Trauer um Manfred Florus

Manfred Florus, dieser Name wird für Freunde des Unimog aus Gaggenau für immer mit dem Universalmotorgerät verbunden sein. Am Sonntag in der Frühe ist der Unimog-Veteran und ehemalige Leiter des Unimog-Exports verstorben. Am 4. Mai wäre er 94 Jahre alt geworden. Seine Wiege stand in Strümpfelbach, einem kleinen Dorf im Remstal.

1949 hatte er am Werkstor von Boehringer in Göppingen ein Schild gelesen: „Arbeitskräfte für den Unimog gesucht!“ Der Rest ist Unimog-Geschichte – und damit Gaggenauer Geschichte. Nicht zuletzt, weil Sohn Christof Florus seit 2007 Oberbürgermeister in der Benzstadt Gaggenau ist. 1951 kam Manfred Florus von Göppingen nach Gaggenau. Er wurde 1959 Leiter der Verkaufsförderung und schließlich 1966 bis zu seiner Pensionierung 1989 Leiter des Unimog-Exports. Bis ins hohe Alter pflegte er viele Kontakte zu ehemaligen Geschäftspartnern in aller Welt.

Besonders stolz ist er auf eine Goldmedaille, die er aus Anlass der Olympischen Spiele 1964 in Innsbruck erhielt, denn in dem schneearmen Jahr hatten unter seiner Regie viele Unimog mit ihren Schneetransporten die Winterspiele gerettet. Als Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied des Unimog-Club Gaggenau brachte er seine Erfahrungen auch bei der Konzeption des Unimog-Museums ein.

Als früherer Leichtathlet und leidenschaftlicher Skifahrer spielte Manfred Florus noch bis ins neunte Lebensjahrzehnt hinein gerne Tennis. Der Verstorbene hinterlässt seine Frau Ursula, vier Kinder, sechs Enkel und neun Urenkel.

Thomas Senger im Badischen Tagblatt vom 17. April 2018

Foto: av/Michael Wessel

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