Was braucht es für einen Einstieg in den Unimog-Motorsport?

Der Unimog kann einfach alles. Egal ob als Schneepflug oder in der Landwirtschaft, bei der Feuerwehr oder im militärischen Bereich: Überall, wo außergewöhnliche Anforderungen an Fahrzeuge gestellt werden, ist der Unimog zu Hause. Was viele nicht wissen, ist, dass es in vielen Ländern auch eine kleine aber lebhafte Motorsport-Szene rund um den Unimog gibt. Dort, wo der durchschnittliche Geländewagen stecken bleibt, ist der Unimog voll in seinem Element, so dass er problemlos auch an den extremsten Rallyes teilnehmen kann. Die Teilnahme an einem solchen Event dürfte der Traum vieler Unimog-Fans sein. Allerdings braucht es dazu mehr als nur beiläufiges Interesse.

Die wichtigsten Unimog-Events

Das Rallye-Event für den Unimog schlechthin ist die Rallye Breslau, die jährlich grenzübergreifend in Deutschland und Polen stattfindet. Hier kann das Fahrzeug seine Stärken im Gelände voll ausspielen. In der Kategorie der Allrad-LKW dominiert der Daimler-Truck regelmäßig das Geschehen und Unimog-Teams weisen regelmäßig die niedrigsten Wettquoten für das Event auf. Aber auch bei der berühmten Rallye Dakar hat der Unimog schon einmal triumphiert: auf der Strecke Paris-Algier-Dakar hole fuhr 1985 Karl-Friedrich Capito mit einem Unimog umgebauten Unimog U 1300 als erster durchs Ziel. Aber auch bei vielen weniger bekannten Events ist er Unimog immer wieder am Start.

Das Fahrzeug

Um mit dem Unimog an einer Offroad-Rallye teilzunehmen, benötigt es als allererstes natürlich das Fahrzeug selbst. Neuer heißt dabei nicht immer besser: Bis heute zählt der U 1300 zu den besten Rallye-Fahrzeugen, obwohl das Modell seit Mitte der Neunziger Jahre nicht mehr in Produktion ist. Diese Langlebigkeit ist ein Testament für die robuste Bauweise des Unimog. Wer Rennen gewinnen möchte, wird mit dem Standardmotor allerdings nicht weit kommen und muss aufrüsten. Natürlich fällt auch darüber hinaus einiges an Schraubarbeit an: Getriebe und Fahrwerk müssen an die besonderen Bedürfnisse des Motorsports angepasst werden und beim Gewicht gilt es, einzusparen, was nur geht.

Ein Team

Bei einer Rallye ist das Team mindestens ebenso wichtig wie der Fahrer selbst. Auf der Strecke ist ein Navigator auf dem Beifahrersitz unerlässlich, damit sich der Fahrer voll auf die Strecke konzentrieren kann. Und am Ende jeder Etappe, wenn der Fahrer sich erst einmal ausruht, geht es für die Mechaniker erst richtig zur Sache: Sie müssen den Truck jetzt auf Herz und Nieren überprüfe, damit es am nächsten Tag keine bösen Überraschungen gibt. Auch wenn es zuletzt natürlich de Fahrer ist, der auf dem Siegertreppchen steht: Die Ehre gebührt der ganzen Mannschaft.

Sponsoren

Dass die Rallye-Teilnahme mit dem Unimog kein ganz billiger Spaß ist, versteht sich von selbst. Nicht nur für das Fahrzeug und die Umbauten kommen erhebliche Kosten zusammen. Durch die erhöhte Beanspruchung des Trucks entsteht auch ein erhöhter Aufwand für Wartung und Ersatzteile. Startgebühren, Unterkunft und Verpflegung bei Events schlagen zusätzlich zu Buche. Und nicht zuletzt schluckt der Unimog im Rallye-Betrieb jede Menge teuren Treibstoff. Wer das nötige Kleingeld dafür übrig hat, darf sich glücklich schätzen. Die meisten Rennteams sind allerdings auf Sponsoren angewiesen. Zum Glück finden sich immer wieder Unternehmen, die ein paar Euro für diesen Zweck locker machen.

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