Mai 2009

Monthly Archives

  • UCG-Jahrestreffen 2009

    Der Unimog und das Gelände

    Zum zweiten Mal findet das Jahrestreffen des Unimog-Club Gaggenau e.V. in Aufenau statt. Bereits im Jahr 2006 wurde die Veranstaltung von der Regionalgruppe Rhein-Main mit großem Erfolg organisiert und durchgeführt.

    Alle, die sich für das große Jahrestreffen 2009 interessieren, können sich die Bilder und Berichte aus dem Jahr 2006 auf der Homepage der Regionalgruppe Rhein-Main unter „Galerie“ und „Rückblick 2006“ (Bilder vom Jahrestreffen 2006) ansehen.

    Bei diesem Treffen soll der Austausch bei Dieselgesprächen und das Fahren im Gelände im Vordergrund stehen und es wird daher auf ein umfangreiches Rahmenprogramm verzichet.

    Desweiteren ist ein bunter Händlermarkt, mit allem was das „Herz eines Unimogfans“ höher schlagen lässt, geplant. Interessierte Händler werden gebeten, sich per Email an die Geschäftsstelle des Unimog-Club-Gaggenau e.V. zu wenden.

    Für die Teilnahme wird eine Gebühr in Höhe von 20,– Euro für UCG/UVC Mitglieder und 30,– Euro für Nichtmitglieder erhoben. Als Gegenleistung erhält jeder angemeldete Teilnehmer jeweils zwei Frühstücksgutscheine und einen Aufkleber.

    Die Veranstalter freuen sich auf jeden Besucher und Aussteller aus Nah und Fern.

    Klaus Lukas
    Regionalbeauftragter Rhein-Main des Unimog-Club Gaggenau e.V.
    Klaus.Lukas@unimog-club-gaggenau.de

    Margit Hörig
    Geschäftsstelle des Unimog-Club Gaggenau e.V.
    info@unimog-club-gaggenau.de

  • 60 Jahre Unimog und Landwirtschaft

    Schwerpunktthema 2009 „60 Jahre Unimog und Landwirtschaft“

    • Seit seiner Erfindung ein völlig neues Konzept
    • Die erste Traktor-Neuentwicklung nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland
    • Der Trendsetter, das einzigartige Produkt
    • Der erste Geräteträger mit einem Freigabe –System des Herstellers
    • Sonderausstellung vom 26.04. bis zum 25.10.2009 im Unimog-Museum

    Im August 1948 wurde der Unimog von der Firma Boehringer, Göppingen, als Universal-Motor-Gerät auf der DLG-Ausstellung in Frankfurt/Main einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Präsentiert wurde der Unimog mit Front- und Heckanbaugeräten. Die Firma Rabe lieferte den Pflug, die Firma Holder eine Aufbaugerätespritze für den Pflanzenschutz und die Firma Schmotzer steuerte eine Fronthacke bei. Die Resonanz auf dieses Fahrzeug war außergewöhnlich positiv.
    Dieses neuartige Fahrzeug für die Landwirtschaft wurde von den Behörden zunächst als „Sonderfahrzeug für die Landwirtschaft“ eingestuft. Man war sich nicht im Klaren darüber: ist es ein Traktor, ein LKW oder was sonst? So kam diese erste Neuentwicklung eines Traktors nach dem 2. Weltkrieg dennoch erst nach fast zehnjährigem Kampf wegen der Zulassung, der Kraftfahrzeugsteuer, der Kfz-Versicherung und Haftpflicht (Verwendung von austauschbaren Geräten) sowie der Dieselkraftstoffverbilligung zu einer Anerkennung als “Ackerschlepper“, obwohl das Fahrzeug völlig anders aussah als ein normaler für die Land- oder Forstwirtschaft entwickelter Traktor: Allradantrieb mit 4 gleichgroßen Rädern, Rahmenbauweise, gefederte Achsen, eine Hilfsladefläche, ein Fahrerhaus für 2 Personen, 3 An- und Aufbauräume und mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 50 km/h etc.
    Inzwischen sind gut 60 Jahre vergangen, Anlass genug, im Unimog-Museum in Gaggenau im Rahmen einer Ausstellung das Schwerpunkt-Thema „Unimog und 60 Jahre Landwirtschaft“ zu präsentieren.

    Gezeigt werden eine größere Anzahl von Unimog, vom Prototyp Nr. 6 (1948) bis hin zu dem jüngsten Produkt innerhalb der Mercedes-Benz Unimog-Baureihen, dem Unimog U 20 (2008).

    Die Vielfalt der Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten des Unimog werden eindrucksvoll präsentiert durch das Zusammenspiel von Unimog und Geräten aus der Anfangszeit bis hin zur modernen Landtechnik.

    Zu sehen sind die Anwendungen wie Gitterräder und Zwillingsbereifung zur Reduzierung des Bodendrucks. Mähwerke, über Flachriemen angetriebene Geräte, Mineraldüngerstreuer, Drillmaschinen, Pflüge, Grubber, der Binger Seilzug mit Geräten, der vorzugsweise im Weinbau an Steilhängen eingesetzt wurde, sowie Pflanzenschutz-Aufbauspritzgeräte, eine bis heute sehr professionelle Anwendung des Unimog in der Landwirtschaft.

    Besondere Aufmerksamkeit werden die Besucher auch folgenden Themen schenken: Die wunderbare Dioramen-Ausstellung von Toon Versnick aus Belgien, die Foto-Ausstellung mit historischen Unimog-Aufnahmen des Agrarjournalisten Wolfgang Schiffer in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsverlag sowie die im Rahmen einer Diplomarbeit an der FH für Technik und Wirtschaft in Berlin unter wissenschaftlicher Begleitung restaurierte Kartoffellegemaschine aus dem Programm des RAU Kombi-Geräte-Systems wird zu sehen sein. In Zusammenarbeit mit dem Verein „kindgenau“ wurde ein Kinderrundgang zum Thema Landwirtschaft entwickelt.

    Der technische/anwendungs-technische Vergleich des Boehringer Unimog (Jahrgang 1950) mit dem Ferguson Traktor TEA 20 (Jahrgang 1950). Zwei geniale Erfindungen für die Landtechnik. Der Unimog (Basis Rahmenchassis) als Universal-Motorgerät im Vergleich zu dem Standardtraktor TEA 20 (Blockbauweise) mit dem „Ferguson System“. Harry Ferguson war der Erfinder des so genannten Dreipunktanbaus; eine weltweit standardisierte Schnittstelle für den Geräteanbau ohne die die heutige Landtechnik gar nicht denkbar wäre. Wie überhaupt das Thema „Standardisierung der Schnittstellen in der Landtechnik“ eine weltweite Erfolgsstory ist. In der Ausstellung wird eine Vielzahl derer gezeigt, von der Einpunktaufhängung bis zum Schnellkuppler.

    Während der Sonderausstellung zu dem Schwerpunkt-Thema „60 Jahre Unimog und Landwirtschaft“, die vom 26.04. bis zum 25.10.2009 stattfindet, sind mehrere Veranstaltungen geplant, so z.B. das 2. MBtrac-Treffen am 24. und 25. Oktober 2009. Auf die Programmpunkte wie Filmvorführungen oder Buchvorstellungen wird das Unimog-Museum auf der Internetseite www.unimog-museum.de aktuell hinweisen.