Herzlich willkommen in der Unimog-Community

  • Hochgeländegängiger Unimog für die Bergwacht Schwarzwald

    v.l.n.r.: Karsten Fuchs, Mercedes-Benz Unimog Marketing, Lutz Scherer, Geschäftsführer der Bergwacht Baden-Württemberg, David Hierholzer, Bergwacht Schwarzwald. // from left to right: Karsten Fuchs, Mercedes-Benz Unimog Marketing, Lutz Scherer, Managing Director of the Baden-Württemberg mountain rescue service, David Hierholzer, mountain rescue service Black Forest.

    v.l.n.r.: Karsten Fuchs, Mercedes-Benz Unimog Marketing, Lutz Scherer, Geschäftsführer der Bergwacht Baden-Württemberg, David Hierholzer, Bergwacht Schwarzwald. // from left to right: Karsten Fuchs, Mercedes-Benz Unimog Marketing, Lutz Scherer, Managing Director of the Baden-Württemberg mountain rescue service, David Hierholzer, mountain rescue service Black Forest.

     

    • Bergwacht erprobt mit neuem Fahrzeug modulares Beladungskonzept
    • Mit dem Allrad-Lkw für alle Notfälle gewappnet – von Bergrettung bis zum Hochwasser

    Stuttgart / Feldberg. Zum Start der Wintersportsaison übergab der Bereich Special Trucks von Mercedes-Benz an die Bergwacht Baden-Württemberg einen Unimog U 4000 mit siebensitziger Doppelkabine als langfristige Leih­gabe. Damit hat die Bergwacht die Gelegenheit, das hochgeländegängige Unimog-Konzept auf dem Feldberg im Hochschwarzwald für ihre Belange auf Herz und Nieren zu testen.

    Karsten Fuchs, Leiter Vertrieb Deutschland bei Mercedes-Benz Special Trucks, sagte bei der symbolischen Überreichung der Fahrzeugschlüssel: „Der Unimog war die ersten 50 Jahre seines Lebens ein Gaggenauer und somit nicht nur „qua Geburt“, sondern dann auch im täglichen harten Landwirtschafts- und Forsteinsatz ein Kind des Schwarzwaldes. Insofern freuen wir von Mercedes-Benz Special Trucks uns ganz besonders, die Bergwacht Schwarzwald bei ihrem ehrenamtlichen Einsatz mit diesem im weltweiten, anspruchsvollen Geländeeinsatz bewährten Spezialfahrzeug unterstützen zu dürfen.“

    Der Geschäftsführer der Bergwacht Baden-Württemberg, Lutz Scherer, bemerk­te beim Empfang des Unimog U 4000: „Rettungseinsätze im unwegsamen Gelände sind immer eine besondere Herausforderung für Rettungskräfte und Material. Wir sind daher sehr dankbar, dass Mercedes-Benz Special Trucks uns diesen Unimog zur Verfügung stellt. Dieses Fahrzeug wird unseren besonde­ren Anforderungen absolut gerecht, und wir können damit Verletzten noch besser helfen.“

    Der Unimog bei der Bergwacht Hochschwarzwald

    Das Feldberg-Gebiet eignet sich durch seine Höhenlage von 1493 m, anspruchsvollen Klimaregionen mit Sturm und Schneefall sowie steiler und felsiger Topografie bestens, um die Einsatzmöglichkeiten des Unimog für Einsätze in der Bergrettung auszuloten. Durch den Unimog wird die Gelände­kompetenz der Bergwacht auch gegenüber anderen Organisationen gestärkt. Außerdem steigert der Unimog die Fähigkeiten der Bergwacht im Bereich Bevölkerungsschutz, beispielsweise bei Hochwasserkatastrophen, und schafft im Falle eines großen Bergrettungseinsatzes auch zusätzliche Transportkapa­zität durch seine Mannschaftskabine. Mit einem geländetauglichen Anhänger können zusätzlich Boote, Generatoren, Schneemobile und anderes schweres Gerät an unwegsame Einsatzstellen gebracht werden.

    Mercedes-Benz Special Trucks übergibt einen Unimog U 4000 Doppelkabine an die Bergwacht Schwarzwald. // Mercedes-Benz Special Trucks hands over a Unimog U 4000 with double cab to the Black Forest mountain rescue service.

    Mercedes-Benz Special Trucks übergibt einen Unimog U 4000 Doppelkabine an die Bergwacht Schwarzwald. // Mercedes-Benz Special Trucks hands over a Unimog U 4000 with double cab to the Black Forest mountain rescue service.

    Der an die Bergwacht übergebene Unimog U 4000 verfügt über eine Mann­schaftskabine mit insgesamt sieben Sitzplätzen. Auf dem Radstand von 3850 mm baut eine Stahlpritsche mit Plane, auf denen die Bergwacht ihr benötigtes Rettungsmaterial in Modulen transportiert. Der Vier-Zylinder-Dieselmotor OM 924 LA Euro V bietet eine Leistung von 160 kW/218 PS,
    die über den Allradantrieb an alle Räder verteilt werden. Das große Plus des hochgeländegängigen Unimog sind seine optimalen Fahreigenschaften in schwerem Gelände und die extrem gute Robustheit und Verwindung des Rahmens von bis zu 600 mm bei der Fahrt im Gelände. Portalachsen, der niedrige Fahrzeugschwerpunkt und extrem günstige Werte bei Böschungs­winkel (vorn 44 Grad, hinten 51 Grad), Rampenwinkel (34 Grad) und der Steigfähigkeit (45 Grad) – das alles macht den hochgeländegängigen Unimog einmalig. Dazu kommen die Watfähigkeit von maximal 1,20 m und ein seitlicher Neigungswinkel von 38 Grad.

    Das modulare Beladungskonzept des Unimog für den Bergwachteinsatz

    Sogenannte Rettungsmodule werden auf Rollwagen verladen, um den Unimog bei Einsätzen schnellstmöglich für zusätzliche logistische Leistungen umzu­rüsten. Als Gerätschaften für die Nothilfe gibt es das Modul Seilbahn und das Modul Beleuchtung mit Notstromerzeugern und Flutlichtstrahlern. Das Modul Betreuung umfasst Zelte mit Einrichtung für die Erstversorgung von Verletz­ten. Das Modul Lawine umfasst Material zur organisierten Sondierung und Rettung von Patienten in Lawinen. Durch die Verlastung des Moduls Lawine erspart sich die Bergwacht Schwarzwald zusätzliches Material für die verschie­denen Bergwachtstationen am Belchen, Feldberg und Schauinsland.

    Mercedes-Benz Special Trucks übergibt einen Unimog U 4000 Doppelkabine an die Bergwacht Schwarzwald. // Mercedes-Benz Special Trucks hands over a Unimog U 4000 with double cab to the Black Forest mountain rescue service.

    Rettung im unwegsamen Gelände

    Im Auftrag des Landes Baden-Württemberg übernimmt die Bergwacht Schwarzwald e.V. den Rettungsdienst abseits der Straßen und Siedlungen im unwegsamen Gelände des Schwarzwaldes und betreut zahlreiche Skipisten, Loipen, Sessel- und Seilbahnen in der Region. Zudem ist die Feldberg-Region ein überragender Touristenmagnet mit jährlich über neun Millionen Gästen, aber als Schattenseite auch bis zu 600 Not- und Rettungsfällen, bei der die Bergwacht eingreifen muss.

    Das Verantwortungsgebiet der Bergwacht Hochschwarzwald gliedert sich in drei kreisförmige Einsatzregionen um den Feldberg. Dadurch werden sie auch zu Großlagen herangezogen, die bis an die Schweizer oder französische Grenze reichen. Die Fähigkeiten müssen vom Hochwassereinsatz bis zu Rettungsfahr­ten im alpinen Gebirge genügen. So rettet die Bergwacht in den Frühjahrs- und Sommermonaten überwiegend Wanderer, Bergsteiger und Gleitschirmflieger; es gibt aber auch Höhlenrettungen. In den Wintermonaten konzentrieren sich die Einsätze stark auf Wintersportler und die Lawinenrettung. Ganzjährig führt die Bergwacht Luftrettung und Seilbahn-Evakuierung durch.

    The Unimog with the Upper Black Forest mountain rescue service

    Stuttgart / Feldberg. In readiness for the start of the winter sport season, the Special Trucks division at Mercedes-Benz has loaned the mountain rescue services in Baden-Württemberg a Unimog U 4000 with a seven-seater double cab. With it, the mountain rescue crews have the possibility to put the Unimog extreme off-roader concept to the test on the Feldberg mountain in the Upper Black Forest region.

    Karsten Fuchs, Head of Sales in Germany for Mercedes-Benz Special Trucks, handed over the key ceremonially with these words: „The first 50 years of the Unimog history were linked with the town of Gaggenau and thus the vehicle wasn’t just born in the Black Forest, but it was also put through its paces on a daily basis in the harsh agricultural and forestry tasks of the area. In this respect, we at Mercedes-Benz Special Trucks are particularly pleased to be able to lend a helping hand to the volunteers of the Black Forest mountain rescue service in the form of this world-renowned vehicle, which have proved itself in the toughest of off-road terrain.“

    Upon receiving the Unimog U 4000, the Managing Director of the Baden-Württemberg mountain rescue service, Lutz Scherer, noted: „Emergency operations in difficult terrain are always particularly challenging for the rescue services and their materials. We are therefore very grateful that Mercedes-Benz Special Trucks is providing us with this Unimog. The vehicle is absolutely perfect for our specific requirements and it will help us to help victims in a much more appropriate way.“

    The Unimog with the Upper Black Forest mountain rescue service

    The Feldberg area is a great place to try out the Unimog for mountain rescue operations. At altitudes of 1493 m, there reigns a harsh climate with storms and snow, as well as a steep, craggy topography. The Unimog and its off-road competence will also help the mountain rescuers to work better with other organisations. What is more, the Unimog will improve the level of protection which the mountain rescue service can offer to people, for example after floods, and if the worst happens, the team transport cab also gives them a greater transport capacity in the event of a major mountain rescue operation. With a trailer suitable for off-road use, boats, generators, snowmobiles and other heavy devices can also be taken along to difficult-to-reach places as required.

    The Unimog U 4000 on-loan to the mountain rescue service features a cab for transporting an entire team, with a total of seven seats. With a wheelbase of 3850 mm and a steel drop-side body with tarpaulin, the mountain rescuers store all of the necessary rescue materials in modules. The four-cylinder OM 924 LA Euro V diesel engine offers performance of 160 kW/218 hp, which is transmitted to the wheels by an all-wheel drive system. A great advantage of the Unimog extreme off-roader are its optimal driving characteristics in tough off-road terrain and the extremely impressive robustness and frame torsion of up to 600 mm when driving off-road. Among the vehicle’s characteristics are portal axles and a low centre of gravity as well extremely favourable values for the approach and departure angles (44 degrees at the front, 51 degrees at the rear), the ramp angle (34 degrees) and the climbing ability (45 degrees) – all of which make the Unimog extreme off-roader unique. In addition to this there is the maximum fording depth of 1.20 m and a lateral inclination angle of up to 38 degrees.

    The modular loading concept of the Unimog for mountain rescue operations

    So-called rescue modules are loaded in trolleys in order to equip the Unimog as quickly as possible with additionally required materials for the various types of operation. On-board for emergency situations are, among other things, the cablecar module and the illumination module with emergency power generator and floodlights. The care module includes tents equipped for providing first-aid to victims. The avalanche module comprises material for organised probing for and rescue of avalanche victims. By loading the avalanche module on the vehicle, the Black Forest mountain rescuers can save on the procurement of additional materials for each of the mountain rescue stations at Belchen, Feldberg and Schauinsland.

    Rescue in difficult terrain

    On behalf of the state of Baden-Württemberg, the Black Forest mountain rescue service (Bergwacht Schwarzwald e.V.) manages mountain rescue operations off the beaten track and away from civilisation in the difficult terrain of the Black Forest whilst also looking after numerous ski pistes, cross-country skiing trails, lifts and cablecars in the region. Furthermore, the Feldberg region is an incredible tourist magnet with more than nine million visitors per year, but unfortunately there are also up to 600 emergency rescue operations in which the mountain rescuers were called out.

    The area which the Upper Black Forest mountain rescue service covers is split into three circular operational zones around the Feldberg mountain. They are also called out to bigger emergencies which can be as far away as the Swiss or French border. The tasks range from floods to rescue journeys in the Alps. In the spring and summer months, the mountain rescue teams predominantly rescue walkers, rock climbers and paragliders. They even carry out rescues in caves. In the winter months, the vast majority of their operations concern winter sports and avalanche rescues. All year round, the mountain rescue service carries out rescue operations by air as well as cablecar evacuations.

    Text und Fotos: Daimler AG

  • An Weihnachten und zum Jahreswechsel ins Unimog-Museum

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    Geschenktipps

    Wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist, dem sei ein Besuch im Unimog-Museum empfohlen. Zur Weihnachtszeit wurden im Museumsshop verschiedene attraktive Geschenk-Pakete geschnürt. Ein „Renner“ ist außerdem das Sondermodell der Firma Wiking zur aktuellen Winterausstellung mit dem Titel „Vom Orientexpress bis zum Unimog“ – ein Mercedes-Benz L6600 Hauben-LKW, der mit einem Unimog der Baureihe 411 beladen ist – das Ganze im H0-Maßstab 1:87. Fast 400 Stück des auf 1.000 Exemplare begrenzten Modellsets sind in den ersten drei Wochen seit seinem Erscheinen schon verkauft worden. Bis zum 23. Dezember hat man noch die Möglichkeit, dieses oder ein anderes attraktives Geschenk im Museumsshop zu erwerben.

    Öffnung an den Feiertagen

    Nach einer zweitägigen Schließung am Heiligabend und am ersten Weihnachtstag ist das Museum am Montag, dem 26. Dezember wieder geöffnet. Darüber hinaus steht es nach erneuter Schließung an Silvester und an Neujahr auch am Montag, dem 2. Januar offen für Besucher. Am 26. Dezember finden um 11 und um 14 Uhr Führungen durch die Sonderausstellung statt (2 Euro zzgl. Eintritt).

    Bis zum Familiensonntag am 22. Januar, der wie in jedem Jahr ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt bietet, hat man beim Besuch der Winterausstellung noch die Möglichkeit sich für eine exklusive Führung durch das Mercedes-Benz Werk Gaggenau zu bewerben. Sie wird am Freitag dem 3. Februar vormittags stattfinden.

     

    Alle Infos auch unter www.unimog-museum.de.

  • Weihnachtsbaumtransport mit Unimog: Oh Tannenbaum

    Mit rund 400 Bäumen als Fracht werden die Verkaufsplätze in Barbing, Pentling und Lappersdorf rund um Regensburg beliefert. ; The load of 400 trees is distributed to the sales locations around Regensburg, in Barbing, Pentling and Lappersdorf.;

     

    400 Christbäume auf einen Streich

    Bereits abends, wenn die Verkaufszahlen der Weihnachtsbäume an den einzel­nen Stationen bekannt sind, startet um 19 Uhr die Beladung von Unimog und Anhänger am Standort Windorf bei Passau. Mit dem Nachschub von 400 Bäumen werden die Verkaufsplätze in Barbing, Pentling und Lappersdorf rund um Regensburg beliefert.

    Für die über 100 km entfernten Standorte packt Hendel insgesamt vier Palet­ten mit je 100 Christbäumen zwischen 1,50 m und 2,60 m Länge auf die Lade­pritsche seines Unimog und des Anhängers. Aufgeladen wird in Windeseile mit dem Gabelstapler, das Abladen am Ziel erfolgt per Muskelkraft.

    Aufgeladen wird mit dem Gabelstapler, das Abladen am Ziel – hier in Barbing - erfolgt per Muskelkraft. ; Loading is done with a forklift truck; the unloading at the other end - as here in Barbing - is down to muscle power.;

    Baumtransporte bis zum 24. Dezember

    „Auch große Entfernungen und Autobahntouren sind mit dem Unimog kein Problem. Sein geräuscharmer Sechszylinder-Dieselmotor und die komfortable Kabine sorgen für entspanntes Fahren und tadelloses Mitschwimmen im Ver­kehr. Und dank der Zulassung als landwirtschaftliche Zugmaschine braucht mein U 430 auch keine Autobahnmaut zu bezahlen“, freut sich Alois Endl. Seit gut 20 Jahren gehört der 50-Jährige zur Stammbelegschaft und hat noch keinen Tag mit seinem Unimog bereut. Gegen Mittag sind alle Weihnachtsbäume ver­teilt und es geht zurück zur Niederlassung, um die Bäume für den nächsten Tag vorzubereiten. Diese Arbeit endet für ihn erst am 24. Dezember, wenn alle Familien in Südbayern mit Tannenbäumen versorgt sind.

    Beladung des Unimog U 430 samt Anhänger am Standort Windorf bei Passau. ; Loading up the Unimog U 430 and its trailer at the company's base in Windorf, near Passau.;

  • U 1300 L mit offenem Fahrerhaus für das Unimog-Museum

    Im Beisein von Achim Vogt, Leiter Produktentwicklung Custom Tailored Projects Mercedes-Benz Special Trucks (1. von links), Hans-Jürgen Wischhof, Kuratorium Unimog-Museum e.V. (4. von links) und Hildegard Knoop, Geschäftsführerin Unimog-Museum BetriebsGmbH (5. von links), übergibt Prof. Dr. Frank Lehmann, Leiter Mercedes-Benz Werk Aksaray (2. von links), anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Unimogs einen Unimog U 1300 L mit offenem Fahrerhaus an den Vorsitzenden des Unimog-Museum e.V., Stefan Schwaab (3. von links). Der vormals zum Abschleppen von nicht lauffähigen Fahrzeugen im Mercedes-Benz Werk Aksaray in der Türkei eingesetzte Unimog ist der einzig verbliebene von zwei in Gaggenau gefertigten Prototypen dieser Baureihe. Insgesamt gingen rund 50 Fahrzeuge dieses Typs in Serie. Der von Mercedes-Benz Lkw gespendete Unimog stellt damit eine historisch wertvolle Ergänzung für die Sammlung des Unimog-Museums dar.

    Im Beisein von Achim Vogt, Leiter Produktentwicklung Custom Tailored Projects Mercedes-Benz Special Trucks (1. von links), Hans-Jürgen Wischhof, Kuratoriumsmitglied des Unimog-Museum e.V. (4. von links) und Hildegard Knoop, Geschäftsführerin der Unimog-Museum BetriebsGmbH (5. von links), übergab Anfang Dezember 2016 Prof. Dr. Frank Lehmann, Leiter des Mercedes-Benz Werkes Aksaray (2. von links), anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Unimog einen U 1300 L mit offenem Fahrerhaus an den Vorsitzenden des Unimog-Museum e.V., Stefan Schwaab (3. von links).
    Der vormals zum Abschleppen von nicht lauffähigen Fahrzeugen im Mercedes-Benz Werk Aksaray in der Türkei eingesetzte Unimog ist der einzig verbliebene von zwei in Gaggenau gefertigten Prototypen dieser Baureihe. Insgesamt gingen rund 50 Fahrzeuge dieses Typs in Serie. Der von Mercedes-Benz gespendete Unimog stellt damit eine historisch wertvolle Ergänzung für die Sammlung des Unimog-Museums dar.
    Fahrzeugübergabe anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Unimogs: Der von Mercedes-Benz Lkw gespendete Unimog U 1300 L mit offenem Fahrerhaus stellt eine historisch wertvolle Ergänzung für die Sammlung des Unimog-Museums in Gaggenau dar. Das vormals zum Abschleppen von nicht lauffähigen Fahrzeugen im Mercedes-Benz Werk Aksaray in der Türkei eingesetzte Fahrzeug ist der einzig verbliebene Unimog von zwei in Gaggenau gefertigten Prototypen dieser Baureihe. Insgesamt gingen rund 50 Fahrzeuge dieses Typs in Serie.

    Fotos: Daimler AG

  • Unimog-Museum: Sonderausstellung „Vom Orientexpress bis zum Unimog“ eröffnet

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    Von Nicole Zerrath im Badischen Tagblatt vom 29. November 2016

    Sonderausstellung gewährt Einblicke in die Geschichte des Automobilstandorts Gaggenau

    Angefangen hat er mit der Herstellung von Thermosflaschen, Luftgewehren und Fahrrädern: Theodor Bergmann, in dessen Werkshallen das erste Auto im Murgtal gefertigt wurde. Die Geschichte des Standorts Gaggenau als Produktionsstätte für Automobile mit dem Beginn 1895 bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts erzählt die neue Sonderausstellung des Unimog-Museums, die am Sonntagvormittag eröffnet wurde.

    Hildegard Knoop, Geschäftsführerin des Museums und Kuratorin dieser Ausstellung führt durch das Museum

    Hildegard Knoop, Geschäftsführerin des Museums und Kuratorin dieser Ausstellung führt durch das Museum

    Als „schönes Thema für das Jubiläumsjahr“ und eine „weiterführende Brücke zum Unimog“ bezeichnete Geschäftsführerin und Kuratorin Hildegard Knoop die neue Schau. Die ersten 60 der insgesamt 122 Jahre währenden Produktion seien in der Ausstellung, die mit dem Titel „Vom Orientexpress bis zum Unimog“ überschrieben ist, veranschaulicht. Dies sei nun der abschließende Höhepunkt der vielen Veranstaltungen anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Museums, über deren Vielzahl sie sich im Rückblick selbst erstaunt habe.

    Der älteste noch erhaltene Lastwagen der Welt stammt aus der Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau

    Der älteste noch erhaltene Lastwagen der Welt stammt aus der Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau

    Stefan Schwaab, Vorsitzender des Unimog-Museum-Vereins dankte „der Hauptmacherin Hilde für die wunderschöne Ausstellung“. Besonders stolz blicke man in diesem Jahr auf die Besucherzahlen zurück. Den Rekord von 40000 Besuchern 2007 habe man in diesem Jahr bereits im November überschritten.

    Von 1902 stammt dieser wunderschöne Bergmann-Wagen - dahinter der Liliput

    Von 1902 stammt dieser wunderschöne Bergmann-Wagen – dahinter der Liliput

    Kreisarchivar Martin Walter beleuchtete in seinem Vortrag die ersten drei Jahrzehnte der Automobilherstellung im Murgtal. Angefangen bei dem von Bergmann 1895 erstmals hergestellten Automobil, das unter dem Markennamen „Orientexpress“ verkauft wurde, über die Gründung der Süddeutschen Automobilfabrik 1905, den Kauf durch Benz&Cie. 1911 bis hin zur Fusion von Benz und Daimler 1926. Als Manifestation der Erfolgsgeschichte des Gaggenauer Autobaus nannte Walter zwei Ereignisse: Die 630 Tage dauernde Afrika-Fahrt des Paul Graetz in den Jahren 1907-09 mit dem „ersten Geländewagen“ der damaligen SAG und die mehr als 300 Siege in den 1920er Jahren des aus Gernsbach stammenden Rennfahrers Charly Kappler, dem „Niki Lauda der Weimarer Jahre“.

    Der Benz-Gaggenau von 1916

    Der Benz-Gaggenau von 1916

    ... auch von der anderen Seite

    … auch von der anderen Seite

    Nach einer Pause bei Sekt und Häppchen erhielten die Besucher die Gelegenheit, sich in der Ausstellung umzusehen. Zum Beweis für die neue Fahrtüchtigkeit des 100 Jahre alten Benz-Lkw, der zuletzt Probleme mit der Kupplung hatte und mit Hilfe der Firma LUK wieder in Ordnung gebracht werden konnte, wurde dessen Motor angelassen.

    Der Veritas-Scheunenfund

    Der Veritas-Scheunenfund

    Eine weitere Rarität in der Ausstellung ist das Cabriolet der einst in Muggensturm ansässigen Firma Dyna Veritas. Der Oldtimer aus der nur Sammlern bekannten Auto-Schmiede zeigt sich in unrestauriertem Zustand. Für alle Modell-Auto-Fans ist zum Start der aktuellen Ausstellung ein neues Modell erhältlich. Ein Mercedes-Benz-Langhauben-Lkw L6600, der auf seiner Pritsche einen Unimog 411 transportiert. Darüber, ob es sich bei dem eingelegten Foto um die Abbildung von Tor 1 oder Tor 2 handelt, waren sich die meist fachkundigen Besucher uneinig. Die Ausstellung endet am 23. April.

    Stolz prangt am Kühler der DIESEL-Stern. In Gaggenau wurden 1923 erstmals Diesel-Motoren in ein Automobil eingebaut.

    Stolz prangt am Kühler der DIESEL-Stern. In Gaggenau wurden 1923 erstmals Diesel-Motoren in ein Automobil eingebaut.

     

    Fotos: Michael Wessel