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  • Das französische Département Landes rüstet sich für die Waldbrand-Saison. Mit dem neuen Unimog U 5023.

    Erdbeben, Hochwasser, Schlammlawinen, Feuer: Eine Krise kann schnell zur Katastrophe werden. Muss sie aber nicht, wenn die Einsatzkräfte optimal ausgerüstet und schnell am Einsatzort sind. Auch in schwer zugänglichen Gebieten. Zum Beispiel mit der neuen Generation hochgeländegängiger Unimog. Kein zweites Fahrzeug bietet unter härtesten Bedingungen ein vergleichbares Leistungspotenzial: vor Ort als Lösch-, Räum- oder Bergefahrzeug. Und als Transportfahrzeug für Mannschaft, Material, Werkzeug und Gerät.

    Die richtige Wahl, wenn jede Sekunde zählt.

    Die Feuerwehr im zweitgrößten französischen Département 40 (Landes) hat die ersten zwei Unimog Feuerwehrfahrzeuge U 5023 aus der neuen hochgeländegängigen Unimog Baureihe erhalten, die weltweit ausgeliefert wurden. Für die Verantwortlichen kam nur der Unimog infrage. Der Grund: seine unübertroffene Geländegängigkeit auf unbefestigtem Untergrund und seine Schnellfahreigenschaft mit bis zu 90 km/h, dank der die Einsatzkräfte in kürzester Zeit da sind, wo sie gebraucht werden. Denn das Département Landes ist extrem gefährdet durch Waldbrände. Zwischen 150 und 500 Mal pro Jahr rücken die Einsatzkräfte zum Löscheinsatz aus.

    „Die große Bodenfreiheit durch Portalachsen, die Langlebigkeit und die robuste Auslegung der Unimog Fahrzeuge haben uns überzeugt“, sagt Leutnant Hubert Clavé, als Chef du Service Matériels zuständig für die Materialbeschaffung und -versorgung der Feuerwehr im Département Landes. „Der hochverwindungsfähige Unimog ist das beste Fahrzeug für den Waldbrandeinsatz – denn er ermöglicht das Erreichen von Einsatzorten, die für andere Radfahrzeuge schlicht unerreichbar sind.“

    Schnell und sicher auf schwierigem Terrain.

    Was die neuen, hochgeländegängigen Unimog für den Waldbrandeinsatz prädestiniert, sind Details wie der zuschaltbare Allradantrieb mit Differenzialsperren an Vorder- und Hinterachse, die hochverwindungsfähige und robuste Rahmenkonstruktion sowie die extrem große Bodenfreiheit mit herausragenden Böschungswinkeln durch Portalachsen und kurze Fahrzeugüberhänge.

    Eine weiterer wichtiger Pluspunkt: die Ausrüstung mit einer Ganzstahlkabine. Nur diese ermöglicht den Fahrzeugen das direkte Einfahren in die oft lichterloh in Flammen stehende Brandzone, ohne dabei das Leben der Feuerwehrleute zu gefährden. Zur Kühlung der Reifen und zum Schutz von Fahrerhaus und Besatzung sind die Unimog mit einer Selbstschutzanlage ausgerüstet, die 91 Liter Wasser pro Minute bei einem Druck von 4 Bar versprühen kann. Sie ist in den Astabweiser-Rohrrahmen und in die Radkästen integriert.

    In Kombination mit den Unimog Portalachsen ist die Reifendruckregelanlage von unschätzbarem, oft lebensrettendem Wert beim sicheren Durch- und Vorwärtskommen zum Brandherd: Auf den sandigen Böden erlaubt sie in kritischen Einsatzsituationen eine Druckabsenkung in den Reifen vom Fahrerplatz aus und ohne die Notwendigkeit, das Fahrzeug verlassen zu müssen. Auch das schnelle Freischaukeln auf lockeren Sand- und tiefen Waldböden ist in Verbindung mit den acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgängen des Unimog Getriebes sowie der Schnellreversierfunktion EQR (Electronic Quick Reverse) ohne Einschränkung möglich.

    Seit über 40 Jahren Teil des Teams.

    Sand und Wald, Tourismus und Industrie, heiße Temperaturen und starke Windböen – diese Kombinationen haben im Département Landes bis zu 500 Waldbrände pro Jahr zur Folge. 2000 Einsatzkräfte und 543 Löschfahrzeuge sind an den insgesamt 60 Feuerwehr-Stützpunkten des Départements Landes im Einsatz, von denen 300 Feuerwehrleute zur Berufsfeuerwehr zählen. Entsprechend der vorhandenen Waldfläche und dem daraus abgeleiteten Gefährdungspotenzial konzentrieren sich 40 dieser Standorte, also zwei Drittel, in erster Linie auf die Waldbrandbekämpfung und sind dafür entsprechend ausgerüstet. Seit den 1970er-Jahren mit den ersten Fahrzeugen der Baureihen U 404 und U 416 setzen die Feuerwehren im Département Landes Unimog Fahrzeuge ein. Derzeit sind 80 Unimog der Typen U 1550 L, U 1650 L, U 2150 L, U 4000, U 5000 und U 5023 in Betrieb, die alle mit Aufbauten des Aufbauherstellers Massias ausgerüstet sind.

    Entdecken Sie die neue Generation der Mercedes-Benz Feuerwehrfahrzeuge – auf der Weltleitmesse der Branche, der INTERSCHUTZ in Hannover. Vom 08.–13. Juni 2015, in Halle 27, Stand J46.

    Messe-Highlights von Mercedes-Benz Special Trucks:

    • der Unimog U 5023 als TLF 4000 mit Schlingmann-Aufbau
    • der Econic 1830 mit Magirus-Drehleiter
    • der Zetros 2733A als TLF mit Rosenbauer-Aufbau

    Zur Website der INTERSCHUTZ 2015

     

    Buch und Bild Unimog Literatur
  • Standardwerk zum Unimog und MB-trac wieder lieferbar

    UCOM Traktoren Wischhof

    Vor vier Jahren veröffentlichten Werner Schmeing und Hans-Jürgen Wischhof ihren viel beachtetes Band 2 von „Traktoren der Daimler AG“ mit dem Untertitel „Vom Unimog zum MB-trac und warum es keinen Nachfolger gab“. 750 teils bisher unveröffentlichte Abbildungen findet man auf den 311 Seiten. Gegliedert ist das Buch nicht chronologisch sondern nach Baureihen und dabei sind die Gegenüberstellungen von Einsatzfotos aus unterschiedlichen Jahrzehnten besonders interessant.

    Es war für die Unimog-Szene ein besonderer Glücksfall, dass sich zwei ausgewiesene Experten mit ganz unterschiedlichen Neigungen und Fähigkeiten das ehrgeizige Ziel gesetzt hatten, ein Standardwerk zu diesen beiden Fahrzeugreihen zu schreiben. Während Werner Schmeing als der akribisch arbeitende Dickbrettbohrer bezeichnet werden kann, ist Hans-Jürgen Wischhof eher der Stratege mit dem Blick fürs Ganze. Hinzu kommt, dass beide aufgrund ihrer jahrzehntelangen Arbeit im Unimog-Bereich, beim Wettbewerber KHD und auch in Verbänden über ein hervorragendes Kontaktnetz verfügen, das sie nutzten konnten.

    Das Buch war schnell vergriffen aber die Nachfrage hielt an. Daher entschloss sich Hans-Jürgen Wischhof zur Herausgabe einer überarbeiteten Neuauflage im eigenen Verlag. „Da steckt so viel Arbeit drin, daher muss es das Buch weiter geben!“ kommentiert Wischhof diesen Schritt.

     

    Der großformatige repräsentative Band kostet 29,90 Euro und ist im Unimog-Museum und über www.buchundbild.de (hier klicken) erhältlich.

    Strahlend präsentieren Hans-Jürgen Wischhof und Werner Schmeing im Unimog-Museum die Neuauflage von Band 2

    Strahlend präsentieren Hans-Jürgen Wischhof und Werner Schmeing im Unimog-Museum die Neuauflage von Band 2

    Henne Unimog
  • Der Unimog-S in den “Unimog-Informationen” von 1964

    UCOM Unimog-S-1

    In den 1960er Jahren wurden die Mitarbeiter der Unimog-Vertriebsorganisation etwa alle sechs Wochen mit „Unimog-Informationen“ über neue Entwicklungen in Kenntnis gesetzt. Darin heißt es: „Der Inhalt ist stets vertraulich. Die Hefte dürfen daher an Personen, die der Daimler-Benz Vertriebsorganisation nicht angehören, nicht weitergegeben werden.“ Verantwortlicher Redakteur war Manfred Florus.

    Das Heft Nr. 26 aus dem Jahr 1964 war speziell dem Unimog-S gewidmet. Nachdem mehr als 50 Jahre ins Land gegangen sind, dürfen wir Teile des Inhaltes heute sicher weitergeben. Interessant ist, welche Schwerpunkte damals gesetzt wurden, um die Geschichte des Unimog S zu beschreiben:

    „Kurze Entwicklungsgeschichte des Unimog S

    Der Unimog S wurde von Anfang an als ein geländegängiges Kraftfahrzeug für eine Nutzlast von 1,5 t entwickelt. Der umfangreichen Entwicklung – Beginn Sommer 1952 – lagen die bis dahin mit den Unimog-Zugmaschinen gesammelten Erkenntnisse der praktischen Erprobung zugrunde, di u. a. auch zu der weitgehenden Verwendung gleicher Bauteile führten.

    Ausgedehnte Erprobungen mit den Unimog-S-Prototypen und späteren Serienfahrzeugen im In- und Ausland führten zu einer stetigen Vervollkommnung der angestrebten hohen Geländegängigkeit und der Fahreigenschaften unter Berücksichtigung der im schwierigen Gelände auftretenden starken dynamischen Beanspruchungen des Triebwerks, des Fahrgestells und der Aufbauten.

    Auch die Eignung des Unimog S für tropische und arktische Verhältnisse – Kühlung, Kraftstoffversorgung, Motor- und Batterievorwärmung – wurden weitgehend in Wärme- und Kältekammern untersucht und die sich draus ergebenden konstruktiven Maßnahmen berücksichtigt.

    Der Unimog S als Jagdwagen

    Der Unimog S als Jagdwagen

    Durch ausgedehnte Schwingungsuntersuchungen unter Berücksichtigung der im Gelände auftretenden Beanspruchungen konnte die Dauerfestigkeit des Fahrgestells auf eine über die Lebensdauer des Fahrzeugs hinausgehende Höhe gebracht werden.

    Neben der umfangreichen Werkserprobung wurden ausgedehnte Fahrversuche in der Sahara durchgeführt, die besonders wertvolle Erkenntnisse ergaben.

    Mit den werkseigenen Versuchsfahrzeugen wurden rd. 45 000 km schwierigste Geländefahrt zurückgelegt.

    Völlig unabhängig von den erwähnten werkseigenen Erprobungen führten auch die zuständigen Dienststellen der französischen, englischen, indischen und auch der Schweizer Armee umfangreiche Fahrversuche durch. Die letzte von der französischen Armee im Frühjahr 1962 durchgeführte harte Vergleichserprobung des Unimog S in Carpiane und in Satory umfaßte eine gemischte Fahrstrecke von rd. 10 000 km. Nach Schätzung der französischen Erprobungsstelle sind bezüglich der Beanspruchung 100 Std. Fahrerprobung in Carpiane rd. 30 000 km Saharafahrt gleichzusetzen. Die Erprobung in Satory enthielt u. a. auch eine Schlammfahrt über 300 km.

    Auch für die Aufgaben des zivilen Luftschutzes wird das Unimog S-Fahrzeug in den verschiedenen Varianten und in großer Anzahl verwendet. Entscheidend für die Beschaffung war auch in diesem Fall die große Beweglichkeit des Fahrzeuges in schwierigem Gelände und die Fähigkeit des Befahrens von weniger tragfähigen Böden und losem Trümmerschutt.“

    Wenn Sie sich für die Geschichte des Unimog-S interessieren, dann empfehlen wir das von Werner Vögele und Carl-Heinz Vogler herausgegebene UNIMOG-Sonderheft des Unimog-Club Gaggenau. Mitglieder erhalten es über den Club-Shop. Ansonsten ist es auch über www.buchundbild.de erhältlich. Dort finden Sie in der Rubrik “Baureihensortiment” auch vieles, was es sonst noch zu Unimog-S gibt.

    In den “Unimog-Informationen”  folgt eine Auflistung der Verwendungsgebiete des Unimog S:UCOM Unimog-s Verwendungsgebiete

    Durch Anklicken werden die Bilder und Darstellungen größer. Für die folgenden vier Seiten mit der Darstellung von Fahrzeug- und Aufbauvarianten bitte   weiter …   anklicken.

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    Buch und Bild Unimog Literatur
  • Unimog-S mit Niederdruckreifen im Testgelände

     

    Am höchsten Punkt des Testgeländes "Sauberg" - am Steuer der Leiter des Unimog-Fahrversuchs, Heinz Rinkel.

    Am höchsten Punkt des Testgeländes “Sauberg” – am Steuer der Leiter des Unimog-Fahrversuchs, Heinz Rinkel.

     

    1959 wurde auf dem Testgelände “Sauberg” und in einer Kiesgrube (vermutlich in Sandweier – der Name passt) ein Unimog-S getestet, der mit außergewöhnlichen Niederdruckreifen der Marke “Lypsoid” ausgerüstete war. Mit dabei zu Vergleichszwecken auch ein Unimog-S mit “normaler Bereifung”.

    Der Unimog-S mit Lypsoid-Niederdruckreifen vor der Versuchswerkstatt

    Der Unimog-S mit Lypsoid-Niederdruckreifen vor der Versuchswerkstatt

    Das Steilstück aus gewachsenem Sandstein - ein imposantes Bild.

    Das Steilstück aus gewachsenem Sandstein – ein imposantes Bild.

    Niederdruckreifen kamen an Unimog 411 erstmals bei der Schilfernte in Rumänien zum Einsatz. Das dortige Projekt war allerdings nicht von Erfolg gekrönt, wie sich Unimog-Pionier Willi Seitz erinnert (“Geschichten rund um den Unimog” – Band 1).

    Später folgten Einsätze unter anderem in Wüsten, daher werden diese Niederdruckreifen auch Sandreifen genannt.

    Wie in der Wüste - im Vordergrund normale Bereifung und im Hintergrund Niederdruck-Bereifung

    Wie in der Wüste – im Vordergrund normale Bereifung und im Hintergrund Niederdruck-Bereifung

    Unimog 411 mit Niederdruck-Bereifung - das Foto stammt ebenfalls aus dem Jahr 1959

    Unimog 411 mit Niederdruck-Bereifung – das Foto stammt ebenfalls aus dem Jahr 1959

    Beutlhauser Unimog Kommunaltechnik
  • 55 Jahre Zweiwege-Unimog

    Unimog 406 mit Zweiwege-Einrichtung von Beilhack

    Unimog 406 mit Zweiwege-Einrichtung von Beilhack – Archiv ZAGRO

    Wie sich Unimog-Pionier Manfred Florus erinnert, hatte Ende der 1950er Jahre im Bundesbahn-Zentralamt München der Bundesbahnoberrat Herbert Gretzschel die Idee, Unimog im Rangierbetrieb einzusetzen. Gretschel hatte festgestellt, dass die Innenkante der Spur 1,25 ideal zum Unimog passt. Daraufhin entwickelte er als Spurhalter einfache Gleitkufen, die auch bei Weichenbetrieb funktionsfähig waren.

    „Für mich ist das geradezu ein Paradebeispiel, wie die Zusammenarbeit zwischen Kunden, dem Außendienst und den Verantwortlichen im Unimog-Bereich des Werkes Gaggenau hervorragend klappte!“ stellt Florus fest. Denn Otto Seyfried, der überaus erfolgreiche Verkaufsleiter des Unimog-Generalsvertreters Henne, München, war begeistert und informierte den Vertrieb und die Entwicklung in Gaggenau.

    Mit dem Leiter des Unimog-Fahrversuchs, Heinz Rinkel, fuhr Manfred Florus, seinerzeit Außendienstinspektor und nach eigenen Aussagen auch „Mädchen für Alles“, in die bayerische Landeshauptstadt. Auf einer Versuchsstrecke zwischen München und Prien ließen sie sich das Ergebnis des Tüftlers Gretschel präsentieren. Rinkel und Florus waren beeindruckt. Bei Rinkel ging das so weit, dass er letztendlich etwas zu schnell fuhr und dadurch das Fahrzeug aus den Führungskufen sprang. Zum Glück passierte nichts Schlimmes. Nebenbei: Rinkel war für seine rasante und waghalsige Fahrweise bekannt und so werden darüber in Gaggenau viele Geschichten erzählt.

    Gretschel stellte dann seine Ideen der Maschinenfabrik Beilhack in Rosenheim vor, zu der auch persönliche Kontakte bestanden. Beilhack nahm um 1960 noch konstruktive Änderungen vor, die sicherstellen sollten, dass mehr Druck auf den Kufen lag, um das Rausspringen zu verhindern. Dann bot Beilhack die ersten Zweiwege-Vorrichtungen an.

    Als zweite Stufe bot Beilhack dann eine Variante mit Rollen an. Teile dafür lieferte bereits die Maschinenbaufabrik Schneider in Witzhelden bei Köln (heute ZWEIWEG International mit Sitz in Leichingen). Von Beilhack selbst, so Manfred Florus, wurden dann mehr als 1000 Zweiwegevorrichtungen gebaut und vertrieben, bevor die spezielle Zweiwege GmbH gegründet wurde.

    Michael Wessel

    Zweiwege-Unimog der zweiten Generation - mit Rollen

    Zweiwege-Unimog der zweiten Generation – mit Rollen

    Vorne und hinten sind die Rollen zu erkennen

    Vorne und hinten sind die Rollen zu erkennen

    Selbst Güterzüge ließen sich rangieren.

    Selbst Güterzüge ließen sich rangieren

    Gut zu erkennen: die Führung bei Weichenbetrieb

    Gut zu erkennen: die Führung bei Weichenbetrieb

    Zum Verlassen der Schiene wurden die Rollen angehoben.

    Zum Verlassen der Schiene wurden die Rollen angehoben.

    Und ab geht es zur nächsten Einsatzstelle.

    Und ab geht es zur nächsten Einsatzstelle.

     

     

     

    Merex Unimog
  • Das Unimog-Museum erweitert

    Die Neubauten sind lila dargestellt - rechts das bestehende Museums-Gebäude   -   Kohlbecker Gesamtplan GmbH

    Die Neubauten sind lila dargestellt – rechts das bestehende Museums-Gebäude – Kohlbecker Gesamtplan GmbH

     

    Das Unimog-Museum erhält neue Gebäude und neue Parkplätze

    Thomas Senger berichtet im Badischen Tagblatt vom 27. April 2015:

    Die angestrebte Erweiterung des Unimog-Museums sowie die Schaffung von 60 weiteren Parkplätzen zählen zu den künftigen Herausforderungen, denen sich der Trägerverein gegenübersieht. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend wurde deutlich: Die Mitglieder um Vorsitzenden Stefan Schwaab sehen sich dafür gewappnet.

    Ein Entwurf zeigt die Fläche: Direkt neben dem Parkplatz der Landesakademie, wo dessen Abraummaterial abgelagert wurde, sollen Museums-Parkplätze entstehen. Dieses Gelände befindet sich auf Gaggenauer Gemarkung. Die Parkplätze würden auf dem Vereinsgelände Platz schaffen für die Museumserweiterung.

    Der neue Parkplatz wäre sinnvoll, betonte Stefan Schwaab, doch sei auch sinnvoll, dass der Verein diese nicht alleine bezahlen sollte. Schließlich sei dort die Pforte der Murgleiter. Diese ist einer der am höchsten zertifizierten deutschen Wanderwege. Demzufolge gebe es Wanderer, die über mehrere Tage den Museumsparkplatz nutzen – anders als bei der benachbarten Landesakademie, dort seien ausdrücklich nur Akademiebesucher erwünscht. Generell müsse die Achse Gaggenau – Gernsbach -Forbach – Schwarzenbach – Nationalpark verstärkt ins Blickfeld rücken – auch verkehrstechnisch, um die Chancen zu nutzen.

    Hohe Ausgaben imvergangenen Jahr

    Interaktive Erlebnis- und Lernwelten zur Unimog- und Industriegeschichte, Schulungswerkstatt, Archiv und Classic-Center-Verkaufsraum nannte Schwaab in Zusammenhang mit der Museumserweiterung. Ein erster Schritt sei die Übertragung der Alttypenberatung durch Daimler an das Museum Anfang 2015 gewesen.

    Die Betriebs-GmbH sei insbesondere dank der über 100 Ehrenämtler in der Lage, schwarze Zahlen zu schreiben. “Hier wird ehrenamtlich geschuftet, das ist unglaublich”, bilanzierte Schwaab. Gleichwohl haben die Investitionen der vergangenen Monate – neue Fahrzeughalle in Kuppenheim und Umbau und Erweiterung der Museumsgastronomie – sich niedergeschlagen. Die Ausgaben haben sich 2014 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt auf 811000 Euro (2013: 420600 Euro, 2012: 149500 Euro). Allerdings habe der Verein dank der neuen Gastronomie wieder stabile Pachteinnahmen, und mit der neuen Halle sind keine Mieten mehr für das alte Fahrzeugdomizil in der Gaggenauer Jahnstraße erforderlich.

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    Kindermann Unimog
  • Unimog- & MB-trac-Treffen bei Enkenhofen am 25. und 26. Juli

    UCOM Enkenhofen plakat2015

    Dieses Jahr ist es wieder soweit: Am 25. und 26. Juli 2015 findet das 7. internationale Unimog- & MB-trac-Treffen bei Enkenhofen im Allgäu statt.
    Die Organisatoren freuen sich wieder auf zahlreiche Fahrzeugliebhaber und -besitzer und auf alle, die mit ihnen mal wieder zünftig festeln wollen!
    Mehr auf www.enkenhofen.de  – Dort ist auch ein Film des SWR von 2013 zu sehen, der einen interessanten Eindruck vom Fest vermittelt. Am Anfang kommt allerdings die Falschaussage, dass der Unimog nicht mehr gebaut wird. Das sei verziehen, denn wir wissen es zum Glück besser.

    Buch und Bild Unimog Literatur
  • Aktionstag Unimog-S mit abwechslungsreichem Programm

    UCOM Unimog-S 1 Parade

    Für den Sonntag, 19. April, hatte die Planungsgruppe für die Jubiläumsausstellung „60 Jahre Unimog-S“ ein abwechslungsreiches Programm im Unimog-Museum und drum herum vorbereitet.

    Die Stühle reichten bei der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Stefan Schwaab, und die Geschäftsführerin, Hildegard Knoop, nicht aus. Ein Beispiel mehr zur positiven Resonanz des Themas “Unimog-S”, was auch zur Verlängerung der Ausstellung bis 10. Mai geführt hat.

    Unimog-Autor Ralf Maile präsentierte zum Einstieg mit dem Titel „Das Querfeldein-Genie“ einen bunten Bilderbogen mit Unimog-S-Exoten aus aller Welt. Manche Exponate waren nur noch an den Radnaben als Unimog-S zu erkennen und führten bei den Besuchern zu einem bewundernden Lachen. Hans-Jürgen Wischhof, der als Moderator durch die Veranstaltung führte, entlockte Maile, dass dieser inzwischen über ein Archiv mit mehr als 180.000 Bildern verfügt. Kein Wunder also, dass er außergewöhnliche Fotos präsentieren konnte. Es gibt offensichtlich nichts, was es nicht gibt. Das reichte bis zum bunt geschmückten Leichenwagen in Vietnam – auch eine Möglichkeit, die letzte Fahrt anzutreten.

     

    Die Zeitzeugen Hans Westemeyer, Hans-Jürgen Wischhof (Moderator), Karl Vollmer, Manfred Florus, Heinz Schnepf und Roland Feix (von links)

    Die Zeitzeugen Hans Westemeyer, Hans-Jürgen Wischhof (Moderator), Karl Vollmer, Manfred Florus, Heinz Schnepf und Roland Feix (von links)

    Mit Manfred Florus, Roland Feix, Karl Vollmer, Heinz Schnepf und Heinz Westemeyer konnte dann Hans-Jürgen Wischhof Zeitzeugen vorstellen, die die Entwicklung und Markteinführung des Unimog-S nicht nur erlebt sondern auch wesentlich beeinflusst haben. So berichtete Karl Vollmer, dass es dem Chefkonstrukteur Heinrich Rössler immer wieder hervorragend gelungen sei, seine Mannschaft zu Höchstleistungen anzuspornen. Nur so sei es in Tag- und Nachtarbeit gelungen, den Unimog-S in so kurzer Zeit auf die Räder zu stellen.

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    Merex Unimog
  • Unimog-S mit Holzvergaser im Einsatz

    Das Tankholz lagert auf der Pritsche

    Das Tankholz lagert auf der Pritsche

    „Ein guter Schluss ziert alles“, hieß es wider am Sonntag, 19. April, im Unimog-Museum am Ende der Führungen. Die Besucher konnten nicht nur einen Unimog-S mit Holzvergaser bestaunen sondern ihn auch im Einsatz erleben.

    Josef Käsweber füllt den Kessel mit Buchenholz

    Josef Käsweber füllt den Kessel mit Buchenholz

     

    Die Unimog-Freunde Josef Käsweber jun., Josef Zollner und Hans Huber aus der bayerischen Pfaffing im Landkreis Rosenheim haben den Unimog-S vor 15 Jahren mit Unterstützung zahlreicher Helfer mit dieser außergewöhnlichen Kraftquelle ausgerüstet.

     

    Das Tankolz im Kessel wird angezündet

    Das Tankolz im Kessel wird angezündet

    Die Entflammbarkeit des Gasgemisches wir geprüft

    Die Entflammbarkeit des Gasgemisches wir geprüft

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    Sackmann Unimog
  • Gibt es nicht mehr als acht Gründe, Unimog zu fahren?

    Auf dem PS-Blog von “Die Welt” nennt Autor Alberecht Wilke acht nicht immer ganz ernsthafte Gründe, warum man lieber Unimog fahren sollte:

    1. Ein Unimog, ausgestattet mit einer Doppelkabine, ist ein hervorragendes Familienauto für bis zu neun Personen. Darin finden Vater, Mutter, drei Kinder und sämtliche Großeltern bequem Platz – ohne das lästige Umklappen der Sitze beim Ein- und Aussteigen.

    2. Ein Unimog besitzt auch innen abwaschbare Oberflächen. Zwar bestehen diese eher selten aus haptisch ansprechenden Materialien wie Mahagoni-Holz oder Nappa-Leder, doch lassen sich auch hartnäckige Rückstände mühelos entfernen, selbst wenn sich die Kinder einmal während der Fahrt übergeben müssen. Einfach das Fahrzeug einmal innen durchkärchern – fertig.

    3. Ein Unimog hat ein recht großzügiges Kofferraumvolumen von bis zu 13m3 (ohne Anhänger). Das bedeutet, dass man sich nur noch in Extremsituationen den Kopf über die Größe des Reisegepäcks zerbrechen muss. Und wenn die Kinder sich nicht einmal für die Dauer des Urlaubs von ihren Pferden trennen können, nimmt man letztere eben auch mit auf die Fahrt.

    4. Ein Unimog verfrachtet alle Gartenabfälle des Jahres auf einmal zur Mülldeponie. Vorbei sind die Zeiten, in denen man monatlich mühselig eingepackte Körbe mit Grünzeug unter die Hutablage quetschen musste. Und zur Steigerung der sozialen Akzeptanz in der Nachbarschaft lassen sich die Gartenabfälle der ganzen Wohngegend gleich noch mitnehmen.

    5. Ein Unimog gilt als Nutzfahrzeug und damit als Vernunftlösung. Im Gegensatz zu einem Pkw kann man sich mit ihm auf jeder Öko-Party grünen Gewissens sehen lassen. Zugegeben, mit einem Ein-Liter-Auto ist im Lkw-Bereich ein Fahrzeug mit einem Verbrauch von einem Liter auf einem Kilometer gemeint. Aber heruntergerechnet auf die Nutzlast ergibt sich ein weitaus geringerer Verbrauch als bei einem PKW.

    6. Ein Unimog liefert einen überzeugenden Auftritt im Stadtverkehr. Egal ob beim Einfädeln in den Reißverschluss an der Baustelle oder im Gedränge um eine Parklücke vor dem Bürgerbüro: Die anderen Verkehrsteilnehmer gewähren einem stets Vorfahrt.

    7. Ein Unimog bietet eine viel höhere Geländefähigkeit als ein PKW. Von der Bodenfreiheit bis zur Wattiefe sind nahezu alle Offroadwerte besser, besonders weil die Räder ungleich größer ausfallen. Den Fahrvergleich zwischen einem Gelände-PKW und einem Gelände-LKW über einen felsigen Gebirgspass kann man sich so vorstellen, wie wenn man einmal mit Kurz-Carvern und einmal mit Freeride-Skiern einen Tiefschneehang hinunterfährt: Mit ersteren stolpert man über sämtliche Bodenwellen – mit letzteren surft man einfach darüber hinweg.

    8. Während im Pkw-Bereich aus technologischer Perspektive vorwiegend Einheitsbrei vorzufinden ist, trifft man im Lkw-Bereich auf eine hohe Diversität und eine feine Ästhetik der zugrunde liegenden Fahrzeugkonzepte. Dazu zählen beispielsweise die Schubrohr-Technik von Daimler genauso wie das Zentralrohrrahmen-System von Tatra: zwei völlig verschiedene Ansätze für das gleiche Ziel: größtmögliche Performance im Gelände. Beides sind Lösungen, auf die der alte Werbespruch zutrifft: genial einfach – einfach genial.

     

    Der Mog-Community fallen doch bestimmt weitere Gründe ein, warum man lieber Unimog fahren sollte, oder? Nutzt unsere Kommentar-Funktion, um der Community Euere Gründe mitzuteilen.

     

    Buch und Bild Unimog Literatur