Mitgliederversammlung 2018 des Unimog-Club Gaggenau

Vorsitzender Rainer Hildebrandt(links) mit Michael Wessel aus Gaggenau, dem Gründer und langjährigen Vorsitzenden des Unimog-Club Gaggenau

Wieder in der Erfolgsspur

Unimog-Club Gaggenau zieht Bilanz

Das Unimog-Museum ist nicht nur Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt, sondern wird daneben immer mehr zum zentralen Mittelpunkt des vor 25 Jahren gegründeten Unimog-Club Gaggenau (UCG). Am Wochenende wurde dort die jährliche ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins ausgerichtet. Zum ersten Mal rückte mit Angelika Grieb-Erhardt eine Frau in den Vorstand auf. Noch in diesem Jahr will der Club die Grenze von 7000 Mitgliedern überschreiten.
In seinem Bericht konnte der Vorsitzende Rainer Hildebrandt auf sein erstes komplettes Vereinsjahr in dieser Position zurückblicken. Die in der vorangegangenen Versammlung komplett neu gewählte Führungsmannschaft habe mit dem 25-jährigen Vereinsjubiläum ihre erste große Bewährungsprobe mit Bravour gemeistert. Vom 15. bis 17. Juni waren rund 20.000 Besucher aus ganz Europa und sogar Übersee auf dem Festgelände rund um das Museum und im Bad Rotenfelser Kurpark unterwegs. Sie hatten Gelegenheit, 800 Fahrzeuge mit dem weltbekannten Namen zu bestaunen und im Einsatz zu sehen. Über 100 Helfer hatten dazu beigetragen, dass das Wochenende nicht nur ein Fest, sondern ein markantes Ereignis in der bisherigen Geschichte des Vereins wurde.
Das Vereinsjubiläum war auch Anlass, dass erstmals in der Vereinsgeschichte langjährige Mitglieder geehrt wurden, die dem Verein von Anfang an treu geblieben sind. Da man als pragmatische Schrauber „solche Dinge eher schlicht feiert“, wurden stellvertretend für alle der Gründer und langjährige Vorsitzende Michael Wessel mit einer Urkunde geehrt. Daneben wurde Karlhugo Schmidt von der Regionalgruppe Rhein-Main für seinen unermüdlichen Einsatz zum Ehrenmitglied ernannt. Kassierer Claudio Lazzarini von der Schweizer Regionalgruppe zeigte in seinem bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Kassenbericht, woher das Geld kommt und für was es ausgegeben wird. Das Jubiläumsfest wurde dabei getrennt dargestellt. Es hat trotz der Kosten von gut 140000 Euro dank Sponsoren und großzügiger Spender nur ein Defizit von knapp 15.000 Euro für den Verein verursacht.
Die Mitgliederzahl beträgt aktuell 6967; Lazzarini erwartet bis Weihnachten das 7.000. Mitglied. Bei den Wahlen wurden die

Angelika Grieb-Erhardt.

bisherigen Vorstandsmitglieder Rainer Hildebrandt (Vorsitzender), René Dusseldorp (erster Stellvertreter), Claudio Lazzarini (Kassierer) und Johannes Behringer (Schriftführer) einstimmig wiedergewählt. Eine weitere Premiere war die erstmalige Wahl einer Frau in den Vorstand des „Männerspielzeug-Vereins“. Die bisherige Vertreterin der Regionalbeauftragten, Angelika Grieb-Erhardt (Regionalgruppe Mittlerer Neckar), wurde für den aus Altersgründen nicht mehr kandidierenden Hans-Joachim Meyer als zweite Stellvertreterin gewählt.

Das Jahrestreffen 2019 des UCG wird von der italienischen Regionalgruppe organisiert und in der Nähe von Chiavenna in der Lombardei stattfinden. Eine Präsentation zu der geplanten Veranstaltung durch die italienischen Unimog-Freunde erhielt großen Beifall und lässt auf eine große Beteiligung hoffen. Stiftungspräsident Johannes Behringer erläuterte den Mitgliedern die seit 2011 bestehende UCG-Stiftung „Unimog-Geschichte und Technik“. Sie hat eine Einlage von 50.000 Euro. Entstanden ist sie nach einem Beschluss der Mitgliederversammlung 2010, in dem festgelegt wurde, ein eventuell noch vorhandenes Vermögen des UCG bei dessen Auflösung der Stiftung zuzuführen.
Text und Bilder: Hans-Peter Hegmann im Badischen Tagblatt vom 27. November 2018
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