Aller Laster Anfang

Sonderausstellung im Unimog-Museum zu den Pionierjahren des Automobilbaus in Gaggenau

Bis 20. Februar 2010 ist im Unimog-Museum eine Sonderausstellung zu den Pionierjahren des Automobilbaus in Gaggenau zu sehen. Gezeigt werden ein Tonneau aus dem Jahr 1900, ein Volksautomobil „Liliput“ von 1905, ein Lastwagen aus dem Jahr 1909, ein Lkw-Fahrgesell mit Antriebstrang von 1922 sowie erstmals der BENZ-Gaggenau Lkw von 1916, der in einer „Rückholaktion“ wieder nach Gaggenau kommt. Die Besucher haben zudem Gelegenheit, in Vitrinen mehr zu den Persönlichkeiten zu erfahren, die in den Pionierjahren die Automobilindustrie im Murgtal aufbauten.

Aus der Produktion von Theodor Bergmann stammt ein wunderschöner viersitziger Tonneau aus der Sammlung von Hans-Joachim Schramm aus Oberursel. Um 1900 gebaut ist es das älteste Fahrzeug der Ausstellung und das fünftälteste überhaupt erhalten gebliebene Fahrzeug aus Gaggenauer Produktion.

Bei Bergmann entwickelt und dann in der Süddeutschen Automobilfabrik gebaut: ein „Liliput, das erste Volksautomobil der Welt. Es ist eines von zwei noch erhalten gebliebenen Fahrzeugen.

Als ältester Lastwagen der Welt gilt das Fahrzeug der Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau aus dem Jahr 1909, das sonst im Auto- und Technikmuseum Speyer zu bewundern ist. Und weil Gaggenau heute als „die Wiege des Nutzfahrzeugbaus der Daimler AG“ gilt, wurde die Winterausstellung 2009/2010 auch „Aller Laster Anfang“ genannt.

Das erste Mal im Unimog-Museum zu sehen ist ein weiterer Laster, der Benz-Gaggenau 3K2 aus dem Jahr 1916. Um ihn zurück nach Gaggenau zu holen, wurde vom Verein Unimog-Museum eine beispielhafte „Rückholaktion“ gestartet. Dabei können einzelne Aggregate und Teile symbolisch gekauft werden, um den Gesamtbetrag von 65.000 Euro zu finanzieren.

Abgerundet wird die Sonderausstellung durch historische Dokumente und Fotos in den Vitrinen sowie durch Schautafeln des Wirtschaftsarchivs Baden-Württemberg, auf denen die Anfänge des Omnibusbaus im Ländle dargestellt werden.

Weitere Infos unter www.unimog-museum.com

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