Oktober 2021

Monthly Archives

  • Unimog und MBtrac Dirndl Kalender 2022

     

    Der Monatskalender für den Unimog- und MBtrac-Fan!
    12 bildschöne Mädels im Dirndl mit den dazu passenden Unimog und MBtrac.
    Hochwertiger A4 Druck, umweltfreundlich und Papier-sparend dank doppelseitigem Druck!
    Perfekt als Geschenk für Weihnachten oder zum Geburtstag!

     

    Bestellen kann man den Kalender unter private.contact@fabian-duschl.com
    Ein Kalender kostet mit Versand 23€.

  • Große Waldfahrt mit dem Unimog – 21 Geländetrucks erkunden gemeinsam das Harmersbachtal

    Im September trafen sich 21 Unimog-Fahrzeuge verschiedenster Ausführung zu einer Waldfahrt. Eingeladen hatte die Regionalgruppe Ortenau-Elsass des UCG Unimog Club Gaggenau e.V. sowie die Unimog- und Schlepper-Freunde Biberach e.V.

    Bereits um halb zehn traf man sich am Treffpunkt eingangs des Prinzbachtals. Die Anwesenden wurden von Regionalleiter Gerhard Große und Organisator Wilhelm Schmieder begrüßt. Sie wiesen alle in den Ablauf ein, damit die Ausfahrt reibungslos verlaufen konnte und niemand »verloren« ging.
    Für die erste Erheiterung sorgte sogleich der Vorschlag von Große, dass die Fahrer und die Unimogs nun direkt durchgetauscht werden, so dass jeder Fahrer einen anderen Unimog zum Fahren hat als den, mit dem er angekommen ist.

    Pünktlich um zehn Uhr startete man dann zur Ausfahrt. Auf der Straße ging es durch Biberach, nach Zell und von dort durch das Nordrach-Tal. Auf dem Weg konnte man die Schwarzwald-Idylle genießen und sich an der Schönheit des Nordrach-Tals erfreuen. Auf dem Kamm angekommen, fuhr man über den Löcherbergwasen zur sogenannten Heidenkirche.

    An der Heidenkirche

    Dort wartete der Oberharmersbacher Förster Hans Lehmann auf die Gäste. Nach einer kurzen egrüßung erhielten die Teilnehmer der Waldfahrt vielfältige Informationen zu Themen rund um den Forst: Klimawandel, Baumsterben, Borkenkäfer-Befall, nachhaltige Waldwirtschaft und natürlich auch Sagen und Mythen rund um die »Heidenkirche«.

    Ein kleiner »Pritschen-Imbiss« stillte den ersten Hunger und Durst. Anschließend fuhr man weiter über Mühlstein und Schottenhöfen. Man konnte bei bestem Wetter eine wunderschöne Aussicht auf der Harmersbachtal genießen.

    Einkehr beim Bauernhof

    Das nächste Ziel war dann der »Bergbauernhof« in Oberharmersbach. Dort wartete man schon auf die Gäste, die sich auf die vorbestellte Mahlzeit freuten. Nach einer schönen geselligen Zeit wurde die Waldfahrt aufgelöst und die Teilnehmer gingen ihrer eigenen Wege.

    Als kleinen Abschluss gab es noch Lagerfeuer und Gespräche in Biberach am Sitz der Regionalgruppe in der Friedenstraße. Einige Fahrer – sie waren teilweise aus Karlsruhe, Stuttgart und Freiburg angereist – blieben über Nacht und konnten noch ein Frühstück bei strahlendem Sonnenschein genießen.

    Die Resonanz war sehr positiv und die Teilnehmer regten an, in ähnlicher Weise auch 2022 eine schöne Ausfahrt zu organisieren.

  • SPENDENAKTION UNIMOG-MUSEUM: Dein Unimog als Illustration

     

    In Zusammenarbeit mit illustrated-vehicles.de enstand Anfang 2021 die Idee für eine Museumspende. Marc Wnuck illustriert Deinen Unimog für 69€ und spendet davon 20€ an das Unimog-Museum in Gaggenau. Wer das einmalige Unimog-Projekt darüber hinaus unterstützen möchte, darf herzlich gerne auch etwas mehr für seine Unimog Illustration bezahlen. Deine Illustration wird zudem auf allen Unimog-Community-Channels veröffentlicht.

    Be part of the Unimog Art

    Du möchtest auch eine Illustration Deines Unimog erwerben und gleichzeitig die Chance haben, in unser Quartettspiel aufgenommen zu werden? Dann mache mit und bestelle Dir noch heute Dein kleines Kunstwerk. Be part of the Unimog artwork!

    Hier gibt es weitere Infos zur Spendenaktion.

  • 75 Jahre Unimog: Einer Legende auf der Spur

    Darstellung des späteren Unimog aus der Dokumentation vom 13. März 1946 zur Vorlage bei der amerikanischen Militärbehörde

    Einer Legende auf der Spur

    Vor 75 Jahren entstand der Unimog

    In diesem Jahr kann „75 Jahre Unimog“ gefeiert werden, denn am 9. Oktober 1946 fand die erste Probefahrt dieses Alleskönners im Raum Schwäbisch Gmünd statt. Zu diesem Jubiläum veranstaltete Mercedes-Benz am 4. September einen eindrucksvollen Korso mit 75 Unimog der verschiedensten Baumuster vom heutigen Montagewerk Wörth ins Unimog-Museum Gaggenau. Am 9. September wurde in Schwäbisch Gmünd eine Gedenktafel am DRK-Gebäude angebracht, die an dieses besondere Ereignis erinnert.

    Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelte der Leiter der Flugmotorenentwicklung von Daimler-Benz, Albert Friedrich, erste Ideen für ein besonderes motorgetriebenes Gerät für die Landwirtschaft. Ihm war klar geworden, dass sein Arbeitgeber nach einem verlorenen Krieg keine Flugmotoren mehr bauen wird.

    Nach Kriegsende beauftragte ihn sein Chef, der damalige Vorstandsvorsitzende der Daimler-Benz AG Dr. Wilhelm Haspel, mit einer Gruppe ehemaliger Mitarbeiter diese Ideen zu konkretisieren. Start gestaltete sich schwierig, denn die ehemaligen Flugmotorenentwickler betraten Neuland. Daher verstärkten sie ihr Team durch den Diplom-Landwirt Erich Grass.

     

    Vorstandsvorlage für den Bau eines „Motorgetriebenen Universalgeräts für die Landwirtschaft“
    Archiv Daimler AG

    Anfang September 1945 stellte Albert Friedrich dem Daimler-Benz-Vorstand anhand einer Zeichnung und eines Holzmodells den Stand der Entwicklung vor. Doch dieser entschied, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, denn alle Energie müsse in den Wiederaufbau der Personenwagen-Produktion fließen.

    Albert Friedrich, hatte parallel mit Eduard Köhler, dem Mitinhaber der Metallwarenfabrik Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd, Sondierungsgespräche geführt – und ihn dabei auch gebeten, nach kapitalkräftigen Interessenten Ausschau zu halten.

    Auch mit Unterstützung von Köhler beantragte Friedrich bei der amerikanischen Militärbehörde die Genehmigung zum Bau von zehn Prototypen des „Motorgetriebenen Universalgeräts für die Landwirtschaft“. Diese wurde mit Datum vom 19. und 20. November 1945 erteilt.

    Eduard Köhler gelang es, Geldgeber für das Projekt zu finden, und daraufhin stellte er ab Dezember 1945 in seinem Werk einer kleinen Entwicklungsgruppe Räume zur Verfügung.

    Schicksalhafte Begegnung

    Aber dann sollte alles ganz anders kommen, denn bei einem Besuch im Werk Untertürkheim hatte Albert Friedrich im Herbst 1945 seinen ehemaligen Mitarbeiter Heinrich Rößler getroffen und ihm seine Pläne vorgetragen. Albert Friedrich gelang es im Dezember, Heinrich Rößler für eine Mitarbeit ab dem Folgemonat zu gewinnen. Ein wahrer Glücksfall!

    Ab Januar 1946 wurden die bisherigen Pläne der Arbeitsgruppe ad acta gelegt und Heinrich Rößler erarbeitete bis Monatsende einen Gesamtentwurf für ein völlig neuartiges Fahrzeug, den späteren Unimog. Für dieses musste mit Datum vom 13. März 1946 nochmals eine Produktionsgenehmigung bei der amerikanischen Militärbehörde eingeholt werden.

    Boehringer steigt in das Projekt ein

    Nachdem einer der Geldgeber das zugesagte Kapital nur teilweise beisteuern konnte, wurden bereits im Mai 1946 Gespräche mit der Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer in Göppingen aufgenommen, um sie als Mitgesellschafter einer noch zu gründenden Entwicklungsgesellschaft zu gewinnen. Boehringer sicherte sich damit das Recht der späteren Serienfertigung. Entscheidend für den Markterfolg war dann sicherlich auch, dass Daimler-Benz die Lieferung von 600 Dieselmotoren des Typs OM 636 zusagte.

    Erste Probefahrt des Unimog – noch ohne Fahrerhaus – am 9. Oktober 1946 mit Chefkonstrukteur Heinrich Rößler am Steuer und Konstrukteur Hans Zabel

    Es war dann eine besondere Leistung, dass am 9. Oktober 1946 der Chefkonstrukteur Heinrich Rößler die erste Probefahrt mit dem Prototyp 1 unternehmen konnte, der noch im Dezember schließlich auch sein Fahrerhaus erhielt.

    Der Unimog war Star der DLG-Messe 1948

    Der Unimog war 1948 der Star auf der Messe der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Frankfurt am Main. Ab Februar 1949 wurden bei Boehringer die ersten von insgesamt 602 Unimog montiert.

    Nachdem die Gebrüder Boehringer wieder die Genehmigung erhielten, Werkzeugmaschinen bauen zu dürfen, wurde 1950 – nach einem weiteren Messeerfolg mit prall gefüllten Auftragsbüchern – nach einem neuen Produzenten für den Unimog gesucht, der schnell in der Daimler-Benz AG gefunden wurde. War sie doch bereits Motorenlieferant.

    Im Juni 1951 – also vor 70 Jahren – konnten die ersten im Werk Gaggenau montierten Unimog ausgeliefert werden. Über 300.000 weitere sollten folgen, bevor im Jahr 2002 nochmals ein Umzug in das Lastwagenwerk Wörth anstand.

    Die Verbundenheit vieler Gaggenauer und zahlreicher Fans mit dem Unimog wird eindrucksvoll dadurch deutlich, dass sie einen Verein gründeten und dieser 2006 ein Unimog-Museum in Gaggenau eröffnete. Der Zuspruch ist gewaltig, und so entsteht derzeit ein Erweiterungsbau zur Verdoppelung der Ausstellungsfläche.

    Michael Wessel

    Erstveröffentlichung im Magazin zur BAIERSBRONNCLASSIC vom 23. bis 26. September 2021 – Fotos: Daimler AG und Sammlung Wessel

    Unimog im Internet

    www.unimog-museum.de

    www.unimog-club-gaggenau.de

    www.mbs.mercedes-benz.com

    www.unimog-community.de

    Übersetzung durch DeepL:

    On the trail of a legend
    75 years ago, the Unimog was born

    This year we can celebrate “75 years of the Unimog”, because the first test drive of this all-rounder took place in the Schwäbisch Gmünd area on 9 October 1946. To mark this anniversary, Mercedes-Benz organised an impressive parade of 75 Unimogs of various models from today’s assembly plant in Wörth to the Unimog Museum in Gaggenau on 4 September. On 9 September, a commemorative plaque was affixed to the DRK building in Schwäbisch Gmünd to commemorate this special event (see separate article).
    Towards the end of the Second World War, the head of aircraft engine development at Daimler-Benz, Albert Friedrich, developed initial ideas for a special engine-powered device for agriculture. It had become clear to him that his employer would no longer build aircraft engines after a lost war.
    After the end of the war, his boss, the then Chairman of the Board of Daimler-Benz AG, Dr Wilhelm Haspel, commissioned him and a group of former employees to flesh out these ideas. The start proved difficult because the former aircraft engine developers were entering new territory. Therefore, they strengthened their team by adding Erich Grass, a graduate farmer.

    Board proposal for the construction of an “engine-powered universal device for agriculture”.

    At the beginning of September 1945, Albert Friedrich presented the state of development to the Daimler-Benz Board of Management with the aid of a drawing and a wooden model. But the board decided not to pursue the project any further, as all energy had to be channelled into rebuilding passenger car production.
    In parallel, Albert Friedrich had held exploratory talks with Eduard Köhler, the co-owner of the metal goods factory Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd – and asked him to keep an eye out for financially strong interested parties.
    Also with Köhler’s support, Friedrich applied to the American military authorities for permission to build ten prototypes of the “motor-driven universal device for agriculture”. This was granted on 19 and 20 November 1945.
    Eduard Köhler succeeded in finding backers for the project, and as a result he made rooms available in his factory for a small development group from December 1945.
    Fateful encounter
    But then everything was to turn out quite differently, because during a visit to the Untertürkheim plant in autumn 1945, Albert Friedrich met his former employee Heinrich Rößler and told him about his plans. In December, Albert Friedrich succeeded in convincing Heinrich Rößler to work for him from the following month. A real stroke of luck!
    From January 1946 onwards, the previous plans of the working group were shelved and Heinrich Rößler worked out an overall design for a completely new vehicle, the later Unimog, by the end of the month. On 13 March 1946, production approval had to be obtained from the American military authorities.
    Boehringer joins the project
    After one of the financial backers was only able to contribute part of the promised capital, talks were initiated with Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer in Göppingen as early as May 1946 in order to win them over as co-partners in a development company yet to be founded. Boehringer thus secured the right for later series production. The fact that Daimler-Benz agreed to supply 600 OM 636 diesel engines was certainly decisive for the market success.
    First test drive of the Unimog – still without a cab – on 9 October 1946 with chief designer Heinrich Rößler at the wheel and designer Hans Zabel.

    It was then a special achievement that on 9 October 1946, chief designer Heinrich Rößler was able to take the first test drive with prototype 1, which finally received its cab in December.
    In 1948, the Unimog was the star at the trade fair of the German Agricultural Society in Frankfurt am Main. From February 1949, the first of a total of 602 Unimogs were assembled at Boehringer.
    After the Boehringer brothers were again authorised to build machine tools, in 1950 – after another trade fair success with bulging order books – a new producer for the Unimog was sought, which was quickly found in Daimler-Benz AG. After all, it was already an engine supplier.
    In June 1951 – 70 years ago – the first Unimogs assembled at the Gaggenau plant were delivered. More than 300,000 more were to follow, before another move to the Wörth truck plant in 2002.
    The attachment of many Gaggenau residents and numerous fans to the Unimog is impressively demonstrated by the fact that they founded an association and this opened a Unimog museum in Gaggenau in 2006. The response has been tremendous, and an extension is currently being built to double the exhibition space.

    Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

  • 75 Jahre Unimog: Festakt in Schwäbisch Gmünd zum Jubiläum der ersten Probefahrt

    Eine Gedenktafel am DRK-Gebäude in Schwäbisch Gmünd erinnert daran, das hier der Unimog entstand. Egon Spiller, OM Richard Arnold, Prof. Dr. Eduard Köhler, Peter Winkler und Roland Feix (von links)

     

    In Schwäbisch Gmünd fand  am 9. Oktober 2021 auf Initiative des früheren Prokuristen und Verkaufsleiters von Erhard & Söhne, Egon Spiller, und mit Unterstützung der dortigen Unimog-Freunde ein Festakt statt, der an die erste Probefahrt mit einem Unimog-Prototypen vor 75 Jahren erinnerte.

    Im Grußwort des Oberbürgermeisters Richard Arnold wurde seine besondere Wertschätzung des Unimog deutlich. Egon Spiller skizzierte die Geschichte von Erhard & Söhne. Er unterstrich die Bedeutung des früheren Mitinhabers und Geschäftsführers Eduard Köhler für die Entstehungsgeschichte des Unimog ebenso wie  sein Sohn Professor Dr. Eduard Köhler in seinen Grußworten. Grußworte überbrachte auch für den Unimog-Club Gaggenau deren Ehrenvorsitzender Michael Wessel und für den Verein Unimog-Museum Stefan Schwaab.

    Im Anschluss an den Festakt mit musikalischer Umrahmung der Swabian Brass Musiker wurde eine Gedenktafel am DRK-Gebäude enthüllt, die deutlich macht, dass die ersten Unimog-Prototypen in Schwäbisch Gmünd gebaut wurden. Damit begann die Erfolgsgeschichte des Unimog

    Fotos von Klaus Lukas und Michael Wessel:

    Eduard Spiller führte durch die Veranstaltung und skizzierte die Geschichte von Erhard & Söhne

    Grußworte des Unimog-Club Gaggenau überbrachte deren Ehrenvorsitzender Michael Wessel

    Stefan Schwaab überbrachte als Vorsitzender des Vereins Unimog-Museums Glückwünsche und informierte über die im Bau befindliche Erweiterung des Museums

    Unimog-Autor Ralf Maile stellte die bisher gebauten Unimog vor

    Peter Winkler, Regionalbeauftragte des UCG Göppingen, Stauferland, dankte Egon Spiller im Namen der Unimog-Freunde Schwäbisch Gmünd

    Unimog-Pionier Roland Feix, Jahrgang 1928, ließ es sich sehr zur Freude von Oberbürgermeister Richard Arnold nicht nehmen, auf den Nachbau des Unimog-Prototypen U 1 zu sitzen

    Das Programm des Festakts

    Die Gedenktafel am DRK-Gebäude in Schwäbisch Gmünd

    75 Jahre liegen zwischen dem Prototypen U 1 und diesem aktuellen Unimog. Egon Spiller nach einem gelungenen Festakt

    Video von Klaus Lukas zur Enthüllung der Gedenktafel: https://www.youtube.com/watch?v=gXLr8uuz94c

     

     

  • Unimog-Club Gaggenau: Abschied von Ehrenmitglied Karlhugo Schmidt

    Karlhugo Schmidt 2019 mit einem seiner vier Unimog, einem U 427

    Abschied von Ehrenmitglied Karlhugo Schmidt

    Zu den wenigen Mitgliedern des Unimog-Club Gaggenau, die bei der allerersten öffentlichen Vorstellung des Unimog auf der Ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft im Jahr 1948 mit dabei waren, gehörte unser Ehrenmitglied Karlhugo Schmidt. Er war von den Fähigkeiten des Unimog fasziniert – und diese Begeisterung sollte über 70 Jahre anhalten. In der letzten Zeit verbrachte er aufgrund einer äußerst schmerzhaften Erkrankung der Wirbelsäule immer wieder mehrere Monate im Krankenhaus. In der Nacht vom 4. auf den 5. Oktober ist er leider im Alter von 82Jahren gestorben.

    1955 hatte sein Vater endlich für die seit 1786 im Familienbesitz befindliche Mühle in Rehborn und auch für die eigene Landwirtschaft einen gebrauchten Unimog 2010 angeschafft. Dieser wurde schon drei Jahre später durch einen neuen Unimog 411 ersetzt.

    Auf den Unimog-Club Gaggenau wurde Karlhugo Schmidt bereits im August 1993 aufmerksam, denn da kam er mit den UCG-Vorstandsmitgliedern Heinz Schnepf, Michael Wessel und Edwin Westermann beim Jahrestreffen des Unimog Veteranen Club in Leverkusen in Kontakt. Er bedauerte es damals sehr, dass der Gaggenauer Club zu jenem Zeitpunkt nur Mitglieder aus der eigenen Region aufnahm. Als der Club diese Begrenzung kurz darauf aufgab, wurde er sofort Mitglied Nummer 153.

    Im November 1995 war dann die Mühle von Karlhugo Schmidt Ziel eines Ausflugs des Club-Vorstands. Dem folgte in der Mitgliederversammlung 1996 die Ernennung zum Regionalbeauftragten für die Region Glan-Nahe-Hunsrück. Diese Aufgabe übernahm er mit viel Leidenschaft und Herzblut. Unvergessen sind die familiären Treffen bei seiner Mühle und die zahlreichen Begegnungen mit ihm bei unterschiedlichsten Club-Veranstaltungen: Für den Unimog war ihm kein Weg zu weit. Zwischenzeitlich wuchs sein Unimog-Fuhrpark und umfasste vier Exemplare – den Unimog 411 aus 1958, einen 406 und einen 416 mit Doppelkabine sowie ein Unimog 427 – alle in der hellgrauen Hausfarbe der Mühle und mit dem Kennzeichen KH-SC. Dabei steht KH offiziell für Bad Kreuznach, aber für uns gleichzeitig auch für Karlhugo.

    Im Kreis der Regionalbeauftragten genoss Karlhugo Schmidt wegen seiner freundlichen und besonnenen Art besondere Wertschätzung. Sein Rat wurde stets geschätzt, sein Wort hatte immer Gewicht. Seine besondere Leistung für das Club-Leben wurde 2018 mit der Ernennung zum Ehrenmitglied gewürdigt.

    Karlhugo Schmidt war mit Leib und Seele Müller und so bedauerte er es sehr, dass er keinen Nachfolger für seine Mühle fand. Fortbestehen wird die dortige Erzeugung von Strom mittels Wasserkraft der durch das Grundstück fließenden Glan.

    Wir werden unserem Club-Kameraden Karlhugo Schmidt stets ein ehrendes Andenken bewahren.

    Unimog-Club Gaggenau e. V.

    Rainer Hildebrandt                             Michael Wessel

    Vorsitzender                                        Ehrenvorsitzender

    Oktober 2021

     

    Beim Jahrestreffen 1993 des Unimog Veteranen Club in Leverkusenwurde Karlhugo Schmidt auf den Unimog-Club Gaggenau aufmerksam (von links: UCG-Vorstandmitglied Edwin Westermann, Hansgeorg Frank, Karlhugo Schmidt) – Fotos Michael Wessel

     

  • Mitgliederversammlung des Unimog-Club Gaggenau

    Klaus Lukas wurde in der Mitgliederversammlung des Unimog-Club Gaggenau zum 1. Stellvertreter des Club-Vorsitzenden gewählt.

    Veronika Gareus-Kugel schreibt im Badischen Tagblatt vom 5. Oktober 2021:

    Trotz Pandemie auf Wachstumskurs

    „Corona hat uns im vergangenen Jahr einen Strich durch unsere Pla­nungen gemacht.“ Eine Fest­stellung, die am Samstagnach­mittag der Vorsitzende des Unimog-Clubs Gaggenau, Rainer Hildebrandt, traf. Umso mehr freute sich dieser, dass trotz noch vorherrschender Corona-Pandemie so viele Mit­glieder den Weg ins Unimog- Museum zur Mitgliederversammlung gefunden haben.

    Die Aktivitäten des vergan­genen Jahres waren somit schnell resümiert. Fast alle Ver­anstaltungen fielen aus. Das Allermeiste passierte via Inter­net. Nach der Teilnahme an der Retro Classic im März 2020 war zunächst einmal Schluss. Das Vereinsleben kam zum Erliegen. Unter strengen Auflagen konnten nur die Feldtage in Nordhorn, das Treffen auf dem Speikboden in Südtirol und das Weltenbumm­ler-Treffen beim Museum durchgeführt werden. Dank der bereits vor Pande­miebeginn aufgebauten IT-Infrastruktur war es den Mitglie­dern möglich, untereinander Kontakt zu halten und sich auszutauschen.

    Wiederbelebung der Clubkultur

    „Auch wenn die Technik be­reits weit fortgeschritten ist, kann der Laptop ein physi­sches Treffen nicht ersetzen“, meinte Hildebrand dazu. Und schilderte weiter: „Erste Schrit­te der Normalisierung traten erst im Verlauf des Jahres 2021 ein.“ Hildebrandt nannte unter anderem die vom Unimog-Club intemational durch­geführten Treffen und die Jubi­läumsveranstaltung “75 Jahre Unimog”. Als gutes Zeichen der Wiederbelebung des Cluble­bens interpretiert der Vorsit­zende die steigende Anzahl an Berichten aus den Regionalgruppen im „Unimog-Heft’l“ . Au­ßerdem wies Hildebrandt dar­auf hin, dass die Sonderhefte „Boehringer“ und „Unimog 421“ neu aufgelegt wurden. Bereits in dritter Auflage erfolgt der Druck der Sonderausgabe “Unimog 406“. Ihrer Vollendung streben die Son­derhefte mit den Themen „Unimog 411 Elekt­rik“ und „Dieseli in der Schweiz“ entgegen.

    Der Clubanhänger erstrahlt in neuem Design. Die Jugend­arbeit soll weiter vorangetrie­ben werden. Ein Erfolgsmodell sind die Technik-Workshops, die in der Werkstatt des Unimog-Museums abgehalten werden.

    Maik Zissel (re.) vertritt zukünftig die Interessen der Regionalbeauftragten zusammen mit dem bisherigen Vertreter Richard Koch.

    Auch von steigenden Mit­gliederzahlen trotz Pandemie berichtete Hildebrandt. So konnte die Organisation bei­spielsweise die neue Regional­gruppe in Brasilien begrüßen. Der Nettozuwachs beträgt 364 Neumitglieder. Damit wächst die Anzahl der Clubmitglieder auf insgesamt 7.354 weltweit an.

    Die Einnahmen und Ausga­ben des Clubs erläuterte Kas­sierer Claudio Lazzarini. Ein Zahlenwerk, das eines Klein­betriebs würdig wäre. Die Richtigkeit der Zahlen bestätig­ten die scheidenden Kassenprüfer Edgar Rost und Paul Westermann.

    Die Aufgaben der Kassenprüfer übernehmen künftig Hubert Jehnes und Michel Dicke (von links).

    In großer Einmütigkeit er­folgten die Wahlen. Vorsitzen­der ist weiterhin Rainer Hilde­brandt, erster Stellvertreter ist neu Klaus Lukas und zweite Stellvertreterin ist Angelika Grieb-Erhardt. Um die Finanzen kümmert sich wie bisher Clau­dio Lazzarini. Jürgen Rüger wurde wiederum zum Schrift­führer gewählt. René Dussel­dorp, viele Jahre erster stellver­tretender Vorsitzender, trat nicht mehr zur Wahl an.

    Im kommenden Frühjahr sind die Club-Mitglieder erneut zu Vor­standswahlen aufgerufen. Als Grund nannte Hildebrandt die Rückkehr zu dem in den Ver­einsstatuten festgelegten Wahl­modus.

    Fotos: Michael Wessel