November 2021

Monthly Archives

  • Der Unimog – ein Universalmotorgerät der Spitzenklasse

     

    Fast schon legendär ist der universelle Wagen, dessen Entwicklung zum heutigen Fahrzeug bereits 1945 begann. Der ehemalige Leiter für Flugmotorenkonstruktion, Albert Friedrich, der damals für die Daimler-Benz AG tätig war, legte sein Herzblut darin, seine Idee von einer leistungsstarken und kompakten Zugmaschine umzusetzen und schloss sich dafür mit seinem ebenfalls für Daimler Benz tätigen Kollegen Heinrich Rößler zusammen. Dieser brachte umfangreiches Wissen über Landwirtschaft mit, was aus dem ersten Modell des Fahrzeugs ein motorbetriebenes Universalgerät mit Allradantrieb machte, das als Antriebsmaschine und agrarwirtschaftliches Lieferfahrzeug benutzt wurde.

    Das besondere Fahrzeug für besondere Gelegenheiten

    Inzwischen ist der Unimog mit seinen zahlreichen Weiterentwicklungen zum Offroad-Fahrzeug mit ganz besonderen Fähigkeiten avanciert, mit denen er andere Fahrzeuge ohne Frage in den Schatten stellt. Allerdings gilt hierbei zu bedenken, dass sich das beeindruckende Gefährt vor allem für die Erkundung schwieriger Gelände und andere Einsatzzwecke eignet, die gute Geländefahreigenschaften voraussetzen. Lange Strecken auf Landstraßen und Autobahnen hingegen benötigen Zeit, wollen sie mit einem Unimog bestritten werden. Gut vorbereitet wird eine Reise ins Ausland, beispielsweise zur schönen Insel Mykonos, mit ihm jedoch zum unvergesslichen Erlebnis.

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  • Unimog-Museum: Richtfest beim Erweiterungsbau – Douglasienstämme aus Loffenau

    English text below

    Am Freitag, 26. November 2021, hat beim Unimog-Museum ein Richtfest stattgefunden.

    Für den errichteten Erweiterungsbau bekam der Museumsverein Douglasien aus Loffenau gespendet.

     

    Simon Baumann, Geschäftsführer von Holzbau Hurrle, auf dem Weg zum Richtfest. Simon Baumann, managing director of Holzbau Hurrle, on his way to the topping-out ceremony.

    Man konnte sie fast plumpsen hören, die Steine, die dem Vorsitzenden des Vereins Unimog-Museum, Stefan Schwaab, von den Schultern fielen, als er am Freitag einige Gäste und am Bau beteiligte Handwerker bei einem kleinen Richtfest des Erweiterungsbaus des Unimog-Museums begrüßen konnte.

    Für den Geschäftsführer von Holzbau Hurrle, Simon Baumann, der den Richtbaum setzte und den traditionellen Richtspruch vortrug, war der anspruchsvolle Bau auch aufgrund des engen Terminplans schon eine ganz besondere Herausforderung. Aber es habe auch Spaß gemacht, ihn wachsen zu sehen, wie er wissen ließ. Michaela Assen von Kohlbecker Gesamtplan zeigte sich erfreut, dass ihr Büro auch mit dem Erweiterungsbau beauftragt wurde. Dabei habe man wieder viel Holz verbaut. Das passe gut zu den aktuellen Anforderungen bezüglich ökologischen Handelns.

    Der Generalunternehmer Jürgen Dafner, Leiter Schlüsselfertiges Bauen bei der Bauunternehmung Grötz, lobte die gute Zusammenarbeit der am Bau beteiligten Firmen.

    Douglasienspende für die Fassade

    Einen besonders schönen Anlass für eine kleine Ausfahrt mit ihren Unimog zum „Käppele“ und von dort in den Loffenauer Forst gab es bereits am Vortag für einige Mitglieder des Unimog-Club Gaggenau. Sie wollten mit dabei zu sein, als der Loffenauer Bürgermeister Markus Burger und der Leiter des Forstreviers, Raphael Knapp, die Spende von 30 Festmetern Douglasien für den Erweiterungsbau des Unimog-Museums an Stefan Schwaab, den Vorsitzenden des Museumsvereins, übergaben.

    Bürgermeister Burger erläuterte, dass seine Gemeinde mit immerhin 1.360 Hektar Wald gerne die Douglasien-Stämme für die Fassade des Museums, in dem sich die Touristinformation für das Murgtal befindet, unterstütze.

    Freudige Gesichter vor der Übergabe der Douglasien-Spende an das Unimog-Museum. Joyful faces before the handover of the Douglas fir donation to the Unimog Museum.

    In Erinnerung bleibe dann zukünftig, dass an der Fassade auch heimisches Loffenauer Holz verbaut worden ist. Für den Revierleiter des Forstes, Raphael Knapp, kam nach seinen Angaben der Zeitpunkt günstig, da man das Fällen der Douglasien mit einem laufenden Holzeinschlag verbinden konnte.

    Stefan Schwaab verband seinen herzlichen Dank mit einem kurzen Ausblick: Im Dezember sollen die Baumstämme im Sägewerk Stößer in Vimbuch gesägt und getrocknet werden. Nach dem Einbau der Fenster stehen die Douglasien-Bretter dann für die 1.770 Quadratmeter Fassade zur Verfügung.

    Von Michael Wessel im Badisches Tagblatt und in den Badischen Neuesten Nachrichten vom 27. November 2021

    Der Leiter des Forstreviers Raphael Knapp, Bürgermeister Markus Burger, Vorsitzender des Vereins Unimog-Museum Stefan Schwaab. Fotos Michael Wessel

    Topping-out ceremony for the extension of the Unimog Museum

    On Friday, 26 November 2021, a topping-out ceremony took place at the Unimog Museum.
    The museum association received a donation of Douglas fir from Loffenau for the extension building.

    You could almost hear them plop, the stones falling from the shoulders of Stefan Schwaab, chairman of the Unimog Museum Association, as he welcomed some guests and craftsmen involved in the construction to a small topping-out ceremony for the extension of the Unimog Museum on Friday.
    For the managing director of Holzbau Hurrle, Simon Baumann, who set the topping-out tree and recited the traditional topping-out speech, the demanding construction was already a very special challenge, also due to the tight schedule. But it was also fun to watch it grow, he said. Michaela Assen from Kohlbecker Gesamtplan was pleased that her office was also commissioned with the extension. Again, a lot of wood was used. This fits in well with the current requirements regarding ecological action.
    The general contractor Jürgen Dafner, head of turnkey construction at the Grötz construction company, praised the good cooperation of the companies involved in the construction.

    The day before, some members of the Unimog Club Gaggenau had a particularly nice opportunity to take their Unimogs on a short trip to the “Käppele” and from there to the Loffenau forest. They wanted to be there when the mayor of Loffenau, Markus Burger, and the head of the forestry department, Raphael Knapp, handed over the donation of 30 solid metres of Douglas fir for the extension of the Unimog Museum to Stefan Schwaab, the chairman of the museum association.
    Mayor Burger explained that his municipality, with after all 1,360 hectares of forest, was happy to support the Douglas fir logs for the façade of the museum, which houses the tourist information centre for the Murg Valley. In the future, it will be remembered that local wood from Loffenau was used for the façade. According to Markus Knapp, the forest ranger, the time was favourable because the felling of the Douglas firs could be combined with a current logging operation.

    Stefan Schwaab combined his heartfelt thanks with a brief outlook: In December, the tree trunks will be sawn and dried at the Stößer sawmill in Vimbuch. After the installation of the windows, the Douglas fir boards will then be available for the 1,770 square metres of façade.

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  • Unimog-Museum: Douglasien für die Fassade des Erweiterungsbaus

    Von links: Stefan Schwaab und Oberbürgermeister Christof Florus bedanken sich bei Karl-Josef Leib und Edgar Anselm für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement.      Foto: Michael Wessel

    Einen besonderen Waldspaziergang machten am Samstag, 13. November 2021, der Gaggenauer Oberbürgermeister Christof Florus und der Vorsitzende des Vereins Unimog-Museum Stefan Schwaab: Sie besichtigten dabei die 25 Kubikmeter Douglasienstämme, die von den ehrenamtlichen Helfern des Unimog-Museums Edgar Anselm und Karl-Josef Leib in den letzten Wochen im Selbacher Wald gefällt und fein säuberlich zum Abtransport vorbereitet worden waren.

    Unterstützung hatten die beiden erfahrenen „Waldarbeiter“ dabei – wie könnte es anders sein – durch einen Unimog 406 mit Frontseilwinde und Holzrückeaggregaten. Zusammen investierten sie etwa 50 Stunden in dieses Projekt.

    Oberbürgermeister Christof Florus bedankte sich bei den beiden Waldmännern für ihren beispielhaften ehrenamtlichen Einsatz. Er erwähnte dabei, dass es für die Stadt Gaggenau geradezu eine Verpflichtung gewesen sei, dem Wunsch von Stefan Schwaab zu entsprechen, den Erweiterungsbau des Museums wiederum durch eine Spende von Douglasien aus dem städtischen Wald zu unterstützen. Dies auch vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Preise für Holz.

    Stefan Schwaab ergänzte, dass er sich bei der Planung des Erweiterungsbaus des Museums mit dem Architekten Florian Kohlbecker ganz bewusst für ein nachhaltiges Bauen mit viel sichtbarem Holz entschieden habe. Schließlich solle es den Besuchern auch deutlich werden, dass sie sich im Schwarzwald befinden. Dabei galt es dann aber beispielsweise auch, eine Spannweite von 24 Metern durch Holzbindern zu überbrücken. „Trotz der gestiegenen Holzpreise würde ich es wieder so machen!“ stellte Schwaab dabei fest.

    Bei dieser Gelegenheit erinnerte der Vorsitzende des Museumsvereins daran, dass der Landkreis Freudenstadt und die Städte Gernsbach, Kuppenheim und Gaggenau im Jahr 2006 bereits für die Fassade des Museums Wagenladungen mit Douglasien-Stämmen spendeten. Kürzlich habe auch die Gemeinde Loffenau eine Douglasien-Spende beschlossen – Anfragen in weiteren Gemeinden würden noch laufen.

    Anmerkung: Oberbürgermeister Christof Florus ist der Sohn des Unimog-Pioniers und Ehrenmitglied des Unimog-Club Gaggenau Manfred Florus (1924 – 2018).

    Zum Thema

    Douglasien

    Die Douglasie war vor der Eiszeit auch in Europa beheimatet und ist hier dann ausgestorben, so Naturführer Rainer Schulz. Erst durch den schottischen Botaniker David Douglas, daher der Name, wurde sie in den 1820er Jahren aus Nordamerika wieder in Europa eingeführt – nachweislich ab 1840 auch in Deutschland.

    Die Nadeln enthalten viel ätherisches Öl, wodurch schädliche Insekten abgehalten werden. Die Bretter des schnell wachsenden Baumes sind jahrzehntelang ohne Imprägnierung haltbar und werden daher gerne für die Verkleidung von Fassaden verwendet. Wie bei der Fassade des Unimog-Museum jetzt schon zu erkennen, verlieren diese Bretter allerdings mit der Zeit ihre Farbe und werden grau. Das müsse man in Kauf nehmen, so der Forstwirt Rainer Schulz abschließend.

    Michael Wessel

     

  • Initiative „Unimog-Vergnügen“ gestartet – ein Stellplatz-Angebot von Unimog-Freunden für Unimog-Freunde

    Unimog-Freunde sind oft und gerne mit ihrem Unimog-Gefährt oder Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs. Hierbei stellt sich oft die Frage nach einem Stellplatz für ein oder zwei Nächte. Und vielleicht möchte man sich dort auch campingmäßig einrichten – möchte aber keinen Campingplatz benutzen. Sondern würde lieber bei gleichgesinnten Menschen unterkommen. Aber wo?

    Unter dem Motto „Die Unimog-Community hilft sich gegenseitig!“ hat das UCG-Mitglied Gerhard Große eine Stellplatz-Datenbank ins Leben gerufen, die über einen Link bei Google-Maps aufgerufen werden kann. Eine Übersicht auf der Landkarte (und ein Telefonat) macht schnell klar: bei welchem Unimog-Freund könnten wir heute oder morgen stehen?

    So findet man schnell eine Möglichkeit mit dem Fahrzeug ein oder mehrere Tage zu stehen. Um zum Beispiel auf einer längeren Reise Rast zu machen. Oder einfach, um neue Menschen und Freunde kennen zu lernen.

     

    Aktuell sind die Länder Deutschland, Niederlande, Schweiz, Österreich und Frankreich zur Aufnahme in die Stellplatz-Datenbank vorgesehen.

    Es handelt sich bei dem Stellplatz-Angebot um ein privates Angebot einer Stellplatz-Überlassung ohne wirtschaftlichen Hintergrund ausschließlich mit Bezug auf Unimog-Freunde. Die Fahrzeugart spielt bei der realen Nutzung keine Rolle. Der Unimog-Freund kann auch mit einem VW-Bus anreisen ….

    Die Bedingungen, die Datenbank und die Möglichkeit sich als Anbieter eines Stellplatzes einzutragen sind unter folgendem Link zu finden: https://clvr.ch/unimogstellplatz.

     

    Gerade zum Start wäre es hilfreich, wenn sich möglichst viele Anbieter einer Stellplatz-Möglichkeit eintragen damit das Angebot flächendeckend zum Tragen kommt. Auf der Internetseite kann man auch sich Hilfe anfordern, wenn man den Eintrag nicht selbst durchführen kann.

    Und natürlich soll diese Information gerne großflächig geteilt werden.

     

    © 2021 Gerhard Große