Herzlich willkommen in der Unimog-Community

  • Sommeraktion: Unimog-Bücher zum Sonderpreis

    Sommerzeit. Lesezeit. Wer am Strand oder in den Bergen seinen Unimog vermisst, der kann aktuell seinen Unimog-Hunger mit Lesen von Unimog-Büchern stillen. Buch&Bild fährt auch in diesem Sommer wieder eine Sonderaktion:

    Unimog-Ratgeber für 10,00 € – hier klicken für die Online-Bestellung.

     

    Geschichten rund um den Unimog Band 3 für 10,00 € – hier klicken für die Online-Bestellung.

    Geschichten rund um den Unimog für 10,00 € – hier klicken für die Online-Bestellung.

     

    Geschichten aus unserem Benzwerk (2. Wahl; manche Blätter kleben zusammen) für 5,00 € – hier klicken für die Online-Bestellung.


    „Des denkt mir au noch“ für 10,00 € – hier klicken für die Online-Bestellung.

     

  • Unimog-Prospekt des Monats Juni 2018

    Unimog-Prospekt des Monats Juni 2018

    Der dritte Prospekt der Abteilung Unimog im Daimler-Benz Werk Gaggenau von 1951/52 weist gleich mehrere Besonderheiten auf. So ist er auf sehr dünnem und somit transparentem Papier nur einseitig bedruckt.

    Die werblichen Aussagen sind auf ein Minimum reduziert:

    UNIMOG

    UNIVERSAL MOTORGERÄT

    Vielseitig auf Acker und Hof,

    robust bei der Arbeit im Wald,

    auf der Straße lebendig und stark

    Eine derart knappe Botschaft findet man sonst eher auf Plakaten.

    Das dominierende Unimog-Motiv ist dem ersten Boehringer-Prospekt von 1948 nachempfunden. Allerdings ist es jetzt eine Zeichnung des Unimog 2010.

    In seiner Dokumentation der ersten Unimog-Prospekte im Mitgliedermagazin Unimog-Journal des Unimog Veteranen Club 2/3 1995 vermutet der damalige erste Vorsitzende des Clubs, Wilfried Scheidemann, dass der Prospekt zum breiten Streuen auf Messen eingesetzt wurde.

    Michael Wessel

  • Unser Kalendermotiv Juni und der Binger Seilzug

    Diese Zeichnung von Hans Liska im Unimog-Kalender von 1956 zeigt einen Unimog 411 mit einem Binger Seilzug.

    Als Vorlage diente sicherlich dieses Werksfoto von Daimler-Benz:

    Mehr zum Binger Seilzug

    Im Unimog-Museum ist in der Sonderausstellung zum Thema „Landwirtschaft“ auf einer Informationtafel zum Binger Seilzug zu lesen:

    „Die Binger Seilzug GmbH & Co. KG ist einer der ältesten Hersteller von Weinbaugeräten.

    Dem 1947 auf den Markt gebrachten ersten Produkt des Unternehmens, dem Binger Seilzug, folgten im Laufe der Jahre zahlreiche weitere nützliche Geräte für die Winzer in aller Welt.

     

    Binger Seilzug im Unimog-Museum – Foto Wessel

    Heute liefert Binger Seilzug Laubschneider, Entlauber, Vorschneider und weitere Anbaugeräte.

    Die ersten Binger Seilzüge wurden 1953 noch frontseitig am Unimog montiert (siehe Zeichnung von Liska und Foto). Bei Anordnung zwischen den Achsen ist bei schwerem Zug die Standsicherheit höher. Der Antrieb der Winde erfolgt entsprechend von der Heck- oder der Frontzapfwelle.

    Der Seilzug erleichterte den Steillagenwinzern die Arbeit erheblich. Die heute üblichen Schmalspurtraktoren gab es noch nicht. Mithilfe des Seilzugs konnte ein Pflug oder auch ein Grubber betrieben werden. Mehr als 20.000 Binger Seilzüge wurden gebaut und verkauft.

    Zusätzlich wurden die passenden Pflüge wie der Binger-Seilzug-Allzweckpflug und weiteres Zubehör hergestellt.

    Man geht heute davon aus, dass zirka 10 % aller produzierten Binger-Seilzüge an Unimog angebaut wurden.

    Seillänge:                    150 m

    Zugkraft:                    800 kg

    Seilgeschwindigkeit:   0,6 bis 1,2 m/s

    Flächenleistung:         0,75 bis 1 ha/Tag

    Besitzer: Unimog-Museum, Gaggenau“

    Die Besucher des Jubiläumsfestes „25 Jahre Unimog-Club Gaggenau“ hatten zeitweise Gelegenheit, die beiden wesentlichen Varianten des Binger Seilzugs nebeneinander zu sehen.

    Zwei Varianten des Binger Seilzugs

    Das rechts abgebildete Fahrzeug mit dem Seilzug und Umlenkrolle ist aus erster Hand, denn der Großvater von Stefan Jung, der auch das Foto gemacht hat, setzte diese Winde noch ein.

    Abschließend noch ein früher Prospekt von Binger Seilzug:

     

  • Etwas zum Schmunzeln

    Gerhard Hinrichs, langjähriger Werkstattleiter der früheren Unimog-Generalvertretung Hans-Henning Endres in Berlin, sowie Christoph Lehmann und Hans-Rüdiger Endres verdanken wir interessante Geschichten aus den ersten Unimog-Jahren. Der Cartoonist Dirk Meissner hat sie illustriert. 

    Wir freuen uns, dass Hans-Rüdiger Endres uns diese Reihe für eine monatliche Veröffentlichung im Newsletter zur Verfügung gestellt hat.

     

    1954 im Frühjahr

    Im Schneckentempo auf dem Kaiserdamm

    Eine der zahlreichen Unimog-Vorführungen wurde durch zu niedrige Geschwindigkeit zur Anekdote, wie Gerhard Hinrichs berichtet. Diesmal sollte einem Abrissunternehmer der Unimog schmackhaft gemacht werden. Der Schutt einer Ruine in Berlin-Kreuzberg sollte zur Deponie gefahren werden. Der Unternehmer wollte dem Bewerber natürlich richtig auf den Zahn fühlen und schickte den Vorführzug über die Straße des 17. Juni, die in die Bismarckstraße und später in den ansteigenden Kaiserdamm übergeht. Selbstverständlich waren die zwei Anhänger randvoll beladen und hätten somit einen dienstbeflissenen Polizisten zu ehrgeizigen Taten aufrufen können. Am steilsten Stück des Kaiserdamms kroch der Unimog mit „mittlerer Handwagengeschwindigkeit“ die Straße hinauf. Jeder, der einmal selbst einen U 25 gefahren hat, weiß, wie schwierig ein Wechsel vom zweiten in den dritten Gang ist. Meistens begnügt man sich also mit dem zweiten Gang, um das Gespann nicht zum völligen Stillstand zu bringen.
    Im Rückspiegel des Unimog tauchte auch bald ein VW-Käfer im typischen Dunkelblau der Berliner Polizei auf. Der Beifahrer winkte schon wichtig mit der rotweißen Kelle und ließ den Lastzug anhalten.

    Hinrichs, im grauen Kittel mit Mercedes-Stern, stieg aus und erkundigte sich betont freundlich, was er denn wohl falsch gemacht hätte. Den Ball flach zu halten war für ihn oberstes Gebot, denn zu dieser Zeit konnte er noch nicht den längst fälligen Führerschein der Klasse II vorweisen. Arbeiten war ihm einfach wichtiger als der Besuch der Fahrschule. Die Polizei bemängelte die zu geringe Geschwindigkeit und die viel zu schwere Ladung. Hinrichs ging eifrig auf das Gespräch ein und erklärte dieses und jenes. Damit konnte das Vorzeigen der Papiere dezent umgangen werden.

    Er hätte ja die Ladung wiegen wollen, erklärte Hinrichs, aber es gab nun mal keine Waage in der Nähe, und extra durch die halbe Stadt zum Wiegen zu fahren, so viel Sprit war nicht im Tank des Unimog. Dann wurden ersatzweise diverse zu bemängelnde Dinge am Lastzug amtlich festgestellt. Im Laufe der immer noch in freundlichem Ton geführten Diskussion fragte der Polizist sichtlich überfordert: „Ja watt machen wa denn nun mit Ihnen?“ Hinrichs antwortete nicht ganz uneigennützig: „Na am besten lassen Sie mich weiterfahren!“ Völlig verdutzt kapitulierte der Ordnungshüter mit den Worten: „Mensch, haun’se bloß ab!“ – Damit stand einer erfolgreichen Fortsetzung der Vorführung nichts mehr im Wege.

    Copyright Hans-Rüdiger Endres