Januar 2018

Monthly Archives

  • Unimog-Museum: „Tischeisenbahn trifft Unimog“

     

    Zum zwölften Mal: „Tischbahn trifft Unimog“ im Unimog-Museum

     Als Sammler mit dabei: Deutschlands bekanntester „Eisenbahner“ Hagen von Ortloff – Für Sammler und solche, die es werden wollen: Verkauf einer gespendeten Märklin-Eisenbahn-Anlage

    Das Dutzend ist voll! Zum zwölften Mal lädt die Fahrgemeinschaft Tischeisenbahn, eine Gruppe engagierter Sammler, am 3. und 4. März 2018 mehr als 60 Aussteller und Sammler aus der gesamten Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland ins Unimog-Museum ein. Sie führen auf cirka 30 Anlagen historische Tischeisen- und andere Bahnen aus den letzten 100 Jahren vor. Mit dieser großen Zahl von Anlagen und bis zu 1.800 Besuchern an zwei Tagen ist die Veranstaltung eine der informativsten und meist beachteten zum Thema. Auch in diesem Jahr gibt es hochinteressante Schauanlagen, die zum Teil erstmals öffentlich gezeigt werden.

    Die ältesten Raritäten stammen noch aus Kaisers Zeiten. Die damals sehr beliebten Spurweiten 0 und 1 sind sogar mit echtem Spiritus-befeuertem Dampfbetrieb zu sehen – was Einiges an Übung von Seiten der Aussteller erfordert.

     

    Neben vielen beliebten Märklin- und Trix-Anlagen in Spur H0 der 1950er und 1960er-Jahre sind eine ganze Auswahl früher Autorennbahnen zu sehen. Mit Uhrwerk und elektrischem Antrieb sind sie die Vorläufer der heutigen Carrera-Bahnen.

     

    Besonderes hat auch der langjährige Moderator der Sendung „Eisenbahnromantik“ Hagen von Ortloff im Gepäck, der nicht erst seit seiner Pensionierung auch Sammler von historischen Bahnen und nun zum ersten Mal als Aussteller im Unimog-Museum dabei ist. Gemeinsam mit einem Freund und Mitsammler präsentiert er auf einer Anlage unterschiedliche und außergewöhnliche Fahrzeuge: Eisenbahnen der längst vergessenen Stuttgarter Firma Löhmann, Trolleybusse von Eheim, eine Straßenbahn von Gogtram und die legendäre Monorail von Schuco.

     

    Und noch ein weiteres Highlight: Zum Verkauf steht eine komplette Märklin-Analog-Anlage in H0 mit vier Lokomotiven und zahlreichen Güterwaggons, die dem Unimog-Museum gespendet wurde. Für 499 Euro kann man sich den Kindheitstraum von einer eigenen Modelleisenbahn erfüllen und dazu noch Gutes tun, denn der Kaufpreis kommt in voller Höhe den Erweiterungsplänen des Museums zugute.

    Die Ausstellung ist an beiden Tagen jeweils von 10 – 17 Uhr geöffnet.

    Im Eintrittspreis von 5,90 € (ermäßigt 4,90 €, Familienticket 12,90 €) enthalten sind sowohl die Teilnahme an einer Tombola mit interessanten Preisen als auch die Besichtigung der parallel stattfindenden Ausstellung „Von Mühlen, Talsperren und Kraftwerken“ über die Energieerzeugung im Murgtal.“

    Weitere Informationen unter www.tischeisenbahn.de und www.unimog-museum.de

    Fotos: Michael Wessel 2017

     

     

  • Etwas zum Schmunzeln

    Dirk Meissner, 2013     Copyright Hans-Rüdiger Endres

    Gerhard Hinrichs, der langjährige Werkstattleiter der früheren Unimog-Generalvertretung Hans-Henning Endres, Berlin, hat mit dem Unimog viel erlebt. Gerne wird er auch Mister Unimog Berlin genannt. Seinem früheren Chef Hans-Rüdiger Endres hat er 2013 einige Anekdoten erzählt, die dieser schriftlich festgehalten hat. Danach beauftragte er Dirk  Meissner, dazu jeweils ein Cartoon zu zeichnen. Wir freuen uns, dass Hans-Rüdiger Endres uns diese Reihe für eine monatliche Veröffentlichung im Newsletter zur Verfügung gestellt hat.

    Und hier zum Cartoon die Anekdote von Gerhard Hinrichs:

     


    Ein ungewollter Geschwindigkeitsrekord im Jahr 1956

     

    Ein Mittel, die Leistungsfähigkeit des Unimog unter Beweis zu stellen, waren praktische Vorführungen im Betriebsalltag des Interessenten. In diesem Falle sollten zwei Anhänger, mit denen flüssiger Asphalt transportiert wurde, quer durch Berlin von Rudow nach Wannsee gebracht werden. Unter heutigen Bedingungen würde dieser Transport zu einer Verkehrsmeldung in den Nachrichten führen, denn dieses Gespann benötigte zwei Ampelphasen zur Querung einer großen Kreuzung.

    Diese „Teerkocher“ waren im Straßenbild häufig hinter einem Unimog zu sehen und wirkten aufgrund des rauchenden Schlotes, des ratternden Dieselmotors und der schwarzen Teerhaut wie kleine Dampfloks auf Gummireifen. Mit den aus heutiger Sicht mageren 25 PS des Unimog in den 50er Jahren musste gut gehaushaltet werden, was im Klartext hieß, ständig mit Vollgas zu fahren und jedes Gefälle auszunutzen, damit man mal die 50 km/h-Schallmauer durchbrechen konnte.

    Auf der Rückfahrt vom Abladeort in Wannsee bietet sich die Gelegenheit zu einer „Hochgeschwindigkeitsfahrt“, denn die Königstraße ist kerzengerade und stark abschüssig! Das damals geringe Verkehrsaufkommen und fehlende Ampeln veranlassten Meister Hinrichs, vor den Augen des Beifahrers eine „gute Zeit“ herauszufahren. Trotz des laut Hinrichs „saumäßigen Zustandes“ der Straße, wurde eine Geschwindigkeit gefahren, die den besorgten Beifahrer veranlasste, den Enthusiasmus von Hinrichs zu bremsen, denn er fürchtete um die Schamotte-Auskleidung der Teerkocher. Die bretthart gefederten Anhänger hüpften unglücklicherweise lustig hinter dem Unimog hin und her.

    Siedend heiß fiel Hinrichs ein, dass er beim Wechseln der Anhänger nicht kontrolliert hatte, ob die Bremskraftregler der Anhänger von ungebremst auf Leerfahrt umgestellt waren. Daher lenkte er das Gespann geistesgegenwärtig auf einen Radweg und konnte auf einen im spitzen Winkel abzweigenden Waldweg fahren. Dieser führte glücklicherweise bergauf, ähnlich einer Notbremsgasse in den Alpen. So kamen der Unimog und die Teerkocher unbeschadet zum Stehen! Mit zittriger Hand wurde erst einmal eine Beruhigungszigarette angesteckt, bevor die Unversehrtheit des Materials festgestellt werden konnte.

    Trotz dieses Schreckens konnte der Interessent überzeugt und mehrfach in die Käuferliste von Endres eingetragen werden.

     

    Hans-Rüdiger Endres, 2013

  • Unimog-Prospekt des Monats Januar 2018

    Vorderseite des ersten Unimog-Prospektes zur DLG 1948

    Ein bebilderte Aufstellung mit den Prospekten der Unimog-Pionierjahre verdanken wir dem früheren langjährigen Vorsitzenden des Unimog Veteranen Club, Wilfried Scheidemann. An ihr orientieren wir uns bei der Vorstellung der ersten Unimog-Prospekte.

    Für die Ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft 1948 in Frankfurt ließ die Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer, Göppingen, einen zweifarbigem doppelseitigen Prospekt im Format A4 drucken.

    Dieser zeigt auf der Vorderseite einen Prototypen des Unimog aus der Fertigung von Erhard&Söhne in Schwäbisch Gmünd. Außerdem den neu entwickelten Schriftzug mit dem Ochsenkopf. Hierzu schrieb Chefkonstrukteurs Heinrich Rößler in einer Chronik*: „Aus den vielen Entwürfen für ein geeignetes Firmenzeichen, das die „Kraft“, den „Allradantrieb“ und die „Qualität“ darstellen sollte, wurden die angekreuzten Vorschläge** ausgewählt. Da der Ochsenkopf jedoch in romanischen Ländern als ein „zarter Hinweis auf eheliche Seitensprünge“ angesehen wird, mußte dieses Zeichen bald wieder verlassen werden“.

    Angepriesen wird der Unimog dann als „ein modernes Fahrzeug für die Land u. Forstwirtschaft“ und als „mehr als vollwertiger Ersatz für Pferde, mehr als ein Schlepper – das ist der UNIMOG!“

    Es folgt eine Aufzählung der Einsatzgebiete als Ackerschlepper, Motormäher, Transportfahrzeug, Waldschlepper und als Kraftquelle, „die mit vorderer und hinterer Zapfwelle und seitlichem Riemenscheiben-Abtrieb zu vielseitigem Einsatz brauchbar ist.“

    Die Rückseite zeigt verschiedene Einsatzbeispiele und listet die wesentlichen technischen Daten auf. (mehr …)

  • Unimog-Pionier Roland Feix mit Bürgerpreis der Stadt Gaggenau ausgezeichnet

    Oberbürgermeister Christof Florus (links) überreicht Roland Feix den Bürgerpreis 2018 – Foto: Mandic

     

    Ulli Jahn schreibt am 12. Januar 2018 im Badischen Tagblatt:


    Mehr als ein „Mann der ersten Stunde“

    Roland Feix erhält von Oberbürgermeister Christof Florus den Bürgerpreis der Stadt Gaggenau

     „Die Auszeichnung wäre nicht notwendig gewesen“, sagte Roland Feix in seiner bescheidenen Art, fügte aber hinzu: „Ich freue mich trotzdem.“ Als einen „Mann der ersten Stunde“ bezeichnete ihn Oberbürgermeister Christof Florus. Über ein halbes Jahrhundert lang – von 1951 bis 2002 – war Gaggenau Produktionsstandort des Unimog. „Die Geschichte unserer Stadt ist und bleibt unauflöslich mit dem Unimog verbunden“, betonte Florus, als er gestern Abend im Rahmen des Neujahrsempfangs Feix den Bürgerpreis übergab. Der OB bezeichnete ihn „in Sachen Unimog mit Fug und Recht als lebende Legende“. Und Roland Feix versicherte, er werde, wie es die Gesundheit zulasse, sich weiter für seine Vereine einsetzen.

    „Der Unimog als Jungbrunnen: Unter dieses Motto könnte man das Leben des Bürgerpreisträgers 2018 sicherlich stellen“, sagte Florus. Feix trat 1949 in die Erfolgsgeschichte des Unimog ein, als er noch bei Boehringer in Göppingen zusammengebaut wurde. Nach der Übernahme durch Daimler-Benz und Umzug der Produktion 1951 nach Gaggenau sollten bis 2002 mehr als 320.000 Einheiten folgen.
    Feix war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1993 aktiv dabei, wobei ihn der Unimog in verantwortlicher Position weit in die große Welt hinaustrug, davon allein 15 Jahre lang nach Südamerika.
    Nach 44 Jahren im Dienste des Unimog ging Feix 1993 in Rente – „seine Berufsgeschichte und die des Unimog in Gaggenau überlappen sich bis auf wenige Jahre nahezu vollständig“, sagte Florus.
    Wer den Gaggenauer Bürgerpreis erhält, müsse sich hervorragende Verdienste um die Stadt und ihre Bevölkerung erworben haben. Das habe Feix allein schon in seiner aktiven Berufslaufbahn getan. Als es 1993 darum ging, den Unimog-Club aus der Taufe zu heben, und Jahre später dann, das Unimog-Museum zu etablieren, war Feix zur Stelle.
    Als Vorstandsmitglied des Unimog-Clubs betreute er die ausländischen Mitglieder, bevor er 2008 zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Das Unimog-Museum profitierte besonders in seiner Entstehungsphase von seinen Ideen – und bis auf den heutigen Tag von seinen fachkundigen Führungen.
    Besondere Verdienste hat sich Feix aber unter anderem auch um die Große Karnevalsgesellschaft (GroKaGe) und den Tennis-Club Blau-Weiß sowie die Kreisverkehrswacht erworben. Florus überreichte dem 90-Jährigen Urkunde, Medaille, Ehrennadel und ein Weinpräsent. Als Zeichen des Dankes für die Unterstützung ihres Mannes überreichte er Elisabeth Feix einen Blumenstrauß.

  • Unimog-Museum: Blockbuster Science-Fiction-Film “Transformers 5” – HOUND ist live dabei – es gibt noch Karten!

    Unimog goes Hollywood

    Es gibt noch Karten für „The Last Knight“!!!

    Den Sommer über rockte er die Kinos in Deutschland – über 1,2 Mio. Zuschauer hatte der fünfte Teil der „Transformers“-Filmreihe mit dem Titel „The Last Knight“ hierzulande. Einer der Protagonisten auf Seiten der Maschinen ist der bärbeißige aber gutmütige Autobot HOUND, dessen Verwandlungsform im fünften Teil ein Unimog auf Basis eines U 5023 ist.

    Am 19. Januar 2018 um 19.30 Uhr zeigt das Unimog-Museum gemeinsam mit dem ForumCinemas Rastatt „The Last Knight“ in der Halle des Museums. Und der Stargast des Abends ist der Original-Unimog Hound aus dem Hollywood-Blockbuster, den der Produktbereich Sonderfahrzeuge der Daimler AG Wörth dem Unimog-Museum für eine Weile ausgeliehen hat. Er wird am 19. Januar seinen ersten „Auftritt“ im Museum haben. Vor und nach dem Film haben die Besucher die Möglichkeit, HOUND „hautnah“ unter die Lupe zu nehmen.

    Karten für dieses einmalige Event gibt es zum Preis von 7,50 Euro (FSK 12, keine Ermäßigung) ab dem 5. Januar 2018 im Unimog-Museum und im ForumCinemas Rastatt. Es gilt schnell zu sein, denn die Zahl der Plätze (freie Platzwahl) ist begrenzt.

  • Unimog Ersatzteile auf Knopfdruck

    Komplexe Metallbauteile in Original-Qualität aus dem 3D-Drucker.

    Passgenaue Ersatzteile, die auf Wunsch und in individueller Stückzahl produziert werden – mit dem neuen 3D-Druckverfahren kann diese Idee bei Mercedes-Benz nun in Serie gehen. Erstmals gelang jetzt der Druck eines Ersatzteils aus Metall. Das Premierenstück: eine Thermostatabdeckung für ältere Lkw und Unimog Baureihen. Das nur in geringen Stückzahlen nachgefragte Ersatzteil kommt in Unimog zum Einsatz, deren Produktion bereits vor rund 15 Jahren ausgelaufen ist.

    Schicht für Schicht zum fertigen Teil.

    Für die Produktion metallischer Teile wird das selektive Laserschmelzen genutzt. Der Werkstoff aus Aluminium-Silizium-Pulver wird vollautomatisch Schicht für Schicht aufgetragen und per Laser verschmolzen.

    Technologieführer im 3D-Druck.

    Bereits vor einem Jahr hatte die Lkw-Sparte von Mercedes-Benz erstmals Kunststoffteile aus dem 3D-Drucker in der Ersatzteil-Herstellung eingeführt – mit Erfolg. Die zukunftsträchtige Produktionsmethode qualitativ hochwertiger Kunststoffteile hat sich bereits nach kurzer Zeit etabliert und wird konsequent ausgebaut.

    Jetzt neu: 3D-Metalldruck-Technologie für zuverlässige und langlebige Ersatzteile.

    Mit dem erfolgreichen Test einer neuen 3D-Metalldruck-Technologie geht Mercedes-Benz nun noch einen Schritt weiter. Dank der erfolgreichen Weiterentwicklung zur Herstellung von nun auch metallischen Teilen kann der Hersteller Anwendern künftig eine noch bessere Teileverfügbarkeit in Original-Qualität bieten.

    Thermostatabdeckung im Bauraum des Laserdruckers. Wird die Bauplattform angehoben, schiebt sich der pulverförmige Aluminium-Silizium-Werkstoff zur Seite. Er wird abgesaugt, gesiebt, gereinigt und ökologisch der Wiederverwendung zugeführt.

    Die während der Pilotphase gedruckte Thermostatabdeckung ist hitzebeständig und gewährleistet durch ihre spezielle Aluminium-Spritzgusslegierung eine hohe mechanische Belastbarkeit.

    Diese Eigenschaften überzeugten die strenge Mercedes-Benz Qualitätssicherung. Der Anspruch ist klar: Die gedruckten Fahrzeugteile müssen in Sachen Langlebigkeit, Funktionalität und Zuverlässigkeit dieselben Normen wie konventionell gefertigte Teile erfüllen.


    Lesen Sie auch: Original-Teile online bestellen bei Mercedes-Benz WebParts.


    Fortschritt im Sinne des Kunden.

    Ersatzteile aus dem 3D-Drucker lassen sich auch in kleinen Stückzahlen wirtschaftlich und flexibel nach Bedarf fertigen. Und das weltweit und direkt vor Ort an den Mercedes-Benz Produktionsstandorten. Damit spart die Herstellung von Metall-Bauteilen direkt aus digitalen Datensätzen aufwendige Spezialwerkzeuge, Lager- und Transportkosten.

    Da sich Metallteile aus dem 3D-Drucker durch sehr hohe Belastbarkeit und Hitzebeständigkeit auszeichnen, überzeugen sie vor allem bei der Fertigung von mechanisch und thermisch stark beanspruchten Bauteilen in kleinen Stückzahlen. Besonders da, wo komplexe Strukturen gefragt sind: in der Motorperipherie, im Motor selbst sowie in Kühlaggregaten, Getrieben, Achsen oder Fahrge­stellen.

    „Der besondere Mehrwert der 3D-Drucktechnologie liegt darin, dass sie die Schnelligkeit und Flexibilität, vor allem in der Produktion von Ersatz- und Sonderteilen beträchtlich erhöht. Das bietet uns völlig neue Mög­lichkeiten, unseren Kunden auch lange nach Serienauslauf Ersatzteile schnell und zu weiterhin attraktiven Preisen zu bieten“, fasst Andreas Deuschle zusammen, Leiter Marketing & Operations im Geschäftsbereich Customer Services & Parts Mercedes-Benz Lkw.

    Mehr Informationen gewünscht? Fachberatung anfordern.

  • Restauration eines Mercedes-Benz Unimog U 411 bei Henne Nutzfahrzeuge

    Die Oldtimer-Profis von Henne Nutzfahrzeuge in Martinsrieth haben für einen Kunden Unimog restauriert. Der Mercedes-benz U 411 war in keinem sehr guten Zustand und wurde von Henne komplett instand gesetzt und wieder fit gemacht. Das Ergebnis sieht man in diesem Video.

     

  • Unimog-Härtetest bei Eis und Schnee.


    Für die Fuhrparkerneuerung unterzieht VR Track einen Unimog U 427 umfangreichen Tests.

    Der Unimog ist eine Ingenieurslösung, wie er ein zuverlässiger Kumpel und Arbeiter ist. Warum sich viele Nutzer für ihn entscheiden, versteht man oft erst, wenn man ihn näher kennenlernt. Ein Beispiel ist VR Track aus Finnland, ein Teil der VR Group.

    Ob Schneefräse oder schwerer Pflug: Der Unimog ist für alle Anbaugeräte bestens geeignet.

    Der Anspruch: Leichte, preiswerte und emissionsarme Fahrzeuge.

    Das Unternehmen beschäftigt 1800 Mitarbeiter und betreibt 6000 Kilometer Schienennetz. VR Track operiert in Finnland und Schweden, ist außerdem Ingenieurbüro, Bauunternehmen und Instandhaltungsdienstleister, spezialisiert auf Infrastrukturprojekte. Zudem ist VR Track ein wichtiger Lieferant von Materialien für den Eisenbahnbau und darf als Pionier der Branche bezeichnet werden – agil und innovativ.

    Zu den Kunden von VR Track gehören unter anderem Regierungsstellen und Kommunen, Häfen und Industrieunternehmen. VR Track ist in zahlreiche Infrastruktur-Allianzen involviert und betreut die Projekte vor allem im Hinblick auf eine Steigerung der Produktivität und Qualitätsverbesserungen – spätestens an diesem Punkt kommt der Unimog ins Spiel.

    Kürzlich kam VR Track nach einer Fuhrparkanalyse zu dem Schluss, dass die aktuelle Flotte der 2-Wege-Fahrzeuge nicht mehr dem eigenen Anspruch nach modernen und umweltgerechten Standards entspricht. Folglich gab es nur eine vernünftige Lösung: der Ersatz der alten Ausrüstung durch neue, leichte, gemessen an der Leistungsfähigkeit preiswerte und emissionsarme Fahrzeuge.

    (mehr …)

  • Unimog-Pionier Roland Feix wurde 90

    Der erste Unimog-Prospekt von 1948 war schicksalhaft für den Lebensweg von Roland Feix – Foto: Wessel

    Michael Wessel schreibt am 3. Januar 2018 im Badischen Tagblatt:

    Der Unimog prägt sein Leben

    Roland Feix feiert heute bei bester Gesundheit seinen 90. Geburtstag

    „Der Unimog hält jung“ gibt Roland Feix immer gerne zur Antwort, wenn er gefragt wird, wie er mit 90 Jahren so fit sein kann – geistig und körperlich. Sein privates Fitness-Programm besteht insbesondere im häufigen Laufen von der Gaggenauer Dornierstraße zu Besorgungen in die Stadt oder auch mal ins Unimog-Museum. Zudem spielt er im Sommer Tennis.

    Geistig und manchmal körperlich gefordert hat ihn 44 Jahre lang der Unimog. Auch heute noch ist er ihm sehr verbunden. Angefangen hat alles mit einem Unimog-Prospekt der Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer in Göppingen, den der Altersjubilar 1949 in Marktredwitz in die Finger bekam. Dorthin war er 1946 aus seiner Heimatstadt Eger geflohen und inzwischen als Maschinenschlosser tätig.

    Roland Feix war von dem Prospekt sehr beeindruckt. Daher fuhr er mit dem Fahrrad die 400 Kilometer nach Göppingen, wurde per Handschlag vom Leiter des Versuchs und Kundendienstes Christian Dietrich eingestellt und begann am 4. Juli 1949 als Monteur in der Montage – Fahrzeug Nummer 23 wurde gerade zusammengebaut.

    Nach einer kurzen Mitarbeit in der Montage wurde es die Hauptaufgabe von Roland Feix, den Unimog in Deutschland bekanntzumachen. Anfang 1951 folgte der Wechsel der Unimog-Mannschaft von Boehringer in Göppingen zu Daimler-Benz in Gaggenau.

    Ein strapaziöses Erlebnis war es, ebenfalls 1951 auf einer Tour durch Europa den Unimog in verschiedenen Ländern bekanntzumachen. In Spanien saß sogar General Franco auf dem Beifahrersitz.

    Zurück in Gaggenau kam 1952 das Angebot von Christian Dietrich, für zwei Monate zusammen mit seinem Kollegen Walter Ahr in Argentinien den Unimog in der Landwirtschaft vorzuführen. Dort wurden unzählige Vorführungen gemacht. Aber auch die dortige Eisenbahngesellschaft und Explorationsfirmen für Erdöl und Erdgas interessierten sich für den Unimog. So wurden aus den geplanten zwei Monaten schließlich zwei Jahre. Bereits 1954 kam Feix für weitere sechs Jahre nach Argentinien – mit Einsätzen auch in Uruguay, Paraguay und Chile. 1960 übersiedelte er für sieben Jahre nach Kolumbien, um von dort Lateinamerika zu betreuen.

    Zurück in Gaggenau wurde er 1967 als Referent für den Export nach Lateinamerika, Spanien und Portugal verantwortlich. Die Gründung des Unimog-Clubs Gaggenau im Mai 1993 war fast zeitgleich mit dem Ausscheiden von Roland Feix aus seinem aktiven Berufsleben im Juli.

    Viele Jahre war er im Vorstand des Clubs als Betreuer der ausländischen Mitglieder tätig. 2008 wurde er beim Ausscheiden aus dem Vorstand zum Ehrenmitglied ernannt. Insbesondere in der Konzeptionsphase des Unimog-Museums brachte er sich mit vielen Ideen, aber auch durch aktive Mitarbeit ein. Dazu gehören bis heute viele Führungen.

    Neben dem Unimog gehört seine Leidenschaft der Fastnacht. Das begann in den 1970er Jahren als Akkordeon-Spieler bei einem Umzug. Ab 1986 organisierte er die Teilnahme seiner Grokage an den Umzügen mit Unimog. Bald war er als Senator verantwortlich für die Ausgestaltung der Halle für die Sitzungen einschließlich Bühnenaufbau.

    Dank des Unimog-Einsatzes in Argentinien lernte Roland Feix in Buenos Aires am Nationalfeiertag 1952 seine aus Wien stammende Musikpädagogin Elisabeth kennen. Schon zwei Jahre später wurde geheiratet. Und so können am heutigen Geburtstag drei Kinder, sechs Enkel und zwei Urenkel mitfeiern.

    Bürgerpreis wird am 11. Januar verliehen

    Dass die Integration des Egerländers ins Badische hervorragend gelungen ist, wird auch daran deutlich, dass Roland Feix beim Neujahrsempfang der Stadt Gaggenau am 11. Januar der Bürgerpreis verliehen wird.