. Fischer-Schlemm gab einzelne Hinweise auf die traditionellen Erfordernisse der Ackerschlepper, ohne sich selbst mit dem Grundgedanken des UNIMOG befreunden zu können.“

    Im Protokoll einer Besprechung in Hohenheim am 13. September 1945 heißt es:

    „Unter Vorlage einer Übersichtszeichnung des motorgetriebenen Universalgeräts für die Landwirtschaft sind der Reihe nach folgende Punkte besprochen worden:

    • Herr Prof. Fischer ist der Ansicht, daß für ein landwirtschaftliches Gerät beim Pflügen auf alle Fälle der Führersitz hinten angebracht sein muß, damit eine dauernde Beobachtung des Pfluges und anderer angezogener Geräte möglich ist.
    • Der Pflug soll möglichst fest mit dem Zugfahrzeug verbunden sein. Beim Bedienen des Pfluges bezw. zum Ausheben aus der Furche wird eine hydraulische Hebevorrichtung empfohlen.
    • Herr Prof. Fischer schlägt für alle Arbeiten vor, daß die Geräte geschleppt werden, auch die Mäheinrichtung vor dem Fahrzeug wird als ungünstig angesehen. Am besten soll der Mähbalken rechts vom Schleppfahrzeug angebracht werden.
    • Als max. Motorleistung für ein mittleres bezw. für ein Kleingerät werden 25 PS genannt.
    • Die jährliche Stundenleistung beträgt erfahrungsgemäß etwa 1 000 Stunden, kann aber bis zu 3 000 ansteigen. Als Mindestlebensdauer werden 8 Jahre bezeichnet. Leistungen von 45 – 60 PS und max. 120 PS bedürfen bereits des Raupenantriebs.
    • Mit Rücksicht auf den Reihenabstand von Hackfrüchten soll die Reifenbreite nicht zu groß sein. Die vorgesehene Breite von 160 mm ist noch zulässig.
    • Die Spurweite von Landfahrzeugen bezw. Schleppern ist genormt mit 1250 mm. Die Räder sollen aber umstellbar sein, so daß eine Spurweite von 1450 mm ebenfalls möglich ist.
    • Als Lenkung wird Vorderradlenkung empfohlen. Der Lenkausschlag soll so groß als irgend möglich gemacht werden. Für die Erreichung eines kleinen Wendekreises wird bei vorhandenen Schleppern Abbremsung der einzelnen Hinterräder angewendet (Lanz, Aulendorf).
    • Die Bodenfreiheit soll ebenfalls möglichst groß gestaltet werden. Eine amerikanische Konstruktion (Allis Chalmes Schlepper 25 PS) legt eine Hinterrad-Untersetzung mit Stirnrädern auf die Hinterachse direkt vor die Antriebsräder, um die Bodenfreiheit zu vergrößern. Die Vorderachse ist bei diesem Fahrzeug nach oben gebogen, ebenfalls zur Erreichung großer Bodenfreiheit.
    • Der automobile Charakter eines Universalgerätes wird sehr begrüßt.
    • Der Antrieb einer Säeinrichtung wird als nicht unbedingt erforderlich bezeichnet. An Hand von verschiedenen Ausführungen erklärte Herr Prof. Fischer die Schwierigkeiten des maschinellen Säens.
    • Von einem Lanz- (Mannheim) 15 PS-Schlepper wurde das Gewicht mit 1200 kg und der Preis mit RM 2750.- angegeben.
    • Hydraulische Kupplungen werden bis jetzt lediglich als Schutzkupplungen verwendet.
    • Der Reifenluftdruck im Acker bezw. beim Schleppen wird mit 1,0 atü als Norm bezeichnet.
    • Rohrrahmen bezw. rahmenlose Fahrzeuge und Schlepper werden als sehr günstig angesehen.
    • Die Riemenscheibe für stationäre Antriebe soll in Fahrtrichtung abtreiben können wegen der guten Möglichkeit einer Einstellung der Riemenspannung. Riemenscheiben-Durchmesser ungefähr 500 mm, Drehzahl 600/min. Drehzahl von vorhandenen Dreschmaschinen ungefähr 1200/min.
    • Sogenannte Zapfwellen zum Antrieb geschleppter Geräte müssen auf alle Fälle vorgesehen werden. Mähbinder, Mähdrescher und dergl. sollen ihren maschinellen Antrieb von den Laufrädern des Gerätes nicht erhalten, sondern eben über Zapfwellen des Schleppers.”

    Es war offensichtlich ein sehr inhaltsreiches Gespräch, das die Herren Friedrich, Dr. Rothe, Sturm und Birk von Seiten Daimler-Benz mit Professor Fischer-Schlemm im Beisein ihres landwirtschaftlichen Beraters Grass führten.

    Gespräch in Schwäbisch Gmünd

    Am gleichen Tag, dem 13. September 1945, fand in Schwäbisch Gmünd ebenfalls ein „inhaltsschwangeres Gespräch“ statt, das Eduard Köhler protokollierte:

    Eine schriftliche Nachricht von H. Direktor Friedrich an mich enthielt den Vorschlag, nach kapitalkräftigen Interessenten für seine Konstruktion Ausschau zu halten. Er gab in diesem Schreiben den gesamten Kapitalbedarf bis zum Anlauf mit 1,2 Millionen bekannt.

    Mir ist allerdings unklar, da er das Wort „Einrichtungen“ gebrauchte, ob dabei auch vorhandene Einrichtungen von mitmachenden Betrieben gewertet sind. H. Friedrich sprach ursprünglich nur von RM 300 000,- für den Anlauf. Es ist selbstverständlich ausgeschlossen, dass wir uns kapitalmässig grösser beteiligen können, auch werden sich wohl bis zum möglichen Verkaufstermin der Fahrzeuge (Frühjahr 1947) für uns andere Möglichkeiten finden.

    Es ist dagegen notwendig, dass wir, solange wie möglich, mitmachen. Einmal, um den Nachweis „landwirtschaftliche Entwicklungen“ zu erbringen, ausserdem muss unser Ziel bleiben, den Anschluss an „landwirtschaftliche Zusatzgeräte“ zu finden.

    Ich suchte deshalb H. Dr. May auf, um mit ihm freundschaftlich über eine Teilnahme an dem Geschäft zu sprechen. Nach Klarlegung der technischen Fragen urteilte H. Dr. M. nicht ungünstig und meinte, dass eine Übernahme des benötigten Betrages durch ihn durchaus möglich wäre, doch besteht z. Zt. völlig Unklarheit, war ihm verbleibt. Die ihm gehörenden Sachwerte der Collis-Metallwerke sind ausgeraubt. Sein Vermögen ist z. Zt. beschlagnahmt. Da er nicht Parteigenosse war, jedoch Wehrwirtschaftsführer, lässt sich noch nichts überblicken.

    Dr. M. ist ganz allgemein der Ansicht, dass der Anlauf mit neuen Artikeln mit äusserster Vorsicht betrieben werden müsse, da

    • mindestens bis zum Jahr 1946 die Störungsversuche derartig sein werden, dass nichts recht gelingt,
    • glaubt er, dass die Industrie-Spionage der Amerikaner sich besonders auf diejenigen Werke ausdehnen werde, die im Begriff sind, aus den Trümmern wieder etwas Brauchbares zu erreichen. Zu fürchten seien dabei besonders Offiziere mit den Buchstaben „SG“ (sciantific councellor) auf der Schulter (wissenschaftliche Berater).

    Nach seiner Ansicht werden Betriebe, die besonders erfolgversprechend sind, nach ‚Überwindung der Hauptschwierigkeiten jüdischen Inhabern übergeben. Es kann sich dabei um Vermutungen handeln, jedoch ist Vorsicht am Platze, besonders in der Geheimhaltung aller Pläne auch gegenüber Deutschen.

    Dr. M. gibt zu, dass im Falle Dr. Friedrich die lange Vorbereitungszeit günstig ist, da im Jahre 1947 die Lage vielleicht übersichtlicher ist.

    Als Risiko bezeichnet auch er die dann bestehende Kaufkraft und die Absicht der amerikanischen Grossindustrie.“

    Dieses Protokoll von Eduard Köhler ist nach meiner Einschätzung ein besonders wertvolles Zeitdokument. Vermittelt es doch sehr anschaulich die Situation, in der sich die Unternehmer kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges befanden, welchen Zwängen sie ausgesetzt waren und welche Sorgen und Hoffnungen sie hatten.

    Michael Wessel

    Die Serie wird monatlich fortgesetzt.

    Quellen: Eva Klingler, Michael Wessel: „Geschichten rund um den Unimog“, Band 1, Ettlingen 1992, Michael Wessel: „Geschichten rund um den Unimog“, Band 3, Gaggenau 2009 und Werner Schmeing, Hans-Jürgen Wischhof „Traktoren der Daimler AG“ Band 1, Frankfurt 2009

    Kindermann Unimog