Category Archives: Unimog Museum

  • Personelle Veränderung im Unimog-Museum

    In der Leitungsfunktion des Unimog-Museums wird es zur Jahresmitte einen Wechsel geben. Die bisherige Geschäftsführerin, Frau Christina Palma Diaz, nimmt ab Juli 2011 eine neue Herausforderung an und scheidet zum 30.06.2011 aus der Unimog-Museum Betriebs GmbH aus.

    Seit 1. Februar 2006 für das Unimog-Museum tätig, hat sie bereits vor Eröffnung im Juni 2006 die Aufbauarbeit wesentlich mitgestaltet. Gemeinsam mit dem ehren- und hauptamtlichen Team konnte sie das Unimog-Museum als touristischen Anziehungspunkt in und außerhalb der Region etablieren, was sich in konstant hohen Besucherzahlen niederschlägt.

    Die tolle Zusammenarbeit mit den über 130 ehrenamtlichen Helfern stellte sie immer gerne in den Vordergrund.

    „Wir bedauern den Fortgang von Christina Palma Diaz sehr. Mit ihrem Engagement, ihren Ideen und ihrer Kompetenz hat sie das Museum stark geprägt. Wir danken ihr von Herzen für die Aufbauarbeit und die sehr erfolgreichen fünf Jahre als Geschäftsführerin!“ so Stefan Schwaab, 1. Vorstand vom Unimog-Museum e.V. über die personelle Veränderung an der Spitze der Betreibergesellschaft des Unimog-Museums.

  • Kinder-Kunstmorgen im Unimog-Museum

    Winter-Ferienangebot zur Andy
    Warhol-Ausstellung

    Mit
    der aktuellen Sonderausstellung „Cars and Art – Andy Warhol im Unimog-Museum“,
    die noch bis 13. Februar 2011 zu sehen ist, gibt es erstmals ein Kinderprogramm
    in den Winter-Schulferien im Unimog-Museum. Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren
    haben die Möglichkeit, an einem Kinder-Kunstmorgen am Dienstag, den 28.
    Dezember oder Dienstag, den 4. Januar 2011 von 10.00 – 12.15 Uhr teilzunehmen.

    Das Programm
    beinhaltet eine Kunstführung, Spiel und Spaß mit dem Museumskoffer, kreatives
    Gestalten und eine Mitfahrt im Unimog über den Außen-Parcours.

    Die Kosten pro
    Kind betragen 8 €. Auf Grund begrenzter Teilnehmerzahl, ist eine Voranmeldung
    erforderlich (Tel: 07225/98131-0). Die Mindestteilnehmerzahl sind 6 Kinder.

    Nähere
    Informationen zu Ausstellung und Museumskoffer unter www.unimog-museum.de oder Tel.:
    07225/98131-0.

  • „Dieseli“-Vortrag im Unimog-Museum

    Zur Einstimmung auf das U2010er-Treffen am Sonntag, den 24. Oktober findet bereits am Samstag, den 23. Oktober um 11 Uhr ein Vortrag im Unimog-Museum statt.

    Aus der Schweiz kommt Claudio Lazzarini, der über den Unimog 2010 bei der Schweizer Armee – auch „Dieseli“ genannt – referieren wird. Dabei wird er erstmals die Ergebnisse neuer umfangreicher Recherchen vorstellen.

    Der Eintritt für den Vortrag ist im Eintrittspreis für das Museum enthalten. So haben auch Vereinsmitglieder vom Unimog-Museum e.V. freien Eintritt.

    Weitere Informationen auch zum Sonntag unter www.unimog-museum.com oder unter 07225/ 98131-0.

  • Fotoausstellung „Unimog-Exoten“ im Unimog-Museum

    Der Chefredakteur Carl-Heinz Vogler des Unimog-Club Magazins „Unimog-Heft´l“ sammelt seit vielen Jahren Fotos von Unimog und MBtrac, die exotisch und manchmal auch undefinierbar aussehen. Mittlerweile sind in der Sammlung über 250 Fotos aus dem In- und Ausland. Der Unimog ist zwar ein Universalmotorgerät von dem es viele extreme Umbauten gibt, die Steigerung dazu ist aber der Unimog-Exote. Vogler hat für die Ausstellung im Unimog-Museum 105 Fotos im großen Format  ausgesucht, die alle auf Bildtafeln präsentiert und kurz beschrieben werden. Parallel zur Ausstellung wird ab Juni 2010 ein kleiner Tischkalender 2011 (im CD-Format) mit Fotos aus der Ausstellung vom Unimog-Club Gaggenau und dem Unimog-Museum angeboten.

    Beginn der Ausstellung: Freitag, den 28. Mai bis 30. Oktober 2010

    Am 27. Mai 2010 findet ab 18.30 Uhr eine kleine Vernissage zur Ausstellung statt. 

  • Mobilität und Vielseitigkeit des Unimog

    Ein
    historischer Rückblick im Unimog-Museum

     

    Heute startet das Unimog-Museum mit einer weiteren
    Sonderausstellung. Vom 25.04.2010 bis zum 03.10.2010 widmet sich das
    Museum im Rahmen seiner traditionellen Präsentation der
    Unimog-Geschichte und der Entwicklung der Region dem Thema „Der
    Unimog bei den Streitkräften“. Erstmalig werden u.a. gezeigt und
    erläutert: Die Entwicklung von Pionierfahrzeugen mit Anbaugeräten,
    die ansonsten ihren Dienst auf Baustellen verrichten. Es sind diese
    ein Unimog 406 (Bundeswehr), ein SEE-Tractor mit vielen Werkzeugen,
    vergleichbar einem Schweizer Taschenmesser und ein U400 neuester
    Bauart, bestimmt für den Export.

     

    Für
    eine Woche (25.4. bis 2.5.) präsentiert die Firma Krauss Maffei
    Wegmann aus München das Allschutz-Transport-Fahrzeug (ATF), genannt
    „Dingo“, dessen Entwicklung gemeinsam mit der Bundeswehr Mitte
    der 1990er Jahre begann und heute bei zahlreichen Friedensmissionen
    eingesetzt wird.

     

    Der
    Unimog ist, wie bekannt, die erste Neuentwicklung einer land- oder
    forstwirtschaftlichen Zugmaschine nach dem 2. Weltkrieg. Diese
    Entwicklung (Unimog Prototyp Nr. 6) im Vergleich zu dem damals
    weltweit modernsten Standard-Traktor Ferguson und sowie der Unimog
    als Logistik-Fahrzeug, als Rettungsfahrzeug, als Flugzeugschlepper;
    sowie der Beginn des Einsatzes des Unimog bei der Schweizer Armee und
    Bundeswehr werden dem Besucher erläutert. Die Präsentation der
    Vielfalt der Unimog-Varianten wird durch den Wechsel einiger Exponate
    während der Gesamtdauer der Ausstellung erreicht.

     

    Des
    weiteren werden in 6 Vitrinen anspruchsvoll gestaltete Dioramen
    (dreidimensionale Darstellungen) von Unimog–Einsätzen bei den
    Streitkräften, von dem belgischen Künstler Toon Versnick gezeigt.
    Hinzu kommen Ausschnitte aus historischen Filmen, Dokumente,
    Accessoires, Zeichnungen, Prospekte und Modelle. Für die kleinen
    Museumsbesucher gibt es einen wissenwerten Kinderrundgang mit
    Erläuterungen vom „Moggele“. Aus Anlass der Ausstellung wird
    auch wieder ein Sondermodell von WIKING im Maßstab 1:87 zum Verkauf
    im Museumsshop angeboten.

     

    Weitere
    Informationen unter www.unimog-museum.com

  • Unimog-Museum: Jahresrückblick 2009

    Auch in diesem Jahr kann das Unimog-Museum auf ein spannendes und ereignisreiches Museumsjahr mit Stolz zurückblicken.

    Gestartet wurde das Jahr 2009 mit der Sonderausstellung „Ein Mäuschen im Museum – Die Mobilität der 50er Jahre auf italienisch“. Das Unimog-Schwerpunktthema lautete „60 Jahre Unimog & Landwirtschaft“ und aktuell läuft die Sonderaustellung „Aller Laster Anfang – Die Pionierjahre des Gaggenauer Automobilbaus“ noch bis zum 21. Februar 2010. Anlässlich dieser Sonderausstellung wurde die Rückrufaktion: „Ein Gaggenauer kommt zurück nach Gaggenau“ ins Leben gerufen. Bisher konnten rund für 1/3 Drittel der Teile des Benz 3K2 Paten gefunden werden und es werden noch neue Paten gesucht. Weitere Informationen hierzu gibt es unter www.unimog-museum.com/benz3k2.

    Fast 35.000 Besucher werden bis Ende des Jahres das Museum besucht haben. Dies sind über 1000 Besucher mehr als im Vorjahr, was in den Eröffnungsjahren eines Museums ein toller Erfolg ist, da normalerweise die Zahlen in den ersten Jahren rückläufig sind. Auch konnte 3 Jahre nach Eröffnung des Museums der 50.000 Mitfahrer im Unimog-Parcours begrüßt werden.

    Zur Besucherzahl beigetragen haben u.a. auch die unterschiedlichsten Sonderveranstaltungen wie z.B. die Eisenbahnausstellung, die Sammlerbörse, der Tanzabend mit Wettbewerb „Schau’ mal, wer da tanzt“, der 3. Bauern- und Kunsthandwerkermarkt, das 2. MBtrac-Treffen oder das Rallye-Fieber-Wochenende.

    Der Veranstaltungsraum war rund 80 Mal belegt. Gefeiert wurden Kommunionen, Konfirmationen, Klassentreffen, Geburtstage und sogar Hochzeiten. Firmen nutzen den modernen und wandelbaren Raum gerne für kleine und große Meetings zum Repräsentieren und Informieren.

    Auch einige berühmte Persönlichkeiten konnten 2009 im Unimog-Museum begrüßt werden. So hat sich Starkoch Vincent Klink zu seiner Unimog-Begeisterung geoutet, Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt wurde von der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau zu einem Vortrag eingeladen und Handball-Bundestrainer Heiner Brand lies sich zusammen mit SWR3-Moderator Volker Janitz von einer Unimog-Fahrt begeistern.

    Ein großer Dank gilt natürlich den über 120 ehrenamtlichen Helfern, die mit viel Engagement und jeder Menge Herzblut das Museumsprogramm mitgestaltet haben.

  • Aller Laster Anfang

    Sonderausstellung im Unimog-Museum zu den Pionierjahren des Automobilbaus in Gaggenau

    Bis 20. Februar 2010 ist im Unimog-Museum eine Sonderausstellung zu den Pionierjahren des Automobilbaus in Gaggenau zu sehen. Gezeigt werden ein Tonneau aus dem Jahr 1900, ein Volksautomobil „Liliput“ von 1905, ein Lastwagen aus dem Jahr 1909, ein Lkw-Fahrgesell mit Antriebstrang von 1922 sowie erstmals der BENZ-Gaggenau Lkw von 1916, der in einer „Rückholaktion“ wieder nach Gaggenau kommt. Die Besucher haben zudem Gelegenheit, in Vitrinen mehr zu den Persönlichkeiten zu erfahren, die in den Pionierjahren die Automobilindustrie im Murgtal aufbauten.

    Aus der Produktion von Theodor Bergmann stammt ein wunderschöner viersitziger Tonneau aus der Sammlung von Hans-Joachim Schramm aus Oberursel. Um 1900 gebaut ist es das älteste Fahrzeug der Ausstellung und das fünftälteste überhaupt erhalten gebliebene Fahrzeug aus Gaggenauer Produktion.

    Bei Bergmann entwickelt und dann in der Süddeutschen Automobilfabrik gebaut: ein „Liliput, das erste Volksautomobil der Welt. Es ist eines von zwei noch erhalten gebliebenen Fahrzeugen.

    Als ältester Lastwagen der Welt gilt das Fahrzeug der Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau aus dem Jahr 1909, das sonst im Auto- und Technikmuseum Speyer zu bewundern ist. Und weil Gaggenau heute als „die Wiege des Nutzfahrzeugbaus der Daimler AG“ gilt, wurde die Winterausstellung 2009/2010 auch „Aller Laster Anfang“ genannt.

    Das erste Mal im Unimog-Museum zu sehen ist ein weiterer Laster, der Benz-Gaggenau 3K2 aus dem Jahr 1916. Um ihn zurück nach Gaggenau zu holen, wurde vom Verein Unimog-Museum eine beispielhafte „Rückholaktion“ gestartet. Dabei können einzelne Aggregate und Teile symbolisch gekauft werden, um den Gesamtbetrag von 65.000 Euro zu finanzieren.

    Abgerundet wird die Sonderausstellung durch historische Dokumente und Fotos in den Vitrinen sowie durch Schautafeln des Wirtschaftsarchivs Baden-Württemberg, auf denen die Anfänge des Omnibusbaus im Ländle dargestellt werden.

    Weitere Infos unter www.unimog-museum.com

  • Programm MBtrac-Treffen Unimog-Museum 23.-25. Oktober 2009

    Allgemeines Programm
    Treffen von MBtrac verschiedenster Baumuster beim Unimog-Museum
    Ergänzende Ausstellung zur Unimog-Schau von einzelnen MBtrac im Museum
    Erstmaliger Verkauf des MBtrac Wiking-Sondermodell 2009 sowie von weiteren MBtrac – Artikeln

    Freitag, 23. Oktober 2009
    bis 18.00 Uhr Anfahrt und Einweisung der MBtrac am Unimog-Museum
    ab 18.00 Uhr Dieselabend bei Merex

    Samstag, 24. Oktober 2009

    Ab 9.00 Uhr Frühstück im Bistro Unimog-Museum

    10.00 Uhr Museumsöffnung

    10.30 Vortrag von Werner Schmeing mit anschließender Diskussion

    Zwischen 11.00 und 15.00 Uhr Bernd Panther’s Hax’nbraterei

    13.00 Uhr Präsentation Werner Forst trac

    14.00 Uhr Vorstellung der angereisten MBtrac

    15.30 Uhr Buchvorstellung „Traktoren der Daimler AG, Band 1“

    16.30 Uhr Filmvorführungen

    17.30 Uhr Get together mit Brotzeit im Bistro Unimog-Museum

    Anschließend MBtrac-Typenkunde

    Sonntag, 25. Oktober 2009

    Ab 9.00 Uhr Frühstück im Bistro Unimog-Museum

    10.00 Uhr Museumsöffnung

    Ab 10.00 Uhr Vorführung Holz spalten mit MBtrac

    11.00 Uhr Vorführungen von Forstmaschinen mit der Firma Werner

    12.00 Uhr Start MBtrac-Rundfahrt durch Gaggenau

    Anschließend Vorstellung der MBtrac

    Ganztägig: geräucherte u. gegrillte Forellen von der Schwarzwaldforellenzucht

    14.00 Uhr Vortrag Werner Schmeing mit anschließender Diskussion

    16.00 Uhr Filmvorführungen

    17.00 Uhr Ausklang im Bistro Unimog-Museum

    Alle Teilnehmer, die mit ihrem MBtrac anfahren, erhalten freien Eintritt in das Museum, ein Hax’n-Essen am Samstagmittag inklusive 1 kleinen Freigetränk im Bistro Unimog-Museum sowie exklusiv den „2. MBtrac-Treffen“ – Aufkleber (vorherige Anmeldung erforderlich).

    – Änderungen vorbehalten –

    Unimog-Museum

    An der B 462/ Ausfahrt Schloss Rotenfels, 76571 Gaggenau

    Tel.: 07225/ 98131-0 Fax: 07225/ 98131-19, info@unimog-museum.de, www.unimog-museum.de

  • „Ein Gaggenauer kommt zurück nach Gaggenau“

    Das Unimog-Museum sucht Unterstützung für die Rückholaktion eines Lastwagens von 1916

    Ein Schmuckstück soll an seinen „Geburtsort“ zurück

    Gaggenau (Badisches Tagblatt, 1. August 2009)- Er hat jahrzehntelang Lasten geschleppt und Baumstämme im Schwarzwald gerückt, nun soll er an seinen „Geburtsort“ zurückgeholt werden. Der Benz 3K2 von 1916. Noch schmückt der Lastwagen das Carl-Benz-Museum in Ladenburg, ab November soll er ein Glanzstück des Unimog-Museums sein. 65800 Euro kostet das seltene Stück, jetzt werden Sponsoren gesucht.

    „Ein Gaggenauer kehrt zurück nach Gaggenau“ heißt die Kampagne, für die gestern der offizielle Startschuss fiel. Über den symbolischen Kauf von Einzelteilen soll genügend Geld hereinkommen. Im Gegenzug gibt es Spendenbescheinigungen. 206 Einzelteile sind es, vom Kotflügel über Lampen, Motorkurbel, Lüfterflügel bis zu den 150 Gliedern der Antriebskette. Letztere zum Einzelpreis von 50 Euro. „Wunderbare Geburtstagsgeschenke“, wirbt Ute Kretschmer-Risché vom Museumsverein augenzwinkernd, „ich könnte mir vorstellen, eine Lenkschubstange zu verschenken – zumindest symbolisch.“ In einem Jahr soll das Geld beisammen sein.

    Die Liste der Teile steht im Internet. Für den Kühler ohne Plakette (1000 Euro) oder die Kühlerplakette (800 Euro) muss man schon tiefer in die Tasche greifen. Der Kuratoriumsvorsitzende des Museums, Hans-Jürgen Wischhof, hat das bereits getan; 10000 Euro für die Pritsche, das teuerste Teil der Aktion, steuert das Gaggenauer Bauunternehmen Grötz bei. Es darf an der Seite auch seinen Schriftzug aus dem Jahre 1916 anbringen.

    Für Stefan Schwaab, Vorsitzender des Museumsvereins, ist es nicht nur Nostalgie: Fahrzeuggeschichte in Gaggenau bedeute nicht „nur“ Unimog. Am ältesten noch aktiven Automobilfabrikationsstandort wurden bereits 1894, bei den Bergmann-Werken, Autos gebaut. Sie hießen „Orient-Express“. 1905 wurde aus Bergmann die „Süddeutsche Automobilfabrik GmbH Gaggenau“, die 1911 zu den Benz-Werken wurde.

    Der 3K2 soll schon bei der nächsten Winterausstellung eine wichtige Rolle im Museum spielen, erläutert Unimog-Experte Michael Wessel. Gaggenau als Wiege des Nutzfahrzeugbaus bei Daimler; in diesen Kontext passe die Rückholung des Lastwagens. Allerdings, so Stefan Schwaab, werde das gute Stück bis auf weiteres nur zu besonderen Anlässen im Museum zu sehen sein. Doch derer wird es in den kommenden Jahren genug geben: 2011 feiert man 100 Jahre Benz in Gaggenau und 125 Jahre Automobilbau.

    Schon vorher wollen die Verantwortlichen des Museums einen Schritt weiter sein. Sie hoffen auf weitere ehrenamtlich Aktive. Eine neue Gruppe soll sich um Wartung und Ausfahrten der Ausstellungsstücke kümmern; in der zweiten Gruppe geht es um die Konzeption des Museums. „Auch Frauen sind willkommen“, betont Kretschmer-Risché. Neben dem neuen Konzept für die Vitrinen denkt sie daran, die regionale Bedeutung des Fahrzeugbaus aufzuarbeiten. „Es wird eine neue, spannende Ausstellung geben, aber wir brauchen Zuarbeit.“

    Stefan Schwaab richtet den Blick noch ein bisschen weiter. Der 3K2 biete „Chancen für die Zukunft“, hält er eine bauliche Erweiterung des Museums für denkbar; auf der jetzigen Fläche sei auf Dauer nur der Unimog angemessen zu präsentieren. Das Museum an sich sei „wirtschaftlich erfolgreich unterwegs, die Besucherzahlen stimmen“. Man werde wohl auch in diesem Jahr 30000 Besucher begrüßen können, so Geschäftsführerin Christina Palma Diaz.

    Informationen unter (07225) 981310 oder unter www. unimog-museum.com

  • 60 Jahre Unimog und Landwirtschaft

    Schwerpunktthema 2009 „60 Jahre Unimog und Landwirtschaft“

    • Seit seiner Erfindung ein völlig neues Konzept
    • Die erste Traktor-Neuentwicklung nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland
    • Der Trendsetter, das einzigartige Produkt
    • Der erste Geräteträger mit einem Freigabe –System des Herstellers
    • Sonderausstellung vom 26.04. bis zum 25.10.2009 im Unimog-Museum

    Im August 1948 wurde der Unimog von der Firma Boehringer, Göppingen, als Universal-Motor-Gerät auf der DLG-Ausstellung in Frankfurt/Main einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Präsentiert wurde der Unimog mit Front- und Heckanbaugeräten. Die Firma Rabe lieferte den Pflug, die Firma Holder eine Aufbaugerätespritze für den Pflanzenschutz und die Firma Schmotzer steuerte eine Fronthacke bei. Die Resonanz auf dieses Fahrzeug war außergewöhnlich positiv.
    Dieses neuartige Fahrzeug für die Landwirtschaft wurde von den Behörden zunächst als „Sonderfahrzeug für die Landwirtschaft“ eingestuft. Man war sich nicht im Klaren darüber: ist es ein Traktor, ein LKW oder was sonst? So kam diese erste Neuentwicklung eines Traktors nach dem 2. Weltkrieg dennoch erst nach fast zehnjährigem Kampf wegen der Zulassung, der Kraftfahrzeugsteuer, der Kfz-Versicherung und Haftpflicht (Verwendung von austauschbaren Geräten) sowie der Dieselkraftstoffverbilligung zu einer Anerkennung als “Ackerschlepper“, obwohl das Fahrzeug völlig anders aussah als ein normaler für die Land- oder Forstwirtschaft entwickelter Traktor: Allradantrieb mit 4 gleichgroßen Rädern, Rahmenbauweise, gefederte Achsen, eine Hilfsladefläche, ein Fahrerhaus für 2 Personen, 3 An- und Aufbauräume und mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 50 km/h etc.
    Inzwischen sind gut 60 Jahre vergangen, Anlass genug, im Unimog-Museum in Gaggenau im Rahmen einer Ausstellung das Schwerpunkt-Thema „Unimog und 60 Jahre Landwirtschaft“ zu präsentieren.

    Gezeigt werden eine größere Anzahl von Unimog, vom Prototyp Nr. 6 (1948) bis hin zu dem jüngsten Produkt innerhalb der Mercedes-Benz Unimog-Baureihen, dem Unimog U 20 (2008).

    Die Vielfalt der Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten des Unimog werden eindrucksvoll präsentiert durch das Zusammenspiel von Unimog und Geräten aus der Anfangszeit bis hin zur modernen Landtechnik.

    Zu sehen sind die Anwendungen wie Gitterräder und Zwillingsbereifung zur Reduzierung des Bodendrucks. Mähwerke, über Flachriemen angetriebene Geräte, Mineraldüngerstreuer, Drillmaschinen, Pflüge, Grubber, der Binger Seilzug mit Geräten, der vorzugsweise im Weinbau an Steilhängen eingesetzt wurde, sowie Pflanzenschutz-Aufbauspritzgeräte, eine bis heute sehr professionelle Anwendung des Unimog in der Landwirtschaft.

    Besondere Aufmerksamkeit werden die Besucher auch folgenden Themen schenken: Die wunderbare Dioramen-Ausstellung von Toon Versnick aus Belgien, die Foto-Ausstellung mit historischen Unimog-Aufnahmen des Agrarjournalisten Wolfgang Schiffer in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsverlag sowie die im Rahmen einer Diplomarbeit an der FH für Technik und Wirtschaft in Berlin unter wissenschaftlicher Begleitung restaurierte Kartoffellegemaschine aus dem Programm des RAU Kombi-Geräte-Systems wird zu sehen sein. In Zusammenarbeit mit dem Verein „kindgenau“ wurde ein Kinderrundgang zum Thema Landwirtschaft entwickelt.

    Der technische/anwendungs-technische Vergleich des Boehringer Unimog (Jahrgang 1950) mit dem Ferguson Traktor TEA 20 (Jahrgang 1950). Zwei geniale Erfindungen für die Landtechnik. Der Unimog (Basis Rahmenchassis) als Universal-Motorgerät im Vergleich zu dem Standardtraktor TEA 20 (Blockbauweise) mit dem „Ferguson System“. Harry Ferguson war der Erfinder des so genannten Dreipunktanbaus; eine weltweit standardisierte Schnittstelle für den Geräteanbau ohne die die heutige Landtechnik gar nicht denkbar wäre. Wie überhaupt das Thema „Standardisierung der Schnittstellen in der Landtechnik“ eine weltweite Erfolgsstory ist. In der Ausstellung wird eine Vielzahl derer gezeigt, von der Einpunktaufhängung bis zum Schnellkuppler.

    Während der Sonderausstellung zu dem Schwerpunkt-Thema „60 Jahre Unimog und Landwirtschaft“, die vom 26.04. bis zum 25.10.2009 stattfindet, sind mehrere Veranstaltungen geplant, so z.B. das 2. MBtrac-Treffen am 24. und 25. Oktober 2009. Auf die Programmpunkte wie Filmvorführungen oder Buchvorstellungen wird das Unimog-Museum auf der Internetseite www.unimog-museum.de aktuell hinweisen.