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  • Die Unimog-Musterbetriebe Murghof und Pfinzhof

    Verwalter Günter Hopfgarten beim Mähen auf dem Murgvorland bei Rotenfels – Foto: Daimler AG

    Die Unimog-Musterbetriebe Murghof und Pfinzhof

    Beim Aktionstag des Unimog-Museums am 30. September 2018 zu den Einsätzen „Ernte und Transport“ wurden viele Gaggenauer und viele Unimog-Fans erstmals darauf aufmerksam gemacht, dass die Gebäude auf der anderen Seite der Bundesstraße zum überwiegenden Teil früher zu einem landwirtschaftliches Mustergut der damaligen Daimler-Benz AG gehörten.

    Hierzu Auszüge aus meinem Band 3 der „Geschichten rund um den Unimog“:

    Als der Unimog 1951 nach Gaggenau umgezogen war, stellte sich die Frage nach einem Vorführgelände in der Nähe des Werkes. In Sichtweite bot sich das Hofgut Amalienberg an, ein damals üblicher landwirtschaftlicher Mehrzweckbetrieb mit Kartoffel- und Getreideanbau sowie Viehzucht. Mit ebenen Feldern sowie leichten und steilen Hanglagen war er ideal geeignet, den „universellen Einsatz“ des neuen Gaggenauer Produktes zu testen und zu demonstrieren. Das Gelände rund um den Amalienberg wurde daher für Vorführungen rege genutzt. Für die Idee, dort ein Schulungsgebäude mit Übernachtungsmöglichkeiten zu errichten, konnte der Gutsverwalter Kurt Hagen nicht gewonnen werden. Er wollte sich seinen landwirtschaftlichen Betrieb nicht noch häufiger durch die Schulungsteilnehmer stören lassen.

     

    Einsatzversuche mit Kartoffellegegerät am Amalienberg – Foto: Daimler AG

    Ein weiteres landwirtschaftliches Vorführgelände wurde beim Winklerhof im heutigen Gaggenauer Stadtteil Winkel gefunden. Der Besitzer und Landwirt Karl Maier konnte den Besuchern über eigene Erfahrungen mit dem Unimog berichten, denn er hatte einen Unimog 70.200 – bereits 1949 bei Boehringer in Göppingen gebaut – täglich im Einsatz.

    Einsatz beim Winklerhof 1955 (noch ohne Bäume beim Haus) – Foto: Daimler AG

    1953 war die Unimog-Schulung gebaut und eingeweiht worden. Sie steht heute noch neben dem Unimog-Museum.

     

    Die Unimog-Schulung kurz nach der Fertigstellung – Foto Daimler AG

    Um die Wirtschaftlichkeit des Unimog in konkreten Fällen unter Beweis zu stellen, wurden Ende der 50er Jahre in der Nachbarschaft des Schulungsgebäudes der Murghof und im 40 km entfernten Grötzingen der Pfinzhof angepachtet. Beweisen wollte man damit auch, dass entgegen herrschender Meinung derartige Höfe ohne tierische Zugkraft wirtschaftlich betrieben werden können.

    Der Murghof repräsentierte den typischen bäuerlichen Mischbetrieb mit 15 bis 30 Hektar und nur einem Unimog als zentralem Fahrzeug. Eingerichtet wurde ein Laufstall für Kühe mit Melkstand. Das Murgvorland wurde für Grünfutter gepachtet. Hinzu kamen Flächen im benachbarten Bischweier. Hatte doch bereits Albert Friedrich, einer der geistigen Väter des Unimog, immer wieder in Erinnerung gerufen, dass die Landwirtschaft „ein Transportgewerbe wider Willen“ ist. Hier konnte der Unimog seine Ladefläche und insbesondere seine Schnelligkeit zusätzlich einbringen.

     

    Szene auf dem Murghof – Foto: Daimler AG

    Der Pfinzhof hingegen war ein reiner Ackerbaubetrieb ohne Viehwirtschaft mit 62 Hektar, wie er damals in Norddeutschland häufig anzutreffen war.

    Der Pfinzhof bei Karlsruhe-Durlach in „Ein viehloser Ackerbaubetrieb“ – Mitteilungen der DLG – Sammlung Wessel

    Die Bedeutung dieser Beispielbetriebe wird daran deutlich, dass sie 1958 über 3000 Besucher zählten. Darunter 427 Einzelkunden, 329 Besucher in Gemeindegruppen und immerhin 2.423 Besucher von Fachverbänden oder landwirtschaftlichen Berufsgruppen.

    Die Erfahrungen in der Bewirtschaftung der beiden Musterhöfe wurden ausführlich in landwirtschaftlichen Fachzeitschriften wie Deutsche Landwirtschaftszeitung, Deutsche Landwirtschaftliche Presse, Mitteilungen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, Technik für Bauern und Gärtner publiziert.

    Dass diese beiden Höfe eine hervorragende Ergänzung zu den Schulungen, Werksführungen und Vorführungen darstellten, belegen zahlreiche Schreiben. So ist in einem Brief der Alzeyer Automobil-Gesellschaft m.b.H. zu lesen: „Von der Möglichkeit, Unimog-Interessenten zu einer Besichtigung des Werkes Gaggenau einzuladen, machten wir regen Gebrauch und fuhren mit Bauernvereinen usw. nach Gaggenau. Wir dürfen hier besonders betonen, dass wir dabei von den maßgeblichen Herren im Werk Gaggenau volle Unterstützung in unseren Wünschen fanden. – Wenn wir hier die Beispielshöfe „Pfinzhof“ und „Murghof“ besonders nennen, so tun wir dies, weil wir damit unseren landwirtschaftlichen Interessenten ein vorbildliches Beispiel des Unimog-Einsatzes zeigen konnten. Gerade dadurch konnte sich mancher Interessent zum Kauf eines Fahrzeuges entschließen, denn in der Werbung wird das gezeigte Beispiel immer den größten Erfolg erzielen.“

    Karl-Heinz Gutmann auf einem Prospektfoto beim Murghof – Foto: Daimler AG

    Karl-Heinz Gutmann, heute ehrenamtlicher Helfer im Unimog-Museum, betreute viele Besuchergruppen. Gelegentlich, so Gutmann, wurden auch Prospekt-Fotos gemacht. Eines hat noch heute bei ihm in der Wohnung einen Ehrenplatz. Es zeigt ihn beim Betanken eines Unimog beim Murghof. Aufgenommen hat dieses Bild der langjährige Pressereferent des Unimog-Bereichs, Siegfried Köppe. Und so sind auch seine Frau und sein Sohn Heinrich mit auf dem Bild. Den Steiff-Unimog gibt es heute noch in der Familie Köppe.

    Der Murghof in der Nähe des heutigen Unimog-Museums in den 1960er Jahren – Foto: Daimler AG

    Siegfried Köppe, der auch die Schriftleitung der Kundenzeitschrift „Unimog-Ratgeber“ hatte, hörte eines Tages den Verwalter des Murghofes, Dr. Reinhardt, Besuchern gegenüber sagen: „In diesem großen Gebäude wohnt nur noch der Verwalter, denn die anderen Arbeitskräfte brauchen wir dank des Unimog nicht mehr!“ – Köppe reagierte sofort und bald darauf zog der gelernte Diplom-Landwirt und Agrarjournalist mit seiner vierköpfigen Familie zusätzlich im Murghof ein. Seine Frau als Bauerntochter fühlte sich dort sehr wohl. Und wenn sich am Wochenende mal ein unangemeldeter Besucher auf dem Murghof zeigte, übernahm Köppe die Führung.

    Hilfreich für die Arbeit von Siegfried Köppe in der Schriftleitung des Ratgebers und beim Texten von Verkaufsunterlagen war natürlich auch, dass er durch die Einsatzversuche auf dem Murghof und dem Schulungsgelände sehr früh mit allen Neuentwicklungen konfrontiert wurde. Informationen, die dann immer noch fehlten, steuerten seine Kegelbrüder aus der Entwicklung und dem Vertrieb bei.

    Im Heft 14 des „Unimog-Ratgebers“ von 1959 beschreibt Schriftleiter Siegfried Köppe – ergänzt durch eine reizvolle Zeichnung – das Futterholen auf dem Murghof – Sammlung Wessel

    Verwalter des Murghofs war dann von 1959 bis 1972 Günter Hopfgarten (siehe Bild oben) mit seiner Frau Liselotte. In diese lange Zeit fiel auch 1967 die Aufgabe der Milchwirtschaft und der Aufbau einer Schweinezucht.

    Der Murghof wurde 1976 abgepachtet, da das Konzept nicht mehr den damaligen Verhältnissen in der Landwirtschaft entsprach. Der Pfinzhof wurde in Bauland umgewandelt.

    Ab Mitte der 70er Jahre war die Unimog-Schulung im Wesentlichen nur noch Depot für Anbaugeräte und Lager für Verkaufsmaterialien.

    Dr. Kurt Albus und die Unimog-Musterbetriebe

    Im Heft’l 89 des Unimog-Club Gaggenau wurde von mir der Leiter der Anwendungstechnik im Unimog-Versuch, Dr. Kurt Albus, vorgestellt.

    Im Juni 1953 hatte er seine Doktorarbeit mit dem Thema „Die Entwicklung der motorischen Entwicklung zum Säen und Hacken von Getreide und Rüben sowie zur Kartoffelkultur – Grundlagen, Gang und Zukunftsaussichten“ an der Uni Hohenheim abgeschlossen. Als besonders positives Beispiel war darin bereits der Unimog mit Fronthackgerät enthalten.

    Am 1. September 1953 fing der frisch gebackene Doktor dann im Unimog-Versuch an. Er erinnert sich, dass dieser noch in einer ‚besseren Baracke’ untergebracht und eine kleine Ausstellung und die Ersatzteilversorgung mit dabei waren. Bereits nach kurzer Zeit erprobte er zunächst in der Nähe von Worms und dann wochenlang in ganz Westdeutschland mit seinen Kollegen Willi Seitz und Ludwig Wohlfahrt den Stoll-Rübenvollernter. Voller Stolz präsentierte er diesen auch an seiner früheren Hochschule in Hohenheim.

    Seine Kollegen amüsierten sich, wenn Albus während des Fahrens in extremer Liegestellung den Verlauf der Rübenrodung fotografierte. Fortan war er der Rübenspezialist. Dies führte auch dazu, dass er bei Hoegen-Dijkhof in Holland diese Geräte mit besonderer Smaring-Schar für feuchte Böden studierte und dann präsentierte. Albus resümiert heute: „Nirgendwo kommen Natur und Technik so eng zusammen wie bei der Rüben- und Kartoffelernte!“

    Bereits 1952 hatte der Unimog-Bereich ein ganzes Jahr lang versucht, in Jugoslawien mit dem Unimog Fuß zu fassen um dort die Landwirtschaft zu motorisieren – oder sogar zu Unimog-isieren. Bis dahin galt immer noch als Regel, dass zu einem landwirtschaftlichen Betrieb auch ein Pferd gehört.

    Wegen dieser beabsichtigten Motorisierung der Landwirtschaft türmten sich auch in einer Halle des Unimog-Versuchs unzählige Maschinen und Anbaugeräte, die Albus in mühseliger Kleinarbeit und mit Hilfe einer Kranbahn sortierte um danach die weitere Verwendung mit den Herstellern zu klären. Zwischen 1954 und 1957 wurde Albus dann als Gruppenleiter mit sechs Mitarbeitern für die Geräteerprobung und -freigabe verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehörten dabei auch Vorträge bei Verkäuferschulungen – natürlich insbesondere über den Rübenvollernter.

     

    Vorführung für einen indischen Maharadscha auf einem Versuchsgelände in Rastatt 1955 – links Dr. Kurt Albus, daneben Albert Friedrich, der damalige Technische Leiter des Unimog-Bereichs – Foto: Slg. Albus

    Als großes Schaulaufen bezeichnet heute Albus eine Vorführung vor einem indischen Maharadscha im Beisein der gesamten Unimog-Hierarchie sowie einiger ‚Zentralisten’ im Jahr 1955 auf einem Versuchsgut der Südwestdeutschen Saatgut GmbH im Raum Rastatt (heute ist dort das Pkw-Werk Rastatt von Mercedes-Benz). Vorgestellt wurde das gesamte Jahresprogramm von der Saat bis zur Ernte mit Front-, Heck- und Seitenanbaugeräten einschließlich Schädlingsbekämpfung.

    Auch hierbei wollte man wieder beweisen, dass die landwirtschaftliche Vollmotorisierung mit dem Unimog gewährleistet werden kann. Mit dem gleichen Ziel wurden immer wieder landwirtschaftliche Betriebe für Versuchseinsätze gewonnen.

    Dabei stieß Albus auch auf den Pfinzhof bei Karlsruhe-Durlach. Als er dort ankam, war gerade eine LANZ-Raupe mit Anhängepflug im feuchten Gelände hängengeblieben. Albus besorgte zwei Unimog im benachbarten Gaggenau und zwei Stunden später war der LANZ samt angehängtem Pflug rausgezogen. Ein anschließendes Gespräch mit dem Bewirtschafter Dr. Eckard aus Hohenwettersbach mündete dann in Überlegungen, den Hof für den Unimog als Versuchsgut zu pachten. Es musste schnell gehen und Albus erhielt zu seiner eigenen Überraschung vom Kaufmännischen Leiter des Unimog-Bereichs Dr. Alfred Rummel und vom Versuchsleiter Christian Dietrich grünes Licht, selbst mit dem Vorstand von Daimler-Benz Kontakt aufzunehmen. Leiter des Vorstandssekretariats war Dr. Hanns Martin Schleyer, der ebenfalls sofort einwilligte. Der erste Schritt auf dem Weg zum späteren Nachweis einer möglichen Vollmotorisierung der Landwirtschaft mittels Unimog war gemacht. Der Verwalter des Pfinzhofs, Diplomlandwirt Hans Bühler, wurde daher auch gleich mit verpflichtet.

    Durch Erprobungen und Vorführungen bestanden bereits Kontakte zum Murghof. Mit dem Staatlichen Liegenschaftsamt in Baden-Baden konnte Albus als nächsten Schritt die Pachtung des Murghofs vereinbaren. Auch hier wurden der bisherige Verwalter und sein Mitarbeiter gleich mit übernommen. Und um die Fläche zu erweitern, wurde als „Seilwindenversuch“ eine Waldfläche am Hang gerodet.

    Der Kaufmännische Leiter des Unimog-Bereichs, Dr. Alfred Rummel, legte Wert darauf, dass der Nachweis der landwirtschaftlichen Vollmotorisierung wissenschaftlich begleitet wird. Hierfür konnte Albus an der Uni Hohenheim den Jungwissenschaftler Dr. Theo Bischoff gewinnen, der eigentlich bereist eine Zusage des Landwirtschaftsministeriums hatte. Auf Vermittlung von Dr. Rummel wurde zudem Dr. Reinhardt für diese Aufgabe gewonnen.

    Die mögliche Vollmotorisierung der Landwirtschaft mittels Unimog wurde in vielen Fachzeitschriften vorgestellt – Sammlung Wessel

     

    Zahlreiche Fachaufsätze in landwirtschaftlichen Zeitschriften und in Publikationen des Unimog-Bereichs erschienen in der Folgezeit von Bischoff und Reinhardt. Darin werden beispielsweise der Murghof und der Pfinzhof ausführlich vorgestellt, um dann in verschiedenen Tabellen den Anbau, die Ernteerträge und die Düngung, den Maschineneinsatz vom Unimog bis hin zu Kleingeräten, den Jahres-Arbeitsplan mit den verschiedenen Fruchtarten und den Zeitplan der Bestellung und der Ernte und natürlich – das Wesentlichste – den wirtschaftlichen Erfolg vorzustellen. Hinzu kamen Führungen auf dem Pfinzhof und dem Murghof für das Fachpublikum, das in großer Zahl anreiste. Dies ganz im Sinne von Max Eyth, um den Unimog den Experten bei der Arbeit zeigen zu können. Es waren somit die Vorläufer der späteren Feldtage.

    Soweit der Auszug aus der Vorstellung von Dr. Kurt Albus im Heft’l 89.

    Beispiel eines Fachberichts aus dem Jahr 1960 zum Murghof

    1960 beschreibt Dr. Theo Bischhoff, Uni Hohenheim, in der Fachzeitschrift „BAUEN AUF DEM LANDE“ wie er vier Jahre zuvor daran mitwirkte, den von der damaligen Daimler-Benz AG gepachteten Murghof zu einem landtechnischen Beispielbetrieb – einem Feldhäxelhof – umzubauen. Darin heißt es: „Der Betrieb muß sich nach erfolgter Umstellung selbst tragen und die laufenden Kosten der Mechanisierung decken können.

    Besonders interessant sind die Aufnahmen vor und nach den Umbaumaßnahmen.

    Michael Wessel

    14. 10. 2018

     

  • Top 5 außergewöhnliche Fakten über Mercedes-Benz

    Die Marke Mercedes-Benz steht für einen der beliebtesten und bedeutendsten Autohersteller der Welt und ist voll von interessanten Fakten. Der Name steht für Luxus und Stil und genießt weltweit ein sehr hohes Ansehen. Doch es gibt auch Fakten und Geschichten über die Marke, die vermutlich die wenigsten kennen und die durchaus eine kuriose oder gar humorvolle Note haben können. Wir präsentieren Ihnen heute unsere Top 5 der außergewöhnlichen Fakten über Mercedes-Benz.

    Nr. 1 – Die erste Autofahrerin der Welt ist Bertha Benz

    Bertha Benz war viel mehr als nur die Ehefrau des berühmten Ingenieurs Carl Benz. Nicht nur ermöglichte sie mit dem Vorschuss aus ihrer Mitgift für die Ehe ihrem Gatten im Jahre 1871 die Weiterführung seines Unternehmens. Sie gilt außerdem als die erste Autofahrerin der Welt und als erste Person überhaupt, die sich mit einem Automobil auf eine längere Tour traute, die über eine Probefahrt hinausging. Sie fuhr mit ihren beiden Söhnen im Jahr 1888 die 106 km lange Strecke von Mannheim nach Pforzheim – und drei Tage später wieder zurück.

     

    Nr. 2 – Die Bedeutung des Mercedes-Sterns

    Das weltberühmte Markenzeichen von Mercedes-Benz ist der dreizackige Stern, der auch häufig als Kühlerfigur auf den Karosserien prangt. Doch für was steht das Symbol eigentlich? Der Mercedes-Stern steht für die drei Elemente: Land, Luft und Wasser – jeder Zacken steht für ein Element. Denn zur Zeit seiner Entwicklung schuf Gottlieb Daimler Motoren sowohl für Autos, als auch Schiffe und Flugzeuge. Der Ring um den Stern herum wurde übrigens erst einige Jahre später zum Stern hinzugefügt.

     

    Nr. 3 – Der teuerste Mercedes aller Zeiten kostete 9,5 Mio. Euro!

    Das ist der stolze Preis, der als höchster je für einen Mercedes bezahlt wurde. Bei einer Kaution in Kalifornien zahlte ein Sammler 9,5 Millionen Euro für einen Mercedes-Benz 540 K Special Roadster von 1936. Und wenn wir nicht von Oldtimern, sondern von etwas neueren Modellen sprechen wollen: In der Schweiz wurde ein Mercedes SLR McLaren für schlappe 2,6 Millionen Euro an einen reichen Autofan verkauft. Der 650 PS starke Sportwagen hat dabei nicht einmal Fensterscheiben oder ein Dach.

     

    Nr. 4 – Mercedes-Benz als Sport-Sponsor auf der ganzen Welt

    Mercedes-Benz ist bekannt als Partner und Hauptsponsor des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) und außerdem von Heimatverein VfB Stuttgart. Aber wussten Sie auch, dass Sportstätten auf der ganzen Welt nicht nur im Fußball nach dem deutschen Unternehmen benannt sind?

    Erst im August 2017 eröffnete das neugebaute Mercedes-Benz Stadium in Atlanta, USA. Dort wird hauptsächlich American Football vom NFL-Ligisten Atlanta Falcons gespielt. Sponsor des Mercedes-Benz Stadium in Atlanta ist neuerdings das gigantische Casino & Hotel Resort Harrah’s Cherokee, das auf einem riesigen Vergnügungsgeländer über 3.000 Glücks- und Casinospiele anbietet. Wem die Reise dafür zu weit ist, der kann es stattdessen mit einem Online Casino bei casinoonlinespielen.info/ versuchen, denn dort finden Sie genauso viele Spiele, von Spielautomaten über Roulette bis Blackjack und Co.

     

    Nr. 5 – Der Name der berühmten Rennwagen „Silberpfeile“

    Jeder kennt die Grand-Prix- und Formel1-Rennwagen von Mercedes-Benz: die berühmten Silberpfeile. Doch woher kommt eigentlich der ungewöhnliche Name? Die Geschichte geht auf das Jahr 1934 zurück, als die neuen Formel-Rennwagen von Mercedes das zulässige Gesamtgewicht zum Rennen auf dem Nürburgring um 1 kg überschritten. Kurzerhand kam der Fahrer Manfred von Brauchitsch auf die Idee, den weißen Lack abzuschleifen, um das Gewicht zu reduzieren. Über Nacht schliffen die Mechaniker den Lack ab – dabei kam das typisch silberne Aluminium zum Vorschein.

     

  • Aktionstag im Unimog-Museum zu Ernte und Transport

    Ein Unimog mit einer „halbautomatischen“ Kartoffellegemaschine. Die „andere Hälfte“ bestand aus zwei Frauen, die die Kartoffeln in die Drehteller einlegen mussten.

    Hans-Peter Hegmann schreibt am 4. Oktober im Badischen Tagblatt:

    Im Unimog-Museum Gaggenau fand am 30. September als Ergänzung zu den immer wieder wechselnden Themen-Sonderausstellungen von Fahrzeugen ein weiterer Aktionstag statt. Im Rahmen der Sonderausstellung über den Unimog in der Landwirtschaft war diesmal das Thema Ernten und Transportieren an der Reihe.

    Neben einem Vortrag zum Einsatz des Unimog auf den landwirtschaftlichen Musterhöfen der Daimler-Benz AG mit Zeitzeugen gab es am Nachmittag eine Fahrzeugpräsentation und Vorführungen mit den museumseigenen Geräten und den älteren Unimog aus dem Zeitraum von 1960 bis in die Siebziger Jahre. Beteiligt haben sich mit den unterschiedlichsten Anbaugeräten auch zum Teil weit angereiste Unimog’ler und Mitglieder des Unimog-Clubs, die ihre technischen Raritäten oft vom Schrottplatz geholt und wieder einsatzbereit funktionsfähig restauriert haben.

    Unimog mit HOLDER-Spritzgerät zum Pflanzenschutz.

    Die Konzeption für den Einsatz in der Landwirtschaft war von Anfang an ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Unimog. Dabei stand besonders die technische Entwicklung gegenüber dem Traktor im Vordergrund. Dieser war, wie auch die sich damals noch im Einsatz befindlichen Zugtiere, nur auf das Ziehen angehängter Geräte beschränkt. Der Unimog wurde so konstruiert, dass er neben der hinteren Anbaumöglichkeit gleichzeitig noch an der Front und zum Teil an der Seite Geräte tragen konnte, die in ihrer Kombination oft mehrere Arbeitsgänge gleichzeitig ausführen konnten.

    Der ehemalige Werkleiter für den Produktbereich Unimog und MB-trac, Hans-Jürgen Wischhof (79), eröffnete die Matinee mit einem Vortrag. Mit großer Leidenschaft und Begeisterung zitierte er die Überschrift aus einem Prospekt von 1957: „Unimog macht schwere Arbeit leicht“. Darunter ist eine Abbildung eines Unimog beim Pflügen, und es folgt die Aufzählung mehrerer Vorteile beim Einsatz eines Unimog bei den verschiedenen Arbeiten. Am Ende der Aufzählung kommt der Hinweis, dass der Leser „bei einem Besuch auf unseren Beispielbetrieben, dem Murghof und dem Pfinzhof, selbst sehen kann, wie viele Vorteile der Unimog in der Praxis bringt“. Der Murghof gegenüber dem Schloss Rotenfels gehört inzwischen der Familie Rohwer; auf dem Gelände des ehemaligen Pfinzhofs bei Karlsruhe wurde Industrie angesiedelt.

    Aber im Saal sitzen zwei Zeitzeugen, die sich noch detailreich an ihre Arbeit auf den beiden Musterhöfen erinnern können. Mit vielen Fotos der Vorführ-Arbeitseinsätze von Kartoffelsetzmaschinen bis Rübenerntern oder Seitenmähdreschern können sich die Zuhörer sofort in die damalige Situation versetzen. Auch das ist Museum – nicht nur das Aufstellen von Geräten.

    Martin Schumacher (2. v. l.) stellte seinen Unimog 411 vor, der einst auf dem Murghof seine Dienste tat

    Doch selbst dazu gibt es noch eine Überraschung. Im Saal ist Martin Schumacher aus Sinsheim (Elsenz). Ihm ist es vor einiger Zeit auf einer bekannten Versteigerungsplattform gelungen, einen Unimog 411, der ehemals auf dem Murghof im Einsatz war, zusammen mit mehreren Anbaugeräten zu ersteigern. Mit dem Beamer wird der Kraftfahrzeugbrief gezeigt, auf dem handschriftlich als Erstbesitzer die Daimler Benz AG, Gutsverwaltung Murghof, eingetragen ist. Die Erstzulassung erfolgte am 10. Mai 1957.

    Er wurde im Dezember 1962 an einen Landwirt im Landkreis Schaumburg-Lippe verkauft, wo ihn Schumacher, nach vermutlich 20 Jahren im hintersten Winkel einer Scheune stehend, wieder zum Leben erweckt hat. Und genau so steht das über 50 Jahre alte Fahrzeug auf dem Außengelände des Museums. Mit vielen Roststellen und mit Staub und Strohresten versehen, macht der Unimog einen leicht mitgenommenen Eindruck. Aber er ist ein wahrer Schatz, und vielleicht gibt es ja irgendwo ganz tief im Rahmen verborgen noch ein paar Erdkrumen vom ehemaligen Murghof …

    Fotos: Hans-Peter Hegmann

  • Einzigartiger Unimog auf Magdeburgs Schienen

    Birgit Münster-Rendel, Geschäftsführerin der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB), nahm jetzt auf der Messe „Innotrans 2018“ in Berlin den symbolischen Fahrzeugschlüssel für den 2-Wege Unimog von Dr. Ralf Forcher, Leiter Marketing, Vertrieb und Service bei Mercedes-Benz Special Trucks entgegen.

    Der erste Unimog der neuen Generation mit Doppelkabine und Umrüstung zum 2-Wege-Fahrzeug wurde jetzt auf der Messe „InnoTrans“ in Berlin an die Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) übergeben. Birgit Münster-Rendel, Geschäftsführerin der MVB, nahm den symbolischen Fahrzeugschlüssel für den 2-Wege Unimog von Dr. Ralf Forcher, Leiter Marketing, Vertrieb und Service bei Mercedes-Benz Special Trucks, und Andreas Angenstein, Bezirksleiter der Unimog Generalvertretung Ahlborn, entgegen.

    Holger Doth, verantwortlich für das Segment 2-Wege Fahrzeuge bei Mercedes-Benz Special Trucks: „Wir freuen uns, dass die Magdeburger Verkehrsbetriebe weiterhin auf die Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit des Unimog vertrauen.“

    „Der neue Unimog wird dank modernster Ausstattung und Technik die Einsatzzeiten verkürzen und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter verbessern“, freut sich Birgit Münster-Rendel.

    Der als Einsatzfahrzeug für städtische Verkehrsbetriebe konzipierte Unimog U 423 verfügt über eine Zagro Drehschemel-Schienenführung für sehr enge Kurvenradien, eine Doppelkabine der Firma Kronenburg mit Platz für bis zu sieben Personen sowie einem Kofferaufbau zum Mitführen hydraulischer Aufgleisgeräte. Ab Werk wurde das Unimog-Fahrgestell bereits mit mehreren aufbauspezifischen Fahrgestell-Modifikationen von Mercedes-Benz Custom Tailored Trucks (CTT) ausgeliefert –  zum Beispiel mit einer Radstandsverlängerung auf 5400 mm, um das Fahrzeug optimal für die umfangreichen externen Aufbauumfänge vorzubereiten.

    Dank seiner Wandlerschaltkupplung kann der Unimog im Notfall auch eine Straßenbahn abschleppen oder Rangierarbeiten im Depot übernehmen. Und da er als 2-Wege-Fahrzeug schnell und komfortabel zwischen Schiene und Straße wechseln kann, ist er für den Einsatz bei den Magdeburger Verkehrsbetrieben wie geschaffen und immer schnell zur Stelle, wenn es darauf ankommt.