Herzlich willkommen in der Unimog-Community

  • Seit 1923 Diesel-Motoren in Automobilen

     

    1933 konnte das Zehnjährige des Diesel-Einbaus in Gaggenau gefeiert werden

    Das heutige Gaggenauer Mercedes-Benz Werk der Daimler AG geht auf die 1894 gegründeten Bergmanns Industriewerke zurück. Darin wurden 1895 erstmals Personenwagen und um 1898 auch Lastwagen und Omnibusse gebaut. 1907 übernahmen Benz&Cie., Mannheim, das Werk und firmierten ab 1911 als Benzwerke Gaggenau GmbH und ab der Fusion im Jahr 1926 als Daimler-Benz AG.

    Ganz entscheidend für den Fortbestand des Werkes in sehr schweren Zeiten der Hochinflation war es, dass im Februar 1923 erstmals im Benzwerk Mannheim gebaute Vierzylinder-Dieselmotoren in Gaggenau nach entsprechender Anpassung in Lastwagen eingebaut wurden. Ursprünglich waren in Mannheim Zweizylinder-Dieselmotoren für Motorpflüge entwickelt worden.

    In dem Buch „Die Automobile der Benzstadt Gaggenau“ heißt es: „Ab Ende 1923 erlöste zwar die Rentenmark aus dem Währungs-Chaos, die Geldmenge wurde jedoch zu knapp gehalten. Hohe Zinssätze, ungeheure steuerliche Industriebelastungen und der Wegfall des Zollschutzes dämpften die Inlandsnachfrage.

    Dieser Lastwagen war 1933 mit einem Diesel-Motor zehn Jahre in Betrieb

    Amerikanische und französische Wagen drängten auf den deutschen Markt. Es wurde deutlich, dass die deutschen Produktionsverfahren veraltet und der internationalen Konkurrenz nicht mehr gewachsen waren. Benz Gaggenau überstand diese schweren Jahre noch relativ gut, man hatte ja den Diesel-Lkw, mit dem man wieder nicht nur Ansehen mehren, sondern auch verhältnismäßig viele Aufträge verzeichnen konnte. Stolz feierte man daher in Gaggenau im Jahr 1933 zehn Jahre Diesel-Lastkraftwagen.“

    Das Diesel-Lied von Max Rißmann gab es auch auf einer Schallplatte als Werbegeschenk

    Der Konstrukteur Max Rißmann schrieb Mitte der 1930er Jahre für die Große Karnevalsgesellschaft Gaggenau nach der damals bekannte Meleodie „Lore, Lore“ ein Loblied auf den Diesel-Motor. Daimler-Benz übernahm es und brachte es auf Schelllack-Platten als Werbeartikel heraus. Auch eine Medaille wurde aus diesem Anlass herausgegeben.

    Michael Wessel

    Fotos: Daimler AG

    Liedtext: Hans-Otto Neubauer, Michael Wessel: „Die Automobile der Benzstadt Gaggenau“, Hamburg, 1986

    Nebenbei:

    Für einen guten Bekannten suche ich ein Exemplar der Schallplatte mit dem Diesel-Lied. Kontakt: wessel-gaggenau@t-online.de

  • Jahresprogramm des Unimog-Club Ostalb e. V.

    Beim Oldtimertreffen in Honkling 2015

    Der Unimog-Club Ostalb bietet 2017 seinen Mitgliedern wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm

    22. und 23. April     Frühjahrstreffen in Ruppertshofen auf dem Gelände der Firma Kunz Landtechnik
    Unsere beiden Vorstände waren bereits bei einem Vorgespräch vor Ort. Details kann ich demnächst liefern.
    Es wird ein sehr schönes Wochenende mit Platz für ca. 80 Unimog und einem Vorführgelände für Landtechnik.

    28. Mai     UCO-Ausfahrt zum Weidefest nach Vordermurrhärle
    Details folgen noch.

    5. und 6. August    Oldtimertreffen in Honkling
    Der UCO übernimmt wieder einen Teil der Organisation des Sommerfests der Dorfgemeinschaft

    Bei einem früheren Treffen in Honkling

    2. und 3. Sept.    Herbsttreffen in Seifertshofen/Museum Kiemele

    Herbsttreffen in Seifertshofen 2016

    13. Oktober    Schraubertreffen in Essingen/Betriebshof
    Thema ist noch offen

    Schraubertreff 2016

    8. Dezember    Weihnachtsfeier in Durlangen/Gasthaus Krone

    Darüber hinaus wird sich der Unimog-Club Ostalb an folgenden Veranstaltungen beteiligen beziehungsweise eine gemeinsame Ausfahrt dorthin organisieren:

    6. und 7. Mai:        Ausstellung der UCG Regionalgruppe Göppingen-Stauferland auf Technorama Ulm
    13. und 14. Mai:    Europa Truck Trial in Lauchheim-Hülen.
    21. Mai:                  Oldtimertreffen in Röhlingen
    16. bis 18. Juni:    Jahrestreffen des Unimog-Club Gaggenau in Dornstetten
    16. Juli:                 Unimog-Treffen der UCG Regionalgruppe in Schorndorf (Museum „Kelch“)
    22. und 23. Juli:  Unimog- & Mbtrac Treffen in Enkenhofen
    11. bis 13. Aug.:    Schleppertreffen in Prevorst (mit großer MB-trac-Beteiligung)

    Weitere Informationen, Stammtisch-Termine und Fotos auf der Website des Vereins unter u-c-o.de

    Die Fotos wurden dieser Website mit freundlicher Genehmigung entnommen.

  • „All(t)es was fährt – Aktionstag mit Oldtimertreffen im und am Unimog-Museum“

    Es muss nicht immer nur Unimog sein. Fahrzeuge bis Baujahr 1987 werden am Aktionstag gezeigt.

    Rund um alte Autos und um die Autobilgeschichte dreht sich am Sonntag, dem 26. März alles im und am Unimog-Museum. Im Rahmen der Winterausstellung lädt das Museum Besitzer alter Personenwagen, Unimog, LKW, Traktoren oder Motorräder aus den Baujahren bis 1987 zu einem Treffen am Museum ein.

    Mit einem Vortrag des Panhard-Besitzers und Experten für deutsch-französische Automobilgeschichte Florian Gantner startet um 11 Uhr das offizielle Programm. Danach gibt es Führungen durch die Winterausstellung und verschiedene Spiel- und Bastelaktionen für Kinder. Um 14.30 Uhr ist eine Oldtimer-Ausfahrt rund um Gaggenau geplant, bei der die Teilnehmer Einblicke in die automobile Geschichte der Stadt erhalten werden. Zusätzlich zum Programm im Museum ist ab 11.30 Uhr ein Unimog-Busshuttle zwischen dem Museumsgelände und der Innenstadt von Gaggenau zum verkaufsoffenen Sonntag im Einsatz.

    Die Besucher erfahren auch viel zur Automobilgeschichte des Murgtals

    Besitzer alter Fahrzeuge sind herzlich willkommen! Einfach kurz anmelden unter 07225 / 98131-0 oder info@unimog-museum.de

    Bitte beachten Sie, dass am Sonntag alle Parkplätze am Museum für die Fahrzeug-Ausstellung benötigt werden. Daher bitten wir unsere Tagesgäste auf die Parkplätze der Akademie Schloss Rotenfels bzw. auf die der Firmen König Metall oder Swarco auszuweichen.

    Informationen und Termine zu allen weiteren Veranstaltungen finden Sie auf der Museums-Homepage unter: www.unimog-museum.de.

    Fotos: Daimler AG und Unimog-Museum

  • Ehrenamt im Unimog-Museum auf Youtube

    Hermann Bürkle mit seinem selbst gebauten Wohnmobil auf einem Unimog 421 – Foto: Wessel

     

    In einer eigenen Serie stellt der SWR in Baden-Württemberg besondere ehrenamtliche Helfer in Vereinen vor. Einer davon ist Hermann Bürkle, der seit Eröffnung des Unimog-Museums dort besonders engagiert mitarbeitet. Es begann mit der Aufsicht, dann kamen Führungen hinzu und inzwischen bietet er Fahrertrainings mit dem Unimog an. Aber auch sonst hilft er vielfältig mit und ist durch den Besuch vieler Unimog-Veranstaltungen besonders gut in der Szene vernetzt. Meist nutzt er sein selbst gebautes kleines Wohnmobil, dessen Plangestell er hydraulisch anheben kann. „Alles selbst ausgetüftelt und gebaut!“ wir er dem SWR3-Reporter Axel Gagstätter in einem halbstündigen Portrait erzählt.

    Anlass ist eine Fernsehserie des SWR3, in der die Vereine und dabei besonders das Ehrenamt gewürdigt werden. Und so besuchte Axel Gagstätter kürzlich das Unimog-Museum und ließ sich den dortigen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer an zwei Tagen ausführlich schildern. Er legte auch selbst mit Hand an und absolvierte mit Hermann Bürkle ein Fahrertraining. Dabei entstanden eindrucksvolle Szenen und spätestens da war der Vereinsmeier Axel Gagstätter auch vom Unimog fasziniert. Herausgekommen ist am Ende ein halbstündiger Beitrag, der erstmals am 17. März  ausgestrahlt wurde.

    Der Film ist hier abrufbar:

  • Auf der Suche nach den Wüstenangepassten Elefanten

    Ein Reise-Bericht von Brigitte Friese mit Fotos von Bernardo Friese


    Wir besuchten in Namibia meinen dort lebenden Bruder, um seinen 85. Geburtstag in Okahandja zu feiern. Der Ort liegt 65 km nördlich von der Hauptstadt Windhoek und ist noch mit einer Teerstrasse zu erreichen. Danach mieteten wir uns einen 4×4 Doppelkabiner Geländewagen mit zwei Ersatzreifen und hatten das Ziel ganz im Norden, an der Grenze zu Angola, die Epupa Wasserfälle zu besichtigen. Die Strecke dorthin ist über 900 km weit und somit legten wir eine Zwischenübernachtung in der Twyfelfontain Lodge ein. Diese tolle Lodge liegt ca. 130 km abseits der Route zwischen Khorixas und Sessfontain und befindet sich bereits in dem Gebiet, wo es nur Schotterpisten gibt, man sprich dort von „Gräbbelpat“.

    Dort angekommen, konnten wir an einer Sundowner Tour unter dem Titel „Auf der Suche nach dem Wüstenangepassten Elefanten“ teilnehmen. Los ging es mit dem Unimog quer durch steppenähnliches Gelände zu vorbereiteten Wasserstellen, die auch gleichzeitig Futterstellen waren. Dieses ist notwendig, da die Tiere sonst nicht überleben können. Es waren bereits drei Jahre, dass es in diesem Land nicht mehr geregnet hat. Das Land war ausgetrocknet und staubig. An diesen Wasserstellen konnten wir viele Tiere sehen und fotografieren. Es war ein richtiges Erlebnis, bei untergehender Sonne, diese eigenwillige Landschaft zu genießen. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Unimog zu den Felsgrawuren, Orgel Pfeifen und dem versteinerten Wald. Ein heißes, trockenes, aber tolles Erlebnis!

    Namibia, das unendliche Land“ 

    Brigitte Friese
    © Fotos: Bernardo Friese