„Grün“ hilft „Orange“: Unimog-Geräteträger arbeiten das ganze Jahr über

Mercedes-Benz zeigt auf der Freilandmesse Demopark breit aufgestelltes Unimog-Programm

Kommunale Aufgaben wie Grünpflege, Winterdienst und Straßenunterhaltung werden immer häufiger nicht mehr nur durch die Kommunen selbst, sondern auch von landwirtschaftlichen Dienstleistern und Lohnunternehmen ausge­führt – die Einsatzfarbe „Grün“ unterstützt den Bereich von „Orange“. Dem trägt der Auftritt der Mercedes-Benz Unimog auf der Freilandausstellung Demopark (11. –13. Juni 2017, Stand B-243) bei Eisenach Rechnung. Gerade die Möglichkeit, mit nur einem Geräteträger-Fahrzeug über das ganze Jahr hinweg völlig unterschiedliche Arbeiten zu erledigen, ist die große Stärke des Unimog und überzeugt auch Landwirte, die nach besserer Auslastung ihrer Betriebe suchen. Die Möglichkeiten liegen in Grünarbeiten und Straßenpflege in der Übergangszeit vor dem Frühjahr und dem Winter, im Winterdienst selbst, im Wegebau und im Gewässerbau, wie beispielsweise bei Arbeiten an Uferflächen oder im Bachbett.

Neue Nutzungsmöglichkeiten für Unimog in Agrarausstattung

Dafür bringt der Unimog alles mit: sowohl leistungsstarke Motoren, ausge­klügelte Kraftübertragung für die Straße und den Geräteeinsatz, als auch hervorragende Eigenschaften für die Fahrt abseits fester Straßen. Daneben hilft die Autobahntauglichkeit des Unimog, auch längere Wegstrecken zwischen den Einsatzorten mühelos und komfortabel zu bewältigen. Die Exponate
und Vorführungen auf dem 3780 m2 großen Ausstellungsgelände von Mercedes-Benz greifen diese Anforderungen gezielt auf. So ist zum Beispiel ein Unimog U 529 in Agrarausstattung mit Geräten zum Wegebau ausgerüstet, die dabei helfen, Überwucherung von Banketten zu verhindern und die Drainage sicherzustellen. Die Agrarausstattung umfasst dabei unter anderem eine Front­zapfwelle zum Geräteantrieb, Frontkraftheber und die Möglichkeit zum Anbau eines Frontladers. Für die meisten Modelle sind mechanische oder hydrauli­sche Heckzapfwellen und Heckkraftheber lieferbar, ebenso spezielle Reifen­größen bis 495/70, und die vom Fahrerplatz aus bequem bedienbare Reifen­druckregelanlage Tire Control Plus.

Ein ausgestellter Unimog U 423 für die Arbeit an Gewässern hat Seilwinde sowie einen Ladekran und zieht dazu einen Anhänger. Ein Unimog U 530 in Agrarausstattung inklusive Heckzapfwelle ist mit einem Holzhacker kombi­niert – ein Unimog-Zug, der anschaulich die Leistungsfähigkeit der Geräte­träger von Mercedes-Benz dokumentiert. Auch der Unimog U 423 mit einem System zum Gießen von Pflanzen und Schwemmen von Straßen demonstriert die Mehrfachnutzung eines ansonsten in der Landwirtschaft eingesetzten Unimog.

Unimog U 423, U 429 und U 529 mit LoF-Zulassung

Dazu passen außerdem die noch neuen Unimog-Typen U 423, U 429 und U 529, die die für Traktoren verbindliche europäische Abgasnorm Tier4f erfüllen. Sie sind als Zugmaschine / Ackerschlepper und als Zugmaschine / Geräteträger zugelassen und somit in der für den Landwirt gewohnten Flexi­bilität einsetzbar. Die Abgasnorm für Traktoren erlaubt es unter anderem, auf die für die europäische Lkw-Norm Euro VI notwendigen Dieselpartikelfilter zu verzichten, was dem Nutzer Kosten spart. Bei allen anderen Unimog-Typen sind Motoren nach Euro VI Serie.

Technische Feinheiten im Unimog-Programm

Der Unimog setzt mit zahlreichen technischen Lösungen Maßstäbe in der Branche. So mit dem optional erhältlichen stufenlosen Fahrantrieb EasyDrive. Die Synergie von Hydrostat und mechanischem Schaltgetriebe ermöglicht den fliegenden Wechsel zwischen beiden Antriebsarten während der Fahrt. Der Hydrostat im Unimog erlaubt Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h, darüber hinaus fährt man bis 89 km/h effizient und kraftstoffsparend im mechanischen Achtgang-Schaltgetriebe.

Präzise und fein dosierbar geht außerdem die Load-Sensing-Hydraulik für
den Geräteantrieb ans Werk. Abgerufen wird nur die tatsächlich benötigte Leistung. Außerdem wurde die Stützlast des Unimog am Heck um drei Tonnen erhöht (Sonderausstattung) – wichtig für den Einsatz mit landwirtschaftlichen Anhängern. Ein weiteres bei Landwirten und Bauhöfen begehrtes Feature ist die Ausstattung des Unimog mit Frontlader.

Für die Unimog Geräteträger U 423 bis U 530 ist auch eine Allradlenkung lieferbar. Sie macht drei verschiedene Lenkungsarten möglich: Normallenkung über die Vorderräder, Allradlenkung mit allen Rädern in entgegengesetzten Einschlagwinkeln, „Hundeganglenkung“ für die Diagonalfahrt mit parallel gestellten Rädern. Dadurch wird der ohnehin kleine Wendekreis um bis zu weitere 20 Prozent reduziert und die Manövrierfähigkeit des Fahrzeugs in allen Einsatzsituationen gesteigert. Die Reifendruckregelanlage Tire Control Plus sorgt unkompliziert für die Erhöhung der Traktion und gleichzeitig für maximale Bodenschonung. Über Lenkradtasten lässt sich der Reifendruck komfortabel auf die Modi „Straße“, „Sand“ und „Schlechtweg“ einstellen. Das LED-Licht-Paket als Zusatzausstattung bietet exzellente Beleuchtungsverhält­nisse sowohl für die Fahrt auf der Straße als auch für den Geräteeinsatz.

Das Unimog-Programm der Geräteträger umfasst die Einstiegsmodelle Unimog U 216 und U 218 sowie U 318, den neuen U 323 und den U 423, denen die Vierzylindermotoren mit Leistungen zwischen 115 kW (156 PS) und 170 kW (231 PS) gemeinsam sind. Die Unimog U 427 und U 527 sowie U 430 und U 530 haben Sechszylindermotoren und verfügen über 200 kW (272 PS) beziehungsweise 220 kW (299 PS). Dazu kommen die neuen Typen U 423, U 429 und U 529 mit Motoren in der Traktor-Abgasnorm Tier4f.

Ideal für Kommunen: Unimog U 218

Exakt auf die Bedürfnisse kleinerer Kommunen zugeschnitten ist der Unimog U 218. Er ist der ideale Nachfolger der heute noch weit verbreiteten Unimog U 1200, U 1400 und U 1600 aus der Zeit zwischen 1988 und 2002. Typisch für die Einsatzdauer des Unimog: Von den 16 401 produzierten Fahrzeugen dieser Baureihe 427 sind allein in Deutschland noch 10 420 Exemplare zugelassen. Der Unimog U 218 bietet in Kompaktheit, Nutzlast, Kraft, Robustheit und Zuverlässigkeit ähnliche Werte wie die früheren Unimog, kann aber den aktuellen Stand an Komfort, Sicherheit und Effizienz für sich verbuchen.

Kommunalhydraulik im hochgeländegängigen Unimog

Mit dem Unimog U 5023 findet auch ein Modell aus der Baureihe der hoch­geländegängigen Unimog Verwendung im kommunalen Dienst. Er ist gedacht für bergige Regionen oder solche, die häufig von Hochwasser-Ereignissen betroffen sind. Seine Stärke ist die Verwendung von Anbaugeräten dank der hier installierten Kommunalhydraulik in Kombination mit den überragenden Fahreigenschaften im Gelände.

Präsentation: Unimog in allen Jahreszeiten

Vielfältige Einsätze das ganze Jahr über mit nur einem Geräteträger zu bewäl­tigen macht die Stärke des Unimog aus. Das gilt sowohl für die klassischen Anwendungen Winterdienst, Straßenunterhaltung und Grünarbeiten wie auch für segmentübergreifende Einsatzfelder. Vier Anbauräume stehen zur Verfü­gung, zusätzlich zu Front und Heck können zwischen den Achsen und auf
dem Chassis Geräte montiert werden. Die Vorführungen auf dem Stand von Mercedes-Benz auf der Demopark verdeutlichen eindrucksvoll, wie gut die Geräteträger mit den An- und Aufbaugeräten der Zulieferindustrie harmo­nieren. Mit ihnen unterhält Mercedes-Benz spezielle Vereinbarungen über die Anforderungen an die Geräte, die Hersteller sind eingeteilt in 14 hochspeziali­sierte „Unimog Partner“ und in 17 „Unimog Expert Partner“.

Freilandausstellung Demopark: Exponate in Bewegung

Die Demopark ist in der Branche die größte Freilandausstellung Europas und gilt als richtungsweisend für den Markt der Kommunaltechnik und im Garten-und Landschaftsbau. Sie findet zum zehnten Mal statt, zum siebten Mal auf dem Flugplatz Kindel bei Eisenach (11. bis 13. Juni 2017). Auf einer Ausstel­lungsfläche von über 250 000 Quadratmetern erwarten mehr als 400 Aus­steller ihre Besucher – vor zwei Jahren kamen rund 36 500 Besucher nach Eisenach. Typisch für die Messe: Hier lassen sich Exponate nicht nur an­schauen, sondern auch im Einsatz erleben.

Quelle: Daimler AG

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