November 2015

Monthly Archives

  • Fotos der Woche: Der schwimmende Unimog 416

    Als Ergänzung unserer Serie mit Bildern des Unimog 416 hier interessante Aufnahmen, die bei der ersten Vorführung des schwimmfähigen Unimog 416 im Mai 1974 beim „Fahreck“ am Rhein – in der Nähe der heutigen Staustufe Iffezheim – entstanden.

     

    UCOM schwimmender U 416 1UCOM schwimmender U 416 2UCOM schwimmender U 416 4 UCOM schwimmender U 416 3UCOM schwimmender U 416 6

    Beim farbigen Schlussbild sitzt der Leiter des Unimog-Versuchs, Christian Dietrich, am Steuer.

    Fotos: Daimler AG

  • HobMog: Britische „Craft Beer“- Werbung von Unimog getrieben

     

    Die Promotion-Veranstaltungen der britischen Brauerei Wychwood aus Oxfordshire finden seit diesem Halloween-Fest Ende Oktober auch unter der Federführung eines Unimog statt. Für sein „Craft Beer“ namens „Hobgoblin“ (Kobold) hat sich der Getränkehersteller einen Schankzug umfangreich gestalten lassen und den bunt gestalteten Unimog liebevoll „HobMog“ getauft.

     

    Hobgoblin-Unimog „HobMog“: schön und funktional

    „Es war ganz klar eine Liebesentscheidung: Der ‚HobMog‘ sieht fantastisch aus und wird nun eine Schlüsselrolle in der Kampagne ‚Bringing taste to the nation‘ spielen, die bei Musikfestivals, Delikatessen-Veranstaltungen und anderen Events im ganzen Land unsere Biermarke bekannt machen soll“, erklärt Joanne Wyke, Senior Brand Managerin des Hobgoblin-Biers.

    „Der Mercedes-Benz Unimog hat eine großartige Präsenz – und er ist ein eindrucksvolles Arbeitswerkzeug. Seine einzigartige Geländegängigkeit wird sehr nützlich sein, wenn wir den langen Schank-Anhänger auch auf schlammigem Gelände an- und abtransportieren müssen“, freut sich Paul Ashmore, Transport-Manager von Marston’s, der Brauerei-Holding.

    Marston´s Public Limited Company

    Marston´s PLC ist ein großer britischer Betreiber von acht Brauereien und über 2.000 Wirtshäusern in ganz England und Wales. Seit der Gründung 1834 durch John Marston arbeiten mittlerweile rund 13.000 Mitarbeiter für das börsennotierte Getränke-Unternehmen. Bekannte Biermarken sind neben dem „Craft Beer“ Wychwood Hobgoblin zum Beispiel auch Marston’s Pedigree und Jennings Cumberland Ale.

    Quelle: Unimog e-Newsletter

  • Bild der Woche: Unimog-Fertigung in Argentinien

    Unimog-Montage in Argentinien 1969 - 1971

    Unimog-Montage in Argentinien um 1970

    Von Roland Feix erhielten wir ein Foto, das die Montage der Unimog 431 und 426 in Argentinien zeigt. Dort wurden von 1969 bis 1971 Unimog 421 mit der Bezeichnung Unimog 431 und von 1968 bis 1983 Unimog 416 mit der Bezeichnung Unimog 426 montiert. Sie wurde für den südamerikanischen Markt aus zugelieferten Gaggenauer Baugruppen und Teilen aus einheimischer Produktion in Argentinien gefertigt. Das Bild entstand somit in den Jahren 1969 bis 1971.

    Vom 431 entstanden insgesamt 753 Fahrzeuge, verteilt auf zwei Baumuster.

    Baumuster 431.210

    • Verkaufsbezeichnung: U 431
    • Radstand: 2205 mm
    • Leistung: 44 kW
    • Fahrerhaus: offen
    • Stückzahl: 601

    Baumuster 431.211

    • Verkaufsbezeichnung: U 431
    • Radstand: 2205 mm
    • Leistung: 44 kW
    • Fahrerhaus: geschlossen
    • Stückzahl: 152

    Vom 426 entstanden 2.643 Fahrzeuge, verteilt auf zwei Baumuster.

    Baumuster 426.124

    • Verkaufsbezeichnung: U 426
    • Radstand: 2900 mm
    • Leistung: 74 kw
    • Fahrerhaus: offen
    • Stückzahl: 2521

    Baumuster 426.125

    • Verkaufsbezeichnung: U 426
    • Radstand (mm): 2900
    • Leistung (kW): 74
    • Fahrerhaus: geschlossen
    • Stückzahl: 122

    Quelle: Daimler AG

  • 70 Jahre Unimog-Idee – November 1945

    Auszug aus der Produktionsgenehmigung vom 19. November 1945

    Auszug aus der Bestätigung vom 19. und 20. November 1945

     

    Im Mai 2015 starteten wir die Serie „70 Jahre UNIMOG-Idee“ – nachzulesen hier in der Unimog-Community. Monatlich wird der Weg zum späteren Unimog dokumentiert. Im November kam man wieder einen besonderen Schritt voran.

    Zur Beantragung einer Produktionsgenehmigung für das Universalgerät für die Landwirtschaft schreibt Ursula Lebert, die Tochter von Albert Friedrich, im Band 3 der „Geschichten rund um den Unimog“:

    „Im Sommer 1945 waren noch alle Schulen geschlossen, und so konnte ich meinem Vater beim Abfassen von englischsprachigen Schriftstücken für die Bewilligung des Landgerätes unterstützen. Mein Vater hatte Englisch in der Luitpold-Ober-Realschule in München gelernt.

    Auch zur Antragstellung im Office des Industry Branch in Stuttgart Marienstraße nahm mich mein Vater mit. Ich sprach besser Englisch und machte seiner Meinung nach mit meinen 14 Jahren auch einen ‚zivileren Eindruck’ als er.

    Ein glatzköpfiger Captain musterte die Pläne für unseren „agricultural tractor“, in die Walter Benseler ganz bewusst auch ein Mähwerk aufgenommen hatte. Mit meinem vorher einstudierten Satz „It is definitely not suitable for military use!“ versuchte ich, seine Bedenken zu vertreiben, es handle sich bei dem Vorhaben um einen Jeep. Es klappte, denn wenige Tage später traf zur großen Freude meines Vaters die Genehmigung bei ihm ein.“

    Mit Datum vom 19. und 20. November erhielt Albert Friedrich vom „Ministery of Economy dept. Agriculture and Food“ in Stuttgart die ersehnte Bestätigung des landwirtschaftlichen Nutzens und daraufhin die Produktionsgenehmigung für den Bau von zehn Prototypen des landwirtschaftlichen Traktors. Interessanterweise ist sie nicht an seine Privatadresse sondern an „Mr. A. Friedrich of Messrs. Erhard & Son, Schwäb. Gmünd“ ausgestellt.

     

    Die Produktionsgenehmigung mit Ergänzung vom 20. November 1945

    Gesamtdartstellung der Bestätigung mit Ergänzung vom 20. November 1945

    Hier die Übersetzung:

    Zulassung

    Herr A. F r i e d r i c h von Gebrüder Erhardt & Söhne, Schwäb. Gmünd, beabsichtigt, eine landwirtschaftlich genutzte Zugmaschine zu entwickeln, die für alle landwirtschaftlichen Zwecke einsetzbar ist (Details können dem Anhang entnommen werden).

    Der Traktor, der gebaut werden soll, scheint geeignet dafür zu sein und vielversprechend, um für alle landwirtschaftlichen Dienstleistungen in Betrieb genommen zu werden, und aus diesem Grunde existiert ein echter Bedarf für die Entwicklung einer solchen Maschine.

    Die Versuchsarbeiten für den Traktor sind hiermit genehmigt, und wir bitten alle betroffenen Behörden und anderen Dienststellen, Herrn Friedrich in seinem Vorhaben bestmöglich zu unterstützen.

    Im Auftrag

    Unterschrift (Kümmerer)

    Büro der Militärregierung Baden-Württemberg, APO 758, US-Armee, 20. Nov. 45

    An: Industrieabteilung E-1, Elektrische und maschinelle Geräte

    Die Entwicklung einer landwirtschaftlichen Zugmaschine für alle Arten von landwirtschaftlichen Anwendungen der Firma Erhardt & Söhne, Schwäb. Gmünd, ist aus landwirtschaftlicher Sicht empfohlen.

    FÜR DEN LEITER DER ABTEILUNG

    Stempel und Unterschrift

     

    Albert Friedrich war bei der Suche nach möglichen Investoren offenbar nicht so erfolgreich, wie er es ursprünglich den Inhabern von Erhard & Söhne in Aussicht gestellt hatte. Daher stellt Albert Köhler im Band 3 der „Geschichten rund um den Unimog“ fest, dass es in erster Linie Aufgabe seines Bruders Eduard (Mitinhaber von Erhard & Söhne und heute einer der „Väter des Erfolgs des Unimog“) wurde, Investoren zu finden. Erfolgreich war er zunächst bei dem Lederwarenfabrikanten Franz Catta, Inhaber der Württembergische Schuhfabrik Faurndau GmbH.“

    70 Jahre Unimog_Idee

    Maschinen für die Schuhfabrikation und Landwirtschaft

    Besonders interessant ist ein Vertragsentwurf vom 19. November 1945, der die Zusammenarbeit regeln sollte. Darin heißt es:

    „1.) Die Württbg. Schuhfabrik Faurndau GmbH in Faurndau, die Fa. Erhard & Söhne AG, Schwäbisch Gmünd, Direktor Albert Friedrich in Cannstatt, im Geiger 86, schließen sich zur gemeinsamen Konstruktion und Bau neuer Maschinen für die Schuhfabrikation und für die Landwirtschaft zusammen.

    2.) Die Firma Württembg. Schuhfabrik Faurndau stellt zu diesem Zweck insgesamt RM 100 000.- zur Verfügung, und zwar mit Unterzeichnung dieser Vereinbarung RM ……….., den Rest bei Bedarf bzw. Anforderung durch die Fa. Erhard & Söhne, Schwäb. Gmünd.

    3.) Die Konstruktion der in Ziffer 1.) bezeichneten Maschinen obliegt in erster Linie Direktor Friedrich. Er stellt hierzu die erforderlichen Hilfskräfte ein. …..

    4.) Konstruktion und Bau dieser Maschinen erflogt grundsätzlich in Schwäbisch Gmünd bei der Fa. Erhard & Söhne AG. Die Fa. Erhard & Söhne stellt zu diesem Zweck ihre Fabrikationsräume und Arbeitskräfte unentgeltlich zur Verfügung.“

    Und unter Punkt 8.) heißt es: „Sobald die Konstruktions- und Entwicklungsarbeiten soweit gediehen sind, dass die serienmäßige Herstellung einer Maschinenart in Frage kommt, ist eine neue Vereinbarung zu treffen.“

    Dass auch die Entwicklung von Maschinen für die Lederfabrikation geplant war überrascht ebenso, wie zu dieser Zeit das Vorhaben, die Landtraktoren bei Erhard & Söhne bauen zu wollen.

    Aus einer späteren Finanzierungsübersicht vom 5. März 1946 ist übrigens zu erkennen, dass am 29. November 1945 die Württembergische Schuhfabrik RM 30 000.- in das Unternehmen einbrachte.

    Michael Wessel

    Quellen: Eva Klingler, Michael Wessel: „Geschichten rund um den Unimog“, Band 1, Ettlingen 1992, Michael Wessel: „Geschichten rund um den Unimog“, Band 3, Gaggenau 2009 sowie Protokolle und Schriftwechsel.

    Wird monatlich hier in der Unimog-Community fortgesetzt.

     

     

     

  • Video das Monats: Unimog 411 mit Schneefräse im Einsatz

    Der nächste Winter kommt bestimmt. Als Video des Monats daher hier der dritte Film von Andreas Burren aus Mengersdorf in der Schweiz. Das Video zeigt seinen Unimog 411 mit einer Schmidt-Schneefräse VF 1H im Einsatz. Andreas sagt dazu; „Vor über 40 Jahren wurde diese Vorbaufräse VF 1H mit MB 6-Zylinder-Zusatz-Motor auf einen Unimog 411 aufgebaut und als eines der letzten solchen Exemplare ausgeliefert. Sie wird noch heute in betriebsbereitem Zustand gehalten und kommt ab und zu zum Einsatz. Die Fräsleistung ist imposant.“

    Darüber hat er übrigens im Mitgliedermagazin Nr. 82 des Unimog-Club Gaggenau, dem Heft’l, einen interessanten Beitrag geschrieben. Viel Spaß!