März 2013

Monthly Archives

  • Manfred Florus: Mein Lieblingsprospekt

    In loser Folge wollen wir Unimog-Freunde vorstellen, die einen besonderen Bezug zu einem Prospekt haben. Wir beginnen mit Unimog-Pionier Manfred Florus, Jg. 1924.

    „Nach einem Studium der Landtechnik an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim trat ich 1949 als Hilfsarbeiter für die Montage bei Boehringer in Göppingen ein. Werner Boehringer stellte bald fest, dass ich aufgrund meiner Vorbildung sehr gut landwirtschaftliche Vorführungen machen könnte.

    Jetzt war ich in meinem Metier. Auch heute noch bin ich der Meinung, dass es ganz wichtig ist, den Unimog immer wieder vorzuführen. Mein ganzes berufliches Leben war ich für den Unimog tätig – zuletzt 25 Jahre als Leiter des Unimog-Exports.

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    Einen besonderen Bezug habe ich zum zweiten, umfangreichen Prospekt von Boehringer, denn da habe ich mitgewirkt und ich bin auch auf Bildern zu sehen. Aber mein Lieblingspropekt ist der Faltprospekt von 1955. Er macht die Vielseitigkeit des Unimog im Land- und Forsteinsatz deutlich. Auch sind die technischen Details sehr gut dargestellt. Das unterstützte mich seinerzeit sehr, das Produkt den Kunden nahezubringen.“

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  • Unimog sei Dank: Produktionsjubiläum – 10 Millionen Getriebe aus Gaggenau

    13A375Das Mercedes-Benz Werk Gaggenau hat eine Rekordmarke geknackt: Im März wurde das 10-millionste Getriebe am Standort gefertigt. In 62 Jahren Getriebeproduktion wurden dabei die Baureihen immer vielfältiger: Heute reicht die Palette von leichten Getrieben für die A-und B-Klasse über mittelschwere Getriebe für kleinere Lkw wie den Atego bis zu schweren Getrieben für Busse oder den Schwer-Lkw Actros. Zudem bleiben die Getriebe nicht nur in Deutschland: Auch bei Fuso in Japan oder bei Freightliner in den USA kommen Getriebe aus Gaggenau zum Einsatz.

    Standortleiter Dr. Matthias Jurytko:„10 Millionen Getriebe made in Gaggenau: Eine starke Zahl, die den Erfolg unserer Produkte belegt. Das sind 10 Millionen Getriebe, die von der Zahnradfertigung bis zur Endmontage, vom ersten bis zum letzten Produktionsschritt unsere Qualität und unser Können zeigen.“

    Bereits 1951 begann die Getriebeproduktion in Gaggenau, anfangs  für den Unimog. 1955 folgten die Getriebe für schwere und mittelschwere Nutzfahrzeuge, also für Lkw und Busse. Bis 1965 wurden in Gaggenau noch Frontlenker-Lkw wie der Tausendfüßler oder Rundhauber-Lkw produziert. Anschließend konzentrierte man sich in Gaggenau und seit Anfang der 70iger auch im Werkteil Rastatt neben der Fertigung von Getrieben und Komponenten für Nutzfahrzeuge auch auf die Herstellung von Außenplaneten- und Portalachsen sowie die Produktion von Wandlern für den Pkw-Bereich. Seit 2001 ist der Standort Gaggenau das Kompetenzzentrum für manuelle und automatisierte Getriebe innerhalb des weltweiten Produktionsverbundes der Daimler AG.
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  • Erprobung unter extremen Bedingungen: Neuer Unimog und neuer Econic in der Wintererprobung und bei letzten Testeinsätzen


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    Vom 1. Januar 2014 an gilt die neue Abgasnorm Euro VI. Daher werden sowohl die nächste Unimog Geräteträger-Generation als auch der hochgeländegängige Unimog und der neue Low-Entry Econic bereits im Herbst 2013 mit den neuen Mercedes-Benz BlueTec 6-Motoren in ihren angestammten Märkten eingeführt. Darüber hinaus werden diese drei Fahrzeug-Baureihen mit umfassenden, konzeptionellen Innovationen an Interieur, Exterieur sowie den Fahr- und Bedieneigenschaften an den Start gehen. Umfangreiche Komponenten aus der LKW-Großserie wie die neue Elektronik-Architektur, Fahrgestellkomponenten, neuer Antriebsstrang und Bedienelemente wurden übernommen. Insbesondere der Econic ist mit Aus­nahme des bewährten Fahrerhaus-Rohbaus ein neues Fahrzeug geworden. Mit ihm werden neue Maßstäbe dieses einzigartigen Fahrzeugkonzepts für den Kommunal-, Sammel- und Verteilerverkehr gesetzt.

    Derzeit durchlaufen die Erprobungsträger die letzten Tests, beispielsweise für den Einsatz im Winterdienst: Auch in diesem Jahr wurde die Wintererprobung im finnischen Rovaniemi, der Hauptstand Lapplands, am Polarkreis durch­geführt. Die Fahrzeuge hatten umfangreiche Tests hinsichtlich Handling, Ergonomie, Komfort und Fahreigenschaften zu absolvieren. So wird sicher­gestellt, dass die neuen Fahrzeuge mit Euro-VI-Technologie extreme klimatische Bedingungen und Anforderungen bewältigen und ihre Aufgaben beim Kunden zuverlässig im Alltagsbetrieb erledigen.
    Ob Passräumung in den Alpen, Solaranlagenreinigung bei extremer Hitze in Spanien oder unterschiedlichste Einsätze im ganzjährigen Straßenbetriebs­dienst – eines muss bei Unimog immer gewährleistet sein: Das einzigartige Fahrzeugkonzept muss zuverlässig seine Aufgaben bewältigen – egal in welcher Höhe oder bei welchen Temperaturen und Wetterbedingungen. Das gilt auch für den Econic, dem innovativen und vielseitigen Low-Entry-Fahrzeug für Entsorgungseinsätze unterschiedlichster Art.
  • Foto der Woche: Unimog 2010 im Hafen von Buenos Aires 1953

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    Im Jahr 1953 – also vor 60 Jahren – begegneten sich diese fünf Gaggenauer Fahrzeuge, vier Trolleybusse und ein Unimog, im Hafen von Buenos Aires. Und der Wahl-Gaggenauer Roland Feix hatte dann die Aufgabe, mit dem kleinen Unimog 2010 mit nur 25 PS die Gaggenauer Oberleitungs-Busse, Teil einer Lieferung von insgesamt 150 Stück, nach dem spektakulären Entladen in die Werkstatt zu ziehen. (mehr …)

  • Fußmatten-Aktion für Mercedes-Benz MBtrac-Baureihe 443

    Die Mitstreiter von trac-technik.de weisen auf die letzte Möglichkeit hin, die schon seit einiger Zeit bei Mercedes-Benz ausverkaufte Fußmatte (rechts und links) für die große Mercedes-Benz MBtrac-Baureihe 443 zu bestellen.

    Diese Aktion wird offiziell über Mercedes-Benz laufen, aber nur, wenn bis Ende März genügend Vorbestellungen eingegangen sind – daher eilt das ganze sehr!

    Die Fußmatte ist in folgenden MBtrac-Typen verbaut:

    • 443.160 -> MBtrac 1100
    • 443.161 -> MBtrac 1300 (ab Baujahr 10/1984, mit neuer, brauner Kabineninnenausstattung)
    • 443.162 -> MBtrac 1500 (ab Baujahr 10/1984, mit neuer, brauner Kabineninnenausstattung)
    • 443.163 -> MBtrac 1300 turbo
    • 443.164 -> MBtrac 1400 turbo
    • 443.166 -> MBtrac 1600 turbo / 1800 intercooler

    Sollte jemand an so einer Fußmatte Interesse haben, bitte umgehend an die nächst gelegende Unimog-Generalvertretung und/oder Unimog- und MBtrac-Servicestützpunkt wenden. Diese können dann zu gegebener Zeit auch eine Preisauskunft geben. Sollten diese Werkstätten/Teilehändler von dieser Aktion noch nichts mitbekommen haben, weist sie bitte daraufhin, dass sie sich mit den zuständigen Mitarbeitern in Wörth in Verbindung setzen sollen.

    Weiteres zu dieser Aktion unter  http://www.trac-technik.de/Forum/showthread.php?tid=20511.

  • Straßendienst: Unimog U 400 im Ganzjahreseinsatz auf dem Feldberg

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    Mit 1 493 Metern Höhe über Meer ist der Feldberg im Hochschwarzwald die höchste Erhebung in Baden-Württemberg und ein Eldorado besonders für Wintersportbegeisterte – aber auch im Sommer für Touristen und Naturliebhaber ein beliebtes Ausflugsziel. 3,3 Grad Celsius beträgt hier oben die Durchschnittstemperatur – wohlgemerkt: das ganze Jahr über gemessen. Und der letzte Schnee schmilzt oft erst Ende August – kurz, bevor der neue fällt.

    Über Nacht können in dieser schneesicheren Region schon einmal rund 70 cm Schnee fallen – eine extreme Herausforderung und anspruchsvolle Aufgabe besonders für den Winterdienst, der ab 3 Uhr morgens die Gemeindestraßen sowie die Zufahrten zum Feldberg-Hotel – das höchstgelegene Deutschlands – und den vielfrequentierten, weitläufigen Parkplätzen unterhalb der Liftanlagen räumt. Bis 8 Uhr morgens muss alles erledigt sein, denn dann nehmen Sessel- und Schlepplifte sowie die Rodelbahnen ihren Betrieb auf, Tagesbesucher und Übernachtungsgäste strömen zum Wintervergnügen. Erledigt werden diese Arbeiten vom Bauhof der Gemeinde, die für die jeweils acht Kilometer um­fassende Tour rund um den Feldberg-Gipfel eine Maschinenkombination aus Schneefräse und Mercedes-Benz Unimog U 400 mit Schneepflug einsetzt. Bei Schneefall muss die festgelegte Route, die auch den großen Parkplatz für mehrere Hundert Fahrzeuge am Fuße der Liftanlagen beinhaltet, bis zu zehn Mal pro Arbeitsschicht befahren und geräumt werden – das bedeutet Höchstleistung für Mann und Material. (mehr …)
  • Der Unimog-Oldtimer in der Werkstatt

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    In dem gar nicht so kleinen rechtlichen Spezialbereich des Oldtimerrechts gibt es einzelne Bereiche, in denen es immer wieder zu Problemen kommt. Im Vordergrund stehen hier Reparatur- und Restaurierungsaufträge, gefolgt von Mängeln beim Kauf eines Oldtimers.

    Dieser Beitrag von Oldtimerrechtsexperten Michael Eckert nennt Tipps und Tricks, die helfen sollen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Reparatur oder Restaurierung von Oldtimern möglichst zu vermeiden.

    Vorbereitung des Werkstattaufenthalts:

    Anders als bei unseren Alltagsautos fahren wir bei technischen Problemen oder einer anstehendenRestaurierung nicht einfach in die nächstgelegene Markenwerkstatt, um sie dann abends wieder abzuholen. Wer längere Zeit in der Szene unterwegs ist, kennt in seiner Umgebung sicher eine vertrauenswürdige Werkstatt, um Wartungs- und Reparaturarbeiten durchführen zu lassen. Bei Newcomern – oder dann, wenn es um spezielle Arbeiten, beispielsweise eine umfangreiche Restaurierung, eine Überholung des Motors, Polsterarbeiten o. ä. geht, rate ich dringend, zunächst im Freundeskreis, am Stammtisch oder bei den Typreferenten nachzufragen, ob dort Erfahrungen mit der einen oder anderen Werkstatt vorliegen. Gute oder schlechte Nachrichten sprechen sich recht schnell herum, und nicht jede schlechte Erfahrung muss von jedem Mitglied gemacht werden.

    Als nächstes sollte man sich die Werkstatt, insbesondere, wenn es um größere Reparaturaufträge geht, vorher einmal unangemeldet anschauen. Man bekommt dann sehr schnell ein Gefühl dafür, ob die Werkstatt sorgfältig und sauber arbeitet, sich überhaupt mit Oldtimern auskennt, Erfahrungen mit dem zur Reparatur anstehenden Modell hat etc. (mehr …)

  • Foto der Woche: Prototyp eines Unimog-S aus 1952

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    Wohl aus dem Jahr 1952 stammt dieses Bild eines Prototypen für den späteren Unimog-S. Als der Unimog-Bereich 1951 nach Gaggenau verlegt wurde, interessierten sich die Verantwortlichen der französischen Besatzungsmacht im nur 12 km entfernten Rastatt für dieses Fahrzeuge. Sie erhielten einige Unimog 2010 als Reparationsleistung. Mit dem Gaggenauer Entwicklungsbereich wurde diskutiert, wie das Fahrzeug für mitlitärische Transportzwecke aufgerüstet werden kann. Dabei entstand dieser Prototyp, dem man ansieht, dass er aus dem Unimog 2010 entwickelt wurde.

  • Sonderschau bis 14. April im Unimog-Museum: Designobjekte zum „Unimog der Zukunft“


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    Der Studiengang Transportation Design an der Hochschule Pforzheim hat international einen hervorragenden Ruf. Jetzt haben einige Studenten anhand mehrere Designstudien für den „Unimog der Zukunft“ ihre Kreativität unter Beweis gestellt. Die außergewöhnlichen Ergebnisse können noch bis 14. April im Unimog-Museum Gaggenau bewundert werden.

    Der Vorsitzende des Vereins Unimog-Museum, Stefan Schwaab, war bei der Ausstellungseröffnung am Freitag „stolz wie ein Honigkuchenpferd“, dass es gelungen war, mit dem Studiengang diese Kooperation erfolgreich auf den Weg zu bringen, deren futuristisch anmutenden Ergebnisse nun im Unimog-Museum zu sehen sind. Auch Hildegard Knoop, Geschäftsführerin des Museums, zeigte sich davon beeindruckt, was die jungen Leute mit dem Unimog verbindet. Empfinden sie ihn doch in erster Linie als ein Kultsymbol und Abenteuergerät, das alle Grenzen überwindet.

    Es war eher ein Zufall, so der Leiter des Studiengangs Transportation Design, Professor James Kelly, der am Anfang der Zusammenarbeit stand. Er hielt an der Ampel beim Museum und da kam ihm die Idee, ein Unimog-Zukunftsprojekt aufzulegen. Er schilderte dann die verschiedenen Stufen, die über ein intensives Auseinandersetzen mit dem Produkt und seinen Anforderungen über unzählige Skizzen bis zum fertigen 3-D-Modell führen. Und er schloss mit der Feststellung: „Alle Studenten hatten das gleiche Thema, was dabei heraus kam, ist toll!“

    Passend zum Thema ist ebenfalls bis 14. April nochmals die Unimog-Designstudie im Maßstab 1 : 1 zu bewundern, die zum Jubiläum „60 Jahre Mercedes-Benz Unimog“ auf Basis eines hochgeländegängigen Unimog 5000 entstand. (mehr …)

  • Mercedes-Benz G 63 AMG 6×6: Die Wüste bebt

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    Überlegene 6×6-Allradtechnik, AMG-V8-Biturbo-Power und ein Auftritt, der keinerlei Zweifel aufkommen lässt: Mit dem seriennahen Showcar Mercedes-Benz G 63 AMG 6×6 wühlt sich ein Offroader in den Vordergrund, der abseits befestigter Wege das Nonplusultra in Sachen Vorwärtsdrang repräsentiert. 400 kW (544 PS), 6×6-Antrieb, Geländeuntersetzung, fünf Differentialsperren, Portalachsen, Reifendruckregelanlage und Spezialfahrwerk erlauben diesem Pickup ein Vordringen in Bereiche, in der die individuelle Mobilität normalerweise versandet. Wer angesichts dieser Eckdaten jetzt an ein Wettbewerbsfahrzeug à la Rallye Dakar denkt, ist auf dem Holzweg. Dank der Zutaten aus dem üppigen AMG Füllhorn in Sachen Innenraumveredelung genießen die Insassen auch bei allergrößten topografischen und meteorologischen Verwerfungen bestmöglichen Komfort. Apropos Holzweg: Den gibt es beim Wüsten-Funcar dann doch. Auf der Ladefläche – die ist mit massivem Bambus verkleidet.

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